Betrieb der Harzer Schmalspurbahnen 2021

  • Hallo Hans-Jürgen,

    Vom Eingang des Selketales bis nach Alexisbad gibt es mittlerweile nur EINE Gaststätte.

    zählst du das Scheunencafe als Gaststätte oder übersehe ich gerade was? Morada in Alexisbad öffnet doch nicht mehr für Externe nach meinem letzten Stand? Mägdesprung ist nichts mehr und im bahnfernen Teil des Selketals Richtung Meisdorf findet sich doch auch keine Gastronomie mehr?


    Gruß Michael

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  • Hallo Michael,

    Morada habe ich noch auf dem Schirm, ist dann wohl auch weggefallen.

    Danke für den Moradatipp, da werden wir dann bei Abweisung nicht zu enttäuscht sein.

    Das Scheuenkaffe habe ich verschwitzt. Im 4. Hammer ist doch noch diese vegetarische Gaststätte, auch für fleischfutternde Menschen zu empfehlen. Der Link steht ja oben, habe ich gerade gesucht.

    Das Sternhaus ist zu, es hatten nochmals Leute mit viel Ambitionen übernommen...aber da man heute auch geizig ist, geht man ja nicht mehr in Gaststätten.

    In der Selkemühle sind "angeblich" neue Pächter drin, zumindest sieht es dort schon mal etwas aufgeräumter aus.


    cu

    Hans-Jürgen


  • Da fehlen ja die besten Gaststätten an der Selketalbahn! Und die genannten sind alle von eher minderwertiger Kantinenqualität, wenn man es mal so nennen will.

    Wirklich empfehlenswert zur Einkehr und in unmittelbarer Bahnnähe sind die Bahnhofsgastsstätten Harzgerode und Güntersberge, sowie derSchlosskeller in Harzgerode. Dort gibts jeweils sehr gute Küche zu fairen Preisen. Dann wäre da noch die (etwas teure) Hotelgaststätte Habichtstein in Alexisbad direkt vorm Bahnhof. Es gibt also durchaus einige sehr empfehlenswerte Gaststätten in unmittelbarer Nähe zur Selketalbahn.

  • Können die Vevey-Rollböcke tatsächlich Güterwagen der Gattung R transportieren?

    Hallo nochmals,


    hier


    beschäftigt sich 199 874 zwar nicht mit R-Wagen, aber mit ähnlich langen Eanos (sind das doch, oder...? :S ).

    Auch die wären zum 4m-Rundholz-Transport geeignet.


    Technisch sollte es also gehen...

    :weg:


    Liebe Grüße,

    Peter

  • Aber vielleicht haben die mittlerweile verstummten Bahnholzabtransportexperten Lösungen. 8)

    ;) Naja, es gibt einfach Dinge, über die es nicht lohnt zu diskutieren, wenn das Gegenüber daran kein Interesse hat. Das fängt schon damit an, dass Du uns als Experten bezeichnest, die wir nicht sind. Daher können wir auch keine konkreten Vorschläge machen, die hier auch nicht hingehören und die von Leuten wie Dir sowieso zerredet werden würden. Wozu also die Mühe machen?


    Aber: man muss halt nicht Experte sein um an eine gelungene zukünftige Entwicklung zu glauben. Ich denke, das ist das, was wir klar machen wollten. Und ich denke man tut gut daran, an den umweltverträglichsten und langfristigsten Lösungen zu arbeiten und das ist sicher nicht der dicke LKW im Wald, wenn ich mir das hier in NRW so anschaue....


    Infrastruktur bedeutet ja Aufschwung für die neu erschlossene Region - datt kost halt Geld. Warum soll denn nicht jemand in Elend wohnen können und täglich mit dem Zug nach Wolfenbüttel zur Arbeit fahren? Mal ganz provokant gefragt?


    Viele Grüße,

    Lenni

  • Moin

    Wie lange soll denn derjenige dann unterwegs?????

    Möglicherweise arbeitet ja deine potentielle Person aus Elend dann auch noch in Schichten???

    Solls ja auch geben..

    Dann komm mal Nachts nach Elend... mit öffentlichen

  • Moin,

    mal mein Senf aus der perspektive "nicht Bahn Fan". Mein anderes großes Hobby sind einige Outdooraktivitäten z.B. auch mehrtageswanderungen mit freiübernachtungen. Da der Harz doch recht nah an Göttingen ist ist er gern mein Ziel. Als Nichtautofahrer bin ich hier auf die Öffis angewießen. von Göttingen kommt man z.B super mit der Bahn zum Südharz und das in einer angenehmen Fahrzeit. Auch Nordhausen ist Gut angebunden Wernigerode geht auch noch.

    Für den Wanderturismus wäre die Harzquerbahn und auch die Selketalbahn mit modernen und nicht allzu langsamen Fahrzeugen super geeignet und das dann bitte im Stundentakt. Hier vergleiche ich im Übrigen gern mal die Schweiz. vor drei Jahren war ich mit der Bahn für ein paar Tage nach Pontresina gefahren. super war das man als Turie die Verkehrsmittel ohne Aufpreis im nahen Umkreis nutzen konnte da war auch die Berninabahn (hat ordentlich Steigung und kleine Kurvenradien) bis Alp Grüm mit drinn. Und was soll ich sagen zum Wandern hab ich die täglich mindestens zwei mal genutzt auch super das man nicht unbedingt rundwanderungen machen muss. (Das Konzept gibt es auch in Sachsen und Tschechien) im oberen Elbtal, wie wäre es wenn Wernigerode auch Nationalparkbahnhof wäre.

    Was ich da aber nicht brauche selbst als Eisenbahnfan ein langsamer teurer Dampfzug.

    Anschluss an Braunlage und Rübeland wären auch super muss ja nicht zwingend per Bahn sein kann ja auch mit einem vertaktedem Bus sein.

    Mir ist es übrigens aus irgendwelchen undefinerten Gründen lieber Bahn statt Bus zu fahren ich empfinde die Bahn als Komfortabler.

    So das war jetzt die Sicht des prakmatichen Wanderfreundes. Gute Gastronomie wäre aber auch mal was, in Elend muss ich sagen empfand ich das Waldbad schon als fair und der Wirt ist auch ein Erlebnis, aber sonst... ist es eher mau

    Und noch eine Randnotitz die vertaktung der Züge in Goslar von Halberstadt kommend weiter nach Göttingen ist auch mal Überarbeitungswürdig hier wartet man ne Stunde wenn der Göttinger 10min später Fahren würde hätte man auch da ne Beschleunigung.


    Güterverkehr seh ich allerdings nicht das Holz wird auch oft direkt im Wald in Laster geladen selbst so erlebt, da bringt es auch nix noch drei vier mal bis zum Kunden umzuladen...


    Grüße


    Sven

  • Das man auch mit einem Schmalspur-ICE und einer entsprechend tauglichen Strecke keine Menschenmassen anlockt, sollte klar sein. Trotzdem ist es fatal, wann man die HSB als der "Erholung dienlich" deklariert und jegliches Zukunftsprojekt damit sabotiert. Wenn man die letzten Fahrpläne vor Corona (2019) so anschaut, so sind nennenswerte Streckenteile der Selketalbahn bestenfalls als Liebhaberei erklärbar. Immerhin werden da auch kräftig Landesmittel ausgegeben, dafür das da täglich ein Dampfzüglein durch die Landschaft schaukelt. Dazu kommen ein paar Triebwagenumläufe, die so in der Form auf der Normalspurbahn mangels WC und echter Barrierefreiheit sich auch heftiger Kritik ausetzen müssten. Erst recht, wenn woanders im Land plötzlich kein Geld für Tourismus oder Nahverkehr da ist, im Harz mit dem fehlenden Geld aber schlecht ausgelastete Züge durch die Landschaft fahren. "Das war schon immer so", was nichts anderes als eine rückwärtsgewandte Entwicklung bzw. eine Verklärung der guten alten Zeit ist. Auf Dauer ist so eine Einstellung immer schon schiefgegangen. Und so gut war die alte Zeit dann meist auch nicht.


    Wenn man sich nicht bald etwas zukunftfähiges einallen lässt, sind irgendwann große Streckenteile so tot wie jetzt schon der Tourismus oder der Wald. Auch am Fahrzeugmaterial muss sich was tun, mit den immer zahlreicher werdenen E-Bikes braucht es vielleicht auch mal neue Wagen mit mehr Abstellplatz. Die mobilitätseingeschränkte Menschen (die Bevölkerung wird immer älter) sind wohl auch eine Gruppe, die man in Zukunft stärker berücksichtigen muss. Dazu müssen aber auch mal liebgewonnene alte Zöpfe dran glauben. Eine irgendwann wegen ihrem 1980er Jahre DR-Flair stillgelegte Bahn ist eine schlechtere Lösung als eine modernisierte Variante mit "totsanierten" Bahnhöfen und moderneren Fahrzeugen. Wobei letzteres erstmal bei Bahnfans schlecht ankommt, die Bahnfans stellen aber bei den Benutzergruppen nur eine kleine Minderheit.