Betrieb der Weißeritztalbahn 2021

  • Hallo,


    "{Zu deinem einfachen Einwurf auf 450€ Basis, warum finden sich nicht Ehrenamtliche, du bist doch gewiss der erste... :P (Dampf)-Lokführer und Heizer gibt's ja genug... Ausbildung Betriebsdienst ect alles Leute die nur zu Hause warten..."


    Erstens: Ehrenamtlich für eine Firma zu arbeiten ist verboten.

    Zweitens: Das die SDG vermutlich jetzt schon Geringverdiener auf 450Euro Basis beschäftigt ist bekannt?

    Drittens: wenn die Firma wöllte, müsste sie erstmal das Interesse zeigen und einen Minijob ausschreiben.

    Viertens: es geht um 6 bis 8 Tage im Jahr, das sollte für einen normalen Beruftätigen neben nicht zu viel sein.

    Fünftens: Bei anderen Vereinen finden sich ja auch genug Leute um auf der Dampflok zu fahren. In Jöhstadt sogar von Mai bis Oktober jedes Wochenende!


    "wenn man meint, dass Heizer keine Betriebsdienstausbildung brauchen, hilft es eventuell, sich §47 der EBO bzw. ESBO durchzulesen"


    Was steht da genau und wie definierst du das? Zu wissen was ein Signal und eine Weiche ist oder Zuglaufmeldungen durchführen zu dürfen? Letzteres habe ich für Heizer oder Schaffner noch nicht erlebt.


    "Gleiches trifft auch auf die Döllnitzbahn zu. Seit dem diese aber eine Kooperation mit der SOEG eingegangen ist, hat sich die Bahn grundlegend zum Positiven geändert."


    Volle Zustimmung :thumbup:. Vom Marketing der SOEG können sich sehr viele Mal eine Scheibe abschneiden oder gleich am besten dort mal ein Praktikum machen ;).... . Nur mal um zu sehen wie man die Fahrgastzahlen steigen läßt usw....


    MfG TRO

  • Hallo,


    "{Zu deinem einfachen Einwurf auf 450€ Basis, warum finden sich nicht Ehrenamtliche, du bist doch gewiss der erste... :P (Dampf)-Lokführer und Heizer gibt's ja genug... Ausbildung Betriebsdienst ect alles Leute die nur zu Hause warten..."

    Hallo,



    Du hast bei der Kopie meines Textes die Einleitung vergessen :)

    "Was ironisches zum Nachschlag"


    Ist doch nun auch egal, schließlich hast es ja schwarz auf weiß, nimm es erstmal hin, vielleicht ändert sich die nächsten Jahre was...


    Die Hoffnung stirbt zuletzt...



    Viele Grüße

    André

  • Hallo Tom,


    die E(S)BO definiert nicht die Details der Ausbildung, aber auch Vereine müssen ihr Personal entsprechend ausbilden, denn die EBO sagt:

    § 54 Ausbildung, Prüfung

    (1) Den Betriebsbeamten sind die Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, die sie zur ordnungsgemäßen Ausübung ihres Dienstes befähigen.
    (2) Die Eisenbahnen haben sich durch Prüfungen oder in sonst geeigneter Weise vom Vorhandensein der geforderten Kenntnisse und Fertigkeiten zu überzeugen. Hierüber sind Nachweise zu führen.

    Sollte ein Unfall passieren, werden die Behörden sehr genau schauen, ob der notwendige Ausbildungsstand vorhanden war. Daher darf niemand einfach z. B. als Heizer fahren, der dazu nicht ausgebildet wurde.

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • Hallo,

    Voraussetzung um als Heizer zu fahren ist erstmal eine Betriebsdiensttauglichkeit. Dann das bestehen der formlosen Heizerprüfung. Er muss nicht einmal Kesselwärter sein, darf so aber nur unter Aufsicht der Lokführers arbeiten.

    Desweiteren braucht er ein Geschaftsverhältnis, also Arbeitsvertrag oder Vereinsmitgliedschaft.

    Die Hürden für diesen Posten sind nicht hoch. Meine Meinung.

    Mfg TRO

  • Glück auf,

    wenn man meint, dass Heizer keine Betriebsdienstausbildung brauchen, hilft es eventuell, sich §47 der EBO bzw. ESBO durchzulesen. Abgesehen davon erhalten bei der Betreiberin der Weißeritztalbahn so ziemlich alle Mitarbeiter eine Grundlagenausbildung im Betriebsdienst. Weil es wichtig ist.

    Grüße

    Er hatte die Philosophie der SDG hinsichtlich der Ausbildung eigentlich auf den Punkt gebracht, du als ehemaliger Mitarbeiter kennst sie ebenfalls. Aber natürlich darf hier jeder frei seine Meinung kund tun und aufgrund dieser seiner gefestigten Überzeugung behaupten, genau zu wissen was Betreiber von Eisenbahnen tun und lassen müssen. Zum Glück sehen das die nach dem AEG Verantwortlichen für den sicheren Betrieb nicht in allen Fällen ganz so lax. Im Übrigen kann auch eine einfache Heizerprüfung für manchen im ersten Anlauf zur unüberwindlichen Hürde werden...

  • Hallo,


    ich hatte dies natürlich nicht Firmenspezifisch, sondern allgemein geschrieben.


    Da ich und andere inzwischen genug Ideen "in den Ring" geworfen haben, können wir alle jetzt gespannt sein, was die Firma daraus macht und welche sie Ideen sie uns zum Fahrplanwechsel im Dezember präsentieren kann, um den weiteren Fahrgastrückgang (das war auch schon vor Corona so) auf der Weißeritztalbahn zu stoppen und es mal wieder "aufwärts" gehen zu lassen.


    Wir dürfen gespannt sein :thumbup: .


    Ich bleibe an den Thema weiter dran ;).


    MfG TRO.

  • Guten Abend.

    Ein Mehrzugbetrieb bedeutet nicht gleich mehr Fahrgäste, sondern die Fahrgäste teilen sich auf. Wie schon gesagt, die Gäste brauchen Ausflugsziele und Gastronomische Einrichtungen. Daran muss verstärkt gearbeitet werden.

  • Guten Abend


    Ich möchte mich der Thematik Ausflugsziele an der Weißeritztalbahn widmen und vielleicht mal ein paar Anregungen für ein langes Wochenende in der Gegend geben. Wenn man sich etwas intensiver damit beschäftigt, sollte sich doch für jeden ein Ziel finden lassen.


    Bei einer zeitigen Anreise am Freitag, sollte eine Fahrt mit der Weißeritztalbahn im Mittelpunkt stehen. Entweder man fährt nur mit der Bahn, oder steigt in Malter aus und läuft zur Rabenauer Mühle zurück und kann dort lecker essen gehen. Das schafft glaube ich so ziemlich jeder. Oder man läuft von Malter in ca 45 Minuten zum Restaurant Heidehof, mit dem König Johann Turm. Neben gutem Essen, hat man vom Turm einen schönen Blick über Dippoldiswalde.

    Danach sucht man sich ein Hotel im Umkreis der Bahn. Zum Beispiel das Ahorn in Schellerhau.

    Am nächsten Tag ist mal bahnfrei angesagt. Man wandert zum Beispiel von Altenberg, über den Geisingberg zur Kohlhaukuppe und über den Aschergraben wieder zurück nach Altenberg. Das sind 15 Kilometer, die etwas bergauf und bergab gehen. Leckeres Essen, gibt es auf beiden Bergen und nette Gastgeber dazu.

    Hier erkennt man, warum die Kohlhaukuppe im Volksmund Knoblauchkuppe heißt.


    Für den Sonntag, wollte ich euch eigentlich die Wanderung von Kipsdorf, über den Hirschturm und Ottos Eck und weiter über den Höhenweg nach Dippoldiswalde empfehlen. Doch so richtig mit gutem Gewissen, kann ich das nicht. Zum einen zum Teil sehr schlechte Ausschilderung und zugewachsene Wege, noch dazu ca 18 Kilometer Länge. Zum weiteren gab es ein einschneidendes Erlebnis zwischen der B 171 und Oberkarsdorf. Dort grast eine Schafherde auf einer weiten Wiese. Plötzlich stürmten 5 Weidehunde aus einem Bauwagen und standen mitten auf dem Wanderweg. Ich konnte mich durch den Zaun auf eine benachbarte Pferdekoppel retten. Ein Besitzer war weit und breit nicht in der Nähe. Nicht auszudenken, wenn jemand mit kleinen Kindern oder einem Hund diesen öffentlichen Wanderweg entlanggeht. Sorry mir fehlt jegliches Verständnis für diesen Schäfer. So etwas ist unverantwortlich!


    Wer die Tour dennoch gehen möchte, bitte gutes Kartenmaterial und Google Maps aktivieren, sowie ausreichend Verpflegung mitnehmen! Den man bekommt erst wieder etwas am Bimmelbahnshop, von wo es mit dem 14.18 Uhr Zug zurück nach Kipsdorf geht. Man kann die beiden Türme auch von Naundorf erreichen. Die Zeit zwischen dem ersten und zweiten Zug, sollte locker ausreichen.

    Der Hirschturm

    Aussichtsturm Ottos Eck, bei uns leider geschlossen

    Natürlich von Dipps mit dem Zug zurück

    Für den Tagestourist nach Kipsdorf, ist vielleicht diese schöne Gaststätte interessant. Sie liegt ca 1,5 Kilometer vom Bahnhof entfernt im Kurort Bärenfels. Das sollte ebenfalls für ein Essen zwischen 1. und 2. Zug locker reichen.

    Vielleicht war ja für den Ein oder Anderen eine Anregung dabei, was mich freuen würde!


    Viele Grüße

    Jörg

    Viele Grüße

    Jörg

  • Hallo Jörg,


    vielen Dank für diesen schönen Reisebericht und den tollen Empfehlungen. Endlich mal nicht nur Bimmelbahn, sondern die Gründe, weswegen man sie benutzen könnte. Vielleicht mache ich die Tour mit meiner Frau wirklich mal. Nur die Übernachtung im Hotel in Schellerhau wird ohne privaten gummibereiften Untersatz wahrscheinlich etwas schwierig.


    Zeit wird es aber mal wieder, ins Osterzgebirge zu fahren. Zu DDR-Zeiten war ich mit meinen Eltern im FDGB-Urlaub in Bärenfels. Die vielen Schmalspurbahnfotos, die ich damals gemacht habe, muß ich auch irgendwann noch zeigen.


    Viele Grüße und nochmal vielen Dank für die Reiseempfehlung.

    Toralf

  • Hallo Toralf


    Schellerhau sollte mit dem Bus von Kipsdorf und Altenberg definitiv zu erreichen sein. Ansonsten müßte auch der Heidehof ein Hotel sein, steht zumindest so angeschrieben. In Geising habe ich zumindest einige Ferienhäuser gesehen.


    Vielleicht kann ja noch jemand, der an der Bahn wohnt noch einen Tipp diesbezüglich geben.


    Viele Grüße

    Jörg

    Viele Grüße

    Jörg