Die Königslinie stirbt

  • Hallo Stefan,


    dachte ich mir schon, denn es war in der Meldung von einem Hafen in Südschweden die Rede, ohne den Namen Trelleborg zu erwähnen. Das wäre ja nicht das Problem. Trelleborg und Ystad sind ja relativ dicht beieinander. Schwieriger wäre es, wenn man noch um die Ecke nach Stockholm müsste. ;)


    Mit einem solchen Jet ergäben sich sogar für Urlauber auf der Insel Rügen Möglichkeiten für einen Tagesausflug nach Kopenhagen oder Malmö. Google Maps spuckt für die Strecke Ystad - Kopenhagen eine Fahrzeit von 1:11 h über den Öresund aus. Früh mit dem Jet nach Schweden und abends zurück, das ergäbe interessante Möglichkeiten, die kleine Meerjungfrau zu besuchen. Der Umweg über Rostock - Gedser ist auf jeden Fall länger.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo,


    wer nicht wagt, der nicht gewinnt... Ob es funktionieren wird, dass wird die Zukunft zeigen. Ich sehe hier eher eine Zusammenarbeit von Weiße Flotte/FRS und Bornholmslnjen/Molslinjen. Die Stralsunder können auf die Infrakstruktur der dänischen Reederei im schwedischen Ystad zurückgreifen. Und in Mukran kann die Weiße Flotte den Service für die Bornholmer übernehmen. Dieses war bisher eine Tätigkeit von Stena Line.


    Die Frage ist, wofür das Geld benötigt wird. Es wird wahrscheinlich in die Infrastruktur gehen - Anpassungsarbeiten beim HSC und beim Anleger. Und eine richtige Herausforderung wird das Marketing. Es wird eine neue Marke/neues Produkt sein, dass in zwei Märkten eingeführt werden muss.


    Muss der Tagesausflug immer nur nach Malmö/Kopenhagen gehen? Ich denke nicht. Gerade Ystad hat einen besonderen Scharm und Rügenurlauber können in eine andere Welt eintauchen. Sie können u.a. auf den Spuren von Kurt Wallander unterwegs sein. Zum Abschluss der Tour gibt es dann ein Stück von dieser hässlich blauen Polizeitorte oder eine Zimtschnecke in Fridolf´s Konditori Fridolf´s Konditori.


    Für den Bimmelbahner sind es auch nur 40 km bis nach Brösarp, wo er auf seine Kosten kommt. Hier mal der Link zum Ort der Glückseligkeit:


    https://www.skanskajarnvagar.se/d_main.shtml


    Gruß


    Stefan


    P.S.: Kleiner Verbesserungsvorschlag an die RüBB. Die Homepage muss auch in englisch und am besten auch noch in schwedisch verfügbar sein.

  • Hallo Stefan,


    die Ausflüge nach Kopenhagen und Malmö waren natürlich nur ein Beispiel.

    Das Projekt wird mutmaßlich nicht auf Anhieb zu 100 % klappen. Sowas braucht immer eine gewisse Einlaufphase, zumal es jetzt kein "schwerfälliger" Fährbetrieb, sondern mehr oder weniger ein in den Tourismus eingebundenes Projekt ist. Darum braucht es eben auch Stellplätze für Reisebusse an Bord, damit Otto-Normal-Pauschalurlauber von der Insel Rügen eben in Schweden angemessen bespaßt werden kann und auch auf dem Katamaran auch noch etwas Geld lässt.

    Touristische Angebote benötigen einfach etwas mehr Vorlauf, bis jeder Veranstalter und jedes Hotel darauf eingestellt ist. Ich hoffe, die Weiße Flotte beweist dann den nötigen langen Atem. Aber eigentlich sind sie hier gut vernetzt und kennen das Geschäft sehr gut. Wie Peter schon schrieb. Für beide Seiten ist der Segelplan entscheidend, aber mit 2,5 h Überfahrt sollten da interessante Abfahrzeiten machbar sein.

    Und da die Betonung wohl auf Tourismus liegt, wird es wohl ein Saisonbetrieb werden.


    Ob ich dort Glückseligkeit erfahre, muss ich dann mal ausprobieren. Aber ich muss sowieso endlich mal nach Schweden, auch zur Ohsabahn.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo Achim,


    also die organisierten Fahrten ab Sassnitz bis Kopenhagen über Trelleborg und Retour, gab es in 2001 schon. Angeboten wurde das Paket als Tagesfahrt von verschiedenen Reisebüros auf der Insel und ging ca. 5:00 Uhr ab Sassnitz Mukran los und endete ebenda ca. 22:00 Uhr. Ich muss direkt mal die Fotos raussuchen.


    Gruß

    Daniel S.

  • Hallo Daniel,


    es gab in den 90ern auch mal einen Katamaran, der direkt von Sassnitz nach Kopenhagen bzw. Swinemünde gefahren ist.

    Die Fahrten mit der SASSNITZ ließen sich zuletzt ja gar nicht mehr machen, weil der Segelplan für Tagesausflüge von Deutschland nach Schweden völlig ungeeignet war. Mit einem Katamaran und ca. 2,5 h Fahrzeit (gegenüber ca. 4 h mit der konventionellen Fähre) lässt sich aber wohl ein Segelplan erstellen, der solche Angebote wieder möglich werden lässt, möglichst in beide Richtungen, denn wir würden unsere schwedischen Nachbarn auch gern wieder hier begrüßen, nicht nur zum Einkaufen.


    Auf Deine Fotos freue ich mich schon!!!


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo Achim,


    wir sind 2001 mit dem Fährschiff "Sassnitz" gefahren, der Anbieter scheint wahrscheinlich direkt SAS gewesen zu sein, zumindest lautet so der ausgestellte Fahrausweis. Interessanterweise war es ein Komplettangebot der SAS, also Fähre - Bus - Fähre.


    Die Katamaranfahrten sind lt. "Die Sassnitzer Häfen und ihr Fährverkehr" von Wulf Krentzien, ab 1999 auf der Linie: Stadthafen Sassnitz - Swinoujscie mit dem Katamaran "Örnen"; nur im Jahr 2000 erweiterte Scanlines ihr Angebot mit der Linie: Stadthafen Sassnitz - Rönne - Swinoujscie ebenfalls mit der "Örnen"; und im Jahr 2001, jedoch nur in dem Zeitraum zwischen dem 10. und 18. Juli 2001 verkehrte der Katamaran "Max Mols" zwischen Fährhafen Sassnitz und Rönne.


    Gruß

    Daniel


    PS: Die Fotos vom Schiff und dem Anlagemanöver werden zeitnah gescannt und hier zu finden sein ...

  • Hallo Daniel,


    was hat SAS damit zu tun? SAS ist eine Fluggesellschaft: https://de.wikipedia.org/wiki/SAS_Scandinavian_Airlines

    Die haben Reisen mit den Fährschiffen verkauft?


    Also ich meine, dass der Katamaran schon 1997 zwischen Sassnitz (Stadthafen) und wahlweise Swinemünde und Kopenhagen unterwegs war. Als ich Ende August 1997 vor dem Umzug der Fähren noch von der Mole aus die TRELLEBORG und RÜGEN fotografierte, düste der Katamaran aus nördlicher Richtung kommend heran und Wulf Krentzien, mit dem ich dort zufällig zusammentraf, berichtete mir, dass er aus Kopenhagen kam.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo,


    SAS ist der Unternehmenscode für die Scandlines Danmark ApS. Die Scandlines Deutschland GmbH hört auf SAD.


    1997 ist die Örnen erstmals in den Stadthafen von Sassnitz eingelaufen. Ab 1998 fuhr sie für das neue Gemeinschaftunternehmen Flying Adler Line - Weiße Flotte ,an dem auch Scandlines beteiligt war, ab Sassnitz. Dänische Ziele standen durchaus auf dem Programm, allerdings war damit am 1.7.1999 mit Wegfall des Duty Free - Handels Schluss und es stand nur noch Sassnitz - Swinemünde auf dem Plan. Der Katamaran wurde 1990 in Norwegen für die UdSSR gebaut. 1996 kaufte in die Dampfschifffahrtgesellschaft Öresund das Schiff für die Linie Malmö - Kopenhagen. 1998 wurde es an Flygbatarna/Scandlines weitergegeben. Das Haupteinsatzgebiet blieb Kopenhagen-Malmö, wurde aber im Saisongeschäft von Flying Adler Line - Weiße Flotte ab Rügen eingesetzt. Mit Eröffnung der Öresundbrücke entfiel der Haupteinsatzort des Katamaran und das Schiff wurde nach Italien verkauft. Das ganze hatte niemals was mit Fährschifffahrt auf Rügen zu tun, sondern der "Butterschifffahrt".


    HSC Max Mols (heute nur HSC Max) war im Juli 2001 ein Ersatzschiff. An Bord der Sassnitz gab es am 1. Juli 2001 einen Brand im Maschinenraum und sie fiel bis zum 18. Juli aus. Sie wurde in diesem Zeitraum durch das Fährschiff Rügen vertreten, was aber eigentlich nach Bornholm segeln sollte. Da der HSC Max Mols zu dem Zeitpunkt aufgelegt war, konnte er kurzfristig von Molslinjen gechartert werden. Paradox war, dass die Rügen am 5. Juli auch einen Brand melden musste. Allerdings konnte dieser Schaden noch am selben Tag behoben werden.


    Gruß


    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von V10C ()

  • Hallo Stefan,


    für mich ist SAS schon seit Ewigkeiten die skandinavische Fluggesellschaft. Wieder etwas gelernt.


    Stimmt, die Route nach Kopenhagen lebte vom Duty Free. Wenn ich mich richtig erinnere war die Örnen irgendwie schwarz oder dunkelgrau angepinselt. Zu dieser Zeit gab es auch eine Verbindung Lauterbach - Swinemünde mit Katamaran.


    Nein, mit Fährschifffahrt hatte das nichts zu tun. Aber mit der klassischen Königslinie wird die geplante Verbindung nach Ystad ja auch nur bedingt vergleichbar sein. Und trotzdem freue ich mich darauf und wir werden das wohl auch mal nutzen.


    Viele Grüße


    Dampfachim