Blumenberg – der Abgesang des deutschen Regelspurdampfes

  • Hallo Thomas, Hallo Achim.
    Für mich als Freund der Reko Fuzziger natürlich ein Bilderfest, Mit dabei die 3705 als Schwester der Hilbersdorfer "Unvollendeten" 3704.
    Persönlich habe ich wiederum mit der Gegend um Blumberg sehr viel zu tun. Meine Mutter stammt aus Welsleben das direkt an der Strecke von Schönebeck nach Blumberg lag. Als Kind hab ich dort noch das Anschlußgleis der ehemaligen Zuckerfabrik im Straßendreck endeckt.. heute gibt es dort nicht mal mehr einen Bahnhof.

    Danke für die tolle Bildserie

    Gruß André

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  • Ja, die Region, wo Orte Wanzeleben und Egeln... doch was anderes vermitteln. Der Begriff Sehnsuchtsort trifft es genau und das elendige warten auf die unpünktlichen Güterzüge war nicht immer lustig. Zumal, wenn man nichts zu trinken hatte, die Sonne auf den Kopf feuerte, die Bahnhofsbank als Fotostandpunkt schon mitten in der prallen sonne stand.... das war Blumenberg.


    Um 2011 war ich mal bei der Durchreise in Blumenberg,. hier ein paar Bilder zum Vergleich zu den Aufnahmen der 80er




    Wunderschöne "Laubsägearbeiten", welche an die Bäderarchitektur erinnern


    Fast wie 1988


    Das EG ist leider unbewohnt


    Ihn gibt's noch....


    Heute ein Reifen, damals unbedingt wichtig als Blumenkübel


    Ihn gibt es auch noch....


    Auch das ist Geschichte - der HEX

    Liebe Grüße von der Havel, Thomas

  • Hier präsentiert sich 50 3705 mit gekürzter Schürze und der Begflaggung zu einem Maifeiertag in Blumenberg. Ob die angeschmuddelten Fahnen auf der leidlich gepflegten Maschine ernst gemeint waten, bleibt wohl ein Geheimnis. Übrigens gab es nicht sehr viele 50.35 mit kurzer Schürze, dafür ging es sogar noch kürzer.


    Der wahrlich wenig gepflegte Zustand der 50 3662 zeigt, dass die große Zeit der Dampflokomotiven sich dem Ende neigte.

    Für einen Tagesausflug mit Fototour war es herrlich der den ganzen Tag hobelnden 50 in Blumenberg zuzusehen.

    Absolut interessant waren die Reisezugleistungen der EST Oschersleben. Hier standen noch Bag Wagen im Einsatz. Dazu noch zweiachsige Packwagen und bei der Tour nach Gunsleben wurden oft sogar Güterwagen mit genommen.

    Hier war es mal ein normaler Reisezug, der bis unmittelbar an fie frühere Grenze nach Gunsleben führte.


    50 3606 hatte dagegen bei ihren Gunsleben Einsatz auch eine Fuhre Güterwagen am Haken. Mitgefahren waren wir nie, da uns die Grenznähe zu riskant erschien.

    Liebe Grüße von der Havel, Thomas

  • Hallo Thomas,


    so war das in Oschersleben wohl normal. Von Lokpflege hielt man dort nicht sehr viel. Die Loks waren ja auch weit weniger im Reisezugdienst unterwegs, als im Mutter-Bw Halberstadt. Die Beschilderung in Oschersleben war wohl ein anderes Problem, weil nach Berichten von Halberstädter Kollegen auf diesem Außenposten immer wieder Lokschilder verschwanden. Aber in den 80ern gab es sowieso meist nur noch diese Schablonenschilder aus Meininger Produktion.


    Schmale Schürzen gab es an einigen wenigen 50.35. Ich hab davon kaum eine selbst zu Gesicht bekommen, aber auf Fotos immer wieder gesehen, dass mindestens 50 3576, 50 3704, 50 3705 und 50 3707 die schmale Ausführung trugen. Weil anlässlich ihrer L 7 im Jahre 1989 ein Nummerntausch zwischen 50 3707 und 3708 vollzogen wurde, kam die nunmerige 50 3708 nun mit einer schmalen Schürze aus Meiningen zurück, womit ich sie im Schuppen des Bw Halberstadt zwar sehen, aber nicht fotografieren konnte. Die Eisenbahner dort haben später eine normale Schürze angebaut.


    Bei der Altbau-50 gab es diese schmale Ausführung auch, viel häufiger fehlte die schräge Frontschürze aber vollständig. Diese Loks wurden ja schon als ÜK-Lok ausgeliefert und ähnelten damit der später daraus entstandenen 52 schon sehr.


    Weniger bekannt sind Reko 50 als ölgefeuerte Schwestern der 50.35 ganz ohne Schürze.

    Da sind vor allem 50 0044 und 50 0048 bekannt. Sehen fast wie 52.80 aus, nicht wahr?


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo Achim..

    3706 war natürlich auch eine mit der schmalen Schürze.
    50 0044 fuhr ja als Kohlelok 50 3509 schon so rum.
    Zur 52.80 Optik fehlten mir da immer die recht wuchtigen Verkleidungen der Ausströmrohre. :-) Ohne jetzt die bekannten Detailunterschiede aufzuzählen..
    Zumal die Lok als 3509 den kleinen eckigen Mischvorwärmerkasten drauf hatte, ergab sich für sie ein sehr spezielles Erscheinungsbild.


    Persönlich kenne ich davon natürlich nur die 3704 als Hilbersdorfer "Unvollendete"
    Gruß André

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  • Hallo in die Runde,

    Es ist wohl Zufall, das die Kurzschürze vor allen bei 50.37 fehlte. Ich kenne auch 3704, 3705, 3706 und 3707 in diesem Zustand und 3576

    Altbau 50 waren von jeher sehr unterschiedlich ab als ÜK oder wegen Tauschkessel..


    503576 nach einer L7 in Meiningen


    50 3145 Altbaulok mal ohne Schürze, dafür mit 52er Sandkästen


    Auch in Chemnitz sah man gekürzte Schürzen von 50 2740 und der genannten 50 3704

    Liebe Grüße von der Havel, Thomas

  • Hallo Thomas,


    dass 50 3576 etwas aus der Reihe tanzte, hat mich mal etwas im Netz googeln lassen und siehe da: Dampflokomotivarchiv


    Es gab also einen Rahmentausch zwischen 50 3576 und 50 3706, womit die 50 3576 wohl zu der schmalen Schürze kam.

    Interessant ist aber, dass man für 50 3706 auch auf dem Rahmen der 50 3576 dann eine schmale Schürze bastelte, mit der sie bis zur Ausmusterung unterwegs war.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Ah, jetzt würde mich interessieren, ob 3702 auch eine schmale Schürze hatte, die 3701, 3703 und 3708 definitiv nicht

    Liebe Grüße von der Havel, Thomas