• Mild wurde tatsächlich in Plastekästen geliefert, aber ich "glaube" mich erinnern zu können das die im Konsum und der HO blau waren und die für die Schülerversorgung grün.

    Fruchtmilch war in Plastekästen und die ganz normale Milch in Metallkästen. 😉

    Einmal editiert, zuletzt von Der Zittauer (20. Mai 2026 um 19:37)

  • Hallo zusammen und schöne Pfingsten euch,

    erstmal ein großes Dankeschön für die anerkennenden Worte und die Infos bezüglich der Plaste-Getränkekisten.

    Erz 99 :

    Die Kilometersteine waren m.M.n. der Standard auf den erzgebirgischen Schmalspurbahnen, jedenfalls sieht man diese Bauart dort relativ oft.

    Zum Bau gibt es wenig zu sagen. Ich habe mir diese digital gezeichnet und ausgedruckt. Lediglich die Zahlen unterscheiden sich unter den Steinen. Ich hoffe, dass das dir weiterhilft.


    Nun will ich aber auch noch etwas "belebendes" zeigen...

    ...und zwar sah es im Gornsdorf immer Recht tot und unlebendig aus. Dem musste unbedingt Abhilfe geschaffen werden. Deshalb geht es heute um die wunderbaren Figuren vom lieben Momojens .

    Ein kleines Gruppenfoto, bevor es auf die Anlage geht. Auf der Kleinserienmesse in Dresden habe ich mir einige Resin-Figuren sichern können. Und wow die Details und 3-Dimensionalität der Figuren sind einfach beeindruckend. Davon kann jedes Preiserlein nur träumen, auch wenn einige Figuren minimale Fehler aufweisen (4 Finger, ungleich große Hände oder auch mal eine Hand ohne Arm), diese machen aber keinen Abbruch im Endergebnis. Einziger Nachteil besteht darin, dass die Figuren so viele Details haben, dass die Bemalung ungefähr die 3-fache Zeit zu Preiserlein verschlingt und auch gute Pinsel (4/0) mit ruhiger Hand erfordert.

    Nun folgen nochmal ein paar Impressionen der in Szene gesetzten Figuren. Der Sack mit Kohle scheint ganz schön viel zu wiegen... Bandscheibenvorfall ist vorprogrammiert.

    Während der eine schleppt, wird an anderer Stelle intensiv diskutiert, wo die Säcke hin müssen. Ob das Sitzen auf Gemisch-Kanistern so angenehm ist???:gruebel:

    Am nächten Kohlehaufen wird auch fleißig gearbeitet. Hier sind übrigens die epochenmäßig passenderen Holzkisten zur Anwendung gekommen, die ich ja bereits angeteasert hatte. Highlight sind gerade die "fliegenden Kohlebrocken", die von der Schippe rutschen.

    Im Hintergrund läuft gerade ein Bahnbediensteter zum Weichenstellbock. Im Vordergrund die Kohle-Verlade-Szene.

    Am Bahnsteig warten auch einige Fahrgäste auf den Zug nach Meinersdorf oder Thum. Die Frau mit der Dederon-Schürze hat anscheinend ihren Wocheneinkauf erledigt. Milch, Kartoffeln und Holz für den Kachelofen.

    Auch wenn die Fahrgastzahl nicht berauschend ist, tummeln sich auch hier noch weitere Bahnreisende auf dem Bahnsteig. Eine Dame mit Korb und ein zeitungslesender Mann.

    Gegenüber vom Bahnhof wird schon Brennholz für den Winter gespalten. Seine Frau ist mit dem Fortschritt sichtlich zufrieden.

    Was für ein Effekt die Figuren machen ist krass. Ich denke, dass ich jetzt eine gute Balance habe, sodass es nicht zu leer oder zu belebt wirkt.

    Also wer gerade auf der Suche nach Figuren ist, dem kann ich nur empfehlen beim Pfingstfest im Preßnitztal bei Modellbau Adorf/ De Bimmelbahner shoppen zu gehen.

    Meine Empfehlung habt ihr, insbesondere da es so viele verschiedene Figuren gibt, sodass für jedermann was passendes dabei ist.

    Bis bald...

    ...euer Gornsdorf

  • Hallo zusammen,

    Harzbahnreisender :

    Danke, für die netten Worte. :ok:

    50 3604-1 :

    Na da muss ich wohl noch nach Herrn "Adaz" Ausschau halten....:sing:

    Auch heute gibt es zum Abschluss noch eine kleine Bastelei. Da in dieser relativ viel Aufwand steckt und sie auch nicht im nächsten "Großprojekt", im wahrsten Sinne des Wortes, untergehen soll. Habe ich mich dazu entschieden diese hier separat vorzustellen.

    Eines der typischen Transportgüter auf der Strecke Thum Meinersdorf waren am Ende Schnittholzlandungen der Vereinigten Holzindustrie Hormersdorf. Diese darf natürlich auch nicht bei mir fehlen...

    ...also wurde sich an die Arbeit gemacht und ca. 21m Lindenholzfurnier in "Waggon-gerechte" Bretterbohlen abgelängt. Hier ein Foto nach getaner Arbeit. Und dann sagt mal einer, dass auf der Schiene keine Güter bewegt werden...:lol:

    Anschließend wurde fleißig gestapelt und gebündelt, bis schließlich 6 Bretterstapel fertig waren, die nun wiederum mit Zwischenbrettern übereinander gestapelt werden könnten. In der FHWE Broschüre zum Thumer Netz Teil 1 sieht man, dass teils die Schnittholzladungen mit Planen abgedeckt waren, welche ich ebenfalls gerne nachbilden wollte. Nur habe ich später die Plane verzurrt, statt eine weitere Lage "Opferholz" zur Beschwerung draufzulegen.

    Hier das Endergebnis. Auch Versandmarke (wenn vlt. auch nicht zu realistisch) habe ich als nettes Detail mit angebracht. Empfänger ist der VEB Holzhandel Karl-Marx-Stadt, jedoch bezweifle ich, dass jemand Schriftgröße 1 Lesen kann...:crazy:

    Nun die andere Seite. Das Holzfurnier misst 3*0,5 mm, lieber wären mir 2*0,5 mm gewesen, allerdings gab es diese leider nicht zu erwerben. Dennoch sind die Bretter übliche Sägewerk-Maße für Schalungsbretter. (~26*4,5 cm im Original)

    Die Plane wurde in Revell Mittelgrau lackiert und anschließend mit Trackside Rust Pigmenten und Rocket Exhaust Pigmenten gealtert. Danach wurden mit Aluminiumfarbe noch die Verzurrösen dargestellt und durchstochen für die spätere Verzurrung. Auch ein paar Flicken hat die Plane bekommen.

    Die auf der Plane aufliegenden Bretter dienen im Orginal dem Kantenschutz für die Ladungssicherung am Wagenkasten, damit die Ladungssicherung nicht in die fertigen Bretter einschneidet.

    Dann ging's noch an das besagte verzurren. Mensch war das ein S*ackgang... Die Ladungsicherung der Bretterstapel hatten im Original oft einen dickeren Durchmesser als die der Plane, deshalb habe ich die Bretter mit 0,06 mm Draht horizontal und die Plane mit 0,03 mm Edelstahldraht diagonal verspannt (nur in den richtigen Lichtverhältnissen sichtbar...). Dies sieht etwas interessanter aus.

    Gerade an der Frontseite, sieht man warum ich so einen Aufwand in die Ladung gesteckt habe. Hier sieht man nun jedes einzeln aufgestapelte Brett. Auch die Frontseite der Plane ist verzurrt.

    Als kleiner Fun-Fact:

    nur die Materialkosten des Holzes belaufen sich auf das etwa 1,5-fache des Kaufpreises des Wagens, in dem sie landen wird. Der Wagen wird aber Gegenstand eines der kommenden Beiträge.

    Das soll's wieder gewesen sein. Ich hoffe euch gefällt die Holzladung.

    Schönen Abend wünscht euch Gornsdorf :wink:

  • Hallo Robin,

    Wow, das ist beeindruckend mit den unzähligen einzelnen Brettern! :) Auch die Plane und die Beipackzettel gefallen mir.

    So mit dieser konstanten Bretterlänge werden im Modellbau ja die meisten Stapel nachgebildet. Heute ist das auch so üblich. Aber auf Fotos aus den 80ern oder älter habe ich häufig Stapel gesehen, bei denen die Bretter nur auf einer Seite bündig gestapelt waren und auf der anderen Seite durch die individuellen Längen sehr ungleichmäßig aussahen. Vielleicht kann ja jemand mit "Holzhintergrund" etwas dazu sagen?

    VG Martin

  • Hallo Robin,

    Dein Holzstapel ist ja sensationell!

    Aber gerade bei hochpreisigen Materialien kann man unheimlich sparen, wenn man den Holzstapel nicht aus "dem Vollen" baut. Also nur die äußeren Bretter und die Kopfstücke der inneren Bretter darstellt. Innen ist der Stapel hohl.

    Macht zwar deutlich mehr Arbeit, man kommt aber bei gleichem Materialeinsatz deutlich weiter.


    Viele Grüße Christian

  • Hallo Robin,

    ich bin jedesmal von deinen "kleinen Basteleien" total begeistert. Auch wenn ich deine Qualitätsarbeit nie erreichen werde, ist es doch für mich Ansporn besser zu werden. Ic hab mi be Jens in Jöhstad aucheini paar Figuren geholt. Ich bin schon auf dein nächstes Projekt sehr gespannt.

    Gruß Lutz