Konstruktion eines H0e Dampflokmodells der RSE/RTE, Trusebahn, Spessartbahn

  • Hi Norman,


    ja das kann passieren, dass es humpelt - wenn dann alles zu viel Spiel hätte. Eventuell bräuchten die Stangen senkrechte Langlöcher um das Pendeln ausgleichen zu können. Keine Ahnung ob das mal jemand probiert hat.


    Viele Grüße, Matthias

    5904

  • Moin Matthias,


    die Lager gibt es auch beim Knupfer!! Da gibt es dann also kein Problem mehr, die könnten ja sogar außen die 0,2mm überstehen, aber auch das wird nihct nötig sein denke ich.


    nortim : vollkommen richtig. Es darf wirkliche keine Spiel geben, daher auch die Kugellager zumal die eben so weit von den Kurbeln entfernt sitzen.


    Aufwendig ist das Ganze. Wenn es klappt, ist das Ergebnis meiner Meinung nach noch überzeugender als mit festen Achsen. Aber dahin zu kommen ist in der Tat nicht einfach.


    Die Löcher der Kuppelstangen müssen für den ersten und letzten Radsatz so exakt wie möglich sitzen, wobei hier die noch größere Herausforderung die Stellung der Kurbeln sein wird. Für den mittleren Radsatz sollten wir ein Langloch in vertikaler Richtung veranschlagen, denke ich.


    Lenni

  • Voll und ganz deiner meinung, bei meiner K-27 ist es auch so man fummelt ne weile rum bis nix mehr hackt und ne Pendelmechanik macht dies nicht gerade einfacher. (bei Digital würde ich auch sagen lasst die Schwungmasse weg und dafür mehr speicherplatz für ein Powerpack)

    Meine H0n3 Dampfer haben im Übrigen einzelachsaufhängung, dort ist jede Achse an den Ausenrahmenseiten übei eine gefedert gelagerte Lagerbuchse im Ausenrahmen gelagert. Da die Maschienen auch aus follmetall sind bringen sie auch genug Gewicht mit das diese metode Sinn ergibt. Bei H0e und kleiner würde ich drauf verzichten. Im Übrigen könnte man auch ganz gut Modul 0,3 verwenden bei H0e.


    Grüße


    Sven

  • Hi zusammen,


    vielen Dank für guten Tipps! Ja der Knupfer - woher kenne ich den? Ich hab da zuletzt Sägeblätter gekauft, schein eine echte Fundgrube zu sein!

    @Sven: die "Mudhens" sind echt geile Maschinen - da könnte man auch glatt schwach werden. Bin mal vor vielen Jahren mit einer von Durango nach Silverton mitgefahren durch das Tal des Rio Animas. So was als Modell und die Achsen federn - das ist ja noch ne ganz andere Nummer! Aber bei einer 4-fach gekuppelten Maschine würde so eine Wippe ja sowieso nicht mehr funktionieren. Die Loks sind ja auch einiges größer und breiter als alles was bei uns so rumfährt - und die letzte Mikado-Reihe der D&RGW war ja auch eine umgespurte Vollspur-Consolidation. Da hat man dann auch beim Modell mehr Platz!

    @Jens: vielen Dank auch für die Zahnrad-Tipps!

    Nachtrag: ... eben dort mal gestöbert! Wahnsinn was die alles haben und die Preise sehen echt vernünftig aus! Ein Zahnrad mit 7 oder 8 Zähnen für Modul 0,4 habe ich sonst nirgends gesehen.


    Wieder einiges zum Nachdenken! Als nächstes muss ich mich dann endlich mal an die endgültige Untersetzung machen - bzw. erst Mal ausrechnen.


    Viele Grüße, Matthias

    5904

    Einmal editiert, zuletzt von MatthiasL ()

  • Moin Matthias,

    vorweg, die einfachen Fahrwerke hab ich in Nn3 1:160 verbaut, da ist das Platzangebot ähnlich deinem Projekt. Die Einzelgefederten Achsen sin in H0 verbaut (nicht von mir das haben die Japaner schon in den 1970ern gut umgesetzt). Die K-37 welche die umgebaute Consolidaten's sind sind was das Fahrwerk betrift gar nicht so risig der Gesamtradstand ist in etwa so Groß wie bei einer RHB G 4/5, natürlich ist der Kessel etwas Größer ;) .

    Mal sehen ob ich irgendwann auch mal das Orginal anfassen kann.



    Grüße


    Sven

  • Hallo

    In meiner VIIK 1:43.5 wurde ein Pendelgetriebe eingebaut ,die anderen Achsen sind alle abgefedert.Bei einen Gewicht von 1020gr läuft die Lok ohne Probleme,hat die Maschiene auf einigen Modultreffen schon bewiesen.


    Dietmar

  • Da ich nicht viel Zeit hatte und der Wagen bzw. sein Fahrgestell erst Mal fertig werden soll, hat sich hier nicht sehr viel getan.


    Ich habe aber mal angefragt, was ein Getriebegehäuse in der Größe wie hier benötig als 3d Druck kosten würde.


    Die Preise für Metall-Druck waren überraschend günstig - ich weiß nur noch nicht, wie präzise der Druck eigentlich ist - und ob die Zahnrad-Abstände dann auch wirklich exakt genug wären.

    Die Preisspanne reicht von etwa 20 € für Stahl bis 40€ für Bronze oder Messing (für den "nackten" Getriebeblock).

    5904

  • Hallo Matthias!


    Die Fertigungstoleranzen liegen beim Metalldruck bei etwa 0,1-0,3 mm - je nach Verfahren, Material und Bauteilgrösse. (Wird manchmal auch mit 0,3-1% angegeben.) Das Material wird ja thermisch behandelt, was auch ein geringfügiges Verziehen von 1-2% mit sich führen kann. Also auf 10cm so 1-2mm...

    Dein gewähltes Modul 0,4 und solche Toleranzen... das ist dann schon langsam ein recht kräftiges Spiel.


    https://www.3dhubs.com/de/wiss…enauigkeit-3d-druckteile/



    Die Rauheit der Oberfläche liegt z.Bsp. beim Lasersintern so bei etwa 0,01 mm. Also ziemlich brauchbar.

    Ich geh mal davon aus, dass deine Frage nach den Toleranzen beim Achsabstand auch einen direkten Einbau der Wellen zum Ziel hat. Hier wirkt so eine Oberflächenrauheit natürlich wie Schleifpapier. Also lieber kleiner im Durchmesser planen und dann aufbohren oder gleich im Ganzen cnc-fräsen lassen.

    Für Bohrungen im Metallbau liegt bei einer normalen H7-Toleranz und einem Innenmass von 1-3 mm die Toleranz bei 0,01 mm - also deutlich besser.

    Es gibt auch Messinglager/Buchsen zum einsetzen...


    Gutes Gelingen!

    Jens

  • Hallo zusammen,


    hinter den Kulissen wurden bereits einige Überlegungen über das Fahrwerk angestellt - mehr dazu später, wenn ich die entsprechenden Zeichnungen fertig habe. Inzwischen haben wir aber auch Unterstützung der 1:1 Bimmelbahner aus dem RSE Museum Asbach bekommen.

    Hier noch mal ein ganz herzlicher Dank an Ulrich Clees für die vielen sehr aufschlussreichen Aufnahmen und an Carsten Gussmann, der uns tolle Zeichnungen zur Verfügung gestellt hat. Ein wenig davon dürfen wir hier auch zeigen!


    Hier zunächst das Werksfoto einer der Loks dieser Reihe (Sammlung Ulrich Clees):


    ... aus den Zeichnungen von C. Gussmann entsteht das Modell:

    Zuerst mal in das Konstruktionsprogramm geladen und richtig skaliert für 1:87:


    Die Ansichten stehen senkrecht zu einander.


    Langsam entsteht ein Modell - Kessel und Räder:


    Details des Kessels (Stehkessel) stammen aus einer Zeichnung eines erhaltenen Betriebsbuches. Man sieht wie sich der Stehkesselboden quasi um das Rad schmiegt.



    Rauchkammer und Rahmen kommen dazu.

    Hier das Dilemma: Der Rahmen ist viel zu eng für RP 25 Radsätze! Ich habe für die Zeichnung erst Mal schmäler Laufflächen genommen (etwa 1/2). Aber für das Modell muss man sicher den Rahmen deutlich breiter machen - ein Kompromiss! Vielleicht wäre der breitere Rahme gerade noch für die 900 mm Variante der Spessartbahn passend.


    Und langsam erkennt man die Lok:



    Voila - noch ein wenig "nackt", aber so nach und nach kommen dann noch die Details:


    Viele Grüße, Matthias

    5904