Fahrkartenschalter an der Preßnitztalbahn?

  • Hallo,

    bei den urigen Bahnhöfen der "alten" Pressnitztalbahn bis zur Stilllegung 1986 habe ich mich immer wieder gefragt: Waren die noch bis zum Schluss besetzt, konnte man da noch in den 80er Jahren Fahrkarten kaufen? Wer weiß da mehr? Welche Bahnhöfe waren besetzt, wie waren die Öffnungszeiten? Konnte man zB von Niederschmiedeberg internationale Fahrkarten lösen? Und gibt es Fotos von den Schalterräumen?

  • Pirlinger 9. Juni 2020 um 15:47

    Hat den Titel des Themas von „Schalter auf der Pressnitztalbahn?“ zu „Bahnhofsschalter der Pressnitztalbahn?“ geändert.
  • Hallo Pirlinger,

    Also meines Wissens nach wurden sie nicht mehr besetzt. Aber ich habe zu dieser Zeit noch nicht gelebt und kann es nur aus Büchern lesen. Soweit ich es weiß wurden sie bis zur einstellung des Personenverkehrs besetzt und danach nicht mehr. Aber da kann ich auch falsch liegen wenn ja korrigiert mich.

    MfG Lucas | Aquarius C Fan

  • Im September 1981 habe ich gegen 16.00 am Schalter in Jöhstadt eine Fahrkarte nach Freiberg (Sachs.) erworben.

    Leider mein einziger Besuch bei der alten Preßnitztalbahn.

    Gruß Holger

  • In Thum konnte man ja auch noch Jahre nach Abbau des Netzes Fahrkarten erwerben.

    Ich dachte das war in Wilsdruff doch auch noch so.

    Gruß André

    Der Sächsische Bahnhofsblock hat übrigens auch eine Bimmel...
    Also völlig Bimmelbahnkonform... :-D

  • Danke! Ich meinte auch erstmal nur den Zeitraum bis zur Stilllegung der Bahn. Welche Bahnhöfe hatten besetzte Schalter, welche nicht? Und vielleicht gibt es ja noch Fotos aus dem Bahnhofsinneren. Besonders Niederschmiedeberg interessiert mich.

  • Hallo zusammen,

    in Jöhstadt war der Fahrkartenverkauf wohl bis mindestens Mitte der 90er Jahre kein Problem.

    Laut diesem Artikel aus der Serie „Pressnitztalbahn-Meilensteine“ https://www.presskurier.de/151/teil-4-dom…reins-joehstadt
    gab es erst im Jöhstädter Bahnhof und dann später „oben“ am Markt einen Fahrkartenverkauf direkt durch die DR. Dieser Service wurde dann von der Geschäftsstelle des Vereins weitergeführt. Leider wurde in dem Artikel nicht verraten, wann genau der Fahrkartenverkauf endete bzw. ob dieser eventuell bis zum heutigen Tage weitergeführt wird.

    Wer weiß mehr? Ich bin selbst sehr gespannt auf eine Antwort.


    Eine Notiz am Rande: Sämtliche 9 Episoden aus der Serie „Pressnitztal-Meilensteine“ sind sehr interessant, toll geschrieben und vermitteln viele ergänzende Hintergrundinfos. Hier der Link zum 1.Artikel, ganz am Ende findet Ihr jeweils die Links zu den anderen Artikeln der Serie:

    https://www.presskurier.de/148/teil-1-9-januar-1996


    viel Spaß beim Lesen wünscht

    der Marcus

    mit freundlichen Grüßen aus Frankfurt
    Marcus

    Feldbahnmuseumselektriker

  • Hallo,

    die anfängliche Frage ging aber um evtl. besetzte Fahrkartenschalter auf den Unterwegsbahnhöfen der Preßnitztalbahn bis 1984.

    Ich kann dazu nichts beitragen, da meine ersten Schritte ins Erzgebirge erst 1987 stattfanden.

    Zur Fahrkartenagentur der IG Preßnitztalbahn kann ich die Weiterführung bis (nach meiner Erinnerung) 1998 bestätigen. Nach meiner Erinnerung wurde dieser Service wahrscheinlich (weil nicht aktengestützt überprüft) 1998 beendet.

    Gruuß

    217 055

  • Hallo,

    zeitweise waren in den Fahrplantabellen der Kursbücher diejenigen Zugangsstellen besonders gekennzeichnet, bei welchen kein Fahrkartenverkauf stattfand. Für die Strecke Wolkenstein – Jöhstadt liegt mir nur das DR Kursbuch 1977 vor. Dort war lediglich Schlössel mit dem Zusatz (u) gekennzeichnet.

    Originalfahrkarten der hier interessierenden Strecke habe ich keine in meiner Sammlung.

    Zu Fahrkarten für den internationalen Verkehr möchte ich anmerken, dass nach meinem Kenntnisstand deren Verkauf nur an bestimmten Fahrkartenschaltern in der DDR möglich war. Ich meine mich zu erinnern, dass ich mal eine Liste dieser Verkaufsstellen gesehen hätte.

    Gruß

    Fahrkartensammler

  • Hallo,

    ach, ich bin einfach nicht glücklich darüber, dass viele der schreibenden Forumsnutzer keine E-Mail-Adresse hinterlegen und ich immer erst mehrere Minuten suchen muss, bis ich die richtigen Tasten für "Konversation eröffnen" gefunden habe - anderswo gibt es da ein Feld "PN" ...!

    Ich bin gefühlt seit Eröffnung der Vorgängerforen durch Olaf Herrig (um 2002?) stets mit meiner E-Mail-Adresse offen dabei - und werde bis heute nicht mit Spam überschüttet und gefühlt nur ein, zwei Mal im Jahr von einem Eisenbahnfreund angeschrieben, der meine E-Mail-Adresse sich aus dem Bimmelbahnforum geholt hat.

    Aber darum geht es jetzt ja gar nicht. Das ist nur die Begründung, warum ich jetzt öffentlich schreibe, was ich lieber per PN geschrieben hätte:

    Marcus: Ganz dickes Lob für Dein Lob an den „Preßnitztalbahn-Meilensteine“ im PK - bitte NICHT vergessen - Eckhardt bleibe bitte ruhig! - Du meinst die Preßnitztalbahn - nicht die Press GmbH!

    @Pirlinger: Unter dem Wort "Bahnhofsschalter" kann ich mir offen gestanden nur mit viel, viel, viel Phantasie vorstellen, dass Du damit wohl einen Fahrkartenschalter meinst. Denkt bitte über eine Änderung des Betreffs auf dieses über viele Jahrzehnte übliche Wort nach!

    Der Fahrkartenschalter in Jöhstadt hatte meines Wissens tatsächlich bis 1984 im Empfangsgebäude geöffnet. Wann ihn die DR aus dem Empfangsgebäude in das Gebäude am Markt verlegte, weiß ich nicht.

    Aber ich kann erklären, warum die DR weiterhin Fahrkarten verkaufte:

    Weil sie 1984 eben nicht den Reiseverkehr, sondern nur den Personenverkehr eingestellt hatte. Der Fahrkartenverkauf gehört wie eine Gepäckbeförderung zu den Bestandteilen des (Eisenbahn)Reiseverkehrs. Nur weil der Personenverkehr an einem Tag X eingestellt wird, muss die DR nicht gleich auch alle Angebote des Reiseverkehrs eingestellt haben.

    Das ist die Begründung dafür, warum es zu verschiedenen Eisenbahnen ein Datum für die Einstellung des Personenverkehrs und ein Datum für die Einstellung des Reiseverkehrs gibt.

    Das alles haben Reichsbahner früher als Eisenbahner mit einer Ausbildung Betriebs- und Verkehrsdienst (BuV) aus dem Schlaf gewusst, bei der Bundesbahn gab es so eine ähnliche Ausbildungen am ehesten mit dem Eisenbahner Betriebsdienst, deren Umfang aber leider nicht deckungsgleich war. Daher mache ich niemand aus dem Altbundesgebiet einen Vorwurf, wenn er von diesen Begriffen kaum oder keine Ahnung hat. Ihr könnte ja nichts dafür!

    In Eile

    VG

    André