99 585 bei der Schwarzbachbahn

  • Glück auf,


    bei dem Thema sind mir heute diese Fotos aus Wolkenstein wieder ins Bewußtsein geraten.

    Schönen Nicolaustag, Harri !

  • Gauf zum Nicolaustag,

    auch von mir noch ein kleiner Gruß von der Einsatzzeit der 585 auf der 750-mm-Strecke von Wolkenstein nach Jöhstadt.

    Sendet.....


    ..... mit besten Grüßen

    von Hans-G.

  • Hallo Hans-G,


    das war dann gleich einer der traurigsten Tage in ihrer Einsatzgeschichte. Am 13.1.1984 endete der Betrieb im oberen Streckenabschnitt Niederschmiedeberg - Jöhstadt. Der gezeigte Zug mit 99 585 und 99 561 ist an diesem Tag wohl am häufigsten fotografiert worden. Es war aber nicht der letzte Zug.


    @ André: Das stückweise Abschneiden der Stehbolzen halte ich auch für ziemlich riskant. Die räumlichen Verhältnisse im Stehkessel sind ja nicht so üppig, dass man die Reste so leicht herausbekommt. Ich weiß nicht, ob das Raw Görlitz seinerzeit auch so gearbeitet hat, aber ich bin da echt skeptisch, zumal ich solch einen Stehbolzenrest damals schon im Strube-Abschlammschieber hatte. Da hieß es dann schnellstens entfeuern und es war erst einmal Essig mit dem nächsten Zugpaar,

    Ließen sich die Stehbolzen nicht mit Druckluft- oder elektrischem Hammer im Ganzen austreiben?


    @ Helmut: Der seitlich sichtbare Stutzen dient zum Anschluss des normalen Kesselmanometers. Das Eichmanometer kommt vorn dran, erhält durch die gut sichtbare Bohrung Dampf und wird mit speziellen Haltern draufgespannt.

    Diese Ausführung kenne ich an allen unseren Loks. Ob es diese Prüfstutzen früher in anderer Form gab und das Kesselmanometer extra angeschlossen war, weiß ich nicht.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo Toralf,


    vielen Dank! Die 99 585 hab ich irgendwie immer nur kalt gesehen. In Wolkenstein am Rand und in Mügeln als Reservelok im Heizhaus ebenfalls kalt.



    In Wolkenstein schien sie schon aufgegeben zu sein. Jemand hatte ihre Nummer mit Kreide angeschrieben. Die Schläuche der Saugluftleitung "gaben sich die Hand". (21.7.1986)



    Voll betriebsfähig war sie im Sommer 1990 dann in Mügeln Reserve. Meist war sie damals mit gemalten Schildern zu sehen. Irgendwer hatte ihr aber wohl auch ordentliche Pockauer Platten spendiert.



    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo Achim,


    natürlich hast Du recht bezüglich des Anschlusses für den Kesseldruckmesser. Statt noch einmal auf das Bild zu schauen habe ich mich nur am Text orientiert.


    MfG

    Helmut

  • 2) Wie bekommt ihr die Stehbolzenreste zu den Waschluken?...

    Da is nix riskant, alle 126 Stehbolzen purzelten problemlos zum Bodenring durch oder brauchten aus dem Langkessel heraus nur einen kleinen Schubs. Wenn du mit dem Hammer das Ende breit klopfst, hast du ein massives Problem den Bolzen komplett durch die zweite Bohrung zu bekommen, gleiches passiert wenn er krumm wird oder beim Klopfen nach einer Seite wegläuft.

    Fürs Rausholen haben wir einen Experten in Spezialgröße mit seinem Spezialwerkzeug:


    Nuke: Das Spezialwerkzeug ist einfach eine an ein Stück Schweißdraht senkrecht engeschweißte U-Scheibe, mit der kriegst du alles aus dem Bodenring gezogen.

    Gruß Andre

    Achso, das fehlende Bauteil ist die Bruchplatte in einem kleinen Nebenkanal, welche bei Versagen der Ölsperre bspw. wenn der nötige Öffnungsdruck durch Bruch der Membran nicht mehr erreicht wird, durch den Öldruck der Presse zerstört wird. Das Öl kann dann weiterhin die Schmierstelle versorgen, allerdings wird im Stillstand das Leerlaufen der Leitung nicht mehr verhindert. Die Bruchplatte ist sozusagen ein Unterschied zum simplen Rückschlagventil.

  • Hallo André,


    was ist mit den Stehbolzen über der Feuertür? Kommt man dort ran, wenn sie auf dem Türring liegen bleiben.

    Der Knirps bekommt wohl gleich die ganze Hand durch die Waschluke? ;)


    Wie gesagt, so lange alle Stehbolzenreste raus zu bekommen sind, ist ja alles gut. Ich hab da eben schlechte Erfahrungen gemacht.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • ...was ist mit den Stehbolzen über der Feuertür? Kommt man dort ran, wenn sie auf dem Türring liegen bleiben.

    Denen gibt man einen Denkanstoß durch die Waschluke über dem Feuertürring... oder man hat etwas Geschick und erreicht sie von den seitlichen Luken. Achim, es ist ne IV K mit rundem Feuerlochring... Ich hab das nicht als Patentrezept für alle Dampflokbaureihen verkauft, aber in Oberwiesenthal wirds auch mit Erfolg so praktiziert. Geht also auch bei der VII K und wenn mal einer gar nicht will, findet sich da schon ein Weg indem der Kessel einfach mal mit der Drehvorrichtung gedreht wird.

  • Hallo André,


    stimmt, die IV K hat ein rundes Feuerloch. Haben wir hier ja nur bei 99 4652 und die hatte ich jetzt auch nicht auf dem Schirm. Und wenn die IV K darüber auch eine Waschluke hat, kommt man ja dran.

    Hab mit schon gedacht, dass Ihr das in Othal auch so macht. Ich glaube, hier werden die Stehbolzen in einem Stück ausgetrieben. Hab schon lange nicht mehr zugesehen, kommt auch nicht so oft vor. Muss ich direkt mal mal fragen.


    Viele Grüße


    Dampfachim