Die Harzreise – Ein Fotobericht vom Oktober 2020

  • Auf jeden Fall. Wo kommt eigentlich dieser Erbsensuppenkult im Harz her? Die gibts ja an vielen Ecken im Harz. Ist denn der Harz ein traditionelles Erbsenanbaugebiet?

    Ich denke, das ist eher Touristenbespaßung. Da der Inhaber mit seinen Verkaufsständen Jahrzehntelang an den selben Stellen stand (und seine Nachfolger noch heute), hat sich eben bei gelegentlichen Harzbesuchern eine Art Traditionsgefühl eingestellt.


    Der niederdeutsche Nordharz ist eher Grünkohl-und-Kartoffel-Gebiet. Die traditionelle Küche im anhaltischen und im thüringischen Harz kenne ich nicht. Mit Erbsen speziell hat der Harz meiner Meinung nach aber nichts am Hut.


    Edit:

    Schwärtchenwurst ist auch so ein typisches Nordharzer Produkt.

  • Danke Stefan,


    sowas hatte ich schon vermutet. Es ist aber trotzdem schön, dass man an vielen Ecken so eine schnelle und preiswerte Speise bekommt. Von den Touristen wird es ja anscheinend auch gut angenommen.


    Tilo

  • auch wenn Du anderes erlebt hast, dürftest Du dann nur "Pech" gehabt haben. Ich kenne das als "Lottospiel", das man als Nutzer oder Besucher seit inzwischen doch vielen Jahren nicht vorhersehen kann. Es dürfte sich also ziemlich sicher um eine Personenentscheidung des Lokpersonals handeln.

    [...] Man muß es halt abwarten und drauf ankommen lassen - oder beobachten und dann handeln. So wie auch gegenüber Werbewagen oder andere Unbilden.

    Moin,


    ah, interessant, das ist gut zu wissen, danke. Dann gebe ich mal die Hoffnung nicht auf.


    Grüße!

    Stefan

    Die „dienstälteren“ Forumsnutzer erinnern sich möglicherweise noch dunkel an mich, seit einigen Jahren vor allem stummer Leser hier... ;)

  • Rauchkammer nach DAH kannste auch auf den kleinen Dienstweg für den nächsten Tag beim Lokpersonal bestellen. :)

    Hallo Daniel,


    danke für den Tip, werde ich beim nächsten Harzbesuch mal ausprobieren. ;)


    Viele Grüße

    Stefan

    Die „dienstälteren“ Forumsnutzer erinnern sich möglicherweise noch dunkel an mich, seit einigen Jahren vor allem stummer Leser hier... ;)

  • Guten Abend,


    weiter gehts mit dem ersten Tag. Nach dem Mittag ging es wieder hinüber zur Selketalbahn - nachmittags macht ja der Dampfzug noch einmal eine große Runde durch das Selketal.


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    Bei Drahtzug waren schon erste herbstliche Laubfärbungen erkennbar.


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    Auch in Alexisbad wurden schon die ersten Blätter gelb. Naja, 2 Wochen später, und wir hätten die volle Laubfärbung gehabt.


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    Der nächste Klassiker ist die Ortsdurchfahrt in Straßberg. Vergleicht man es mit älteren Aufnahmen, so ist der Bachlauf jetzt ziemlich zugewachsen und kaum erkennbar. Mal sehen, wie es im Frühjahr nach der Schneeschmelze aussieht.




    Das nächste Foto vor Stiege mit der alten Scheune war leider ein Wolkenschaden - das spare ich mir jetzt mal.



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    Anschließend ging die Runde noch einmal nach Eisfelder-Talmühle. Irgendwie find ich die 6001 recht knuffig – sie paßt zu dem kurzen Zug im Selketal.


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    Tagesabschluß bildete noch einmal der Brockenheimkehrer nach Nordhausen – abgepaßt bei Niedersachswerfen.


    Für 10%ige Sonnenwahrscheinlichkeit hatten wir an dem Tag verdammt viel Glück gehabt.



    VG Tilo

  • Tag 2 - 11.10.2020 - begann für uns wieder recht bewölkt im Selketal. Nach 2-3 Triebwagenaufnahmen sind wir dann ins Tal der Wipper gewechselt. Hier pendelt ja am Wochenende der Esslinger zwischen Klostermannsfeld und Wippra. Über dem Tal war ein riesiges blaues Sonnenloch - so dass wir die Hoffnung auf ein paar Sonnenaufnahmen hatten.


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    Erstes Wunschmotiv war das große Hasselbachviadukt in Mansfeld. Was sehr schön ist, dass es hierfür sogar einen offiziellen Foto-Aussichtspunkt gibt.


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    Nächster Fotohalt - Friesdorf.


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    Vom Zug aus hatten wir mal in Vatterode eine Kirche gesehen - die sollte sich doch irgendwie umsetzen lassen. Der Esslinger hat die perfekte Länge hierfür. Mittlerweile kamen auch schon die ersten Wolken vom Oberharz herübergezogen.



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    Eine Stunde später waren eigentlich nur noch Wolken mit kleinen Sonnenlöchern zu sehen. Aber der Wettergott hatte Mitleid mit uns und bescherte uns eine perfekte Ausleuchtung nochmals in Vatterode.


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    Zum Abschluß noch einmal einen Abstecher nach Wippra - auch hier gab es nur kurzzeitig ein kleines Sonnenloch. Den Bahnhof hatte ich von früher mit mehr Gleisen in Erinnerung....


    Eingesetzt wurde an dem Tag der VT408 (Esslingen 1959). Gibt es eigentlich die anderen beiden VT407 (Esslingen 1961) und VT405 (Esslingen 1959) bei der KML noch? Falls ja, in welchem Zustand?

    VG Tilo

  • tobtilo

    Hat den Titel des Themas von „Die Harzreise – das Corona-Ersatzprogramm“ zu „Die Harzreise – Ein Fotobericht vom Oktober 2020“ geändert.
  • Hallo Tilo,


    in deinem Reisebericht ist nicht ein Foto enthalten, welches nicht kalenderfähig ist. Ganz großes Kompliment! :ok:


    Liebe Grüße,

    Peter :wink:

  • Hallo Peter,


    vielen Dank für das Feedback :saint:


    Ich habe natürlich einige Bilder weggelassen, die nicht so in die Sonnenreihe passen. Ich versuche schon etwas zu filtern und nicht alle Bilder 1:1 ins Forum zu posten. Es gab ja in der Vergangenheit immer wieder den Wunsch, die Beiträge nicht mit Fotos zu überladen. Und ich selbst sehe es auch so, ab dem 10. Foto in einem Beitrag läßt meine Aufmerksamkeit nach.

    Aber ich bin nicht nur ein Schönwetterfotograf, auch ohne Sonne kann man schöne Fotos machen - man hat ja sogar mehr Freiheitsgrade, da man den Sonnenstand und die Schattenbildung nicht beachten muss.


    Viele Grüße


    Tilo:wink:

  • Guten Abend,


    heute gibts mal zwischendurch einen kleinen Rückblick zur Wipperliese.


    Am 14.2.1997 sind wir ebenfalls mal mit der Bahn gefahren - aber so richtig kann ich mich an die Tour und deren Umstände nicht mehr erinnern. Möglicherweise hing dies mit einer Sonderfahrt in Mansfeld zusammen? :/


    Jedenfalls war der Bahnhof Wippra noch in seiner vollen Pracht vorhanden, die Gleise lagen noch bis vor das Bahnhofsgebäude, auch wenn der Bahnsteig selbst etwas versetzt hierzu war. Güterverkehr schien auch noch gewesen zu sein.


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    Die Orstdurchfahrt in Friesdorf schien mir damals schon gefallen zu haben. Ich vermute mal, dass wir hier ausgestiegen sind und einen Nachschuß vom abfahrenden Triebwagen gemacht haben.



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    Auch damals schon der Klassiker an der Strecke - das Hasselbachviadukt. Hier hätte aber auch gut ein Zug mit V100 drauf gepaßt.



    Viele Grüße


    Tilo

  • Zurück zur Tour - die Pause der Wipperliese in Klostermansfeld haben wir genutzt, um uns mal bei der MaLoWa bzw. der Museumsbahn umzuschauen. Einen guten Überblick, wie es derzeit aussieht, gibt es ja gerade in einem Parallelbeitrag, das brauch ich nicht wiederholen. Mich persönlich haben die 3 aus Polen stammenden Rumänen interessiert:


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    Lxd2-471 (Bj1982, 1000mm, ex Gryfice) steht schon etwas länger bei der MaLoWa.



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    Lxd2-09 (Bj 1981, 785mm, ex Oberschlesische Bergwerksbahnen)



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    Lxd2-11 (Bj 1981, 785mm, ex Oberschlesische Bergwerksbahnen)


    Die beiden letzten scheinen erst seit letztem Jahr vor Ort zu sein. Weiß jemand, ob etwas konkretes mit denen geplant ist, oder ob sie nur als Arbeitsvorrat dienen?


    So eine Lxd2 mit einem Wagen als Triebwagenersatz im Selketal könnte ich mir gut vorstellen - wird aber sicherlich nie passieren.



    Viele Grüße


    Tilo