Friedland - Neubrandenburg

  • Hallo Lenni,


    da muss ich dir Recht geben - aber. Er ist jetzt weitestgehend gesichert und geschlossen (Stand 2013 !!!) Vor vielen Jahren, in den 90zigern waren wir das erste mal in Friedland, da war alles offen und damit war dem Vandalismus keinerlei Riegel vorgeschoben. Natürlich wird der Zahn der Zeit, den Gebäuden noch so manchen Schaden anrichten, deutliches Beispiel hierfür ist der 2-ständige Lokschuppen der Normalspur - das sieht schon traurig aus ...


    Gruß

    Daniel S.

  • Hallo zusammen,


    1996 also zwei jahre nach der Streckenstilllegung waren wir das erste Mal in Friedland. Zu dem Zeitpunkt befand sich das Bahngelände noch in einem guten Zustand und die Gebäude in Takt. Mein Bemühen galt damals der Nachbildung des Knotenpunktes im Maßstab 1 : 87 mit dem Hauptinteresse auf der Schmalspurseite, aber gerade auch die Schnittpunkte mit dem Endbahnhof der Nebenbahn waren von großen Interesse, da ich den gewaltigen Unterschied beider Spurweiten schon extrem fand.


    Den Anfang soll das Empfangsgebäude der Neubrandenburg-Friedländer Eisenbahn sein. Am 05. November 1884 in Betrieb genommen, waren es bewegte Zeiten für die 25,6 km lange Nebenbahn. Grund für den Bau waren die zahlreichen Industriebetriebe die sich in Friedland um die Jahrhundertwende ansiedelten, wie das Mosaik- und Wandplattenwerk Sinzig & Ehrang welches aus der 1870 gegründeten Ziegelei hervorging. In direkter Verlängerung der Gleisachse stehen noch Heute Teile der alten die Zuckerfabrik. Auch eine Stärkefabrik und nicht zu vergessen die landwirtschaftlichen Produkte die durch die MPSB herangeschafft wurden, mussten weitertransportiert werden.


    Am 21. Februar 1884 wurde die Aktiengesellschaft Neubrandenburg-Friedländer Eisenbahn gegründet und bereits 3 Tage später begann der Bau der "Eisenbahn untergeordneter Bedeutung". Für den Bau und auch den Betrieb in den ersten Jahren war ein Bauunternehmer namens Louis Herrmann Bachstein - besser bekannt als Herrmann Bachstein verantwortlich (1879 in Berlin gegründet - https://de.wikipedia.org/wiki/Herrmann_Bachstein). Durch bauliche und politische Querelen, fuhr jedoch der erste Zug am 20. Oktober 1885 also ein reichliches Jahr nach erreichen der Mecklenburgischen Kleinstadt Friedland. Die Bahn endete im Neubrandenburger Südbahnhof und wo der Reisende Anschluss an die Mecklenburgische und Preußische Staatsbahn hatte.



    Detail Treppenhaus Giebelansicht Südwest


    Giebelansicht Südwest


    Gesamtansicht Gleisseite


    Gesamtansicht Gleisseite


    Teilansicht Straßenfassade Südost


    Teilansicht Straßenfassade Südost


    Teilansicht Straßenfassade Südost


    Alle Fotos sind im November 1996 entstanden und gescannt.


    Gruß

    Daniel S.

  • Hallo Zusammen,


    der zweite Teil soll sich dem Güterschuppen der ehemaligen NFE widmen.


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    Gesamtübersicht Straßenseite


    38445010kk.jpg

    Teilansicht mit Giebel Südwest


    38445011ck.jpg

    Straße mit sichtbaren Gleisresten. Bitte beachtet auch das 600 mm Gleis welches

    in keinem der mir bekannten Gliesplänen eingetragen ist.


    38445012qj.jpg

    Blicke aus Richtung West, mit Giebelansicht und Laderampe

    Im Hintergund noch der Lagerschuppen der LHG


    38445005aq.jpg

    Blick von der LAderampe in Richtung westliche Bahnhofsausfahrt. Im Hintergrund

    gut der 2-ständige Lokschuppen zu erkennen


    38445006pt.jpg

    Hier noch mal ein Blick in Richtung West vom Bereich Straße. Der Blickwinkel

    entspricht dem aus Bild 3 nur um 180° gedreht


    38445007ck.jpg

    Ein Blick ins Innere des Güterschuppen. Ein typischer Zweckbau in Fachwerkbauweise.


    38445008co.jpg

    Ein kleiner Ausblick in Richtung Lokschuppen, unserem nächten Teil ...


    Alle Fotos sind im Mai 2000 entstanden und gescannt.


    Gruß

    Daniel S.

    Einmal editiert, zuletzt von Daniel S. ()

  • Hallo Zusammen,


    heute möchte ich euch meine 96er Ausbeute am Lokschuppen zeigen. Wie bereits geschrieben, waren die Anlagen 1996 noch weitest gehend in Schuss. Auch der 2-ständige Lokschuppen. Das urprüngliche Gebäude war ein Fachwerkbau in den Abmessungen 38,48 m x 12,34 m. Eine Verlängerung um 7,60 m des Gebäudes erfolgte zur DR-Zeit. Weitesgehend hatte ich damals Zeichnungen angefertigt, die der Umsetzung ins Modell dienen sollten, so auch von dem 2-ständigen Lokschupen, der mit einer Gesamtlänge von 46,08 m also fast 53 cm im Maßstab 1 : 87 schon eine beachtliche Baulänge aufwies und das für eine Nebenbahn.


    Ansicht Giebel (Seite Neubrandenburg) und späterer Anbau


    Blickrichtung Bahnhofsausfahrt Richtung Neubrandenburg


    Blickrichtung Bahnhof, im Bereich des LKW kann man den Güterschuppen erkennen


    Blickrichtung Bahnhof


    Nebengebäude am Lokschuppen, siehe auch Zeichnung


    Zeichnung Lokschuppen


    Alle Fotos sind 1996 entstanden.


    Gruß

    Daniel

  • Hallo Zusammen,


    Heute wollen wir das Friedländer Bahnhofsgelände verlassen und ein paar Schritt in Richtung Neubrandenburg gehen. Der Grund für den Bahnbau war ja die Industrialisierung die um die Jahrhundertwende auch in Friedland einzog. Zahlreiche Industriebetriebe siedelten sich in und um Friedland an. Ein Teil der Betriebe war wie an der Perlenschnur, entlang des Streckengleises aufgefädelt. Das Ende bildet der heutige Friedländer Landhandels- und Dienste GmbH, der auch Heute noch über einen Banhanschluss verfügt.


    Ein erster Blick zurück in Richtung Bahnhof


    Entlang des Pleetzer Weges, der beidseitig am Gleis die Industriebetriebe erschloss, wie hier z.B. das Blauton-Werk Friedland welches aus den Vereinigten Mosaik- und Wandplattenwerke AG Friedland-Sinzig-Ehrang hervorging

    Link: http://www.mrg-blautonwerk.de/seite2.html




    Gruß

    Daniel

  • Hallo Zusammen,


    bei der Recherche im Netz ist mir ein Gesellschaftervertrag abgeschlossen zwischen der Stadt Neubrandenburg, dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und der Stadt Friedland zur Instandsetzung der Bahnstrecke als öffentlich genutzte Verkehrsinfrastruktur. Der Vertag ist am 06.09.2018 zur Beschlussvorlage im Stadtrat der Stadt Neubrandenburg vorgebracht, und positiv beschieden worden. Mit dem Vertrag ist die Sanierung, die Wiederinbetriebnahme und der Bahnbetrieb der Nebenbahnstrecke zwischen Neubrandenburg und Friedland langfristig technisch sichergestellt.


    Ich persönlich finde es gut, dass man sich wieder der Bahn besinnt ...


    https://www.neubrandenburg.de/…751_4619_1.PDF?1540451857


    Admin: Dokument als Link eingefügt, bitte nur eigene Dokumente oder Bilder an Beiträge anfügen!


    Gruß

    Daniel

  • Gerne würde ich mal mit einem Sonderzug nach Friedland fahren

    Hallo Julian,


    das war oder wäre auch mein Wunsch einmal gewesen und so habe ich den Link, den Robert hier gepostet hat mal angeklickt und raus kam ich auf der Homapage von Thomas Sauren / Eisenbahnsonderfahrten Sauren. Der Wunsch einen Kontakt aufzubauen, mißlang mir leider, den weder über das Kontaktformular noch über eine angegebene E-Mail Adresse meldete sich jemand. Aber vorige Woche dann doch. Es ist wie mit vielen Dingen dieses Jahr, es ist natürlich alles abgesagt worden, wofür man sicher Verständnis hat.


    Hier seine Antwort:


    "Sehr geehrte Eisenbahnfreunde,nun endlich steht die erste Sonderfahrt für dieses Jahr fest.

    Wir werden am Samstag, den 01. 08.2020 mit der Köf 6152 und zwei braunen gedeckten Güterwagen über die ostfriesische Küstenbahn fahren. Da die Mitfahrt, wie im letzten Jahr, nicht in den Güterwagen erlaubt ist, werden wir zusätzlich mit der V60 und der Donnerbüchse fahren. Die Zuggarnitur werden wir an den Fotostellen trennen, sodass wir wie im letzten Jahr wieder schöne Bilder mit der Köf und den beiden Güterwagen machen können. In Dornum wird es auch die Möglichkeit geben beide Züge nebeneinander zu fotografieren. Die Fahrtausschreibung befindet sich als pdf-Datei im Anhang.Die Fotofahrt mit der V36 und dem Nebenbahnpersonenzug wird wahrscheinlich auf Samstag, den 26.09.2020 verlegt. Als zusätzliche Leistung bei dieser Sonderfahrt, werde ich versuchen, dass wir noch das Anschlussgleis in Gambach zu dem Quarzsandwerk befahren werden können. Sobald es feststehende Änderungen zu dieser Sonderfahrt gibt, werde ich Sie per Newsletter informieren.

    Die Geburtstags- und Jubiläumssonderfahrt am 31.10.2020 befindet sich zur Zeit ebenfalls in Planung. Bei dieser Fahrt sind mehrere Pendelfahrten auf der Strecke zwischen Meinerzhagen und Krummenerl mit vereinzelten Fotohalten geplant, sowie wenn es möglich ist eine Bereisung des Schotterwerkes durchzuführen.Die anderen Sonderfahrten werden leider dieses Jahr alle entfallen und eventuell im nächsten Jahr durchgeführt werden.

    Mit freundlichen GrüßenThomas Sauren"


    Es geht also langsam wieder los ... Wollen wir hoffen, dass Herr Sauren im kommenden Jahr die Reise auf Friedländer Gleisen wieder anbieten kann, ich würde mich freuen.


    Gruß

    Daniel