Aktuelles von der Muldentalbahn

  • ...da gebe ich dir voll recht, im Muldetal liegt alles seit 20 Jahre herum, für einen Zugverkehr muss in den Oberbau mit Sicherheit kräftig investiert werden.

    Wenn man aber was bewegen will, braucht man Visionen und diese - auch da hast du recht, sollten einer realistischen Grundlage nicht entbehren.


    Dennoch schwingt bei dir wenig Optimismus mit.

    Deutschland schaut zu wenig nach vorn, oft gern zurück und dann kommt immer wieder "hätte, würde, könnte..."


    Umso mehr bewundere ich die Menschen, die Projekte mit Leben füllen.

    Wenn man nicht nach vorne schaut und an Visionen glaubt, dann wäre so manche schmalspurige Nebenbahn nicht wieder aufgebaut wurden.


    Ich möchte aber an dieser stelle die Diskussion beenden, jeder hat hier seine Sichtweise, wir können das gern in ein paar Jahren dann auswerten....

    Liebe Grüße von der Havel, Thomas

  • Hallo zusammen,


    ich kenne die Pläne der MTE auch noch nicht, vermute aber das regulärer Zugverkehr nicht unbedingt als kurzfristiges Ziel ansteht. Wahrscheinlich geht es eher um die langfristige Sicherung der bestehenden touristischen Nutzung a'la Schienentrabi. Zumal es um diesen beim Vorbesitzer ja schon ganz schlecht aussah. Bis dahin konnte man ja unter der Regie der Betreiberverantwortung der DRE - ohne diese jetzt hier unbedingt wegen ihres Engagement loben zu wollen - ganz gut agieren. Nach dem Kautzmann-Debakel nimmt man es jetzt wohl lieber selber in die Hand. Aber wer weiß - mit der NRE stehen ja Leute zur Seite, die mit dem Wiederankurbeln von Eisenbahnverkehren Erfahrung haben und auch genug Expertise im Umgang mit örtlichen Politikern....

    Mal sehen, besser als davor klingt es zumindest, wünschen wir das Beste!


    Grüße Jens

  • Bevor irgendwelche Konzepte erstellt werden, sollte man realistisch den Aufwand + Kosten einschätzen.


    Bedingt nicht eine Aufwands- und Kostenschätzung, dass man vorab irgendwelche Konzepte erstellt hat?


    Mal überspitzt gesagt, der Aufwand einer Draisinenstrecke unterscheidet sich schon erheblich von einer Schnellfahrstrecke.


    Seien wir doch erstmal froh, dass die Strecke nicht mehr dem Görlitzer Schrottopa gehört und nun einer hoffentlich besseren Zukunft entgegenblickt. Zumindest sollte die Bahninfrastruktur erstmal vor einem Abbau sicher sein.


    Ein Konzept muß ja nicht die sofortige komplette Inbetriebnahme beinhalten.... Man kann ja auch erst einmal mit Teilabschnitten arbeiten. Beispielsweise kann ein Abschnitt wieder von den Schienentrabbies befahren werden. Vielleicht gibt es auch wieder eine ÖPNV-Anbindung von Rochlitz via Großbothen. Und vielleicht ist auch der Abschnitt von Glauchau aus abschnittsweise für Triebwagen (z.B. LVT Fahren am Wochenende) wieder herstellbar.


    Daher erstmal Bestandsaufnahme, dann Konzepte entwickeln und dann den Aufwand schätzen....


    ... ich denke, das werden die Verantwortlichen auch wissen. Sonst hätten sie sich dieser Herausforderung nicht angenommen.


    Btw, wenn ich das richtig verstanden habe, ist die NRE-C (Nossen-Riesaer Eisenbahn Companie) mit beteiligt. Da is es ja ähnlich. Erst wurde die Strecke übernommen und dann aber erstmal nur bis zm Getreidelager Starbach reaktiviert.... für den Rest gibt es die Option noch. Allemal besser als der Abbau.



    VG Tilo

  • Hallo,

    Die Muldentalbahn mündet ja in Glauchau.

    Denkbar ist es mit denn Glauchern sich zusammen zutun und regelmäßig Dampffahrten zu veranstallten zb wie der SEM nach Hainichen. Wäre denkbar.

    In Schwaben und Bayern hat man gezeigt das man alte Strecken neu auffrischen kann und diese im ÖPNV funktionieren. Wieso also nicht hier?

    Immer positiv und optimistisch an sowas ran gehen.

    MfG

  • Hallo

    Ich erlaube mir hier mal einen Programmhinweis. Am Sonntag den 25.4. um 9.00 bis 9.30 Uhr kommt im MDR Fernsehen in der Reihe „unser Dorf hat Wochenende“ eine Folge über Wolkenburg. Der Ort liegt an der Strecke Glauchau- Großbothen. Hat seinen Bahnbetrieb zum Hochwasser 2002 verloren. Aber es ist etwas los auf der Strecke, auch mit Dampf, wie man in der Sendung wird sehen können. Es gibt aktuelle Neuigkeiten.

    Und wer zu dieser Zeit nicht schauen mag, es gibt ja die Mediathek. Da ist es auch jetzt schon abrufbar.

    Wünsche allen einen schönen Sonntag.

  • Hallo Toralf,


    vielen Dank für den Link mit der spannenden Aussage der Polizeisprecherin Jana Ulbricht (43):


    "In diesem Fall liegt jedoch kein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr nach Strafgesetzbuch vor, da die Strecke im Privatbesitz ist."


    Einmal davon abgesehen, dass ich von der Polizei erwarte, den Unterschied zwischen Besitz und Eigentum zu kennen, verblüfft mich diese Aussage auch inhaltlich.


    Da stelle ich mir die Frage, ob die DB AG noch staatlich ist. Angeblich ja nicht - demnach gibt es in Deutschland keine staatlichen Eisenbahnen mehr.


    Dadurch ist ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr m. E. nirgends in Deutschland mehr möglich - oder was verstehe ich hier gerade falsch?


    Fragt mit großem Kopfschütteln


    André