Unternehmens-Geschichte von GI-Modell (Gerhard Iwanczyk)

  • Hier noch ein paar Detailfotos "meiner" Ns4.

    Wie bereits geschrieben, selbst erbaut von Meister Iwanczyk.


    Die Proportionen und das Gesamtbild sind sehr stimmig.

    Irgendwie "riecht" man es auch, dass die Lok aus Metall und nicht aus Kunststoff besteht.

    Für eine Ns4 einfach wunderbar atmosphärisch passend.


    In das "Richten" des Fahrwerks flossen aber meinerseits nochmals einige Stunden.

    Eine echte Geduldaufgabe.

    Die Langsamfahreigenschaften sind erstaunlich gut.

    Jedoch bleibt die "schnurrende Schwarze" eine kleine Diva, welche manchmal einen "züchtenden" Finger benötigt;-)


    P. S. Heiliges Kanonenrohr. Das GI-Prospekt von damals nennt 298 D-Mark für einen Bausatz der Ns4. Uff!


    Beste Schmalspurgrüsse

    Christoph



    Beste Schmalspurgrüße aus dem Spreewald

    Christoph

  • Zur Ergänzung, die Internetseite von GI ist immer noch online. Wer da noch mal schauen möchte ...


    http://www.gi-modell.de/

    lt. dieser Seite seien wohl noch Fertigmodelle erhältlich. Um welche es sich dabei handelt, konnte Frau Iwanczyk nicht mitteilen. Mich hätte der ein oder andere SWEG Waggon ja durchaus interessiert. Vielleicht findet ja jemand von Euch etwas, das er gebrauchen kann.

  • Noch eine technische Frage zur Ns4:


    Auf dem Bild des Fahrwerks erkennt man zwei "Schleifkontakte" an den Radsätzen.

    Am ganz vorderen und ganz hinteren Rad sind sie zu erahnen, wie ab-isolierte Klingeldraht-Enden.

    Beide nur auf der "Fahrer-"Seite.


    Wie funktioniert die Thematik mit der Stromabnahme?

    Thomas Rose, Du hattest ja erwähnt, dass das Fahrwerk/Rahmen/Radsätze dort "elektrisch" eine nicht zu bewältigende Mammutaufgabe war?

    Beste Schmalspurgrüße aus dem Spreewald

    Christoph

  • Hallo Lenni,

    ... es tut gut zu sehen, dass Du auch mal Anfänger warst!!!

    Ja , das war ich auch mal. Zumal VT-Lackierung auch unter heutigen Bedingungen und Möglichkeiten immer noch anspruchsvoll ist. Der Wismarer war auch mein erster Bausatz von GI gewesen. Und auch erster Bausatz überhaupt. Bevor ich mit Bausätzen befasst hatte, habe ich auch einiges "aus dem vollen gefeilt". Wie zum Bespiel ...


    eine V36. Als Basis ein Fahrwerk von Gützold BR106 und das Gehäuse ist aus Messingblech. Lackierung mit dem Pinsel. Das war mal eine Bauanleitung im Modelleisenbahner. Das Modell habe ich heute noch.

    einen Pwgs88. Das Gehäuse ist ebenfalls komplett aus Messingblech. Auch hier Pinsellackierung. Davon hatte ich noch einen zweiten gebaut, weil mir der erste nicht gefiel. Ich weiß jetzt nur nicht welcher das auf dem Bild ist.



    eine V15 sollte das werden. Räder sind vom Tender der Piko 55 abgeändert. Das Getriebe ist für einen Piko N-Motor berechnet mit 2/3 Drehzahl. Das habe ich auch noch liegen. Lieder ist aus welchen Grund auch immer das Vorhaben nicht vollendet werden. Denn plötzlich gab es in den 1990er das Modell von PMT.


    All diese Werke sind aus meiner Frühzeit mit Mitte 20.

  • Hallo Merane,

    Wie funktioniert die Thematik mit der Stromabnahme?

    Thomas Rose, Du hattest ja erwähnt, dass das Fahrwerk/Rahmen/Radsätze dort "elektrisch" eine nicht zu bewältigende Mammutaufgabe war?

    Die Stromabnahme an meinem Wismarer war beidseitig mit Federstahldraht oder Gitarrensaite hergestellt. Ich weiß es nicht mehr genau. Ich weiß auch nicht mehr ob diese Variante so im Bausatz vorgesehen war oder meine Kreation gewesen ist.

  • Nach wenigen Jahren endete jedoch die Zusammenarbeit zwischen GI und Modelleisenbahncenter Schüler in Stuttgart. Als Grund nannte man damals den unzulänglichen Bausatz der IVK. Man nannte ihn als unbaubar! Die Erwartungen in den Bausatz der IVK und somit das zu erwartende Geschäft konnten seitens GI nicht erfüllt werden. Zeitgleich brachte dann ja technomodell seine IVK auf den Markt. Zwischen den Modellen lagen Welten!

    Hallo!


    Hier wäre noch zu ergänzen, dass Schüler für die Realisierung der IV K ja dann doch noch einen anderen Partner gefunden hat, nämlich Model Loco. Dort wurde im Auftrag von Schüler die IV K entwickelt und mehrere Serien gefertigt. Bei diesen Bausätzen entfiel dann zwar das Biegen der Bleche, aber das gelbe vom Ei waren sie sicher auch nicht. Bemo hätte sich da einfach viel früher dran machen sollen.


    Damals hatten Schülers noch eine Herz für die kleinen Hersteller, später leider ganz und gar nicht mehr.


    Viele Grüße

    Alex

  • Bereits zu DDR-Zeiten und des bereits schon in den 80er Jahren wurde er von "Maus" aus K-M-Stadt vertrieben unter der Hand,

    teils auch gegen Westgeld, was Er auch bevorzugt getan hatte, ich selbst habe mir einmal vier dieser Wagen beschafft.

    Vom hören-sagen ist mir bekannt, das die Form oder was auch immer von Glöckner einst übernommen wurde,

    ob es allerdings genau stimmt, kann ich hier nicht bestätigen.

    Meint .....

    Hallo!


    Genauso hat mir dies die Maus auch mehrere Male berichtet. :-)

    Wenn es mich nicht täuscht, hängen auch Mausens Nachfolger in seinem früheren Verein bis heute in irgend einer Weise in der Fertigung der Rollwagen mit drin.


    Mit GI war die Maus auch gut bekannt (ich erinnere mich noch an den Anblick des ersten Handmusters der L45H von GI bei Maus), vielleicht kamen die Rollwagen so ins dortige Sortiment. Das wusste ich bisher nicht, passt aber gut ins Bild.


    Ich bin auch der Meinung, dass damals bei der Vorstellung der Veit‘schen Rollwagen in der Miba Glöckner-Rollwagen als „Vorgängerprodukt aus Chemnitzer Kleinserie“ mit abgebildet waren. Naja, der „Veit Jürgen“ war ja auch ein guter Kumpel von der Maus. :-)


    „Seine“ Rollwagen waren bei uns auf der Vereinsanlage im tiefen Südwesten auch schon in den 80ern unterwegs, gezogen von einer Bemo VI K, die von der Maus montiert und „auf sächsich“ umgebaut wurde. Muss mal suchen, vielleicht finde ich noch ein Foto.


    Schöne Grüße

    Alex

    Einmal editiert, zuletzt von Alex ()

  • Hallo in die Runde!

    Bezüglich Stromabnahme:

    Ein Pol war das komplette Messingfahrwerk und der andere Pol- (entsprechend isoliert) war der Pol mit den Stromabnehmer'n.

    welcher nun Plus und Minus war, vermutlich war der Minus-Pol das Fahrwerk.

    Auch mußten die Radsätze entsprechend ausgelegt sein.

    Es gab auch Varianten, wo man ein elektrisch geteiltes Fahrwerk genutzt hat, da brauchte man nur entsprechende Radsätze und keine Stromabnehmer, ob das allerdings GI verwendet hat, weiß ich nicht.

    Ich glaube es aber nicht.

    Meine GI-NS 4 hat nur den Hut, das Fahrwerk habe ich von BEMO genutzt, deshalb kann ich da keine Aussage treffen,

    wie das bei Christoph seinem Wunderwerk ist.?

    Meint .....

    ... mit besten Grüßen

    von Hans-G.

  • Hallo Alex,


    danke für die spannende Ergänzung des Werdeganges der IVK-Entwicklung in den 90er Jahren! Ich finde auch, dass das Modellbahncenter Schüler in Stuttgart seinerzeit eine wahre Fundgrube des Angebotes der Kleinserienhersteller war. Schüler brachte ja sogar jährlich einen Katalog heraus, in dem es nur um Schmalspurbahnen und Zubehör ging. Heute hingegen ist das Modellbahncenter Schüler in der Bedeutungslosigkeit versunken.


    @an alle:


    Gibt es hier jemanden, er eine IVK von GI hat oder einen kennt, der eine hat? Mich würde ja echt mal so ein Modell interessieren (Aussehen, Fahreigenschaften, eventuell sogar die Leidensgeschichte des Montierens....)


    Grüße Robert