Gedanken zur Zukunft der Harzer Schmalspurbahnen

  • Was will man denn mit der 6001 wenn die Selketalbahn dicht ist?

    Die Ballerina - würde ursprünglich für die NWE gebaut.

    Und auf deren Streckennetz dürfte sie dann wohl auch zukünftig die Traditionszüge bespannen dürfen.

    Und die Selketalbahn......ich bin heute über den Bahnübergang in Gernrode gefahren. Beim Blick Richtung Osterteich ist mir dann aufgefallen, das das Schotterbett komplett grün überwuchert ist.......Wird dann jetzt im Herbst zwischen den Schottersteinen zu Humus...und dann fährt da bald nichts mehr.

  • Expressgeschwindigkeit,?High Speed Selketalbahn ? Alternativer Antrieb?Gab es doch alles schon.Im Versuch wurden im Juni 1928 dort 210 gefahren.Gleichzeitig hätte Pyrotechnik Silberhütte wieder mehr Umsatz wegen nachzuproduzierender Feststoffraketen Und da beim 3.Versuch der Schienenwagen aus den gleichen sprang,wäre Pendolino-like der Oberbau noch etwas zu verfeinern😵‍💫😁.In Mittelbau Dora liegen noch paar V2 Antriebe,die sind auch schnell rübergebracht und fertig,auf kurzem Weg und kostengünstig sind mehrere Probleme mit einmal gelöst ....

    Natürlich Blödsinn,muss aber auch mal sein bei aller ernsten Diskusion hier.Und ich verlass mich voll auf die absoluten Spitzenkräfte und Fachleute in allen Ebenen,die jetzt eine Lösung finden.Diese Auswahl der Genies gelingt Deutschland doch immer gut.Von den Ministerien über die Bahnchefs bis zum Denkmalspfleger......

  • Hier werden seitenweise Gedanken getippt, Erklärungen abgegeben und spekuliert. Aber glaubt Ihr wirklich, daß nur ein Gedanke aufgegriffen wird?

    Christian, glaubst Du, daß sich Dein Beitrag auch nur ein Deut von den voraus gegangenen unterscheidet?

    Er enthält genauso viele "sollte, wäre besser, etc.", die in den Weiten des Harzes verhallen werden. Einziger Unterschied Deines Beitrags ist nur Dein persönlicher "Abschluß" mit den HSB. Es ist Dein gutes Recht, dieses Fazit zu ziehen. Andere Freunde der HSB klammern sich halt an Hoffnungen für eine echte Weichenstellung in vorletzter Minute. Beide Seiten sollte man nicht unterschwellig verurteilen.

    Freuen wir uns "Alten", die HSB in verschiedenen Epochen erlebt zu haben! Auch da mit Höhen und Tiefen. Denn bspw. die ständige Begleitung der Querbahn-Züge durch die Trapo (oder waren es doch die Grenztruppen) war auch nicht unbedingt ein Highlight. Erst recht nicht die jahrelang für abslout in Stein gemeißelte Unerreichbarkeit der Brockenstrecke.
    Und die komplette Harzquerbahn verdieselt mit den "Kamelen" wäre für mich persönlich auch ein Grund fürs Wegbleiben aus dem Harz. So hat halt Jeder seine favorisierten Wohlfühlpunkte. Inwieweit die in den nächsten Jahren noch erhalten bleiben (oder zurückkehren), müssen wir uns überraschen lassen.

    Gruß von Niels

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    "Der Zweck des Forums liegt im Austausch zu Schmalspurbahnen,
    schmalspurigen Modellbahnen, historischen Eisenbahnen und damit verwandten Themen."

    Einmal editiert, zuletzt von Niels (5. September 2025 um 09:04) aus folgendem Grund: Ergänzung zur gesperrten Brockenbahn

  • An alle, die Triebwagen so toll finden: Das richtige Urlaubsreisvergnügen werdet ihr nicht erleben. Fahrt mal stundenlang auf Korsika mit den AMG Triebwagen. Bei jedem Gefälle dröhnt die Motorbremse bis in die Fensterscheiben, an jeder Station piepsen die Türen. Frischluft schnuppern Fehlanzeige. Also gleich, wie die Fahrt zur Arbeit mit der S-Bahn, dem RE oder RB.

    Ich zitiere mal aus der Familie: "Warum haben die keine Wagen mit offenen Plattformen und Fenstern zum Aufmachen? Man könnte doch die Dieselloks da nehmen, es sind doch welche da, wenn man schon keine Dampflok mehr hat."

    Ich frage mich, warum hat der FDGB schon zu DDR Zeiten Wellen gemacht, als es um die Totalverdieselung ging? Warum wurden nach der Wende Wellen gemacht, als bei Gieseke & Co Triebwagenpendel auf den Brocken von Nordhausen und Wernigerode als die Heilsbringung angesehen wurden?

    Und jetzt wird die Zahl 800 Mio breitgetreten, dabei ist davon auszugehen, dass die Beraterfirma hier mit vielen Schätzungen und Annahmen arbeiten musste, was Infrastrukturarbeiten betraf, da man in der Kürze der Zeit nicht genau ausfeilen konnte, wie auch der Umbau der Dampfloks auf Öl.

    Für alle mal ein Vergleichswert:

    Auf Korsika wurden zwischen 2003 und 2012 rund 270 Mio investiert:

    Korsika

    Wenn man die Preisentwicklung auf heute umdenkt, dann ist man locker bei 600 Mio, würde man heute das so machen würde.

    Also macht es mal Halblang! Es ist alles im Rahmen, was die Beraterfirma geschrieben hat, soweit man deren Ergebnisse bewerten kann, die an die Öffentlichkeit gekommen sind. (Sicherlich sind in der Studie auch noch andere Szenarien beschrieben, die nicht an die Öffentlichkeit kommen sollen. Sicherlich sind da auch welche beschrieben, die noch teurer sind, aber dafür schöner...)

    Und nochwas: In Stuttgart hat man 12 Mrd nur für ein bißchen Bahnhof versenkt... Da wird ja wohl das bisschen Harz beherrschbar sein!

    ...die Thüringerwaldbahn - die besondere Bahn auf schmaler Spur!

  • An alle, die Triebwagen so toll finden: Das richtige Urlaubsreisvergnügen werdet ihr nicht erleben. Fahrt mal stundenlang auf Korsika mit den AMG Triebwagen. Bei jedem Gefälle dröhnt die Motorbremse bis in die Fensterscheiben, an jeder Station piepsen die Türen. Frischluft schnuppern Fehlanzeige. Also gleich, wie die Fahrt zur Arbeit mit der S-Bahn, dem RE oder RB.

    Hallo Stromabnehmer!

    Es ist natürlich ein Einfaches "moderne" Fahrzeuge an Hand der am wenigsten gelungenen Exemplare zu geißeln. Das heißt aber nicht per se, daß alle modernen Fahrzeuge auch unerträglich sind.
    Ich ziehe jetzt mal einen Vergleich aus dem regelspurigen Bereich unseres Nachbarlandes Tschechien. Da gibt es die Haie (BR 844) und die Füchse (BR 847). VT mit ziemlich ähnlichem Anforderungsprofil und sogar vom selben polnischen Hersteller. Während der RegioShark mit einer im Inneren absolut nervigen Geräuschkulisse aufwartet ist das beim RegioFox schon wesentlich entspannter. Oder nehmen wir das beim deutschen 642 so lästige Schaltruckeln. Auch das haben nicht alle "modernen" Fahrzeuge.
    Das (mich ebenso sehr nervende) Gepiepse der Türen ist der Preis der heutigen "Sicherheitsphilosophie". Sind wir froh, daß derzeit der Bestandsschutz für viele ältere "Einstiegs-Lösungen" von den Aufsichtsbehörden mit Augenmaß gesehen bleibt. Bei Neufahrzeugen welcher Hersteller auch immer, wird man wahrscheinlich ziemlich schwierig um diese Thematik drumherum kommen. Es sei denn in Berlin oder Brüssel kehrt man mit gesetzgeberischen Veränderungen auch zu einem früheren Niveau zurück. In dieser Hinsicht habe ich aber mindestens zehnfach so viel Pessimismus, wie hinsichtlich der Zukunft der HSB.

    Auch wenn die Elektrifizierung der HSB vermutlich keine Option ist, möchte ich noch auf zwei schmalspurige ET hinweisen. Zum Einen die "Himmelstreppen" auf der Mariazeller Bahn. Auch bei denen gäbe es Kleinigkeiten zu kritisieren. Aber diese Kleinigkeiten gab es bspw. auch bei ihren Vorgängern. Selbst ich relativ Kurzgewachsener war mit den Sitzabständen in den einzelnen Wagen hinter der 1099 ganz und gar nicht glücklich. Für die rund zwei Stunden Fahrzeit waren die Viererabteile eigentlich nur in 2er Belegung bequem. Die geniale Landschaft rundum ist trotzdem weiterhin mein "Zugpferd". Auch in die neuen Züge.
    Und noch ein Beispiel aus dem Norden. Die neuen Züge der Roslagsbahnen sind schon ein Quantensprung hinsichtlich Laufruhe, Sitzkomfort und Klimatisierung. Und diese Klimatisierung kann man auch durchaus so konstruieren, daß sie relativ unmerklich, also zugluftfrei ist. Stadler hat das in diesen Zügen eindrucksvoll bewiesen. Der Betreiber scheint mit diesen Zügen auch äußerst zufrieden und hat vor wenigen Tagen noch ein weiteres Los (10 Züge) nachgeordert.

    Abschließend: Die erwähnten Fahrzeuge sind keinesfalls "mein kluger Ratschlag an die HSB". :saint:
    Wie die ihr zukünftiges Fahrzeugangebot aufstellen ist ganz allein deren schwierige Entscheidung. Ich wollte nur den Eindruck vermeiden, daß jede Neuerung beim Fahrzeugpark automatisch zu geringerer Fahrgastakzeptanz führt. Im schmalspurigen Dieselsektor fiele mir da auch noch die Pinzgauer oder die Zillertal-Bahn als Gegenbeispiel ein. Ich finde die Wendezüge hinter den "Containerloks" gräslich. Aber die Fahrgastzahlen dieser beiden Bahnen gehen zum Glück weiter nach oben. Und nur das zählt für den wirtschaftlichen Erfolg auch in der Zukunft.

    Gruß von Niels

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    schmalspurigen Modellbahnen, historischen Eisenbahnen und damit verwandten Themen."

    2 Mal editiert, zuletzt von Niels (5. September 2025 um 10:51) aus folgendem Grund: Wie immer etwas Feinschliff und dann noch Links eingefügt

  • Braucht es wirklich eine Schnellverbindung zum Gipfel?

    Wenn man da oben Musicals und weitere Events abhalten will, ja! Die Leute die das besuchen, wollen in der Mehrzahl sicher schnell hin und nach Ende schnell wieder zurück. Ich denke am modernen TW Verkehr kommt man nicht vorbei.

    Aber das gravierendste Problem wird m. E. scheinbar immer wieder übersehen, das Deutschlandticket! Ganz Abschaffen auf der HSB oder mit saftigen Zuschlägen fahren, dann nimmt man auch wieder Geld ein. Und wenn dann Leute deswegen nicht fahren, spart man ja auch Kapazitäten ein.


    LG DF

  • Braucht es wirklich eine Schnellverbindung zum Gipfel? Preiswert ja, wenn man mehr Touristen oben haben will.

    Es irritiert mich bei dieser Diskussion schon eine ganze Weile, das hier im Forum der hartnäckige Widerstand gegen die Brockenbahn und den Brockentourismus im Allgemeinen vergessen zu sein scheint. Steine auf den Gleisen? Herausgesägte Schienenstücke? Der Versuch Besucherzahlen zu regulieren? Scheint alles vergessen. Das es dann der Borkenkäfer mehr oder weniger gerichtet hat, die Besucherzahlen im Harz zu "regulieren", geschenkt. Auch wenn den politischen Kräften, die diese Entwicklungen - nun ja - befeuert haben, noch ganze 3% bei den nächsten Landtagswahlen prognostiziert werden, würde ich deren Ausdauer nicht unterschätzen. Das soll jetzt kein politisches Statement sein oder werden, aber vielleicht einen etwas anderen, aber durchaus möglichen, Blickwinkel aufzeigen. Aus diesem nämlich ist die HSB, egal ob mit Dampf, Strom oder Wasserstoff, komplett verzichtbar. Leider.

    Gruß Jens

  • Ohne neue Dampflokomotiven mit Bio-/Leichtölfeuerung, Einmannbedienung und Wälzlagerung wird der Dampfbetrieb sich nicht lange halten. Neue, leichte, mit großen Plattformen und versenkbaren Fenstern versehene Wagen gehören dazu, so dass mehr Fahrgäste zum Brocken transportiert werden können.

    Triebwagen sehe ich nicht als sinnvoll an. Wo ein Schienenbus fährt, macht es ein Straßenbus bei ähnlichem Ambiente billiger und schneller.

    Gruß

    Tssd47