Hallo zusammen,
heute kamen bei mir die Rollwagen von Tillig an. Der Beitrag soll lediglich einen allerersten Eindruck vermitteln. Der Rest kommt die Tage irgendwann mal.
Gekauft und bezahlt am 23.12., verschickt am 30.12., angekommen am 08.01. Das ist mittlerweile schon Standard und an sich nichts besonderes. Man ist ja nicht gezwungen, im Ausland zu leben. Gekostet haben sie MwSt-freie 91,60 Euro, dazu 23,00 Euro Porto und 22,10 CHF (23,74 Euro) Zoll.
Die übliche Tillig-Verpackung lässt keine Wünsche offen und ohne viel Zeitverlust hatte man das Objekt der Begierde in der Hand.
Es sind zwei Zittauer Wagen; 97-07-02 und 97-07-07. Die Bühnenlänge soll 9m betragen. Da bietet sich ein Vergleich mit dem 2459er H-Wagen an, da der einen Achsstand von 9m hat. Die Perspektive täuscht etwas, es passt aber genau.
Das Zubehör ist doppelt vorhanden. Hier der Lieferumfang für einen der beiden Wagen. Wie schon an anderer Stelle angemerkt, sind die Kuppelbäume nicht bedruckt. Das gab es aber auch schon bei anderen Herstellern. Bemerkenswert ist das Exemplar für die Bügelkupplung.
Die Längen sind nicht neu. Hier mit dem jeweiligen Produkt von Technomodell (2x Mitte) und Veit (oben und unten).
Anschliessend wurden die Wagen schon mal auf die Anlage gestellt. "Schön, er rollt nicht weg. Äh, moment. Warum rollt er nicht weg?" Vom ersten Eindruck her sind die Rollwagen anderer Hersteller leichtgängiger.
Das Kuppeln mit der Veit-Kupplung funktioniert schon mal nicht. Das ist aber der Kunststoffstärke geschuldet.
Als nächstes steht die Suche nach passenden Güterwagen an.
Soweit erst mal für diesen Moment.
Gruss Andreas
Heimanlage, H0e, 4,60m x 2,66m
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Hallo zusammen,
manchmal kommt es doch anders als man denkt. Daher habe ich am Abend direkt noch eine Runde mit den Rollwagen gedreht.
Im beladenen Zustand rollen sie im Gefälle weg. Für mich liegt das im Rahmen. Mehr als zwei Exemplare werde ich nach derzeitigem Stand auch nicht im Zug haben. Der Kuppelbaum für die Bügelkupplung hat sich bestens bewährt. Entgleist ist nichts.
Die Radvorleger sind extrem filigran und liegen mir persönlich etwas zu locker auf. Ob das im Betrieb mit einer Rollwagengrube ein Vorteil oder eher ein Nachteil ist, mag ich so direkt nicht entscheiden.
Da die Normalspurachsen hier nicht auf dem äusseren Träger rollen, täuscht die Passgenauigkeit zu anderen Rollwagen etwas: links Roco, rechts Tillig
Links Veit, rechts Tillig
Links Technomodell, rechts Tillig
Alle gemeinsam. Von links: Technomodell, Tillig, Veit und Roco. Modelle von Glöckner habe ich nicht. Die unnatürliche Radvorlegerposition beim Veit-Rollwagen ist dem Transport von vierachsigen Wagen geschuldet. Den Kompromiss muss ich wegen der Enge im Gleiswendel eingehen.
Aus Sicht eines Betriebsbahners bin ich positiv überrascht und werde sicher noch zwei weitere Exemplare beschaffen.
... wer glaubt, das ging heute alles locker von der hand, wird leider enttäuscht.
Eigentlich wollte ich am frühen Nachmittag "nur mal schnell" die Rollwagenzüge aus dem Schattenbahnhof holen. Leider "fuhr" sich der PC beim BIOS-Startbild fest. "No keyboard detected, press F1 to continue". Allein das ist ja schon Realsatire, aber es war wirklich keine Tastatur angeschlossen. Ist es an sich nie. Leider brachte auch der Neustart mit Tastatur nichts. Die Ursache ist in diesem Fall recht schnell lokalisiert. Die Batterie vom Mainboard ist am Ende. Also musste zuerst der PC unter der Anlage befreit werden:
Gute Gelegenheit, dort mal den Staubsauger reinzuhalten.
Der PC benötigt selbst nicht viel Kabel. Nur:
- Netzanschluss
- HDMI (Monitor 1)
- DVI (Monitor 2)
- RJ45, oder auch LAN-Anschluss (Roco z21)
- USB Monitor 1
- USB Monitor 2
- USB für Traincontroller-Lizenz-USB-Stick
- USB für W-LAN-Stick
- USB für Littfinski HSI-88
- USB für Funktastatur
- USB für ESU Lokprogrammer
Auf dem Foto sieht man noch die Stromversorgung für die beiden Touchscreen-Monitore, der LED-Beleuchtung, vom PC und die dazwischen hängenden Schalter. Wenn es alle Kabel in passender Länge gäbe, wäre dort mehr Ordnung.
Nach Beschaffung einer neuen CR2032 (hatte ich NATÜRLICH nicht im Haus), konnte die alte Batterie ausgetauscht werden. Man sieht sie hier links neben dem Lüfter.
Anschliessend wurde der PC mit dem Fernseher verbunden und im BIOS die Uhr vom 01.01.2005 auf den 08.01.2026 vorgestellt. Das sollte es gewesen sein. Überraschung: war es nicht. Beim Start von Windows 7 (schon leicht historisch
) fährt sich der PC im Moment vom Wechsel BIOS-Menü -> Windows Startbildschirm fest. Man könnte jetzt Windows von der CD starten. Dazu müsste aber eine da sein. Die Option fällt also aus. Ich vermute mal, dass es hier sicher jemanden gibt, der sich jetzt sagt: "Ja, du hast vergessen, dass ...." Danke, das weiss ich jetzt auch.
Fach-Chinesisch AN
Durch das Herausnehmen der Batterie wird das BIOS auf die Werkseinstellungen zurückgestellt. Aus diesem Grund wird auch der Modus zur Ansteuerung der Festplatte, eine SSD, wieder zurückgestellt. Nachdem der Standardmodus von IDE wieder auf AHCI gewechselt wurde, startete auch Windows. Auf die Idee bin ich allerdings erst nach 2h gekommen, obwohl ich den Fehler durch den Absturzzeitpunkt (genau beim Übergang BIOS -> Windows) schon recht gut eingegrenzt habe. Aber kennt sich schon im BIOS-Menü aus?
Fach-Chinesisch AUS
Immerhin hat der PC den zweiten Monitor auch auf Anhieb im zweiten Anlauf erkannt, weshalb ich um 12:00 und 18:00 Uhr den exakt gleichen Anlagenzustand hatte. Ich habe also mit ziemlich viel Aufwand nichts verändert.
Danke für eure Aufmerksamkeit.
Gruss Andreas -
Computer wieder zum Laufen bringen, ist wie Keller/Schreibtisch/Handtasche aufräumen. Man vertrödelt einen Haufen Zeit und sieht keine Veränderung...
Ich kann Deinen Frust verstehen...
Aber- während Du an Deinem Rechenknecht gebastelt hast- konnte kein Zug von der Anlage fallen. Also doch etwas positives.
Viele Grüße Christian
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Hallo Andreas,
danke für deinen ausführlichen Bericht. Vielleicht hole ich mir auch noch einen Rf4 von Tillig, wenn es die mal einzeln gibt. Die Kuppelbäume sehen gut aus. Schön das auch ein 6m mit dabei ist. Beim neuen Glöckner Rollwagen halten die Radvorleger mit Magnetkraft.
Hier noch ein Bild aus der Heimat.

Gruß Lutz
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Hallo,
die Kuppelbäume sehen gut aus.
Ob man diese einzeln als Ersatzteil bestellen kann?
VG. Robert
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Wunderschöne Szenen und dann noch mit 2095er Doppel. 😜 Diese Freude hat natürlich nichts mit meiner Heimat und meinem Beruf zu tun 😎
Das mit dem PC war zwar eine andere Liga, aber diese Anlagenbilder lassen auf mehr hoffen. Z. B. Kreuzung zweier Kurzgüterzüge mit je einem der beiden Gs usw. Tja, träumen darf man, aber eigentlich ist es egal was als nächstes kommt, es wird sowieso wieder eine klasse Szene werden 😎
Viele Grüße
Thomas
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Hallo zusammen,
manchmal kommt es doch anders als man denkt. Daher habe ich am Abend direkt noch eine Runde mit den Rollwagen gedreht.
Im beladenen Zustand rollen sie im Gefälle weg. Für mich liegt das im Rahmen. Mehr als zwei Exemplare werde ich nach derzeitigem Stand auch nicht im Zug haben. Der Kuppelbaum für die Bügelkupplung hat sich bestens bewährt. Entgleist ist nichts.
Die Radvorleger sind extrem filigran und liegen mir persönlich etwas zu locker auf. Ob das im Betrieb mit einer Rollwagengrube ein Vorteil oder eher ein Nachteil ist, mag ich so direkt nicht entscheiden.
Da die Normalspurachsen hier nicht auf dem äusseren Träger rollen, täuscht die Passgenauigkeit zu anderen Rollwagen etwas: links Roco, rechts Tillig
Links Veit, rechts Tillig
Links Technomodell, rechts Tillig
Alle gemeinsam. Von links: Technomodell, Tillig, Veit und Roco. Modelle von Glöckner habe ich nicht. Die unnatürliche Radvorlegerposition beim Veit-Rollwagen ist dem Transport von vierachsigen Wagen geschuldet. Den Kompromiss muss ich wegen der Enge im Gleiswendel eingehen.
Aus Sicht eines Betriebsbahners bin ich positiv überrascht und werde sicher noch zwei weitere Exemplare beschaffen.
... wer glaubt, das ging heute alles locker von der hand, wird leider enttäuscht.
Eigentlich wollte ich am frühen Nachmittag "nur mal schnell" die Rollwagenzüge aus dem Schattenbahnhof holen. Leider "fuhr" sich der PC beim BIOS-Startbild fest. "No keyboard detected, press F1 to continue". Allein das ist ja schon Realsatire, aber es war wirklich keine Tastatur angeschlossen. Ist es an sich nie. Leider brachte auch der Neustart mit Tastatur nichts. Die Ursache ist in diesem Fall recht schnell lokalisiert. Die Batterie vom Mainboard ist am Ende. Also musste zuerst der PC unter der Anlage befreit werden:
Gute Gelegenheit, dort mal den Staubsauger reinzuhalten.
Der PC benötigt selbst nicht viel Kabel. Nur:
- Netzanschluss
- HDMI (Monitor 1)
- DVI (Monitor 2)
- RJ45, oder auch LAN-Anschluss (Roco z21)
- USB Monitor 1
- USB Monitor 2
- USB für Traincontroller-Lizenz-USB-Stick
- USB für W-LAN-Stick
- USB für Littfinski HSI-88
- USB für Funktastatur
- USB für ESU Lokprogrammer
Auf dem Foto sieht man noch die Stromversorgung für die beiden Touchscreen-Monitore, der LED-Beleuchtung, vom PC und die dazwischen hängenden Schalter. Wenn es alle Kabel in passender Länge gäbe, wäre dort mehr Ordnung.
Nach Beschaffung einer neuen CR2032 (hatte ich NATÜRLICH nicht im Haus), konnte die alte Batterie ausgetauscht werden. Man sieht sie hier links neben dem Lüfter.
Anschliessend wurde der PC mit dem Fernseher verbunden und im BIOS die Uhr vom 01.01.2005 auf den 08.01.2026 vorgestellt. Das sollte es gewesen sein. Überraschung: war es nicht. Beim Start von Windows 7 (schon leicht historisch
) fährt sich der PC im Moment vom Wechsel BIOS-Menü -> Windows Startbildschirm fest. Man könnte jetzt Windows von der CD starten. Dazu müsste aber eine da sein. Die Option fällt also aus. Ich vermute mal, dass es hier sicher jemanden gibt, der sich jetzt sagt: "Ja, du hast vergessen, dass ...." Danke, das weiss ich jetzt auch.
Fach-Chinesisch AN
Durch das Herausnehmen der Batterie wird das BIOS auf die Werkseinstellungen zurückgestellt. Aus diesem Grund wird auch der Modus zur Ansteuerung der Festplatte, eine SSD, wieder zurückgestellt. Nachdem der Standardmodus von IDE wieder auf AHCI gewechselt wurde, startete auch Windows. Auf die Idee bin ich allerdings erst nach 2h gekommen, obwohl ich den Fehler durch den Absturzzeitpunkt (genau beim Übergang BIOS -> Windows) schon recht gut eingegrenzt habe. Aber kennt sich schon im BIOS-Menü aus?
Fach-Chinesisch AUS
Immerhin hat der PC den zweiten Monitor auch auf Anhieb im zweiten Anlauf erkannt, weshalb ich um 12:00 und 18:00 Uhr den exakt gleichen Anlagenzustand hatte. Ich habe also mit ziemlich viel Aufwand nichts verändert.
Danke für eure Aufmerksamkeit.
Gruss AndreasHallo Andreas,
auch von meiner Seite vielen Dank für den erfrischenden Bericht. War ganz überrascht, welche Expertise sich bei Dir im Bereich der Informatik aufzeigt. Immer gut zu wissen, welchen Mensch man anrufen kann, sollte man Spezialhilfe benötigen
Nach einem Tag und einer Nacht drüber nachdenken, bin ich dann auch drauf gekommen, warum ein PC eine Knopfzellen-Batterie braucht und ein Laptop nicht. Soviel zu meinem Compi-Knowledge
Besonders gefreut habe ich mich über Dein tolles Foto mit der Gesamtübersicht aller H0e-Rollwagen.
Und da wären wir auch schon bei der Frage in die grosse Runde (... denn da sind wir ja Beide ein bissel ratlos):
Welcher Unterschied besteht zwischen den neuen Rollwagen von Tillig und den Rollwagen von Roco? Auf Deinem Foto sieht man gut, dass die Tillig und die Roco nahezu identisch sind. Es scheint sich nur die Breite zu unterscheiden. Ganz amateurhaft ausgedrückt, gibt es bei den breiteren Tillig wie eine Art "äussere Zusatzschiene/Rahmen".
Sind die Tillig und Roco vollkommen die gleiche Bauart? Oder wird ein unterschiedliches Vorbild dargestellt, zum Beispiel von einem anderen Waggon-Werk der DDR?
Bitte seid gnädig mit uns, wenn es schon irgendwo einmal erklärt wurde. Dann ist es an mir (uns) vorbei gegangen. Danke im Voraus für einen kurzen Erklärer!
Foto von Andreas:
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Hallo "merane",
bei den Roco-Rollwagen sollte es sich um Modelle der Altbau-Rollis handeln, während die von Tillig Modelle der Neubaurollis aus DDR-Fertigung sein sollten.
Viele Grüße Leo
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Hallo,
der Rf4 von Roco ist ein Altbau Fahrzeug und der Tillig Rf4 ein Neubau Fahrzeug der DR für 750mm und 1000mm. Beide mit Bühnenlänge 9,0m.
Gruß Lutz
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Vielen herzlichen Dank für die beiden super schnellen Antworten.
In welchem Zeitraum und bei welchem Waggon-Werk entstand der 9m-Altbau-Rolli (also das Vorbild von Roco)?
Und warum entschied man sich beim DDR-Neubau für die - vermeintlich - viel breitere Bühne (Vorbild von Tillig)?
Die (neueren) 9m-Rollwagen von Glöckner haben dann das komplett identische Vorbild wie Tillig, oder?!
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