Praktikum beim Molli

  • Am Donnerstag habe ich in den Fahrdienst reinschnüffeln dürfen. Lokmitfahrt war ja schon am Dienstag.

    Los ging's erstmal mit dem Zug nach Kühlungsborn.

    Das ist auch schon das einzige für das Forum brauchbare Bild des Tages. Jedenfalls bin ich zweimal hin und her gefahren. Dabei wurde mir der Bahnhof Kühlungsborn genauer gezeigt und die Schaffner haben ihre Aufgaben vorgestellt. Auf dem Rückweg sollte ich noch beim Zugleiter einen Stop einlegen, aber das verzögerte sich um eine Stunde. Kurz vor Kühlungsborn Mitte blieb der Zug stehen. Die Bremsen ließen sich nicht mehr lösen. Nach lösen von Hand ging es Handgebremst bis nach Ost. Dort stellte sich heraus, dass ein neues Führerbremsventil benötigt wird. Mittlerweile hatte der andere Zug auch eine ordentliche Verspätung. Dann gab es in Ost eine Zugkreuzung und mit diesem fuhr ich dann nach Heiligendamm. Über eine Stunde in der Sonne brutzeln. 🥵

    Somit blieb dann noch eine Stunde beim Zugleiter, bevor ich mit dem anderen Zug wieder zurück fuhr. Leider ist der Fehler noch nicht gefunden worden, es gab wohl im Ventil selbst nichts auffälliges.


    MFG, Philipp

    MfG, Philipp

  • Moin Philipp,


    auch von mir vielen Dank für den interessanten und kurzweiligen Bericht über Deine Praktikumswoche beim Molli. 😃👍🏻 Und es freut mich für Dich, dass sich diese Gelegenheit für Dich ergeben hat.


    Sonntägliche Grüße!

    Stefan

    Die „dienstälteren“ Forumsnutzer erinnern sich möglicherweise noch dunkel an mich, seit einigen Jahren vor allem stummer Leser hier... ;)

  • Hallo Leute,


    Zu guter Letzt, noch schnell den Freitag.


    In den letzten Tagen haben alle Mitarbeiter zügig gearbeitet, um alle Aufgaben der Woche rechtzeitig zu erledigen. So blieb für diesen Tag nicht mehr viel Arbeit übrig.

    Ich habe als optische Verbesserung die Kesselspeiseventile mit schwarzem Thermo-Lack gestrichen. Die sahen von der Seeluft und den betrieblichen Beanspruchungen schon sehr rostig aus. Jetzt ist es wieder schick. Es war jedoch sehr warm daoben.

    Den Dampfverteiler habe ich gleich mitgemacht, sah auch nicht besser aus.

    Jetzt steht 99 321 wieder als Reservelok bereit, gut das nichts passiert ist zwischendurch. Es gab nämlich keine weitere Reservelok.

    Dann haben wir noch die Radreifen vermessen.

    Als Abschlusstätigkeit wurde noch der Umlauf geputzt, speziell vor der Rauchkammer lagen noch Reste vom Löscheziehen.

    Danach gab es einen extra Vortrag zum Thema Bremsen. Sehr lehrreich. Zum Abend hin wurde noch schnell die Halle ausgefegt.

    Eine ungewöhnliche Perspektive.


    MFG, Philipp

    MfG, Philipp

  • Die Bilanz fällt sehr positiv aus, mir hat mein erstes Praktikum sehr gut gefallen. Am meisten die Zeit in der Werkstatt und auf der Lok. Mit Tätigkeiten wie Zugbegleiter und Zugleiter kann ich nicht so viel anfangen. Aber alles rund um die Dampflok ist genau mein Ding. Auch muss ich das Molli-Team sehr loben, denn die Atmosphäre ist freundschaftlich bis fast familiär und ich habe mich auch trotz der kurzen Zeit als Teil davon gefüllt. Man kann sehr gut arbeiten, ist willkommen und es entsteht ein gutes Arbeitsergebniss. Auch schätze ich die Präzision und die Pflege gegenüber der Technik das ist mir beides beim Arbeiten sehr wichtig und es ist nicht überall so. Zudem konnte ich meine Fachkenntnisse umfangreich erweitern und praktische Erfahrungen sammeln. Dafür bin ich sehr dankbar. Wenn ich dann später mal eine Ausbildung in diesem Bereich mache, kommt der Molli auf jeden Fall in die engere Auswahl.

    Ich kann es nur weiterempfehlen und werde unbedingt mal wieder vorbeischauen.


    Deshalb auch liebe Grüße an die hier vertretenen Mitarbeiter vom Molli.


    Mit freundlichen Grüßen, Philipp

    MfG, Philipp

  • Hallo Philipp

    Ein ebensolches positives Fazit von meinem Praktikum seinerzeit 1983 beim Bahnhof meiner Heimatstadt konnte ich auch ziehen . Das es so viele verschiedene Berufe bei der Eisenbahn gibt , hatte ich damals nicht gewusst und mit reichlich Verspätung verdiene ich meine Brötchen mit der großen Bahn seit 2001 . Zum Fahrdienst hat es nicht gelangt letztendlich , sondern heute bin ich Bestandteil einer wichtigen Truppe mit langem Hammerstiel .

    Zusammen habe ich das Praktikum mit einem Schulfreund gemacht , der auch hier im Forum dann und wann auftaucht. Ja so kann ein beruflicher Werdegang aussehen und die Hauptsache ist , man geht mit Freude ran , sonst wird das nichts mit der Eisenbahn , meine Erfahrung.


    Glück auf


    Armin Ahlsdorf