Anschlussbedienung Brennstoffhändler Lässig in Mügeln......

  • Die sächsischen Schmalspurbahnen lebten vor allem vom Güterverkehr und ganze Landstriche haben den kleinen bahn zu verdanken, dass regionale Produktion auf einmal in entfernte Regionen, zu neuen Kunden abgefahren werden konnten oder aber auch Rohstoffe und Fertigprodukte in die Region eingeführt wurde.


    Manche Schmalspurstrecke bestand aus einem Netz aus Anschlüssstücken oder Anschlussbahnen. Erst die Fortschritt auf der Straße sorgte für einen stetigen Rückgang des Güterverkehrs der Schmalspurnetze. Bis Anfang der 90er Jahre blieben die letzten Anschlussbedienungen im Güterverkehr, wobei der wohl vielen bekannte Brennstoffhändler Lässig in Mügeln zu den klassischen kleinen Anschliessern gehörte.

    Diese Anschlussbedienung vermittelte einem noch die Eindrücke, wie es wohl in den früheren Jahrzehnten auf den Schmalspurbahnen zugegangen ist.

    Der von außen betrachtet, geruhsame Betrieb, war schon sehr von schwerer Arbeit geprägt, sei es beim kuppeln, rangieren etc.


    99 1562 hat ihre Fuhre in das enge Anschlussgleis gedrückt und rollt wieder in den Bahnhof,

    ein Russentraktor beobachtet diese Szene


    Das es wirklich eng zuging, sieht man hier. Also mit Bierbauch wird's knapp, wenn die IV K den Anschluss bedient.

    Hier war 99 1585 beschäftigt


    99 1562 drückt ihren Waggon ins Anschlussgleis, neue Kohle für Mügeln


    Etwas ungewöhnlich war das rangieren mit Packwagen, dass habe ich nur einmal beobachtet


    99 1584 bedient an einem Frühlingstag den Anschluss Lässig, die Straße wird ordnungsgemäß gesperrt


    Für solche Einsätze war die IV K doch gerade richtig, enge Radien und wenig Platz im Anschluss


    Als wenn die IV K in den Vorgarten eines Bauernhofes fährt. Inzwischen wird aber mit DM bezahlt und die schöne Lok hat jetzt ein sehr ungewöhnliches Lokschild erhalten


    Für die Schmalspurbahnen gab die neu gegründete DB AG kein Pfennig mehr aus, aber für DB Kekse und neue Beschilderung war dann doch noch etwas im Beutel übrig. Die Tage der Schmalspurbahnen unter Regie der DB waren gezählt


    Feierabend, man stand noch zu einem Plausch zusammen, Zukunftsangst machte sich ab 1990 auch unter der Belegschaft breit.

    Warum hatten eigentlich viele Loks des Bw Mügeln verbeulte Schilder? Das Schild der 99 1582 hing total schief...


    Liebe Grüße von der Havel, Thomas

  • Feierabend, man stand noch zu einem Plausch zusammen, Zukunftsangst machte sich ab 1990 auch unter der Belegschaft breit.

    Warum hatten eigentlich viele Loks des Bw Mügeln verbeulte Schilder? Das Schild der 99 1582 hing total schief...

    Hallo Thomas,


    das bekannteste verbeulte Schild trug ja 99 1542-2. Das war wohl ein Unfallschaden. 99 1582-8 besaß ja vorn nur ein Behelfslokschild, also eine mit Schablone getupfte Variante mit Spitzziffern, wie sie bei der Regelspur in den 80ern sehr gebräuchlich war, bei der Schmalspur aber seltener.

    Ich glaube auch, dass dieses Schild nicht auf dem üblichen 3 mm-Blech, sondern wohl nur auf dünnerem Blech gemalt war, also womöglich auf 1,5 oder 2 mm-Blech.

    Dieses Schild hatte in der Tat deutliche "Eselsohren" und das waren wohl Hammerschläge beim Auf- und Zuschlagen der Vorreiber. Vor allem die linke 9 hat vom direkt benachbarten Vorreiber einiges abbekommen. Da haut man immer mal daneben und wenn das Blech dann dünner ist, ist schnell ein Eselsohr drin.

    Warum schief? Sind die Halter schief angeschweißt? Oder wurden sie durch die Hammerschläge verbogen? Wir wissen es nicht.

    Die Rauchkammertür war offenbar einigermaßen gerade und hing nicht in den Angeln.


    Aber schiefe Lokschilder sind immer irgendwie ein Markenzeichen. 99 1582-8 hatte ein schiefes Schild und 99 1782-4 hat auch heute ein schiefes Schild.

    Hängt wohl irgendwie mit der Ordnungsnummer zusammen. :hot::hot::hot:


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo Thomas, tolle Fotos!


    Weißt du, wann die 099er-Fotos entstanden sind? Eigentlich hat sich kaum was geändert, das Firmenschild ist noch das gleiche, nur der Kohlehändler hat jetzt ein Werbeschild vor und einen Mercedes in der Einfahrt.

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • hallo Thomas,


    vielen dank für die Bilder vom Anschluß in Mügeln, leider habe ich die IV K dort nicht mehr rangieren gesehen.

    Gern möchte ich ein paar Bilder aus dem Jahre 1995 anhängen, da war der Anschluß schon "verdieselt"




    Viele Grüße
    Detlef

  • Hallo Eckhard, man möge mich korrigieren aber wo der GG steht ging früher das Anschlussgleis zwischen Bahnhof und Güterhalle über die Straße zum Anschluss

    und PS das Gockel-Bild ist aber schon älter... heute erstreckt sich rechts vom Güterschuppen ein Parkplatz bis fast hin zum Bw

    mit Gruß aus Gernsheim

    Rainer :wink: