Mein Schmalspurjahr 2019 in Bildern - Teil 1: Deutschland

  • Moin!


    Wie schon im vergangenen Jahr, möchte ich euch, wenn auch etwas verspätet, auch in diesem Jahr noch einen kleinen Rückblick auf mein Schmalspurjahr 2019 präsentieren. Vielleicht für den ein oder anderen in dieser Zeit eine wilkommene Ablenkung. An entsprechender Stelle werde ich wie gewohnt einige weiterführende Links auf meine Website setzten. Dort sind dann einige zusätzliche Bilder zu sehen, welche hier jedoch den Rahmen sprengen würden und die Auflösung ist auch etwas höher als hier im Forum möglich. Dies wird jedoch vorwiegend den zweiten Teil mit den interationalen Bildern betreffen, da dort doch einiges zusammengekommen ist im vergangenen Jahr.

    Nun aber genug des einleitenden Geschwafels, ich wünsche viel Spaß beim Betrachten:


    Im Januar 2019 verschlug es mich zweimal in den nahen Harz, um einige potenzielle Triebwagenmotive an der Selketalbahn für den Sommer im Rahmen kleinerer Wanderungen auszukundschaften.
    Am 3. Januar entstanden dabei natürlich auch einige Aufnahmen nebenbei an wohl bekannteren Stellen:


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    187 016-1 erreicht am Morgen aus Hasselfelde kommend Stiege und passiert die Wendeschleife


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    Nur wenige Minuten später durchfährt das Fischstäbchen 187 011-2 die Schleife aus dem Selketal kommend zur Eisfelder Talmühle


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    Später am Tag konnte der Triebwagen auf dem Rückweg nach Gernrode in den abgelegenen Selkeauen zwischen Günthersberge und Straßberg aufgenommen werden


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    Am Nachmittag ging es zur Lichtung zwischen Stiege und Birkenmoor, wo 187 016-1 bei schönstem Licht erwartet wurde.


    Am 20. Januar wurde dann nach längerer Zeit mal wieder der Sampfzugumlauf im Selketal ein wenig begleitet:


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    Zwischen Quarmbeck und Bad Suderode wurde am 20. Januar 99 7240-7 neben dem alten Regelspurgleis erwartet. Wind war nicht vorhanden und die Temperaturen unter null - ein perfekter Dampfzugtag...


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    Am Nachmittag wurde zu der Lichtung zwischen Sternhaus Ramberg und Mägdesprung gelaufen. Mit Dampfentwicklung war hier zwar nicht zu rechnen, aber die Stelle wollte schon lange mal vernünftig umgesetzt werden.


    Über das Osterwochenende wurde doch recht spontan das MTB auf's Autodach geworfen und es ging zwei Tage ins Erzgebirge. Die Vorspannleistungen und das herrliche Wetter hatten am Ende den Ausschlag gegeben. Zudem suchte ich, nach einer doch nervenaufreibenden Straßenbahntour in Ägypten, nach etwas Ruhe und Entspannung im Grünen, da waren diese zwei Tage genau das Richtige. Zwei ausführliche Bilderstrecken zu diesen beiden Tagen gibt es hier: Ostern im Erzgebirge – Mit Vorspann nach Oberwiesenthal, Ostern im Erzgebirge – Zweizugbetrieb im Preßnitztal


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    Leider war ich zuvor nicht schlau genug gewesen, meine Ankunft an der Fichtelbergbahn richtig mit der Vorspannleistung abzustimmen. So gelang am ersten Tag noch keine vernünftige Aufnahme des Gespanns, aber 99 1772-5 machte sich bei Unterneudorf auch nicht schlecht. Die Parallelwege waren zu dieser Jahreszeit noch überraschend leer und so stieß das Befahren mit dem Zweirad auf keine Probleme.


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    Am späten Nachmittag dann der Klassiker mit 99 1794-9 bei Cranzahl. Der Regio auf der Brücke war kurz zuvor parallel mit dem Dampfzug ausgefahren und befand sich bei der Aufnahme nicht mehr auf der Brücke - eine kleine Photoshop-Spielerei ;-)


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    Die Gegenhangmotive bei Unterneudorf hatte ich irgendwie auch noch nie so richtig umgesetzt. Das wurde am Abend mit 99 1772-5 nachgeholt.


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    Nach einer frühmorgendlichen Radtour auf den Fichtelberg, stand ich am nächsten Vormittag pünktlich zum ersten Zug wieder an der Strecke. Mit Erschrecken registrierte ich die "Verzierung" des eindrucksvollen 13-Wagen-Zuges zwischen Niederschlag und Hammerunterwiesenthal. Als Zeitdokument ganz nett, aber mehr musste davon nicht sein und so verdampfte ich anschließend zur Preßnitztalbahn.


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    Dort waren die Wege am Vormittag noch angenehm leer und eines der versteckteren Motive abseits der Straße zwischen Schmalzgrube und Schlössel konnte mit 99 1542-2 umgesetzt werden.


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    Am Nachmittag war an ein zügiges Vorankommen auf den Waldwegen nicht mehr zu denken und ich wich auf die nicht sonderlich stark befahrene Straße aus. Mit der langen Kreuzungspause in Schmalzgrube, konnte ich die Züge mit dem MTB sogar bergauf begleiten - sowas hatte ich auch noch nicht erlebt :D 99 1715-4 verlässt Schmalzgrube Richtung Schlössel.


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    Sogar zwischen Schmalzgrube und Schlössel reichten die 15 Minuten aus, um den Zug wieder zu überholen und hinter der Straßenkreuzung über den Fluss aufzunehmen.


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    Wieder zurück am unteren Teil der Strecke gelang eine Aufnahme am Flussufer mit 99 1514-2 bei Wildbach.


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    Auch dieser Zug konnte wieder überholt werden und bei Schlössel erneut aufgenommen werden. Nach nun bald 80 Kilometern in den Knochen reichte es dann aber auch langsam...


    Es folgten im Laufe des Jahres noch mehrere kleine Ausflüge in den Harz. Mal wurden während längeren Radtouren gezielt einige Motive angesteuert, mal ging es ein wenig mit dem Auto durch den Harz. Eine Zugfahrt war in diesem Jahr nicht drin, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, die Brockenfahrt im vergangenen Herbst lastete noch schwer auf der Kasse ;-)


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    Die Lichtung zwischen Sophiental und Benneckenstein stand schon lange auf dem Plan. Zu meiner Freude kam am Morgen des 12. Mai nicht der zuvor gesichtete Neubautriebwagen von der Talmühle zurück, sondern 187 011-2. Ein ausführlicher Artikel zu diesem Streckenabschnitt gibt es inzwischen auch in meiner Serie: Eine Reise mit den Harzer Schmalspurbahnen – 3.6 Über Sophienhof und Tiefenbachmühle nach Eisfelder Talmühle


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    Weiter ging es mit dem Rad Richtung Selketal. Zwischen der Talmühle und Birkenmoor hat sich auch etwas Kahlschlag ergeben und so konnte 187 018-7 nach einer kleinen Kraxelei bei seiner Fahrt Richtung Eisfelder Talmühle aufgenommen werden.


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    Ziel der Radtour waren nach dem winterlichen Auskundschaften die Selkeauen zwischen Günthersberge und Straßberg. Dort konnte gegen Mittag der offenbar frisch revidierte 187 017-9 aufgenommen werden.


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    Aus der Gegenrichtung knapp eine Stunde später 187 016-1


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    Auf dem Rückweg nach Benneckenstein wurde auf der Wiese zwischen Stiege und Birkenmoor der einzige tägliche Dampfzug zur Talmühle mit 99 6001 abgewartet.


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    Am 23. Juni ging es eigentlich für den Gasttriebwagen in den Harz und von Wernigerode wurde der Brocken per Zweirad erklommen. Leider fiel der Triebwagen schadhaft aus und es fuhr "nur" ein Fischstäbchen auf den Brocken. Aber die Zeit konnte sich auch so vertrieben werde, zum Beispiel mit einer Aufnahme quer über's Drängetal mit einem unerkannt gebliebenen Brockenzug.


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    Als Entschädigung hörte ich zwischen Drei Annen Hohne und Schierke jedoch ein Harzkamel durch den Wald dröhnen. Das konnte eigentlich nur eine Sonderfahrt sein, die wohl demnächst auch Richtung Brocken weiterfahren würde. Ein ebenfalls anwesender Fotograf, der pausenlos damit beschäftigt war Wanderer aus seinem Motiv zu scheuchen, nahm meinen Hinweis irgendwie nicht ernst und so stand ich zehn Minuten nach dem Planzug allein in der neuen Fotokurve zwischen Schierke und Goetheweg und ließ das Harzkamel 199 861-6 an mit vorbeidröhnen - inklusive Wanderer auf dem Wanderweg - die gehören ja wohl dazu oder nicht? ;-)


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    Eine Aufnahme des Fischstäbchen auf der Brockenstrecke musste dann aber auch noch sein, schließlich auch keine Alltäglichkeit. 187 011-2 auf dem Weg hinab nach Schierke an der Kreuzung mit der Brockenstraße.


    Zwei weitere Besuche im Harz folgten erst im Herbst. Einige Motivlücken entlang des Streckennetzte wollte ich für meine Serie noch schließen und Herbstfärbung und Sonnenschein luden zu spontanen Ausflügen ein.


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    Der Bahnübergang am Ortsrand von Elend wollte schon lange umgesetzt werden. Hierfür kommt jedenfalls im Herbst nur die morgendliche Triebwagenleistung von der Talmühle in Frage, am 7. Oktober mit 187 018-7. Auch dieser Streckenabschnitt ist inzwischen in meiner Harzserie zu finden: Eine Reise mit den Harzer Schmalspurbahnen – 3.2 Elend


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    Am Nachmittag wurde sich nochmal dem Harzkamelumlauf gewidmet. 199 861-6 konnte in den Straßen von Wernigerode aufgenommen werden.


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    Zum Abschluss stand noch die recht junge Lichtung unmittelbar hinter Drei Annen Hohne an der Brockenstrecke auf dem Plan, die nach einigen Jahren inzwsichen recht ansehnlich überwachsen ist. Gemütlich Kaffee trinkend wurden zwei Bergfaher abgewartet. Einer davon war mit 99 234 bespannt.


    Mitte Oktober brach ich zu einer letzen kleineren Tour des Jahres auf, lässt man einen Wochenendausflug nach Prag Ende November außen vor. Über den Harz ging es zum Altbauzug der Lößnitzgrundbahn und anschließend in Sachen Straßenbahn nach Frankfurt Oder und ins polnische Szczecin (Stettin). Hätte ich damals gewusst, dass es die letzte Tour für viele Monate gewesen sein sollte, ich hätte sicher noch den ein oder anderen Tag bei dieser tollen Herbsfärbung drangehängt...


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    Den Anfang machte am 12. Oktober 2019 der Gernrode-Brocken Express. Wie sooft in diesem Jahr an der Wiese zwischen Stiege und Birkenmoor.


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    Die freigeholzte Fotokurve zwischen Harzgerode und Alexisbad wartete auch noch auf eine Umsetzung, bevor der gesamte Hang unbegehbar mit Dornengestrüpp überzogen ist. Gegen Mittag ist 187 013-8 auf dem Weg nach Harzgerode.


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    Am Nachmittag ging es zum zweiten Mal in diesem Jahr zur Lichtung zwischen Sternhaus Ramberg und Mägdesprung. Die Herbstfärbung war leider noch nicht so ausgeprägt wie erhofft, dafür konnte ich mich über 99 6001 freuen.


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    Der in Mägdesprung gekreuzte 187 017-9 konnte auch noch im herbstlichen Tal verarztet werden.


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    Am späten Nachmittag war die Sonne dann soweit rum, dass die Kurve bei Harzgerode mit 187 019-5 zum Tagesabschluss anders herum aufgenommen werden konnte.


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    Den Schmalspurabschluss für 2019 machte am folgenden Tag der Altbauzug auf der Lößnitzgrundbahn. Der Besucheransturm war jedoch derart groß, das noch zahlreiche Rekowagen an den Zug angehängt werden mussten. Glücklicherweise hingen diese wenigstens am "richtigen" Ende des Zuges. Aber auch die Sonne verschwand meist zuverlässig mit Erscheinen des Zuges hinter einer kleinen Wolke - irgendwie war es etwas verhext an diesen 13. Oktober. Gleich zu Beginn des Tages gelang allerdings eine wunderbare Aufnahme mit 99 1789-9 vor Cunnertswalde - was will man denn eigentlich mehr. Vielleicht hätten wir uns den restlichen Tag einfach ins Café setzten sollen und diese Aufnahme genießen :D


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    Ein bisschen was fiel aber noch ab, zum Beispiel die Wildlife Fotografie vor dem Haltepunkt Weißes Roß...


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    ...oder die Rekowagenaufnahme in Friedewald.


    So, das war's auch schon mit meinem fotografischen Schmalspurrückblick aus Deutschland aus dem Jahr 2019. Ob ich im nächsten Frühjahr etwas ähnliches zeigen kann? Ich habe da so meine Zweifel, aber warten wir es mal ab...
    Zumindest der internationale Teil, den ich demnächst wohl noch zeigen werde, dürfte so vorerst nicht zu wiederholen sein...


    Gruß,

    Tobias

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  • [...]


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    Ein bisschen was fiel aber noch ab, zum Beispiel die Wildlife Fotografie vor dem Haltepunkt Weißes Roß...


    [...]

    Jedes mal wenn ich dieses Motiv aufnehmen möchte rennen diese #:crazy:¿ - Viecher weg, sobald sich der Zug nähert. Du hattest wohl richtig Glück gehabt. Oder hast du die gefiederten Zweibeiner bestochen? :lach:


    MfG Ronny

  • Zitat

    Du hattest wohl richtig Glück gehabt. Oder hast du die gefiederten Zweibeiner bestochen?

    Bei mir wollte sich der Vogel auch gerade aus dem Staub machen :D Bei einer weiteren Auslösung mit weniger Tele ist der Zweibeiner schon aus dem Bildausschnitt verschwunden...

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