Muldentalbahn Glauchau-Rochlitz 2021

  • Erzgebirgsnebenbahner ...Deinem Worten ist demnach zu entnehmen, dass jegliches Engagement sinnlos wäre?! Ich bleibe bei meinem Nein. Ohne Kreativität, Ideen und Mut können wir alles vergessen, aber man muss wollen und Konzepte haben, welche sich umsetzen lassen.


    Klar darf man im ernsten verhandeln mit regionaler Politik und Verwaltung nicht so auftreten. aber ich bin als verkehrsplaner selber in dieser Blase und umgebe mich auch mit solchen "Nasen" und bin es zuweilen selber, wenn ich mich für eine Neubewertung einer Strecke nicht ordentlich vorbereite.


    Sicherlich ist kaum zu erwarten, dass es wieder so wird wie früher.

    Aber ich weiß vom Interesse einige ehm. Anschließer und wie du schon sagst, der Tourismus liegt brach, aber woran liegt es denn. keiner weiß mehr, dass sich an der Strecke Schätze befinden. Auch die Erschließung der Ortschaften im Tal ist gar nicht so schlecht, wie du meinst, es müssen aber Konzepte im verbindenden ÖPNV/SPNV her.


    Klar ist das Zukunftsmusik, aber ohne Visionen geht doch gar nichts mehr.

    und im Moment braucht man echt viel Visionen und Kreativität, daran zu glauben aus der Pandemie zu kommen, wenn wir letzteres schaffen, schafft es die Muldetalbahn auch.


    Ich bleibe dabei, den Machern ein glückliches Händchen.


    Aber wenn man

    Liebe Grüße von der Havel, Thomas

  • Bevor irgendwelche Konzepte erstellt werden, sollte man realistisch den Aufwand + Kosten einschätzen. Und da landet man beim Streckenneubau, sofern man in irgendeiner Form reguläre Züge verkehren lassen will. Das hat nichts mit Visionen zu tun, so ehrlich sollte man einfach sein. Denn mit jedem Projekt, was krachend scheitert, haben es neue Projekte schwerer ... und wenn man den Eindruck vermittelt, als müsse man nur die Strecke freischneiden und einen Anbieter finden, so ist das defitiv eine Falschinformation.

  • ...da gebe ich dir voll recht, im Muldetal liegt alles seit 20 Jahre herum, für einen Zugverkehr muss in den Oberbau mit Sicherheit kräftig investiert werden.

    Wenn man aber was bewegen will, braucht man Visionen und diese - auch da hast du recht, sollten einer realistischen Grundlage nicht entbehren.


    Dennoch schwingt bei dir wenig Optimismus mit.

    Deutschland schaut zu wenig nach vorn, oft gern zurück und dann kommt immer wieder "hätte, würde, könnte..."


    Umso mehr bewundere ich die Menschen, die Projekte mit Leben füllen.

    Wenn man nicht nach vorne schaut und an Visionen glaubt, dann wäre so manche schmalspurige Nebenbahn nicht wieder aufgebaut wurden.


    Ich möchte aber an dieser stelle die Diskussion beenden, jeder hat hier seine Sichtweise, wir können das gern in ein paar Jahren dann auswerten....

    Liebe Grüße von der Havel, Thomas

  • Hallo zusammen,


    ich kenne die Pläne der MTE auch noch nicht, vermute aber das regulärer Zugverkehr nicht unbedingt als kurzfristiges Ziel ansteht. Wahrscheinlich geht es eher um die langfristige Sicherung der bestehenden touristischen Nutzung a'la Schienentrabi. Zumal es um diesen beim Vorbesitzer ja schon ganz schlecht aussah. Bis dahin konnte man ja unter der Regie der Betreiberverantwortung der DRE - ohne diese jetzt hier unbedingt wegen ihres Engagement loben zu wollen - ganz gut agieren. Nach dem Kautzmann-Debakel nimmt man es jetzt wohl lieber selber in die Hand. Aber wer weiß - mit der NRE stehen ja Leute zur Seite, die mit dem Wiederankurbeln von Eisenbahnverkehren Erfahrung haben und auch genug Expertise im Umgang mit örtlichen Politikern....

    Mal sehen, besser als davor klingt es zumindest, wünschen wir das Beste!


    Grüße Jens

  • Bevor irgendwelche Konzepte erstellt werden, sollte man realistisch den Aufwand + Kosten einschätzen.


    Bedingt nicht eine Aufwands- und Kostenschätzung, dass man vorab irgendwelche Konzepte erstellt hat?


    Mal überspitzt gesagt, der Aufwand einer Draisinenstrecke unterscheidet sich schon erheblich von einer Schnellfahrstrecke.


    Seien wir doch erstmal froh, dass die Strecke nicht mehr dem Görlitzer Schrottopa gehört und nun einer hoffentlich besseren Zukunft entgegenblickt. Zumindest sollte die Bahninfrastruktur erstmal vor einem Abbau sicher sein.


    Ein Konzept muß ja nicht die sofortige komplette Inbetriebnahme beinhalten.... Man kann ja auch erst einmal mit Teilabschnitten arbeiten. Beispielsweise kann ein Abschnitt wieder von den Schienentrabbies befahren werden. Vielleicht gibt es auch wieder eine ÖPNV-Anbindung von Rochlitz via Großbothen. Und vielleicht ist auch der Abschnitt von Glauchau aus abschnittsweise für Triebwagen (z.B. LVT Fahren am Wochenende) wieder herstellbar.


    Daher erstmal Bestandsaufnahme, dann Konzepte entwickeln und dann den Aufwand schätzen....


    ... ich denke, das werden die Verantwortlichen auch wissen. Sonst hätten sie sich dieser Herausforderung nicht angenommen.


    Btw, wenn ich das richtig verstanden habe, ist die NRE-C (Nossen-Riesaer Eisenbahn Companie) mit beteiligt. Da is es ja ähnlich. Erst wurde die Strecke übernommen und dann aber erstmal nur bis zm Getreidelager Starbach reaktiviert.... für den Rest gibt es die Option noch. Allemal besser als der Abbau.



    VG Tilo

  • Hallo,

    Die Muldentalbahn mündet ja in Glauchau.

    Denkbar ist es mit denn Glauchern sich zusammen zutun und regelmäßig Dampffahrten zu veranstallten zb wie der SEM nach Hainichen. Wäre denkbar.

    In Schwaben und Bayern hat man gezeigt das man alte Strecken neu auffrischen kann und diese im ÖPNV funktionieren. Wieso also nicht hier?

    Immer positiv und optimistisch an sowas ran gehen.

    MfG