Aktuelles von der Muldentalbahn

  • Hallo Tom.. wenn man sich dazu dann die von Herrn Kautzmann doch recht großspurigen Äußerungen hier im Forum durchliest..

    Muldentalbahn - Schienentrabi vor dem Aus

    Da hatte aber einer, seinen Mund recht voll genommen..




    Das ist mir zu Dumm, darauf gibt's eigentlich keine Antwort. Die Locks werden am kommenden Donnerstag geliefert. Jetzt schreiben Sie besser nicht mehr, Sie laufen sonst Gefahr sich zu blamieren.

    Es war nicht Jan.h der sich in meinen Augen blamiert hat.. Denn der Donnerstag kam nie...

    Gruß André

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  • Hallo Andrè,


    mich hatte das Geschreible von diesem Herrn auch nicht persönlich irgend wie berührt. Meine Fragen waren einfach und sachlich, wie sie jeder andere oder auch Pressevertreter hätte stellen können. Ich hätte mich gern blamiert, wenn da wirklich Loks angerückt wären.


    Gibt es eigentlich von den neuen Eigentümer Gesellschaft eine Internetpräsentation, habe noch nichts gefunden?


    Gruß Jan

  • Ich wünsche es dieser wunderbaren Strecke, dass es wieder aufwärts geht.

    Aber sicherlich ist die Frage, was will man erreichen, was sind die Pläne?

    Ist es der große Plan mit P+G verkehr, braucht man auch die öffentliche Hand und die Unterstützung der Politik.

    Das die regionalen Politiker "Flachnasen" sind, haben wir seit 20 Jahren erleben müssen.

    Es gab ja versuche seitens des DBV e.V. mit der Politik ins Gespräch zu kommen.

    Aber man schaffte ja lieber diesen dusseligen "Bahnbus oder BusBahn", eine Art Nebelkerze für die Bevölkerung.


    Die Muldetalbahn durchzieht einen landschaftlich wunderschönen Raum, erschließt Ortschaften die weniger an parallelen Straßen liegen und bindet ein gut besiedeltes Gebiet. ganz nebenbei gibt es hier touristische Highlights wie an einer Perlenkette, das ist fast ein Selbstläufer. Gerade das Wiederentdecken der Heimat im Tourismus wäre eine Chance.


    Die Frage bleibt, wie lange gibt es eine Chance, hier wieder Verkehr auf die schiene zu bringen?

    Viel zu umtriebig sind die Gegner, welche den Schrott, die Grundstücke oder gar einen Fahrradweg hier haben wollen.


    Ich wünsche den machen ein glückliches Händchen und wenn möglich, auch genügend Transparenz.

    Denn man braucht auch Unterstützer....

    Liebe Grüße von der Havel, Thomas

  • @ BRBler: Leider fängt es so schon an. Mit diesem Auftreten würde man das Vorhaben nur erschweren, es ist nicht zielführend die Entscheidungsträger als Flachnasen bezeichnet.


    Eines muss man festhalten, nennenswerte Industriebetriebe gibt es außer Flender (Zahnrad/Getriebefabrik) in Penig nicht. Bei Penig gibt es noch einige Sand/Kiesgruben, die sind aber alle nicht direkt per Bahn erschließbar, teilweise sind die auch soweit weg, das es bis Narsdorf nur unwesentlich weiter wäre. Der Rest sind alles kleine Industrie- und Handwerksbetriebe mit wenigen Beschäftigten und dementsprechend auch wenig Transportbedarf. Die Zeit des Einzelwagenverkehrs ist in Deutschland seit 20 Jahren vorbei ... und die Gewerbegebiete bspw. in Penig liegen auch noch genau am anderen Stadtende.


    Genausowenig sind außer Rochlitz größere Städte vorhanden. Zwar klingen Waldenburg (4000), Penig (9000), Lunzenau (4000) und Rochlitz (6000 Einwohner) erstmal groß, man darf aber nicht vergessen, das dazu auch zahlreiche kleine Ortsteile mit wenigen dutzend bis hundert Einwohner gehören. Zählt man nur die effektive Einwohnerzahl im Einzugsbereich, so ist die Gegend doch recht dünn für sächsische Verhältnisse besiedelt. Ortsteile die über 5 km weit weg sind, würde ich nicht als direktes Einzugsgebiet bezeichnen wollen. Dazu kommt die demographische Entwicklung, die Bevölkerung wird seit 1990 eigentlich nur noch älter bzw. kleiner. Nur mal als Beispiel, Rochlitz hat heute trotz Eingemeindungen nur noch 75 % der Einwohnerzahl von 1990.


    Weiterhin gibt es eine Dreiteilung im Berufsverkehrsstrom. Der Abschnitt Glauchau-Waldenburg ist Richtung Meerane/Zwickau stark eingebunden, Waldenburg nochmals Richtung Hohenstein-Ernstthal, Waldenburg-Lunzenau in Richtung Limbach-Oberfrohna/Chemnitz und Lunzen-Rochlitz in Richtung Rochlitz.


    Selbst der Tourismus ist mehr schlecht als recht vorhanden. Der Muldentalradweg ist in einem erbärmlichen Zustand und die Beschilderung desselben ist mies. Und direkt groß besucht sind die Rochsburg, Schloss Rochlitz oder der Grünefelder Park nun auch nicht. Es fehlt an eigentlich allem, Gastronomie, Wanderwegen, ...


    Irgendwie ist hier mehr der Wunsch der Vater des Gedanken. Selbst der Bus verkehrt fast nur mit Schülern. Wie man da Leute zur Bahn bewegen soll, die sowieso ein Fahrzeug brauchen, um erstmal zum Bahnhof zu gelangen, dann irgendwohin fahren und dann oftmals den Bus bis zur eigentlichen Arbeitsstätte benötigen, kann ich nicht erkennen. Ebensowenig Tagestouristen, dazu sind auch die umliegenden Strecken viel zu schlecht eingebunden.


    Ich glaube die "Nebelkerze" ist eher die Bahn mit Güter- und Personenverkehr. Da gibt es in Sachsen viele Projekte, wo das Geld sinnvoller im Schienenverkehr angelegt wäre (Anbindung von Limbach-Oberfrohna z.Bsp.).

  • Erzgebirgsnebenbahner ...Deinem Worten ist demnach zu entnehmen, dass jegliches Engagement sinnlos wäre?! Ich bleibe bei meinem Nein. Ohne Kreativität, Ideen und Mut können wir alles vergessen, aber man muss wollen und Konzepte haben, welche sich umsetzen lassen.


    Klar darf man im ernsten verhandeln mit regionaler Politik und Verwaltung nicht so auftreten. aber ich bin als verkehrsplaner selber in dieser Blase und umgebe mich auch mit solchen "Nasen" und bin es zuweilen selber, wenn ich mich für eine Neubewertung einer Strecke nicht ordentlich vorbereite.


    Sicherlich ist kaum zu erwarten, dass es wieder so wird wie früher.

    Aber ich weiß vom Interesse einige ehm. Anschließer und wie du schon sagst, der Tourismus liegt brach, aber woran liegt es denn. keiner weiß mehr, dass sich an der Strecke Schätze befinden. Auch die Erschließung der Ortschaften im Tal ist gar nicht so schlecht, wie du meinst, es müssen aber Konzepte im verbindenden ÖPNV/SPNV her.


    Klar ist das Zukunftsmusik, aber ohne Visionen geht doch gar nichts mehr.

    und im Moment braucht man echt viel Visionen und Kreativität, daran zu glauben aus der Pandemie zu kommen, wenn wir letzteres schaffen, schafft es die Muldetalbahn auch.


    Ich bleibe dabei, den Machern ein glückliches Händchen.


    Aber wenn man

    Liebe Grüße von der Havel, Thomas

  • Bevor irgendwelche Konzepte erstellt werden, sollte man realistisch den Aufwand + Kosten einschätzen. Und da landet man beim Streckenneubau, sofern man in irgendeiner Form reguläre Züge verkehren lassen will. Das hat nichts mit Visionen zu tun, so ehrlich sollte man einfach sein. Denn mit jedem Projekt, was krachend scheitert, haben es neue Projekte schwerer ... und wenn man den Eindruck vermittelt, als müsse man nur die Strecke freischneiden und einen Anbieter finden, so ist das defitiv eine Falschinformation.