[PL] Schmalspurbahn Przeworsk durch Unwetter zerstört

  • Danke, 217 055 für Deine Worte. Ich kann diese Geschimpfe auf eine angeblich verquere deutsche Sichtweise auch nicht mehr lesen oder hören. Ich habe es schon erlebt, in Deutschland auf für befahrbar erklärten Gleisen entgleist zu sein, zwar nicht mit Reisenden, aber immer und vor allem hin ... da war auch nur noch die Edelhumus-Fraktion unter dem Eisen feststellbar. Wie Toralf das nun wieder erklären möchte?


    Wenn in Nachbars Garten eben das Gras grüner und die Kirschen oder wahlweise Sammelnussfrüchte roter sind, muss man eben über den Zaun springen.


    Es gab mal Ende der 80er auf der Radebeuler Schiene bei einer Kontrolle den Fall, dass das Spurmaß zwischen die Schienen gefallen ist. Ich wüsste nicht, dass Radebeul in Polen ist, aber diese Zustände - betriebsgefährdend allemal - entsprechen so ungefähr Toralfs Wunschbild?


    Seht das alles etwas nüchterner.


    Beste Grüße


    Klaus

  • 217 055 und Klaus Habermann ,


    jetzt haltet mal den Ball flach.


    Ich glaube nicht, daß es uns zusteht, Gleiszustände anderer Länder zu beurteilen und über deren Befahrbarkeit zu entscheiden. Polen ist ein Land der EU und hat gut ausgebildete Fachkräfte, die aufgrund ihrer Sachkenntnis verantwortungsvoll diese Aufgabe übernehmen. Ich bin mir ziemlich sicher, daß die wissen, was sie tun.


    Deutsche Maßstäbe (ob richtig oder falsch) in anderen Ländern zu erwarten oder diese für alleingültig und unumstößlich zu halten, ist arrogant und überheblich.


    Viele Grüße

    Toralf


    P.S.: Selbstverständlich erwarte ich, daß Gleisanlagen betriebssicher sind. Auch ich habe schon sofortige Sperrungen veranlaßt, da ich die erforderliche Sachkenntnis habe.

  • Guten Abend,

    jetzt haltet mal den Ball flach.


    ...


    Deutsche Maßstäbe (ob richtig oder falsch) in anderen Ländern zu erwarten oder diese für alleingültig und unumstößlich zu halten, ist arrogant und überheblich.

    ....

    Es zeugt genauso von Arroganz, Andere aufzufordern, den Ball flachzuhalten, oder zu unterstellen, dass "unsere" Maßstäbe als allgemeingültig und überheblich gelten, oder -->

    ....


    von erbärmlichen Zustand kann man nur aus deutscher Sicht sprechen. Zum Glück haben die meisten anderen Länder andere Maßstäbe als Deutschland bei der Beurteilung der Befahrbarkeit von Gleisanlagen.


    ...


    davon zu sprechen, dass andere Länder zum Glück andere Maßstäbe zur Beurteilung anlegen.


    Auch da kann ich von gegenteiliger Arroganz etwas berichten. Es gibt eine deutsche 52, die ist zweimal in Polen entgleist. Was wir da mit anderen Maßstäben wollen ...


    Mir gehen Deine General-Vorurteile gegen den Strich.


    Ich habe mich bisher bei allen Eisenbahnen und Eisenbahnern (zwischen Vassijaure und Podbrdo sowie Koblenz und Port Baikal - mehr kenne ich noch nicht) gut aufgehoben gefühlt und fand immer gute Zusammenarbeit und Willen zur Problemlösung. Für Dich erstaunlicherweise sogar auch hier in Deutschland bis hin zu Dingen, die an die Aufsichtsbehörden gingen. Ich schere somit alle Eisenbahner über einen Kamm!


    Beste Grüße


    Klaus

  • Klaus Habermann


    Es zwingt dich keiner, meine Beiträge zu lesen. Wenn dir diese gegen den Strich gehen, dann klicke bitte einfach weiter. So einfach ist das.


    Liebe Forum-Mitglieder,

    wie sicherlich einige mitbekommen haben, gibt es schon seit ein paar Wochen keine Fotobeiträge mehr von mir. Dies ist das Ergebnis solcher Leute, die einen ernsthaft den Spaß daran verderben können, aber selbst hier nichts vorzuzeigen haben. Das tut mir für die leid, die sich immer über meine Beiträge aus anderen Ländern oder historischen Fotos unserer Schmalspurbahnen gefreut haben. Aber meine eh schon stark durch gesundheitliche Probleme strapazierten Nerven muß ich durch solche Zeitgenossen nicht noch mehr beanspruchen.


    Viele Grüße

    Toralf


    P.S.: Und jetzt bitte ich Eckhard diese Diskussion hier zu beenden.

  • Hallo Toralf,


    bevor Du öffentliche Aufforderungen zur administrativen Beendigung von Diskussionen aufstellst, könntest Du noch mal drüber nachdenken, woraus diese entstanden sind.

    Und zu versuchen, andere dafür verantwortlich zu machen, daß Du keine Zeit, keine Lust, keine Kraft oder andere Schwierigkeiten hast, um von Dir selbst angekündigte Beiträge fortzuführen, das ist schon überhaupt nicht die feine Art. Diskussionen um Sachthemen, auch wenn kontrovers, sind aus meiner Sicht bei Vorbringung als Grund für eigenen Rückzug ein deutliches Ablenkungsmanöver - nichts weiter.

    Und ich lasse mich auch nicht von Dir an den Pranger stellen (wenn auch nur als möglicherweise indirekt Angesprochener) nur weil ich Deine Sicht zu bestimmten Themen (vielleicht) nicht teile.

    Gruuß

    217 055

  • Guten Abend,

    Klaus Habermann


    Es zwingt dich keiner, meine Beiträge zu lesen. Wenn dir diese gegen den Strich gehen, dann klicke bitte einfach weiter. So einfach ist das.

    lesen solltest Du schon ordentlich:


    Mir gehen Deine General-Vorurteile gegen den Strich.


    Und wenn Du mich ansprichst, dann gebietet es mein Anstand, zu lesen und zu antworten.


    Ich habe nichts gegen Deine Beiträge, ich finde es wohl genauso bedauerlich, wenn eine Eisenbahn weggespült wird - sei es durch Wassermassen, Politik oder Behörden - aber dass es überall besser ist als im ach so blöden Deutschland, dass lasse ich so nicht stehen. So kann ich das nicht sehen, da habe ich auch ein wenig Kenntnis da und dort erlangt und ein paar Erlebnisse auf dem Konto. Für mich ist es maximal überall anders, die Kämpfe werden anders geführt und es gibt überall kluge Köpfe und auch Fehlzünder.


    Beste Grüße


    Klaus

  • Mahlzeit,


    ich verstehe hier die Diskussion nicht ganz, vor allem, warum auf einem einzelnen User so herumgehackt wird.


    Bei diversen Touren haben ich schon erlebt, dass die Schiene-Rad-Kombination sehr geduldig ist. Da gab und gibt außerhalb Deutschlands schon erhebliche Abweichungen zu unseren Normen - und die Erlebnisse sind nicht 40, 30 oder 20 Jahre her. Ob das nun gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt.


    Die Kosten für den Wiederaufbau sollten auch bei weitem nicht so hoch sein, wie die 10km an der Küste. Das war quasi ein Neubau für die nächsten 100 Jahre, gepaart mit viel Fördermitteln - da läßt sich schon viel komfortabler bauen. Kaum verläßt der Zug aber die Neubaustrecke, fährt man wieder auf den Lenzschen Gleisen mit Humusbettung. Das mag manchen nicht gefallen - funktioniert aber heute noch und ist auch technisch zugelassen. Entgleisungen in den letzten Jahren sind mir da auch keine bekannt.



    Viele Grüße


    Tilo

  • Hallo Tilo,


    die Schmalspurbahn an der Rewaler Küste hat coronabedingt verspätet am 11.06. ihren Betrieb wieder aufgenommen. Die Zeit wurde genutzt, um Erhaltungsarbeiten an der Strecke durchzuführen. So wurden zwischen Muddelmow (Modlimowo) und Medewitz

    (Niedzwiedziska) etliche Schwellen gewechselt, u. Reinigungsarbeiten an den Wassergräben durchgeführt.

    Zumindest eine Entgleisung auf dem Altabschnitt ist mir aus der jüngeren Zeit bekannt.


    Bleibt friedlich, entspannt u. gesund,


    Holger

  • Der Hinweis, das woanders im Altbestand noch ausgefahrene Gleise vorhanden sind, nützt in dem Fall wenig. Nach den Bildern zu urteilen ist da einiges an Arbeit nötig, um die Strecke wiederherzustellen. Zumal ja die Straßenverbindung und Gebäude eindeutig Vorrang genießen gegenüber einer Museumsbahn.


    Viele "Museumsbahnen" werden in Zukunft Probleme bekommen, wenn das Altmaterial fertig ist. Das nutzt man solange aus, wie es wirtschaftlich vertretbar ist. Ist zwar traurig, aber in anderen Bereichen auch nicht anders. Selbst gebrauchte Schwellen und Altschienen kosten Geld, die fallen nicht vom Himmel. Zerstörte Bahndämme, Stützmauern und Brücken kann man auch nur bedingt mit anderswo entferntem Material restaurieren, das muss teilweise neu gebaut werden ... Falls es zu einem Wiederaufbau kommt, wird sicher kaum jemand Geld für einen Zustand locker machen wollen, der eigentlich eine Einstellung rechtfertigt. Und schon ist man bei größeren Kosten ...

  • Hallo Holger,


    das auf der Altstrecke Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden, ist mir vor 3 Jahren auch aufgefallen. Ich war umso mehr positiv überrascht, weil doch eigentlich die Verlagerung der Betriebsmittel mal nach Pogorzelica geplant war und somit die Altstrecke zur Einstellung anstand.



    Um noch mal zu eigentlichen Thema zurückzukommen - ich kann nur den Bahnern da wünschen, dass sie soweit lokale Unterstützung bekommen, dass die Bahn nicht ganz aus dem Gedächtnis verschwindet. Richtig, momentan gibt es für die Menschen wichtigeres vor Ort, als sich Gedanken über den Wiederaufbau dieser Bahn zu machen. Die Hartnäckigkeit im Weißeritztal hat ja gezeigt, dass es manchmal etwas länger dauert. Mit lokaler Unterstützung und Fördermittel könnte aber einiges wieder machbar sein.


    VG, Tilo