Diverse alte Fahrpläne, beginnend mit KH

  • Hallo, für ein Modellbahnprojekt hatte ich aus alten unansehnlichen Unterlagen, die mir nur als schlechte Kopie vorlagen, mal Bildfahrpläne neu grafisch zusammengestellt.


    Zunächst möchte ich den von der KH-Linie hier vorstellen. Blau sind reine Personenzüge oder gemischte Züge, grün reine Güterzüge. Gestrichelte Züge verkehrten nur nach Bedarf. Zeitraum ist Anfang der 1920er Jahre, d.h. die I K und IV K teilten sich noch den Betrieb. Zudem wurde der Anschluss zum Rittergut zumindest theoretisch noch befahren. Bilder reiner Güterzüge sind mir nicht bekannt, ebensowenig wie eine abgestellte Personenzuggarnitur in Kohlmühle, also werden die wohl fast immer ausgefallen sein/es reichten die gemischten Züge für die wenigen Güterwagen aus. Leider kann ich das konkrete Jahr nicht mehr sagen, die Originalkopien haben sich irgendwie verflüchtigt.


    Viel Spaß beim betrachten


  • Zum vorhergehenden Plan der Schwarzbachbahn hätte ich eine Frage, wie würdet ihr bei diesem Plan die Bekohlung durchführen? 7 und 12 Uhr hat man jeweils genug Zeit, sicherlich hat man nach dem P 5 bzw vor dem P 6 aus vorbereiteten Körben nochmals Kohle geladen. Aber schaffte die I K wirklich so lange Strecken von 7 bis 12 ohne nachzuladen? Ist es naheliegend, das auch da schnell zwischen dem Umsetzen 1 oder 2 Körbe mit Kohle geladen worden sind? Diese müssten natürlich in den langen Pausen gefüllt werden.




    Als nächstes ein Bildfahrplan von Mulda-Sayda aus dem Zweiten Weltkrieg. Auch hier wieder mit einem späten Bedarfsgüterzug. Dieser war vielleicht oft auch nur bis Voigtsdorf unterwegs, da ab da die Planlast Richtung Sayda deutlich geringer war. Da war es naheliegend, Güterwagen dort abzustellen und später nachzuholen.


  • Hallo,


    der Frage von Andreas würde ich mich anschließen und noch ein paar weitere Informationen dazu wünschen ^^


    Was deine Frage angeht, so könnte ich mir vorstellen, dass da nicht nur eine einzige Lok unterwegs war, sondern die Loks längere Pausen hatten und sich sozusagen abwechselten. Wir reden hier immerhin von einer Zeit in welcher es noch unüblich war, einen so engen Fahrplan mit nur einem Triebfahrzeug durchzuführen.


    VG Marc

  • Auf beiden Strecken war aber ein Einzugbetrieb üblich. Loks waren teuer und eine Reservelok wurde nur bei einem Ausfall einer anderen angeheizt, alles andere verursacht nur Kosten. Und aller x Tage wurde die Betriebslok gewechselt, weil die bisherige Lok zum Auswaschen ging. Auf der KH-Linie ging das sogar so weit, das nach dem Zweiten Weltkrieg einige Zeit kein Sonntagsverkehr durchgeführt wurde, weil Fristarbeiten ohne Reservelok erledigt wurden.


    Die Erstellung werde ich vielleicht mal separat vorstellen, ich nutze jTrainGraph in einer ziemlich alten Version.