Versuch einen kleinen Weyer Personenwagen mit FreeCAD zu modellieren

  • Moin Matthias,

    ich mus hier voll und ganz Kalle recht geben. Je nach dem welches Bauteil/Baugruppe in welcher Metohde und in welchem Maßstab gerfertigt wird ergeben sich neue Möglichkeiten oder Kompromisse. Einen Wagen in 1:1 zu konstruieren ist meiner meinung nach der falsche Ansatz. Um so kleiner das Modell wird umso größer werden die Kompromisse die man eingehen muss.

    Die Zerlegbarkeit ist meiner Meinung nach extrem wichtig um auch später Beleuchtung etc. zu installieren und auch reperaturen ohne zerstörung durchführen zu können.

    Ein weiterer Punkt der auf dich zukommen kann ist das man etwas Konstruiert und am Rechner passt alles wunderbar zusammmen und dann erschlägt ein die Realität, sodass man wieder nacharbeiten muss. Je nach verfahren gibt es auch immer abweichung von Konstruktion zu Fertigbauteil. Gerade in Mischbauweiße sollte man darauf achten was wie am ende zusammenpast und wo quasie ausreichend spiel da sein muss. Leider sind das eben auch Erfahrungswerte und die kosten Lehrgeld.

    Dennoch die Konstruktion sieht gut aus aber in 1:87 könnten z.B. die Haltebleche für die Tritte viel zu klein sein. Da hilft nu Kompromisse eingehen auch wenn es schwerfällt, ich weiß von was ich rede, leider sieht und kennt man als Konstrukteur und Erbauer sofort jeden Fehler, dinge die dem außenstehenden betrachter nicht auffallen.


    Grüße


    Sven

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für Eure Tipps!!! Ich werde erst Mal in 1:1 zu Ende konstruieren - es geht mir ja nicht nur um ein Modell, sondern auch darum, wie der Wagen "wirklich" mal ausgesehen hat. Bei einem Modell in 1:87 wird dann sicher wieder vieles vergröbert und vereinfacht werden - aber ich habe dann wenigstens ein "Vorbild" an dem ich mich anlehnen und alle Maße abgreifen kann - um sie dann ganz bewusst stärker zu wählen als beim Vorbild - wenn es sein muss.

    Man kriegt ja dann auch besser ein Gefühl fürs Wesentliche, weil man dann alles vergleichen kann.


    Die Bühnengeländer dieses Wagens gibt es so leider nirgends zu kaufen, sie waren schon recht speziell. Ich habe diese Form auch bei keinem anderen Wagen je gesehen. Deshalb werde ich sie wohl schon noch fertig konstruieren. Anders wäre das bei den Kupplungen - da gäbe es halbwegs brauchbare Fertigteile. Aber ich will sie zum Schluss trotzdem noch gerne selbst konstruieren. Es ist eine besondere Herausforderung.



    Viele Grüße, Matthias

    5904

  • Hier mal die Bühne:


    ... ich denke mal für 3D Druck in H0 wäre das wohl zu filigran. Idealerweise müsste man das vielleicht in Bronze oder Messing gießen.

    Ich denke kaum, dass man so ein Bühnengeländer irgendwo fertig kaufen kann ?


    Viele Grüße, Matthias

    5904

  • In einer etwas vereinfachten Form laesst sich das fuer eine einzelnen Wagen wohl in Loetbauweise herstellen. Auch mit Kunststoffprofilchen ist das in H0 machbar. Scharniere werden da wohl fehlen, aber der Gesamteindruck wuerde stimmen.

    Meint

    Battli

  • Hey Matthias,


    das sieht wirklich super aus!! Ich wünsche Dir, dass das am Ende hinhaut!


    Ich kann die Kanten nicht so richtig auflösen. Sind das Hohlkehlen??, oder spielt mein Hirn da irgendwelche Streiche?


    Liebe Grüße,

    Lenni

  • Hi Lenni,


    die Kanten sind im unteren Bereich rund - aber nach außen, nicht hohl. Oben, wo die Dachkonsole sitzt ist der Kasten dann eckig und etwas unterhalb befindet sich ein Übergang. Also die Form des Wagenkastens ist durchaus komplex - nicht einfach ein Kasten, wie bei einer moderneren Donnerbüchse.


    Viele Grüße, Matthias

    5904

  • Guten Morgen Matthias,

    die Bühne ließe sich in Bronze gießen - ist etwas härter als Messing, hat aber die gleichen Gusseigenschaften -, wenn die Materialstärke an keiner Stelle kleiner als 0,5 mm ist. Da müsstest du in dein Modell mal prüfen.

    Zudem brauchst du wegen der Stangen einen Gussrahmen. Da empfehlen ich mindestens 1,5 mm bis 2 mm Durchmesser oder Rechteckquerschnitt mit zahlenreichen Haltern bzw. Gusskanälen zum Modell hin.

    Bei der Herstellung würde ich zudem auf ein Silikonmodell verzichten (wegen der dünnen Stangen) und je Geländer direkt vom Wachsmodell gießen lassen (Schrumpfungsfaktor vorher mit dem Gießer besprechen).


    Ich habe mir erlaubt, in deinem Bild diese Hinweise mal zu visualisieren. Ich hoffe das ist in Ordnung? Ansonsten gib mir bitte Bescheid und ich werde das Bild wieder löschen.


    Mach weiter und Viele Grüße Jochen

    Es lebe das vierte Element und alle seine Aggregatzustände!

  • Hallo Jochen,


    Super Tipp!!! Lass das Bild bitte drin! Auch für andere, die Mal so was vorhätten ist das ja ein wertvoller Hinweis. Die Materialstärke der Verstrebungen innerhalb des Geländers (das X) wäre in 1:87 tatsächlich nur 0,1 mm. Selbst die dicken Stangen (30 mm) sind in H0 nur knapp 0,35 mm stark.

    Aber so was kann man/muss dann natürlich stärker ausführen beim Modell. Ich denke aber mal, dass diese Art von Kompromissen bei allen H0 Modellen üblich ist. Sonst könnte man ja sowas garnicht darstellen.


    Viele Grüße, Matthias

    5904