Lokfriedhof - Falkenberg /Elster

  • Guten Abend,


    mal eine Frage so in die Runde: Hätte(-n) eine oder mehrere Person(-en) Interesse daran mit mir eine private Besichtigung der Sammlung zu organisieren und dann dort mal hinzufahren? In der Gruppe macht es denke ich mehr Spaß, man kann sich auch mal privat außerhalb des Forums kennenlernen und es besteht auch gleich die Möglichkeit zum Fachsimpeln. Ich war bisher noch nie in Falkenberg und würde mir das gerne mal anschauen.


    MfG, Philipp

    MfG, Philipp

  • Hallo,


    sehr zu meiner Überraschung ist im aktuellen "Lok-Report" ein großer Artikel von Hans-Georg Löwe zu finden zum Thema "20 Jahre Umzug der Loksammlung Falz nach Falkenberg". Der 6-seitige Bericht, reich an aussagekräftigen farbigen Bildern und einer ausführlichen Erzählung der damaligen Geschehnisse, enthält außerdem noch eine Liste, der ins gesamt 9 (!) Lokzüge, woraus zu erkennen ist wann welches Fahrzeug in welchem Zug befördert worden ist, seine letzte Heimatdienststelle und seine dortige Verwendung.


    Der Bericht endet mit einer Liste aller heute vorhandenen Loks in Falkenberg oberer Bf. (die V300 fehlen aber) mit den Sätzen (Auszug):

    " 20 Jahre nach dem Umzug präsentiert sich die Anlage in einem vorzeigbaren Zustand, Bernd Falz und seine Helfer haben ungeheuer viel Arbeit in das Museum gesteckt. Die Sanierung des 18-ständigen Lokschuppens war wohl die kostenaufwändigste Angelegenheit, aber auch die optische Aufarbeitung der im Lokschuppen hinterstellten Fahrzeuge erfordern einen hohen Zeitaufwand."


    Aktuell ist die Sammlung nur nach Voranmeldung zu besichtigen.


    Infos: https://www.dampflokmuseum-hermeskeil.de/de/FahrzeugeFB.aspx



    MfG TRO.

  • Hallo in die Runde,


    über Falkenberg (Loksammlung Falz) kann man sicher immer streiten, ich halte sie dennoch für durchaus sehenswert.


    Ich war seit 2011 regelmäßig vor Ort. In den ersten Jahren wurden die Tage der offenen Tür noch richtig zur Präsentation der erhaltenen Fahrzeuge genutzt. Zu dieser Zeit war die Drehscheibe noch funktionsfähig und die Strahlengleise nutzbar

    2011:




    2012 war sicher der Höhepunkt. Zum Tag der offenen Tür wurden sogar Gästeloks präsentiert. Heute ist meines Wissens nach der Anschluß zur DB nicht mehr befahrbar





    Ab 2013 wurden keine Fahrzeuge zu den Veranstaltungen mehr bewegt. Die Lokschuppentore wurden zwar noch geöffnet, passiert ist aber nichts mehr. Dies gilt sowohl für den Ringlokschuppen, als auch für die dahinter liegende Werkstatt. Ab hier beginnt der Dornröschenschlaf, von den Arbeiten an einzelnen Loks (Beispiel 22 047 einmal abgesehen). Von da an nahm die Zahl der Teilnehmer gefühlt immer mehr ab....



    Jetzt wurden die abgestellten Fahrzeuge im Außenbereich immer interessanter




    2014 habe ich ausgelassen, 2015 war ich wieder vor Ort. Im großen und ganzen kaum Veränderungen, ein paar Fahrzeuge hatten ihren Standort gewechselt, ein paar Fahrzeuge hatten etwas Farbe bekommen, Drehscheibe und Strahlengleise nach wie vor nicht benutzbar



    2016 war man dann schon fast allein auf dem Gelände. Im Schuppen spielen nur noch Kinder an einer LGB Bahn, der Würstchenverkäufer ist frustriert, weil der Umsatz fehlt und auf dem kleinen Trödelmarkt findet sich kein Käufer ein. Und trotzdem hat sich dieser Besuch voll gelohnt. Was für den einen unverwertbarer Schrott ist, ist für den anderen ein gefundenes Fotomotiv. Irgendwie beeindruckend, wie die Natur gegen den Stahl kämpft (und vielleicht irgendwann auch gewinnt...?)





    2017 war ich dann wieder nicht vor Ort, dafür 2018 gleich bei beiden Veranstaltungen . Auf dem ersten Blick alles unverändert, bei genauem Hinsehen findet man Details, an die man sich nicht satt sehen kann




    Völlig unbeschadet und jedem Rost widerstehend hat übrigens das Fahrrad all die Jahre überlebt. Lediglich der Sattel könnte mal erneuert werden:


    2019 war dann zum letzten Mal geöffnet. Ein neuer Straßenbahnwagen, ein paar Oldtimer mit Gummibereifung als Deko und wieder neue Farbe an einigen Loks. Und so langsam nimmt auch die 22 wieder die Form einer Lok an




    Und trotzdem ist es am Ende der "Schrott", der einen magisch anzieht

    Wie geschrieben, mag jeder darüber denken, wie er will, ich bin wieder da, wenn der nächste Tag der offenen Tür ist. Man soll nicht vergessen, wie wenige Hände hier aktiv sind, und welch gigantischer Aufgabe man sich angenommen hat. Sollen Dampflokfreunde in die Schuppen gehen und Schrottfreunde das Freigelände aufsuchen, Hauptsache, man zeigt Interesse und fördert so den Erhalt der Fahrzeuge.


    Gruß Steffen

  • Hallo Steffen,

    darf ich fragen, was für ein Straßenbahnwagen und steht der im Freien oder im Schuppen?


    Gruß, Mike

  • Guten Morgen Mike,


    der Straßenbahnwagen steht im Freien hinter dem Ringlokschuppen. Keine Ahnung, wo dieser ursprünglich im Einsatz war. Vielleicht läßt sich etwas über

    das Stadtwappen heraus bekommen?


    Gruß

    Steffen



    das d

  • Hallo Steffen,


    danke für den wunderbaren Bilderbogen.

    Den Straßenbahnwagen kann ich auch nicht zuordnen, aber der Beleuchtung nach ein Ostfahrzeug.

    Solche Lackierungen hatte ich glaube früher mal in Berlin gesehen.


    Welche Gastfahrzeuge waren in Falkenberg? ( Kann mich nicht erinnern)


    Gruß Jan

  • Hallo,

    Arbeitswagen 9 in Woltersdorf, davor (glaube ich) A125 in Berlin.

    Neuaufbau auf altem Fahrgestell LOWA Johannistal in den 1950er Jahren.


    Mit freundlichen Grüßen Thomas

  • Ja, es handelt sich um den Woltersdorfer ATW Nr 9, vormals A2. Der ging 1996 nach Prora und ist jetzt offensichtlich in Falkenberg gelandet.


    Gruß, Mike