Gedanken zur Zukunft der Harzer Schmalspurbahnen

  • Grüße!

    War doch genauso abzusehen wie es in den Stichpunkten erlesbar ist, oder nicht? Mich wundert es auch keineswegs, wenn es so auch kommt. Nicht vergessen, wer sich nicht anpasst, stirbt aus.

    VG Mirko

  • Nein, das kann man nicht! Es ist abscheulich, wie dieses 138 Jahre alte kulturelle Erbe jetzt, 35 Jahre nach dem Ende der DDR, abgewickelt werden soll. Die dafür Verantwortlichen sollten sich ob dieser Ideenlosigkeit was schämen. Schämen vor der Öffentlichkeit, vor allem aber auch schämen vor der Belegschaft, die entgegen allen widrigen Umständen bis heute ihr Unternehmen gerettet hat und nun vor dem berühmten "Tritt in den Arsch" steht.

    Abscheulich ist das!

    Ich find es lustig, dass jetzt wieder ideenlosigkeit vorgeworfen wird.

    Es gab genug Ideen sowas zu verhindern. War aber oft nicht gewünscht, vorallem wenn es gegen den Status Quo ging.

    Die Vorschläge sind alle nicht schön. Aber vermutlich die einzige Chance die HSB noch irgendwie zu retten.

    Wer glaubt, dass alles so weiter gehen kann wie bisher und schon immer jemand die Verluste ausgleichen wird, der ist in meinen Augen sehr naiv.

    Wenn man jetzt nicht handelt, wird das der Todesstoß sein.

    Auch befürchte ich, dass dies noch anderen Schmalspurbahnen drohen wird. Aber das wollen viele, vorallem auch hier im Forum, nicht hören.

    Es wäre tragisch, wenn die HSB stirbt bzw stark eingeschränkt wird.

  • Hallo Gulliver.

    Nach derzeitigen Fahrplan braucht man schon 4 Loks in Wernigerode. Sonst müsste man ein Brockenzug streichen und nach Eisfelder Talmühle mit Diesel fahren (8903/8904).

    „Derzeitig“ ist bald Vergangenheit. 4 Brockenfahrten wie anscheinend geplant sollten mit 2 Lokomotiven kein Problem sein. Der Rest wird zukünftig sicherlich mit modernen Triebzügen bestritten.

    Gegen die Politik auszuteilen (einige Beiträge höher) verkennt, dass die HSB selbst große Schuld an ihrer heutigen Situation hat. Wie lange wurde Schei..e als Gold verkauft, wie selbstherrlich hat man die verwahrloste Substanz als „Die Größte…“ gefeiert, wie oft hat man gute Mitarbeiter mit progressiven Ideen vergrault, wie selbstverständlich hat man (Steuer)Geld zum Fenster rausgeworfen, wie oft wurden essentielle Fehler gemacht und letztlich auch die Aufsichtsräte und Gesellschafter zum Narren gehalten? Niemand mit Einblick dürfte eigentlich überrascht sein.

  • Hallo,

    die Frage ist ob die 4 Loks wirklich den finalen Stand darstellen oder den "Übergangsfahrplan" zur Konsolidierung wie er in den Folien die hier mal eingestellt waren angedeutet war (leider ohne Skala bei der Fahrzeugverfügbarkeit). Letztlich werden wir halt eine Änderung sehen müssen und die wird denke auch ich in weniger Dampf auf der Brockenstrecke bestehen müssen. Das muss sich dann aber eigentlich auch im Preis niederschlagen.

    Ich sehe aber eher das Problem das man mit nur 1 Lok Reserve auch wieder schnell in den Fahrzeugmangel rutschen kann. Ausfälle haben wir genug gesehen in den letzten Jahren.

    Gruß Michael

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  • Hallo,

    meiner Empfindung nach wird hier von Einigen ziemlich schnell das aus einer Tageszeitung Wiedergegebene als Fakt gesehen oder interpretiert. Ich gehe nicht davon aus, daß man aus dem Inhalt dieses Artikels wirklich in die Zukunft sehen kann.

    Besonders die Zahl der Dampfloks im Betriebspark ist doch gar nicht spezifiziert ablesbar. Meiner Meinung nach wird aus dem hier von Einigen skizzierten Fahrtenangebot nur dann was Realistisches, wenn das Ziel 6 zeitgleich einsatzfähige Loks inkl. (Auswasch-)Reserve sind. Mit den aktuellen Dauern der Kessel- und Vollrevisionen wäre immer noch ein grundsätzlicher Betriebspark von 8-10 Loks notwendig. 10 wäre die üppige Variante - aber man sieht ja schon in den letzten Jahren, daß das kaum ausreichend ist, um den plm. Bedarf zu stellen. Ein Ziel eines Betriebsparkes Dampf von nur 6 Loks wäre der nächste Nagel in Richtung permanenter Not, Abweichungen, Ausfall und Fahrgastfrust. Wenn so ein Szenario Wirklichkeit würde, dann gehe auch ich von der Selbstliquidation der HSB aus. So, wie es auch mit "modernen Triebwagen" im touristischen Verkehr außerhalb des Brockens (dahin wird immer gefahren) enden würde.

    Gruuß

    217 055

    2 Mal editiert, zuletzt von 217 055 (30. September 2025 um 18:46) aus folgendem Grund: Feinschliff

  • Seit ihr wirklich jetzt alle so überrascht? Das ganze war doch seit mindestens 10-15 Jahren abzusehen. Wie oft hat man den HSB geraten die Loks auf Öl umzubauen um bei Waldbrandgefahr weiter fahren zu können. Dann geben die ein viel zu viel Geld für diese schicke neue Werkstatt aus, wo jeder halbwegs klar denkende Mensch einfach einen Funktionsbau hingestellt hätte. Rennt man immer wieder irgendwelchen Luftschlössern hinterher, wie dieser Anschluss der Westernstadt, statt dessen man sich vor Jahren mal Gedanken über Fördermittel ect. hätte machen sollen. Oder der Anschluss von Braunlage, das warten mit dem aktellen Gutachten glaube ich drei ingesamt Gutachten.

    Letzt endlich hat man bei der HSB die letzten 15-20 Jahren leider vollkommen verschlafen und bekommt jetzt die Quittung.

    Man sieht ja anhand anderer Beispiele wie man es richtig macht.

  • Danke für den Link. Schockiert hat mich hier folgender Punkt: :huh:

    Zitat

    Auf dem Prüfstand steht die 2022 eröffnete, gläserne Lokwerkstatt in Wernigerode. Um sie noch besser nutzen zu können, seien weitere 20 Millionen Euro nötig, so Balcerowski.

    Bei dem Betrag geht es dann ja nicht nur um paar fehlende Maschinen... :/ Da ist wohl gründlich was schiefgelaufen! :rolleyes:

    Gruß Matthias