Ja so weiter laufen wie die letzten 35Jahre sollte es nicht!
Danke für die Einsicht
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Jedoch kann ich die Vergleiche mit anderen Ländern nicht mehr hören... Da hat die Eisenbahn ein ganz anderen Stellenwert, würde unsere Politik mehr für die Eisenbahn übrig haben wäre garantiert auch einiges anders!
Warum denn nicht?
Als vor ein paar Monaten Bahnchef Richard Lutz in die Wüste geschickt wurde, hat man auf Frankreich und Italien als Vorbilder verwiesen. Wohl weil dort die Züge pünktlich fahren. Welch ein Jammer für mich als Schweizer.
Dann, als vor ein paar Wochen Evelyn Palla aus dem Südtirol, ich schreibe jetzt bewusst nicht Italien, zur Bahnchefin der Deutschen Bahn ernannt wurde, hat sie, welch ein Glück für mich, doch noch die Schweiz als Vorbild erwähnt.
Monsieur Bahn-Rat,
Habe ich das nicht irgendwo schon geschrieben: Es gibt immer Luft nach oben.
Nun denn, ich muss zugeben, vielfach bin ich in Deutschland mit dem Auto unterwegs. Brauche ich den Zug, na ja, ihr wisst schon. Proviant für zwei Tage, bloss nicht eine Verbindung mit Umsteigen und so weiter.
Ich finde es lustig, in Deutschland Zug zu fahren; das ist meistens dann der Fall, wenn meine Regierung das Auto braucht und zur Verwandtschafts-Besuch vorausfährt oder nachfährt. Da regt sich keiner auf, wenn der Zug mal zwei Stunden Verspätung hat oder gar ausfällt ausser ich. Besonders lustig, wenn dies der letzte am Abend ist. Da lernt man Deutschland und die Deutschen richtig kennen. Ist halt so.
Das Deutsche Bahnvolk ist geboren zum Leiden!
Ihr wisst ja aber für die Autofahrer ist es in Deutschland nicht einfach: Die Brücke von Lüdenscheid. Da muss ich durch, wenn ich zur deutschen Verwandtschaft muss.
Auch hier gilt: Nehmt mal Italien als Vorbild: Die bauen eine Brücke in zwei Jahren wieder auf. O.K., die ersparen sich die Abbruchbewilligung und den ganzen Papierkram darum herum haben dafür etwas Kollateralschaden. Die Brücke in Lüdenscheid soll nächsten Frühling wieder aufgehen. Zweispurig. Nur dass wir uns richtig verstehen: Eine Spur in eine Richtung, eine Spur in die andere Richtung. Damit die Brücke dann vierspurig öffnet, geht es noch einmal zwei Jahre.
Die Mariazellerbahn, die erwähnte Meterspurbahn bei Nice (Nizza) mit auch etwa 150 km Betriebslänge - auch die hat Museums-Dampfzüge - warum sollen die denn nicht als Vorbild für den Harz dienen?
Wenn nicht Mariazellerbahn: Wie wär es mit der Meterspurigen Brünigbahn (Muss ja nicht immer die Rhätische Bahn sein)? Seit nicht mehr alle Touristen mit täglich bis zu 200 Reisebussen von Luzern nach Interlaken fahren, ist da auch nicht mehr heile Welt für die Eisenbahnfahns bei 1,7 Gepäckstück pro Tourist und keinem Sitzplatz für die Pendler in den Hauptverkehrszeiten. Bis das Gedrängel mit den Touristen mit neuen zusätzlichen Triebzügen von Stadler Rail behoben ist, dauert es. Ich will gar nicht wissen was das kostet. Niemand fordert hier wegen den Touristen zusätzliche Dampfzüge. Und die Politik steht voll dahinter.
So, jetzt halte ich für den Moment die Klappe.
Christoph.