Wiedereingestellt: Wagentausch im Spreewald… oder warum immer Sommer… Teil 2: 99-52-57 (m.16 Bilder)

  • Hei,


    So, ohne große weitere Worte Neuveröffentlichung Teil 2.


    --- Beginn Originalbeitrag: Erstveröffentlichung: 6. Februar 2013


    Liebe Schmalspurfreunde,



    kommen wir nun zum eigentlichen Objekt unserer Begierde: der letzte erhaltene Wagenkasten eines GGw der Spreewaldbahn: der 99-52-57. Nach bisheriger Erkenntnis ist er 1908 von der Hannoversche Waggonfabrik AG, Hannover-Linden (HAWA) gebaut worden, ein Fabrikschild oder eine Stelle, wo es gewesen sein könnte, wurde nicht gefunden. Sachdienliche Hinweise dazu sind erwünscht. Von diesen GGw hatte die Spreewaldbahn insgesamt 4 Stück, 3 von diesen erhielten drei Stück 1952 noch eine 99-52-er Nummer. Einer der drei verbliebenen ist 1966 verschrottet worden, einer ging nach Vietnam und es verblieb eben 99-52-57. Wenn jemand in Vietnam einen unser dort verbliebenen Spreewälder Fahrzeuge entdeckt, kann er ja mal Bescheid sagen.


    Der erste Arbeitseinsatz mit Räum- und Erdarbeiten war am 12.1.2013, der letzten warme Tag im Januar, denn Frost konnten wir hier noch nicht gebrauchen… erst der Abtransport mußte bei Frost passieren. Warum, dazu kommen wir noch.


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    Bild 21: Die nächste Herausforderung wartet: Eingerahmt von Schuppen: Hier der Schafstall…


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    Bild 22: Links Anbau der Scheune, rechts der Wagenkasten, mit einem wackeligen Schuppendach… Aber wie heiß es doch so schön: „Kuhschwanz wackelt auch und fällt nich ab…“


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    Bild 23: Suchbild: wo ist der Wagenkasten?? Augen auf! Eisenbahnfreunde, genau vor uns. Zu sehen ist die Tür des 99-52-57 unter dem wackeligen Schuppendach. Hier sieht man auch unsere Probleme: Enge, tief eingegrabener Wagenkasten und ein Haufen Kram, der noch beräumt werden musste. Darunter noch über 30 Jahre alte Kohlen aus der alten Brikettfabrik Louise, schön gestapelt im GGw…


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    Bild 24: nach Abschluß der Arbeiten stand der Wagenkaten über einen halben Meter höher, war leer und bereit zum Abtransport.


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    Bild 25: Hier die Stirnansicht des Wagenkastens… Man sieht auch schön die Enge zum benachbarten Schuppendach. Das geübte Auge sieht hier aber auch ein Rostproblem: die Stirnwandzwischensäulen sind an der Verbindung zur Pufferbohle schon arg von Väterchen Rost geschwächt. Sind aber die einzigen Stellen.


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    Bild 26: Zeitsprung: wir schreiben nun den 26. 1.2013. Es ist ein herrlicher, und kalter, aber sonniger Wintertag. Der Letzte richtig kalte Tag im Januar 2013, danach setzte wieder Tauwetter ein. Die Kälte und den Frost hatten wir auch so bestellt. Wir wollten ja auch schließlich einen Wagenkasten nun endlich bergen. Nur im Winter macht das so richtig Spaß!!! Auf unserem Areal am Bahnhof Straupitz erledigten wir noch kleinere vorbereitende Arbeiten für ein dann noch stattfindendes Wagenkastenmikado… Wenn man den Kran schon mal da hat… J


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    Bild 27: Kaum am Neuzaucher Weinberg angekommen, war unser „Haus und Hof“ Kranunternehmen schon da… rückwärts in die Einfahrt hinein und den Kranarm ausgefahren. Der unser „Haus-und Hof“ Transportunternehmen (Firma Grötchen) war auch schnell da. Gekonnt fuhr er mit Schwung über den gefrorenen Acker (Erlaubnis hatten wir) und postierte sich neben den Zaun (sehen wir noch).


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    Bild 28: nach ca. einer halben Stunde schwebte schon unsere 4,5t schwere Last über die Schuppen und Obstbaumwipfel der Siedlung am Neuzaucher Weinberg. Die Zeit reichte nicht, noch großartig vorher und Währenddessen Fotos zu machen… Ihr wisst ja wie das ist… es muß alles schnell gehen…


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    IMG_5657.JPGBild 29 und 30: Kran auf der gefrorenen Wiese, LKW mit Platte auf dem Ackerrain. Der Wagenkasten des 99-52-57 schwebt durch die kalte Winterluft um zurück nach Straupitz gebracht zu werden.


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    Bild 31: Verspannen und Transport dauerte nur wenige Minuten und unsere Fuhre war schnell in Straupitz.


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    Bild 32: Der Wagenkasten wurde zuerst auf einem freien Platz abgestellt. Das hatte mehrere Gründe: in Lubolz was Fastnacht, da wollten wir unser Transportunternehmen so schnell wie möglich entlasten… und außerdem hatten wir ja noch eine kleines Wagenkastenmikado vor.


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    Bild 33: der Ow 99-53-30 und der Gw 99-52-12 wurden etwas in Richtung Straße gerückt und in die freie Lücke der 901-213 gestellt. Durch die lange Bahnsteigkante, wie beim Original teilweise Beton, teilweise Holz, ist nun genug Länge, ein schönes Ensemble zu präsentieren.


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    Bild 34: in die freie Lücke kam nun der 99-52-57


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    Bild 35: Fahrzeuge auf der Bahnsteigseite: 99-53-30 (ex RhB), die drei Spreewälder: 99-52-12, 901-213, 901-214. Das ist erst mal vorläufig. Eine Lage- und Höhenkorrektur sowie Ausrichtung nach Wasserwaage erfolgt im Frühjahr.


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    Bild 36: Schluß. Ende des Tages. Die Arbeit ist geschafft, Die Wagenkästen haben ihren Platz…




    Nachsatz:


    Das Wetter war an allen 4 relevanten Tagen auf unserer Seite:


    Vorbereitungstag 97-13-00: Warm, angenehmes arbeiten, nichts gefroren…


    Transporttag 97-13-00: Kalt gefroren, wegen der Wegesituation in der Lieberoser Heide…


    Vorbereitungstag 99-52-57: (noch) relativ mild, letzter einigermaßen frostfreier Tag… Ideal um Erdarbeiten zu erledigen


    Transporttag 99-52-57: kalt!! Letzter Frosttag im Januar, dadurch konnte der 30-Tonnen-Kran die gefrorene Wiese befahren und der LKW den gefrorenen Acker.


    Deswegen der Winter nicht nur Ruhepause, auch den Winter kann man nutzen, um ihn in seine Ziele in geeigneter Art und Weise einzuspannen. Das ist uns hier doppelt gelungen und wir freuen uns, daß es uns auch gelungen ist.



    In diesem Sinne: Fahrt frei für die Schmale Spur.



    In Namen der IG Spreewaldbahn:


    S. Kasparz


    ---Ende Originalbeitrag


    Meterspurige Grüße aus dem Spreewald,


    Sven

  • Hallo Sven,


    vielen Dank fürs Einstellen bzw. Wiedersichtbarmachen dieses Beitrages.


    Die Aktion war damals eine tolle Sache. Ich wünsche Euch als Verein ein erfolgreiches neues Jahr!


    Herzliche Grüße


    André

  • Hallo André,


    Danke, dir auch ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.


    Ich habe mit Philipp auch schon einen Plan ausgeheckt, wie wir seine Bilder wieder reaktiven können... Das ist ja auch einiges...


    Viele Grüße,


    Sven