Rasender Roland im TV

  • Hallo Robby,


    hat der SWR die Sendung wieder online gestellt?

    Das ist die Kurzfassung einer DVD-Version der Eisenbahnromantik, die durch die JS-Filmproduktion zwischen 2012 und 2014 mit immer neuen Drehtagen erstellt wurde. Die DVD mit dem etwa 60 Minuten messenden Hauptfilm und einer Bonus-DVD aus dem Jahre 1993 ist auch heute noch an den Fahrkartenschaltern des Rasenden Roland erhältlich.


    Etwas Spoiler gefällig?

    Die Aufnahmen mit 99 1781-6, aus denen das oben stehende Titelbild stammt, entstanden am frühen Morgen während einer Sonderfahrt mit der planmäßigen Zuggarnitur von Putbus nach Seelvitz in der morgentlichen Sonne. Es hätte hinterher vom Sonnenstand nicht mehr gepasst.

    Auch die Aufnahmen am Ende der Sendung mit der 99 1784-0 in Lauterbach entstanden natürlich mit einem Sonderzug, eingelegt in einer Zugpause zwischen zwei Planzügen im Oktober 2012. Der Kameramann Joachim Schmidt stand mit seiner Kamera auf dem Führerhausdach der Lok und wünschte sich bei mehreren Scheineinfahrten nach Lauterbach Mole, dass wir so dicht, wie irgend möglich an den Prellbock fahren, damit er einen exklusiven Blick aufs Wasser genießen kann. Bei dieser Gelegenheit fotografierte er auch ein wunderschönes Foto, das schon mehrfach veröffentlicht wurde. Wir haben es geschafft und mein Ausspruch "So gut waren wir noch nie..." war natürlich gestellt und nicht ganz ernst gemeint.


    Unvergessen ist Frau Pannewitz (ab ca. Minute 14.35), eine ehemalige Kollegin vom Wagendienst, die direkt am Bahnhof Göhren nicht nur wohnte, sondern gegenüber auch ihren Kleingarten pflegte. Sie berichtet im Film von ihren Erlebnissen mit aufdringlichen Urlaubern.

    Frau Pannewitz bleibt uns Lokmännern noch aus einem anderen Grund in Erinnerung.

    Fanden früheren Zeiten Probefahrten mit neu aufgearbeiteten Lokomotiven statt und bekam sie rechtzeitig "Wind" davon, bewirtete sie nicht nur das Personal der Probefahrtlok, sondern auch das Personal des zugehörigen Planzuges mit einem reichhaltigen Angebot aus Heißgetränken, Bockwurst und leckeren Broten. Es war ihr ein inneres Bedürfnis, ihren Kollegen so eine Freude zu machen und so fuhr man dann wie "genudelt" aus Göhren ab.


    Aber auch danach war Joachim Schmidt eigentlich jedes Jahr mehrmals hier auf Rügen und hat viele Aufnahmen für seine Produktion gemacht. So entstanden hier auch Aufnahmen der 86 1333-3, die dann Eingang in eine der regelmäßigen DVD's der Zeitschrift Züge fanden.


    Vielleicht sehen wir uns ja bald wieder live auf unserer Insel.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo Robby,


    das stimmt. Diese Produktion ist sozusagen noch ein Spätwerk des langjährigen Sprechers Jochen Breiter (ex ZDF heute). Seit einigen Jahren sprach Carlos Lobo dann diese Filme, aber Ende 2020 kam dann mit dem Verkauf der Verlagsgruppe Bahn an Gera-Nova-Bruckmann das Aus für diese Videos.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Moin Achim,


    na, bei der Fahrt an den Prellbock hat aber jemand schon hektisch Haltsignal gegeben... :)


    Wenn diese DVD noch erhältlich ist, werde ich diese bei meinem nächsten Besuch dort mal erwerben. Für solch lange Durststrecken wie gerade jetzt ist sowas doch willkommen. Ich habe immer noch sechs Wochen frei, aber ob das bis dahin noch etwas wird mit einem Besuch? Letztes Jahr durfte man ja wieder ab 25. Mai kommen...


    Gruß auf die Sehnsuchtsinsel!


    Carsten

  • Hallo Carsten,


    na klar. Wenn Du die Sichtverhältnisse von der Neubaulok herunter auf den Balken kennen würdest, wüsstest Du auch, warum unser Zugführer da etwas "einweisen" musste. Vom Führerstand ist man da durch die langen und hohen Wasserkästen sozusagen blind. Und wenn Du die Geräusche hörst, dann weißt Du auch, warum wir nicht gegen den Bock gefahren sind, denn der lange Zug schob doch ganz schön...


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Sowas stimmt einfach nur traurig

  • Moin Achim,


    ist mir klar. Da ist viel Sichtbehinderung im Spiel. :) Seit ich damals am 01. Mai 1997 die 03 001 von Berlin nach Stralsund und zurück lotsen mußte weiß ich Endführerstände zu schätzen. Und dazu auf der Rückfahrt im Dunkeln die funzelige Beleuchtung einer Dampflok, die eigentlich nichts bringt als gesehen zu werden... Wie Bundesbahn-Elloks. :)


    Das komplette Gegenteil ist die Sicht von einer 229er. Das ist die Baureihe mit dem höchsten Führerstand die ich bisher gefahren habe. Bei der Fahrt auf Prellböcke (wie z.B. bei den Garantiefahrten als Vorspann vor D-Zügen damals nach Stralsund) mußte ich mich immer zurückhalten aufzustehen und mit dem Gesicht an der Frontscheibe zu kleben bei meinen Zielbremsungen...


    Gruß zurück


    Carsten

  • Hallo Carsten,


    da gewöhnt man sich im Laufe der Zeit dran. Im normalen Alltag kommt es ja auch nicht so oft vor, dass man millimetergenau vor dem Prellbock halten muss. :frech:


    Beim Heranfahren an den Zug geht es jeden Tag nur nach dem Motto "Wenn's knallt, noch ein Meter..."

    Eine Dampflok bietet generell keine guten Sichtverhältnisse. Darum hat man auch immer links noch einen Ausguck stehen.


    Viele Grüße


    Dampfachim