Unternehmens-Geschichte von GI-Modell (Gerhard Iwanczyk)

  • Was ist denn an den GI-Bausätzen genau so tricky?


    Ungenauigkeiten bei den einzelnen Bauteilen?

    Das Material und die Verbindungsfähigkeit?

    Eine schlechte Anleitung?

    Eine unsinnige Chronologie des Zusammenbaus?

    Das Lackieren?

    Beste Schmalspurgrüße aus dem Spreewald

    Christoph

  • Zum Beispiel sind an irgendeinem der Bausätze für offene Güterwagen Innen und Außen der Seitenwände vertauscht. Zumindest hab ich das so oder so ähnlich vor einigen Jahren (ich glaube) hier im Forum gelesen.


    Eigene Erfahrungen damit hab ich aber keine.

    Grüße
    Stefan


  • Ein verstorbener Freund wollte mir damals in den Neunzigern als "Versuch" den Rollwagen montieren.
    Passgenauigkeit und auch die Qualität des Materials haben ihn zum Fluchen und zum " Aufgeben gebracht.

    Einige der Modelle finde ich -gerade im vergleich mit der Konkurrenz- auch eher schlicht, selbst wenn man mit solchen Bausätzen gut zurecht kommt.

  • Hallo,


    ich konnte so ab Ende der 1980er Jahre einige seiner Bausätze erwerben....besser gesagt, es waren Ätzplatten ohne jegliche Gußteile o.ä. und auch Getriebe oder Motoren waren da nicht dabei - eben etwas für den erfahrenen Modellbauer....welcher ich nun mit knapp 20 Jahren nicht war und auch heute nicht bin ;-)

    So konnte ich einen IVK Bausatz sowie einen sächs. Schmalspurwagen mein Eigen nennen - Preis war damals 120 DDR-Mark pro Platte.

    Dieser wurde dann an einen Hobbyfreund weitergegeben, der mir das "Traummodell" einer IVK bauen wollte....leider ist nie was draus geworden, da wir uns aus den Augen verloren und er weg gezogen war....und somit auch mein Bausatz :-/ ....na ja, wie Nortim schon geschrieben hat, wäre vielleicht eh nie gebaut worden...somit gehört er zu den restlichen 95 Prozent ;-)


    Auch gab es am Anfang nur eine Art kopierte Angebotslisten, in der Wende dann eine Art Katalog in Form von losen Seiten in Klemmmappen.

    Dort waren dann einige Fotos von den Fertigmodellen von G.I. auf seiner Anlage eingeklebt, sonst so eine Art Computerzeichnungen.

    Ich glaube sogar das ich so eine Mappe noch in meinem Bestand habe.


    Später erworbene Bausätze des Unkrautbekämpfungswagens und des Zittauer Schotterwagens wurden ebenfalls wieder verkauft...aus o.g. Grund.


    Bei einem Besuch im letzten Winter in Schkeuditz war auch die Witwe von Gerhard Iwanczyk anwesend, um wohl die "Reste" der Sammlung ihres

    verstorbenen Mannes zu verkaufen...da konnte ich das erste Mal Fertigmodelle von G.I. live betrachten.


    Alles in allem war er in der Tat ein Pionier in punkto Ätzbausätzen ...als diese Technik noch in den Anfängen wa, vor allem auf dem Gebiet der DDR.
    Welch eine Ausdauer und Fleißarbeit er da geleistet haben muß, um so viele verschieden Modelle/Bausätze zu entwickeln und zu fertigen, ist für mich

    kaum vorstellbar....letztendlich ist er auch ein Stück DDR-Modellbahngeschichte


    VG

    Jens

  • Hallo,


    das sind schon sehr fummelige Bausätze gewesen. Ich habe trotzdem einiges gekauft und gebaut. Wie oben schon geschrieben wurde,

    ist bei mir auch noch nicht alles fertig. Bei mir liegt es aber an mangelnder Zeit, teilweise liegt es hauptsächlich an fehlender Beschriftung oder Lackierung. Meinen Schneepflug hatte ich schon mal gezeigt, war ein Beitrag wo Norman seinen schon präsentierte.

    Ich habe mir noch einen Sprengwagen, ein ASF und Rollwagen gegönnt. Bilder reiche ich nach.

    Beim Sprengwagen hatte ich nochmal vor nach Rittersgrün zu fahren um einige Details an zuschauen, dass wird sich noch etwas ziehen.


    Grüße Jan




  • Silvester und Neujahr wären doch eigentlich eine gute Gelegenheit für hohe Vorsätze:


    Alle ungebauten GI-Bausätze endlich zu montieren!:hot::weg:

    Beste Schmalspurgrüße aus dem Spreewald

    Christoph

  • Hallo zusammen,


    GI muss ich aber auch etwas in Schutz nehmen. Der deutsche Modellbahner / -bauer ist oft auch verwöhnt durch Weinert-Bausätze. Aber selbst das bekommt auch nicht jeder auf die Reihe. Über M&F (Murks und Fummel) bzw. Model Loco wurde auch viel gelästert. Wer noch auf höherem Niveau lästern möchte, darf sich gerne auch mal bei Bausätzen Gerard versuchen. Da wird schnell die weiße Fahne gehoben. Oder auch aus dem französischen gibt es so einiges. Viele die über Bausätze schimpfen, sehen denn Bausatz oft als Problem an. Nicht selten sitzt aber das eigentliche Problem davor.


    GI-Modelle sind grundsätzlich baubar. Nur kann man die eine oder andere Verbesserung vornehmen. Das trifft natürlich auch auf andere Hersteller zu.


    Anbei einige der von mir gebauten GI-Modelle:

    Ein sächsischer Abteilwagen. Hatte zwei Stück davon gebaut. Hier wurden KKK und die Position der Tritte abgeändert. Die Tritte hätten sonst wie Tragflächen vom Flugzeug ausgeschaut.

    Tieflader mit Castorbehälter. Auch zwei Stück gebaut. Änderungen waren KKK und RP25 Radsätze.

    VT137 600, der Lindwurm. Mit neuen Laufdrehgestellen, neuen Drehgestellblenden der mittleren Antriebsdrehgestelle und noch so einige Kleinigkeiten.

    Ein Stangenwagen und ein OOw. Mit anderen Drehgestellen und Kupplungen.

    Mähdrescher Stalinez, mit einigen Verbesserungen im Detail. Dieser war nicht ohne weiteres baubar wegen der nicht all zu aussagefähigen Bauanleitung. Auf konspirativen Wege wurden Bilder eines bereits gebauten Modelles des Konstrukteurs beschafft. Ohne die ging es nicht.

    Auch andere Modellbauer hatten diesen Bausatz auch bewältigt. Meiner in rechts außen Position.


    Bis auf den Mähdrescher sind keines dieser Modelle mehr in meinem Besitz. Hinzu kommen noch eine kleine Anzahl an MPSB-Wagen aus dem Programm von GI für den Eigenbedarf. Auch habe ich noch Lokomotivbausätze für meine MPSB liegen. Diese werden auch mal abgearbeitet.