Meine erste kleine Anlage

  • Hallo und Herzlich Willkommen in meinem ersten Projektbeitrag!


    Wie die meisten Mobaianern gibt es teilweise Platzprobleme. Aber mit viel Diplomatie und Verständnis meiner Freundin wurde ein Fleckchen im Schlafzimmer gefunden und zum Nutzen freigegeben! 8):saint:


    Ursprünglich wurde eine 3m x 0,6m große Platte angefangen zu bebauen. Aber die enorme Sperrigkeit und ein lustloser, langweiliger Gleisplan wurden relativ schnell erkannt und das Projekt wurde abgebrochen. Nach weiterer Überlegung wurde alles abgebaut und neu von vorn begonnen.


    Nun zum jetzigen Projekt:

    Thema ist eine fiktive 760mm Schmalspurbahn in einem sächsischen Mittelgebirge zu DDR Zeiten.

    Die Gleise und Weichen sind von Roco. Gebäude und Rollmaterial sind von versch. Herstellern. Beim Rollmaterial, den Autos und LKW´s sehe ich es nicht ganz so genau was Epoche oder Herkunft angeht. Als Nicht Nietenzähler nehm ich das was gefällt. 8)

    Für die Weichen nutze ich die bestimmt bekannten Roco Oberflurantriebe.

    Die Anlage ist analog und wird über ein zentrales Stellpult bedient.


    Der Unterbau wird mit Fertigmodulen realisiert (3 Stück á 1m x 0,5m), die nur noch zusammengebaut werden müssen. Verwendet habe ich die Module von PrakTisch(https://www.prak-tisch.com).

    Die Vorteile von Modulen gegenüber einer einzigen großen Platte waren schnell gefunden. Platzsparend und "schnell" auf bzw. abbaubar.

    Drei Module werden zu einer L-förmigen Anlage zusammengebaut.


    Geplant und mittlerweile gebaut ist der Endbahnhof Goyatz mit BW, "Bahnbauhof" und Ladegleise. Vom Betriebsablauf her ist der Bahnhof sehr interessant, denn die Züge müssen hier viel rangieren, wenden und wenn es die Bergstrecke hinauf geht muss noch einmal frisches Wasser gezogen werden, ggf. neu bekohlt werden. Von diesem Bahnhof gibt es zwei Strecken, eine in Richtung des Schmalpurnetzes (in die große weite Welt) und einen Stich hinauf auf einen kleinen Gebirgsausläufer zum Örtchen Obergittersee. Dort befindet sich eine kleine Laderampe und ein Anschlussgleis eines hiesigen Gärtners bzw. Gemüsebauern.

    Die Strecke ins Schmalspurnetz geht leicht berab, dort befindet sich nochmals ein Anschlussgleis der örtlichen LPG. Weiter führt die Strecke am Bergausläufer vorbei und verschwindet in einem Tunnel und endet in einem Fiddelyard auf dem Fensterbrett. Soviel zum Thema "weite Welt". :D

    Eventuell geht es vielleichtmal dort weiter. Aber erstmal wird dieser erste Abschnitt gebaut.


    Lange Rede kurzer Sinn nun folgen ein paar Bilder.

    Diese sind schon etwas älter und es hat sich schon mega viel getan aber ich wollte es etwas chronologisch sortieren:


    Hier der aktuelle Gleisplan


    "Berg" mit Bahnhof


    Gesamtübersicht


    Bahnhof Goyatz im aktuellem Zustand mit Stellprobe für Häuser ect.


    Hier das Mittelteil mit den zwei Rampen Hinauf zum Berg und hinab ins "Tal".


    Danach folgte die Verdrahtung der Module, der Steckverbindungen und des Schaltpultes.

    Das dauerte natürlich seine Zeit und kostete einige Nerven! 8|


    Am Anfang meines Schaltpultes war eine einfache Holzkiste, diese wurde so verändert das ein Trafo seinen Platz darin findet und auch gewechselt werden kann falls nötig!


    Nach dem Vorgeben des Gleisplans kamen die Löcher für die Schalter und im Anschluss der Zusammenbau und die Verdrahtung. :wink:


    Nun hier der letzte Stand vom "Gehirn meiner Anlage":

    Das Innere wird nur noch leicht sortiert und entwirrt, fürs Auge, Funktionstüchtig ist es schon!


    Hier mein fertiges Schaltpult:



    Dies war erstmal die Vorstellung von meinem Projekt.

    Ich werde demnächst hier weiter berichten und bring Euch schritt für Schritt auf den aktuellen Stand! Ich hoffe der kleine Einblick hat Euch gefallen.

    Lob Kritik oder Anregungen sind gern gesehen ^^;)

    mit dampfenden Grüßen

    braurobe

  • Hallo und herzlich willkommen. Na das sieht ja schon ganz interessant aus. Ich bin gespnant wie es weiter geht....allerdings:


    Thema ist eine fiktive 760mm Schmalspurbahn in einem sächsischen Mittelgebirge zu DDR Zeiten

    Das ist wirklich sehr fiktiv ;););)


    Viele Grüße,


    Lenni

  • Wenn ich das jetzt so lese geb ich dir recht :D

    Das fiktiv bezieht sich halt nur das es kein direktes Vorbild gibt. ;)

    mit dampfenden Grüßen

    braurobe

  • Hallo braurobe,

    vielen, vielen Dank für die Vorstellung Deines tollen Projektes. Ich bekomme den Eindruck, da steckt eine Menge Bau- Bastel- Betriebs- und Spielspaß drin. Es macht mir Freude, so an Deinem Projekt teilzuhaben.

    Mir gefällt gut, wie Du Deinen begrenzten Platz nutzt.

    Einen Hinweis gebe ich Dir aus eigener (leidlicher) Erfahrung: Es sind etliche Übergänge bei Dir von einer Steigung in die Waagerechte. Besonders der Punkt an der Stelle der Eingangsweiche zum Bahnhof Goyatz. Die Strecke von "unten", kommend vom (Schattenbahnhof) Heizung, dann dazu die Strecke "abgehend" weiter nach oben zum Bahnhof Obergittersee. Solche Stellen sind aus betrieblicher Sicht etwas kritisch, es gibt Fahrzeuge, die kommen gut damit klar, andere machen dann immer wieder Schwierigkeiten, wenn diese über die Weiche fahren. Bevor Du weiter baust, stelle am besten mit ganzen Zügen sicher, dass an dieser Stelle alles gut läuft. Wenn es irgendwo ein bischen hakt, nicht gedanklich wegschummeln (im Sinne, das wird noch passend), sondern so lange "baulich" verändern, bis alles passt, z.B. sanfterer Übergang, längerer Übergang, längere Ebene, etc. Auch wenn es bedeuten mag, nocchmal die Trasse neu zu verlegen.

    Das sichert Dir zukünftige Fahrfreude.


    An Lenni: Was bedeutet "RSE-Style" (ich bin bestimmt mal wieder zu alt, um diese Abkürzung zu verstehen, lol)? "Googlen" brachte mich nicht wirklich weiter....


    Viele Grüße aus Münster, Stefan

  • Hallo,



    Das erinnert mich an meine ersten Versuche mit Tillig und Roco HOe Gleisen... und der immer wieder verbundenen Aufgabe innerhalb 2 Jahrzehnten... euphorisch baut man da und dann sagt die Lok... "Nö zu eng"

    Dann baut man anders, baut um, merkt das zu wenig Platz ist.... ein Teufelskreis!


    Ich ziehe ja meinen Hut vor allen Modellbahnern die in Modell etwas 1:1 umsetzten, die dies dann noch allein zuhause in ihren Kämmerlein machen, Genial...

    Bei Modellbahnclub's verlangt man dies schon...


    Das meiste ist dennoch frei inspiriert/fiktiv oder anders gesagt wie es am besten geht mit vielen Kompromissen!


    Die Frage stellt sich auch, welche Fahrzeuge sollen irgendwann mal fahren? Zwecks Radiengröße, da sieht z Bsp Bild 2 der Kreis sehr gequetscht aus oder Abstand zu Gebäuden... wie hier der Lokschuppen... ob so eine Lok rein...oder am Lokschuppen das Gleis vorbei passt denn viel Spielraum/Platz ist da nicht...(oder es täuscht auf den Bildern)


    Ich selbst hatte oder habe besser gesagt noch Spur TT, da konnte man drauflosbauen wie man lustig war, die Loks und Wagen fuhren einfach, fast alles passte.

    Das hatte sich mit Spur HOe komplett geändert. So war z.T. schon ein Kreis mit den Roco Gleisen 32204 30° für vereinzelte meiner Fahrzeuge zu eng. Naja und für einen Kreis mit 32205 Gleisen braucht man fast 1m Platz. Nun diesen Kompromiss sieht man an der Gleiswahl bei mir... was ich selbst beim Neubau vor paar Monaten das alle Fahrzeuge eingesetzt werden können berücksichtigte... Kleine Radien oder auch die Übergänge bergauf/bergab...


    Sorry dies waren nur mal so meine Gedanken die mir eingefallen waren, weil hinterher merkt man immer erst wenn was nicht passt... Gerade denk ich mal mit Modulen...


    Lieber einmal mehr vorher testen


    Sieht auf jedenfalls vielversprechend mit viel Rangierarbeiten aus...


    Ich bin gespannt....



    Gruß André

  • ich bin zwar nicht Lenni,

    aber ich denke er meint damit die Rhein-Sieg-Eisenbahn..


    Denn die Vorbildspurweite ergibt sich auch aus der Multiplikation mit 87 auf unsere 9mm Schienen gerechnet.

    Bei 750mm Bahnen müssten es ganz genau 8,62mm sein..

  • Danke für Eure Worte! Bin erfreut das es Interesse gibt!

    Danke für den Hinweis! Die Übergänge waren schwierige Baustellen, aber bis jetzt waren sie immer Betriebssicher. Bis es soweit war kostete es viele Nerven. :D;) Noch sind die Übergänge nicht komplett zugebaut(geschottert usw.), so wären noch leichte Änderungen möglich.


    Danke für deinen Beitrag und deine Hinweise! Auf den gezeigten Bilder stehen die Gebäude noch nicht an endgültiger Stelle. Mittlerweile sind Abstände und co fertig. Was die Radien, Abstände, Steigungen usw. angeht wurde alles getestet. Meine Fahrzeuge hatten bisher noch keine Probleme. All zu lang und schwer werden die Züge nicht. Aber ich gebe zu, bei den vielen Tests wurden einige Haare grau... ||;)

    Gerade Steigung und Kurve sind ja eine Wissenschaft für sich und musste immer wieder umdenken und planen bis es jetzt funktioniert. Meine Lieblingslok, die IVK von Bemo meistert alles hervorragend!


    Mit wenig Platz möglichst viel zu zaubern ist wirklich eine Kunst und ich bin auch kein großer Profi und muss noch viel lernen!

    Danke für Euer Interesse und es folgt auch bald der weitere Beitrag. 8)

    mit dampfenden Grüßen

    braurobe

  • Hi,



    Okay, fein...

    Ein Hinweis noch die IV K sind die Pflegeleichtesten, die fahren auch den engsten Radius und nehmen den Streckenverlauf egal wie problemlos hin... (wie auch im Original)

    Aber du schreibst auch und dein Vorbild scheint ja der Harz zu sein und irgendwann kommt vielleicht noch eine größere Lok wie dein Titelbild zeigt... und damit dann nicht die Probleme beginnen, die Hinweise...


    Viel Erfolg


    Gruß André