Zahnradbahn Diakofton-Kalavrita 1988

  • Hallo zusammen,


    1988 auf einer großen Jugoslawien und Griechenland Rundtour besuchten wir die 750 mm Schmalspurbahn Diakofton-Kalavrita - eine gemischte Zahnrad- und Adhäsionsbahn die durch eine wildromantische Schlucht und Bergregion führt.

    Leider haben wir davon nichts gesehen - eine Mitfahrt war nicht möglich: Als wir eine gut halbe Stunde vor Abfahrt des Triebwagens zum Bahnhof kamen war der Zug schon voll besetzt - ausverkauft! Hätten wir das gewusst, dann hätten wir versucht die Karten am Vortag zu kaufen :wall: - wir fuhren also nicht mit und waren bisher nie wieder dort. Heute in Zeiten von Internet und Information jederzeit und überall wäre einem das natürlich nicht passiert.


    Aber zumindest im Startbahnhof Diakofton an der kapspurigen Peleponnes Bahn konnte ich ein paar Aufnahmen machen:

    Am Bahnhof stand dieses Schmuckstück aus alter Zeit. Im Modell wäre das was für Leute mit wenig Platz, die sich nicht zwischen Zahnrad- und Adhäsionsbahn entscheiden können.


    Dieser urige GW stand auch noch rum.



    Versteckt und eingezwängt zwischen abgestellten Güterwagen noch diese ganze Galerie von Geschwistern der Denkmallok. Leider in nicht mehr ganz so vorzeigbarem Zustand. Was aus ihnen wohl geworden ist?

    In der Endstation Kalavrita soll es auch noch eine Museumslok gegeben haben und noch einen passenden Personenwagen dazu. Beide sind später mal aufgearbeitet worden, wenn ich mich da richtig erinnere.


    Und so sahen damals die "modernen" Triebwagenzüge aus - Dieselelektrisch mit einem Generatorwagen in der Mitte. Die Fahrzeuge wirkten alle ziemlich winzig - mit einem sehr kleinen Lichtraumprofil.


    Dass wir nicht mitkamen, hatte zumindest ein Gutes: Wir hatten das Auto vergessen abzuschließen und die Seitenfenster waren weit offen! So haben wir an dem Tag dann einen Ausflug nach Athen gemacht.



    Viele Grüße, Matthias

    5904

  • Als kleine Zugabe noch ein paar Bilder vom alten Bahnhof Kalambaka - dort wo die weltberühmten Meteora Klöster auf den Felsen stehen:

    Der schöne Bahnhof war echt traumhaft gelegen vor den Felswänden


    Uralte Güterwägelchen sonnten sich neben dem Lokschuppen



    Wer jetzt denkt das sei Normalspur, der irrt! Es handelte sich auch hier um eine Schmalspurbahn - trotz der "normalen" Puffern und Kupplungen.

    Die Thessalischen Eisenbahnen in Meterspur. Herrlich, der Meterspur-Miniatur-Fliegende Hamburger (den wir leider nicht zu gesicht bekamen und von dessen Existenz ich auch erst später erfuhr - siehe link).


    Viele grüße aus dem Sommer 1988!


    Matthias

    5904

  • Hallo Niels,


    da hast Du recht - wäre ne Reise wert! Und dabei noch die Sargans 8 besuchen. Ich hab 87 und 88 nach Überresten von Schmalspur in Jugoslawien gesucht aber nix gefunden. In unseren alten Reiseführern stand zwar noch was - aber vor Ort war dann nix mehr.

    Damals war üblich, sich alte deutsche Topo Karten aus dem 2. WK zu besorgen - auch bei Wanderern sehr beliebt, weil - es gab nichts anderes!!!

    Aber wehe Du wurdest in Jugoslawien mit so einer Karte erwischt. Wir haben das dann lieber gelassen.


    Zum Fliegenden Griechen: Von der Strecke existiert glaube ich nur noch ein Stück im Hinterland. Den Bahnhof von Kalambaka gibt es aber glaube ich zumindest in der Form nicht mehr.





    Hallo Lenni,


    das ist - vielmehr es war - alles echt. Zelt und Kocher vom Opa, Campingtisch aus der DDR (Carepaket - mal von Ost nach West). Und vor allem der Ford Fiasko der uns - trotz einiger seltsamer Aussetzer, immer zuverlässig über den Autoput bis runter zum Peleponnes gebracht hat. Der Bart musste dann halt Jahre später ab, als die Tochter sich darüber beschwert hat.


    Viele Grüße, Matthias

    5904