Ein Großrusse derzeit im Umleiterdienst im Schwabenland

  • Ein freundliches Hallo ins Forum!


    DB Cargo zeigt sich, wie auch viele andere Güterverkehrs-EVU, vollkommen unbeeinduckt von der Corona-"Krise" und befördert zuverlässing und oft grenzlastig seine Güter.

    Derzeit gibt es bei uns im Augschburger Raum einen der seltenen Einsätze eines Großrussen im Umleiterverkehr.

    Normalerweise wickeln wir den kompletten Güterverkehr, welcher mit Großdieselloks gefahren wird, mit der Class66 ab.

    Eine in meinen Augen sehr zuverlässige, bärenstarke und extrem leistungsfähige und auch überlastbare Diesellok!

    Aber mal wieder eine der eleganten Großrussen (ich mag den Nachwendenamen "Ludmilla" überhaupt nicht) in der Hand zu haben, ist auch was Feines.

    Es gibt eine Übergabe von Ulm nach Vöhringen, die normalerweise mit V90 auf direktem Weg unterwegs ist.

    Da derzeit in diesem Streckenabschnitt gebaut wird, erfolgt die tägliche Bedienung auf dem Laufweg Ulm - Augschburg - Buchloe City - Memmingen (Kopf machen) - Vöhringen und zurück mit 233 219.

    Die beförderten Lasten sind zwar einer Großdiesellok unwürdig, aber das macht in diesem Fall nix.


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    am 27.03.2020 durchfährt 233 219 auf der Rücktour Augsburg-Oberhausen

    (aufgenommen von meiner V60, auf der ich an diesem Tag Aushilfe geleiset habe)


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    am 30.03.2020 durcheilt 233 219 den fotogenen Bahnhof Bobingen auf ihrem Weg nach Ulm Rbf


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    Am Morgen des 31.03.2020 erwartete ich meinen Zug nach Vöhringen im Gbf. Augsburg. Glücklicherweise erfolgte die Einfahrt auf meine Nachfrage beim Fahrdienstleiter des Vertrauens nach Gleis 66 in die Sonne.


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    meine Wenigkeit im Bf. Buchloe - leider nicht ganz scharf vom Ulmer Tf angefertigt (wird wiederholt ;-) )


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    233 219 bei Großaitingen auf dem Weg nach Vöhringen. Im Hintergrund meine 266 456, mit welcher ich einen leeren Rohölzug zur Beladung in die dortige Awanst gefahren hatte.


    Bis 17. April laufen diese Züge noch und ich hab vorm Osterurlaub am 7.4. nochmals diese Leistung in der Hand.


    VG Thomas


    Edith: Satzbau berichtigt.

  • Schöne Bilder. Die Class 66 war bis vor 10 Jahren täglich bei uns im Rhein-Main-Gebiet vor Containerzügen aus Rotterdam? nach Süden unterwegs. Immer wieder beeindruckend , vor allem wenn so eine riesige Lok beschleunigt. Heute sieht man keine mehr. Die Containerzüge werden heute von Loks der Baureihen 186 und 193 gezogen.

    Gruß Ronald

  • Hallo.

    Ein interessanter Beitrag.

    Ohne Zweifel ist der Russe , oder die Russische, oder wie man Sie nennen mag eine fantastische, zuverlässige Maschine.

    Bei uns im Bw Nordhausen trug Sie bei den meißten Personalen den Namen "die Dicke".

    Mit dem "Nachwendenamen" Ludmilla kann ich mich ebenso wenig anfreunden.

    Da gab es nach der Wende die Videos bei denen im Vorspann u.a. der Ruhrpottlokführer Manfred Kantel in kurzen Sports zu sehen war.

    Ich bin der Meinung, erst hier ist der Name Ludmilla für die Lokomotive geprägt worden.

    Ebenso finde ich aber auch die Bezeichnung Großrusse irreführend. Was an Kleinrussen war oder ist denn in Deutschland dann im Einsatz?

    Die Bezeichnung Großdiesellok ist eine häufige gebrauchte Bezeichnung, Großrusse hingegen ist mir zumindest in unseren Gefilden eher ungeläufig.

    Aber auch hier kann es ja durchaus regionale Unterschiede geben..


    Im Westen hat diese zuverlässige Maschine auch sehr schnell Freunde gefunden.

    Und auch im Jahre 2020 ist Sie in verschiedenen Bereichen noch immer unverzichtbar!

    Da denke ich zum Beispiel an die Leistungen in der Region Nürnberg/Schwandorf.



    Eine persönliche Frgae sei mir gestattet..

    Hast Du die Berechtigung für die Russische schon zu DR Zeiten in der früheren Heimat erworben, oder erst in der neuen Heimat?


    Viele Grüße

    Und immer schön aufpassen,

    Thomas

  • Moinsen,


    ich glaube jedes Bw hatte seine eigenen Spitznamen für bestimmte Baureihen. Aber was anderes, schön war für mich wenn es hieß Loktausch mit dem Zementer - mit der Ludmilla von Saarbrücken bis Ulm durch. Herrlich...

    Der Oschatzer Saarsachse

    IV K - Fan

  • Ich kenne es so, V 200 = "Wumme" oder "Russe". V 300 = "Großrusse". Die ist ja mit 3000 PS, teils auch 4000 PS, deutlich leistungsfähiger wie ihre kleinere Schwester V 200.

    Das "Groß" kam auch anerkennend daher, daß die V 300 hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit selbst den leistungsstärksten Dampfern deutlich überlegen war. Mit einer 132 konnte man mit Leichtigkeit sowohl die 01.5 im Schnellzugdienst als auch die Öl-44 im Güterzugdienst völlig problemlos in Grund und Boden fahren, was Anhängelasten, Beschleunigung und Fahrzeiten anging.