Betrieb der Harzer Schmalspurbahnen 2021

  • mmhhh

    und warum sucht man hier in der Gegend

    händeringend Plätze um das Holz zwischenzulagern, weil die Abnahme stockt...

    Ich kann noch Zeitung lesen...

    Und bitte unterscheiden ob man minderwertiges borkenkäfergeschädigtes Holz meint oder hochwertiges Holz aus ungeschädigten Beständen.

    Und sowas mag ich

    Zitast von WA

    "Genau darum müssen wir das Heft selber in die Hand nehmen und sollten nicht zu Spielfiguren der angeblichen Elite verkommen."




    Also WA und WT. Her mit Euren Vorschlägen. Was mache ich jetzt persönlich damit die HSB wieder mehr Güter auf die Bahn bringt? Möchte ja nicht gern als Zweifler und Verhinder dastehen und würde das mit den Gütern auch gern wollen.

    Wo greife ich ein um das zu ändern?

  • Einen schönen Sonntag allerseits,

    eigentlich habe ich von solchen Disussionen wie vorab zu lesen, die Nase voll. Aber, ich habe auch noch einen Löffel Senf dazu:

    MM. nach wird hier das Problem gewohnt falsch oder besser (pardon) unrichtig angegangen.

    Es liegt mal nicht (nur) an der HSB, es liegt einfach daran, das man anstatt nun endlich mal die gewohnten und schon richtig erkannten falschen Teufelskreise zu durchbrechen, man wirklich nur danach schielt, wie könnte es laufen, ohne mich zu treffen.

    Blöd nur, das es uns alle treffen wird, bei der CO²-Bepreisung dürfen wir es schon genießen, die diesjährigen Jahresabrechnungen kommen gewiss und Jeder wird privat merken, was gutes Klima kosten wird.

    Was erhalten wir als Äquivalänt zurück? Eigentlich nichts im Moment. Die Autobahnen werden weiter ausgebaut, mam diskutiert über Tempolimit und CO² Ausstoß, über weniger fliegen und mehr Güter auf die Schiene. Alles zusammen gerechnet sehe ich im TV (falls ich mal schaue) ständig Werbung für mehr Pkws und besser und grüner und elektrischer,aber nicht für den Ausbau eeines entsprechenden Nahverkehrs. Also scheint es unserer Autoindustrie gut zu gehen, sie erfährt volle Unterstützung in jeglicher Hinsicht, wir sind ja Autoland! Ich sehe hier an der A7 in Blickweite nicht, das der LKW-Verkehr abnimmt, wenn ich nach Wernigerode zum Einsatz gefahren bin, LKW an LKW, die Bahn fährt alle Stunde einmal.

    Zu meiner Lieblingsbahn, es wird definitiv zwei grobe Möglichkeiten geben, die grundsätzlich den weiteren Weg vorgeben, so, wie es jetzt läuft, können wir uns schon mal damit anfreunden und unsere alten Bilder und Videoclips betrachten, ich dann in eventuell wenigen Jahren im Schaukelstuhl und davon schwärmen, wie es in den guten und ganz guten alten Zeiten mal war, soll heißen, es bleiben uns dann von 140 km noch 43 im Betrieb, der Nahverkehr Nordhausen Nord-Ilfeld Neander und Wernigerode-Brocken eventuell mit Triebwagen, so wie vor gut 30 jahren schonmal geplant, der Rest ist nicht zu halten, da keinerlei Bedarf und Verkehrsaufgabe. Dazu kommen neue Fahrzeuge, um rentabel zu bleiben und Punkt.

    Oder, man macht sich nun endlich mal Gedanken, was kann man tun, um den restlichen 96 km einen Anschein von Wichtigkeit geben. Dazu gehört haufenweise Geld, klar, damit wird ja grad umher geworfen, das einem die Augen tränen!

    Wenn zum Beispiel ein großer Reisekonzern fast 5 Milliarden zugeworfen bekommt, hallo Berlin und Magdeburg, da sollten doch ein paar Milliönchen für den Harz und seine Bahn drin sein, zumal man das ja, mit Zeitversatz, zurück bekommen würde, man denke an gewisse Studien, die, wenn sie stimmen, doch zeigen, was die Bahn an sich für einen Nutzen hat.

    Dazu müßte nun endlich im touristischen Sektor etwas getan werden,speziell im Mittel-und Ostharz, am Besten zeitgleich in den Ortschaften, um das erlauchte Publikum zu animieren, Örtlichkeiten zu besuchen, die man mit der Bahn erreichen kann. Bis dato schläft man im Selketal weiter den Schlaf der Gerechten, so ist der Begriff "stiller Tourismus " sicher nicht zu verstehen.

    Da muss man eben um einige Längen weiter denken, als man vom jeweiligen Bahnsteig aus sehen kann, Kombinationen mit anderen musealen Strukturen und Betreibern finden, das ist das Gebot der Stunde und nicht lamentieren, zu teuer, geht nicht usw., da helfen eben auch auf bestimmten Gebieten ein paar kleiner Einschränkungen, um den Straßenverkehr dahin zu lenken, wo er hinpasst, als Zubringer aus "Weitweitweg" zu den Stationen der HSB und dann per Bahn mit entsprechen Fahrplan zu den Attraktionen und vielleicht von dort aus weiter mit historsichen Fahrzeugen der Straße zu Orten, die auch von der HSB profitieren dürfen.

    Das wäre m.M. nach ein Ansatz, den man aber nicht zu klein auf die Bahn beschränken kann. Die HSB ist nur ein Beförderungsmittel, das Fahrgäste, möglichst zahlende, von A nach B bringt. Für den Grund nach B zu fahren, müssen die Anliegerkommunen sorgen, aber in Zusammenarbeit mit der Bahn, keine Einzelgänge mehr, das kann sich hierbei niemand leisten und wir habe nur einen Harz und eine Bahn !.

    Ob das für den Güterverkehr gilt, ist natürlich eine andere Rechnung, in anderen Länder ist eben die Einstellung zu ihren Bahnen auf Grund der geographischen Bedingungen ganz anders. Beispiel Schweiz, wären die Landschaft dort nicht so derb gegliedert und steil, würde die RhB auf Regelspur fahren, das darf man im Vergleich zu deutschen "Bimmelbahnen" oder "Tertiärbahnen " nicht vergessen, hier hinken Vergleiche allemal und da muss man die eisenbahnromantische Brille abnehmen, was zugegeben, manchmal schwer fällt aber zur nüchternen Betrachtungsweise unbedingt erforderlich ist.

    Weitere Einzelheiten mag sich Jeder selbst ausmalen, aber ich denke, nur so wird speziell die HSB nur eine Zukunft in gewohnter Größe haben können.

    Für solche Pläne wäre ich auch bereit, nach meinen Möglichkeiten dafür zu löhnen und eventuell auch mit zu arbeiten, für den derzeitigen halbherzigen Blödsinn gewisser Parteien und ihren teilweise unreailstischen Anhängern bestimmt nicht.

    Es wäre mal an der Zeit, sich mal einen großen Tisch zu setzen, auch mal mit einigen Fans der HSB,die vielleicht,so man das dann zuläßt, auch mal andere Denkansätze mit bringen.

    Zugegeben, ich habe kein Patentrezept gefunden und bin auch nicht allwissend, aber ich kenne die Bahn seit gut 60 Jahren und ich erlebe auch unsere Gäste, die in den Zügen unterwegs sind und spreche mit ihnen, dabei kommen dann solche Gedanken heraus. Wäre vielleicht mal ein Tip für andere Bedenkenträger! Ohne große Mühen,Geld und Umdenken wird es nicht gehen, das sollte jedem klar sein,ansonsten bleiben uns bald nur noch einen Harzquerbahn-Radwanderweg Drei Annen Hohne-Ilfeld und dito im Selketal,schön asphaltiert und gekennzeichnet!

    Ich habe da noch mehr Details, aber das würde für heute zu weit führen und ich muss nun Mittagessen.

    Damit sich die Gemüter nun wieder beruhigen zum Abschluss und zur "Versöhnung" ;) ein Bild vom 20.04.2021.

    Euch einen schönen Restsonntag Winfried

    2 Mal editiert, zuletzt von Krimderöder () aus folgendem Grund: Rechtschreibung und kleine Ergänzungen.

  • Mahlzeit,


    ich muss sagen Winfried trifft den Nagel auf den Kopf!

    Anders sehe ich die HSB in eine ungewisse Zukunft fahren wenn man sich nur an der Brockenstrecke festhält und den Rest langsam sterben lässt...


    Viele Grüße,

    Richard

  • Hallo


    bezüglich des verlinkten Zeitungsartikels mit den störenden Holzlastern, will ich auch mal die Tastatur quälen.

    1. Die Stadt Oberharz am Brocken ist doch auch mit Gesellschafter der HSB, also hat Mitspracherecht wie gut und wirtschaftlich die Bahn betrieben wird.


    2. Ein Großteil des Waldes ist doch sicher Staatswald (meine Vermutung) und damit entscheidet er auch, an wenn das Holz verkauft wird und wieviel man bereit ist für den Transport zu zahlen. Das Holz billigst transportiert, Straßen Übergebühr belastet, muss aber die Reparaturen der Straßen bezahlen und Zuschüsse für eine Bahn zahlen. Da doch vielleicht gleich anders an die Sache heran gehen.


    3. Auf den Bildern von Netzkater liegt das Holz direkt am Bf Eisfelder Talmühle, dorthin hat es bestimmt nicht der Straßen-Lkw sondern Forstfahrzeuge gebracht. Und da gibt es sicher viele weitere Stellen, wo das Holz direkt zur Bahn transportiert werden könnte ohne Straßen-Lkw, sie fährt ja durch den Wald.


    4. Der Oberbau sollte eigentlich einen Transport von vierachsigen Regelspurwagen auf Rollböcken oder Rollwagen zulassen. Sicher sind die Fristen abgelaufen, aber das kann man machen. Und ich vermute mal diese Fahrzeuge sind nicht so verschlissen und abgewirtschaftet wie Loks wenn sie zur HU nach Meiningen gehen.


    5. Der Borkenkäfer Befall kam nicht über Nacht, es war daher über einen längeren Zeitraum absehbar, welche immensen Mengen an Holz abzufahren sind.


    6. Holz wird vielfach in Ganzzügen gefahren, auch sächsisches Holz gelangt auf diese Art z.B. nach Bayern. Nur die Ganzzüge werden nicht immer am Verladebahnhof gebildet, sondern als kleinere Züge zu größeren Bahnhöfen gefahren und dort die Wagengruppen vereint.


    7. Sicher die aktuelle C-Zeit ist besch... , aber man könnte Sie auch nutzen, statt das Personal mit Kurzarbeitergeld zu Hause zu lassen. Auf den Strecken fährt fast nichts, Platz für viele Rollwagenzüge und vielleicht wäre hier und da sogar eine Streckenverladung möglich.


    8. Woran unsere Gesellschaft auch leidet, keiner redet mit dem anderen. Es zählt nur ich und mein Umsatz, koste es was es wolle. Ich meine damit z.B. Logistikketten bilden usw.


    Die Politischen Entscheider im Harz, vor Ort, haben es selbst in der Hand, was aus ihrer Bahn und den Straßen wird, ist meine Meinung.

    Das man vom Harz aus kaum Einfluss auf Bahnentscheidungen in Berlin nehmen kann, ist mir bewusst.


    Allen einen angenehmen Start in die neue Woche

    Jürgen

  • Hallo,


    Und jetzt habe ich viele Vorschläge hier gelesen, die sehr gut klingen. Viele haben die Vorschläge auch positiv mit Smilies kommentiert.

    Nun warte ich auf Hinweise wie man die Verantwortlichen dazu bringt, diese Vorschläge zu realisieren, nur heiße Luft ablassen bringt es ja nicht...

    Danke für die Tipps.

    cu

    Hans-Jürgen


    Übrigens die Antwort über diesen Beitrag fetzt auch wieder.

    Angenommen der Regelbetrieb wird endlich wieder aufgenommen da möchte ich dann mal hier die Meinungen lesen wenn die HSB erklärt dass die Personenzüge ausfallen weil man die Loks für Holztransporte benötigt...

  • Hallo,


    meine ganz persönliche Meinung ist, dass für den Güterverkehr auf der HSB der Zug sprichwörtlich abgefahren ist. Die Fantasien einer Wiederaufnahme kann ich nicht teilen.


    War es nicht so, dass der Schottertransport damals erst ab einer Menge von circa 100 Tsd. Tonnen pro Jahr kostenneutral gewesen wäre? Wann wurde diese Menge tatsächlich erreicht? Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass ein möglicher Holztransport (wahrscheinlich) auch ein Zuschussgeschäft wäre und dementsprechend vom Staat (wahrscheinlich den Ländern Thüringen oder Sachsen-Anhalt) subventioniert werden müsste. Entsprechende Gelder müssten im jeweiligen Landeshaushalt eingeplant werden.


    Unabhängig vom Transportziel und einer Subventionierung durch die beteiligten Länder wäre auch die Infrastruktur und die notwendigen Rollböcke bereit zu stellen. Können die Vevey-Rollböcke tatsächlich Güterwagen der Gattung R transportieren? Welches EVU würde den Weitertransport übernehmen? Ist die Rollbockanlage in Nordhausen überhaupt noch funktionsfähig? Wo soll das Holz aufgeladen werden? Erreichbarkeit der Ladestellen? Das Projekt im Zillertal zeigt doch, dass Güterverkehr nicht von "heute auf morgen" zu reaktivieren ist und alleine schon die Reaktivierung mehrere Millionen Euro kostet.


    Aber alle Gedeankenspiele sind obsolet, solange keiner die notwendigen Gelder dafür bereitstellt und schlichtweg nicht der (wirtschaftliche) Bedarf für einen Holztransport besteht. Wenn hier jemand, der an der Diskussion beteiligten Foristen ernsthaft dieses Thema angehen möchte, würde ich empfehlen ein möglichst fundiertes und seriöses Schreiben an die Wirtschafts- und/oder Infrastrukturministerien der o.g. Länder oder an die beteiligten Gesellschafter der HSB GmbH aufzusetzen. Bürgerschreiben an Minister werden i.d.R. auch beantwortet.


    Viele Grüße

    Matthias

  • Hallo Hans-Jürgen,


    ja, meine Antwort war etwas ironisch gemeint. :) Sorry, hatte das entsprechende Smiley vergessen. Jaja, wenn man immer alles so gut planen könnte....



    Aber mal eine ernsthafte Frage. Wenn das Holz geschlagen wurde und aus den Wäldern abtransportiert wird - wohin wird es dann transportiert? Geht das erst einmal zu einem Sammelplatz im Umkreis (20km) oder wird das vom Wald gleich zum Werk (was auch immer) transportiert. Und wohin geht das meiste Holz? Bleibt es in der Region oder geht es weiter weg?


    VG Tilo

  • Hallo Tilo,

    Alles klaro :):)

    auch wenn es Leute hier gibt, die das aus der Entfernung mit dem Holz besser wissen...

    Einiges von dem Holz geht auf Sammelplätze (da war mal ein sehr langer und umfangreicher Beitrag in der Volksstimme) und einiges geht wohl weiter in die Welt hinaus..soll per Schiff sogar bis China gehen. Ob sich das hier in der Gegend geändert hat weiß ich nicht aber bis vor kurzem war es so, dass die Sägewerke nichts mehr angenommen haben.

    DANKE Matthias ( Weiche) !!! für den vorhergehenden Beitrag.

    cu

    Hans-Jürgen


    Und jetzt gönne ich der 99 7222 eine Jungfernfahrt im Garten (Gartenbahn)

    UND !!!

    Ich hänge mal einen Textauszug vom Ende eines Beitrages im Eisenbahnkurier an...Nur so zur Kenntnisnahme, hat nix mit dem Holz zu tun. Der letzte Absatz ist interessant.


    PS

    Was ist eigentlich an dem Beitrag verwirrend? Es ist eine Antwort auf eine Frage von Tilo auf Seite 33 und den Zeitungsartikel habe ich einfach mal drangehängt, weil er sich auch mit der HSB beschäftigt.

    5 Mal editiert, zuletzt von viereka ()