Genickschußwagen auf der Strecke Malchin - Neukalen - Dargun im April 1990.

  • Hallo,


    Wenn ich nicht ganz falsch liege, ist jener Lutz68 auch hier angemeldet.

    Auch mit diesem Benutzernamen.

    Vielleicht mag er ja noch paar Aufnahmen zeigen, gerne auch aus

    der vogtländischen Heimat :)


    VG

    Norman

  • Hallo Norman,


    da liegt leider eine Verwechselung vor. Ich kann leider nicht mit Fotos oder sachdienlichen Hinweisen helfen.


    Gruß Lutz

  • Hallöle,


    für mich waren die dreiachsigen Rekowagen immer Abbild der Bimmelbahn bzw. der uninteressantesten Reiseabschnitte.

    Meist waren dies die ersten und letzten Züge auf einer langen Reise z. Bsp. von Potsdam ins Erzgebirge zur Verwandtschaft.

    Die Genickschußwagen waren die Zubringer auf der Strecke zum Berliner Außenring und dann von Karl-Marx-Stadt ins Gebirge nach Aue.

    Für mich standen damals eher die D-Züge und die großen Loks im Fokus.


    Schade , dass diese Wagen so schnell verschwunden sind. Waren sie doch allgegenwärtig.


    In Vieneburg stehen noch vier Stück rum. Es wäre sicher schön wieder einen kompletten Zug sehen zu können.

    Ich fürchte aber dass der dortige Verein mit der Masse der Fahrzeuge überfordert ist.



    Kalle






  • In Vieneburg stehen noch vier Stück rum. Es wäre sicher schön wieder einen kompletten Zug sehen zu können.

    Ich fürchte aber dass der dortige Verein mit der Masse der Fahrzeuge überfordert ist.

    Hallo Kalle,


    das ist aber nicht in Vienenburg sondern bei der Dampfzugbetriebsgemeinschaft in Loburg. ;)

  • Hallo,


    wenn es der Verein aus mir vollkommen nachvollziehbaren Gründen nicht schaffen sollte...die würden sicher auch gut nach Schönheide zum FHWE oder zur Press 86er passen....


    Gruß Jens

  • Ein sehr schöner Beitrag! Zusammen mit der V 100 waren die "Genickschusswagen" für mich in den 80ern Nebenbahnromantik pur. Ja, sie waren die mit Abstand primitivsten Reisezugwagen der DR. Laut, rappelig, schlechte Laufeigenschaften, unbequeme Sitzbänke. Dazu schlug man sich den Kopf öfters schmerzhaft an der eisernen Griffstange über der Sitzlehne an, daher auch der Spitzname "Genickschusswagen". Aber eine Reise mit ihnen war noch ein Erlebnis für alle Sinne!


    In den 80ern waren sie ja von den Hauptbahnen und höherrangigen Nebenbahnen schon komplett verschwunden. Sie verdienten sich ihr Gnadenbrot meist auf niederrangigen, kurzen Nebenbahnen, wo ihre Nachteile nicht allzu sehr ins Gewicht fielen. Für mich wird die V 100 mit ihren kurzen Garnituren aus 2- und 3-achsige Rekos immer der Inbegriff des untergeordneten Nebenbahndienstes bleiben.

  • Hallo,

    In den 80ern waren sie ja von den Hauptbahnen und höherrangigen Nebenbahnen schon komplett verschwunden.

    Das würde ich so nicht ganz unterschreiben wollen. Fakt ist, diese Wagengattung stand allgemein schon zu DR-Zeiten zur vollständigen Ausmusterung an. Das auch schon vor der Wende. Letztmalig kann ich mich bewusst daran erinnern noch in 1990 in solchen Wagen mitgefahren zu sein. Das ist sogar im einem Foto mit meiner Person belegt.


    Ich glaube mich daran zu erinnern, das zumindest für die Rbd Berlin, Frankfurt/O Auslauf Bww war für diese Wagengattung. Diese Wagen sind auch auf der Relation Frankfurt/O - Kietz - Straußberg gelaufen.


    Hier ein Bildbeleg aus 1986 für die Strecke Bernau b. Berlin - Angermunde:

    1989 hatte ich noch welche bewusst in Straußberg fotografiert:

  • Hallo,


    da gab es auch mal einen Artikel im "Modelleisenbahner" über die Zukunft der Lokomotivbaureihen bei der DR. Dort wurde auch über das Aus der 2- und 3-achsigen Rekowagen berichtet. In Schwarzenberg standen Mitte der 80er noch einige als Reserve auf dem Rand. Aktiv bin ich 2 oder 3 mal im Winter von Aue nach K.M.St. über Zwönitz mit einem Rekowagenzug gefahren. Schöne Erinnerungen an die Lehrzeit.


    Gruß Lutz