Hallo,
Wochenende ... wieder mal Zeit für einen Beitrag in der Reihe "Feldbahnarchäologie in Berlin". Heute geht es zu einer Feldbahn, die relativ unbekannt ist und zu der ich auch im Internet keinerlei Informationen gefunden hab.
Die Feldbahn des Wilhelm-Griesinger-Krankenhauses in Berlin-Biesdorf
Ende des 19. Jahrhunderts wurde am östlichen Stadtrand Berlins eine Psychatrische Klinik mit einer Kapazität von 1.000 Betten eröffnet. Dazu wurden auf dem parkähnlichen Gelände insgesamt 44 Gebäude errichtet. Um die Transportaufgaben zwischen den einzelnen Gebäuden sowie der Großküche und der Wäscherei zu bewältigen, wurde ein weitverzweigtes Feldbahnnetz gebaut. Das Gelände besaß zudem ein regelspuriges Anschlußgleis an die Preuß. Ostbahn. Leider sind über das Feldbahnnetz keine weiteren Informationen bekannt. Laut Aussage von älteren Beschäftigten sollen mindestens eine kleine Akku-Lok im Einsatz gewesen sein. Auch bis wann die Bahn genutzt wurde, ist leider nicht bekannt.
Bei meinem Besuch am 17.02.2007 fand ich im Straßenpflaster des wunderschönen Geländes noch einige Gleisabschnitte. Teilweise sogar längere Abschnitte, die theoretisch sogar befahrbar wären ...
Durch die Schatten ist das Gleis in der Straße nur schwach zu erkennen.
... schon deutlich besser zu erkennen.
Sieht doch befahrbar aus, oder?
Die Gleise findet man an mehreren Stellen im prachtvollen Gelände.
Nein, hier gibt es kein Gleis zu entdecken. Hier ist die klinikeigene Basilika su sehen.
Nochmal der beeindruckende Wasserturm mit dem Kesselhaus. Direkt vor der Mauer (auf dem heutigen Weg) führte das normalspurige Anschlußgleis entlang und endete in Höhe des Kesselhauses.
Ich hoffe, der kleine "archäologische Ausflug" hat euch gefallen.
Viele Grüße
Toralf