Eine einsame Corona-Gartenbahnparty

  • Howard Carpendale sang in den 70-er Jahren seinen Erfolgshit „Ich geb mir selbst ne Party, eine einsame Party…“. Von gleich auf jetzt wurde die Menschheit Ende 2019, Anfang 2020 von der Corona-Pandemie erfaßt und es traten weltweit Ausgangsbeschränkungen und dergleichen in Kraft, die man sich eigentlich vorher hatte nicht vorstellen können.


    An ein bisher gewohntes normales Leben war nicht mehr zu denken und auch alle Veranstaltungen mußten abgesagt werden. Das traf natürlich auch auf unser liebgewonnenes Eisenbahn-, Modellbahnhobby zu. Nix ist mehr los, die Menschen rennen mit Schutzmasken im Abstand von 1,5m herum. Erfahrungsaustausch findet nur noch am Smartphone oder PC statt. Die beliebten persönlichen Treffen, alles Fehlanzeige.


    Das „12. Östlichste Gartenbahntreffen in Deutschland am 23. Mai 2020“ war davon auch betroffen und konnte nicht stattfinden und wo sich sonst viele Liebhaber der Gartenbahn drängen stand man als Veranstalter jetzt einsam, allein und verlassen herum. Das Wetter zeigte sich an diesem Tag auch sehr traurig, nur vereinzelt gab es Auflockerungen. Trotz allem sind wir die ein Hobby haben noch gut bedient, denn wir haben Beschäftigung und können uns an unserer Kreativität erfreuen. Wenn es auch heißt „Eine einsame Corona-Gartenbahnparty…“


    Und so wurde eigenhändig Dampfbetrieb organisiert und man konnte auch ein paar Fahrzeuge wie den NWE T3 oder das „Himbeereis“ 187 015 beobachten, die heute beim großen Vorbild leider auf dem Abstellgleis stehen und auch auf bessere Zeiten hoffen. Sehr interessant auch der Einblick auf die Baustelle zur Sanierung der Untersuchungsgrube im Bw.


    Die Filmaufnahmen waren durchaus sehr aufwändig und fanden an mehreren Tagen in den Monaten April bis Juni 2020 statt. Es ist nicht einfach allein die Kamera zu bedienen und gleichzeitig zwei Züge zu steuern. Aber ich denke das Gesamtpaket stimmt und so wünsche ich viel Freude mit Teil 1 des Filmes „Eine einsame Corona-Gartenbahnparty“.


    Ob das mit der Untersuchungsgrube etwas geworden ist und wie Bahnbetrieb in der Finsternis bei Vollmond aussieht werden wir in Teil 2 zu sehen bekommen.



    Bleibt bitte alle schön gesund und viele Grüße, Hornhausen

  • Servus,


    20:05 min lang eine traumhafte Reportage. Danke, dass Du trotz der gg. Umstände wieder ein Video Deiner Gartenbahn angefertigt hast.

    Dein Altbau-HSB-Triebwagen ist mit Abstand (...die 1,5m lass ich jetzt weg :-P ) das für mich schönste Triebwagenmodell - traumhaft!


    Ja, mit so einem Hobby haben wir´s schon schön ... ich habe in den letzten Wochen, einiges erledigt, was völlig ungeplant war und vor allem in einer Dichte wie nie zuvor ;-)


    Viele Grüße

    Thomas

  • Habe gerade gelesen, daß Modell & Hobby 2020 im Oktober in Leipzig auch ausfallen soll.


    Wirklich ein sehr bescheidenes Jahr für gemeinsame Treffs und Erfahrungsaustausche.


    Viele Grüße, Hornhausen

  • Bauabnahme, immer wieder ein spannender Moment!


    Die Bahninspektoren rollen mit ihren Bahndienstfahrzeugen an, einer nach dem anderen. Über Kosten reden wir hier nicht, die werden höchstens dem Bauauftragnehmer wegen Mängeln in der Bauausführung in Rechnung gestellt. Aber weit gefehlt, außer ein paar kleinen Restarbeiten gibt es nichts zu beanstanden und so kann dann auch gleich als erstes die Malletlokomotive 99 5902 HSB die Untersuchungsgrube testen und im Lokschuppen ihren angestammten Platz aufsuchen. Die Außenbeleuchtung wurde auch erneuert und so haben die Bahnmitarbeiter bei Dunkelheit ordentliche Arbeitsbedingungen.


    „Big Mama“ 99 222 HSB ersetzt heute die Nordhäuser Stammlok 99 7245 HSB und übernimmt die Beförderung des Personenzuges ab Drei Annen Hohne. Auf dem Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen ist wieder Güterverkehr zu beobachten, hat hier die Verkehrswende bereits eingesetzt?


    Die Dunkelheit bricht herein und die Dampfwolken verkünden es, im Bahnhof Steinerne Renne findet eine Zugkreuzung statt. Bei Vollmond lassen sich die letzten Züge des Tages beobachten und Zugkreuzungen im Trennungsbahnhof Drei Annen Hohne mit seinen vielen Lichtern üben einen besonderen Reiz aus. Nicht sehr reizvoll für die Reisenden ist allerdings, daß in der Gaststätte die Lichter aus bleiben müssen, da diese wegen Corona geschlossen ist.


    Jetzt heißt es aber für die Lokmannschaften auch schon Einrücken ins Bahnbetriebswerk und Vorbereitung auf den nächsten Arbeitstag, in dem wieder viele Urlauber und Ausflügler durch den Naturpark Hochharz sowie das wildromantische Selketal als auch nach Nordhausen zu befördern sind. Gott sei Dank sind Zugmitfahrten, wenn auch mit Schutzmaske seit kurzem wieder erlaubt.


    Auf der Normalspurstrecke Dresden – Görlitz sammelt derweil die Trilex ihre wenigen Fahrgäste ein.



    Ich wünsche eine kurzweilige Unterhaltung mit dem Film.

    Viele Grüße, Hornhausen