Modernisierung der Woltersdorfer Straßenbahn

  • Moinsen,


    Marian Sommer - und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz um es mal freundlich auszudrücken. Die Regierung - die ich nicht gewählt habe - von D setzt jeden " Mist " der EU um. Aber bei den von Dir genannten Bahnen ist ausdrücklich historischer Verkehr bestellt! Klar ist das für mich ein Grund deswegen gerad dort hin zu fahren. Aber so als Beispiel, schau Dir doch mal die Hauptzielgruppe im Kirnitzschtal an, Wanderer, Bergsteiger und Touristen.


    Auf der anderen Seite möchte ich mal Gotha in den Ring werfen, da bewegt sich was für einen zukunftorjentierten ÖPNV - auch wenn es " Altbau Tw " sind.

    Der Oschatzer Saarsachse

    IV K - Fan

  • PS: Ich finde die Reaktion einiger Leute sehr traurig.

    Vielleicht wird sich in ein paar Jahren daran etwas ändern, wenn Verordnungen durchkommen (und das werden sie mit Sicherheit!), daß Dampflokbetrieb auf Grund von Klimaschutz, Umwelt- und Feinstaubbelastung künftig nicht mehr gestattet wird. Es ist nur noch eine Frage der Zeit ...

    Viele Grüße, ich werde sehen was ich tun kann.

  • Moinsen,


    G.Holst - keine Angst, der Dampfbetrieb wird auf Grund anderer Probleme eingestellt - aber das gehöhrt jetzt hier nicht her!

    Der Oschatzer Saarsachse

    IV K - Fan

  • Bei allem gebührendem Respekt, aber ich habe doch von einem grundsätzlich berechtigten Anliegen geschrieben.


    Und wenn du es so genau wissen willst: ja, ich bin Landesbeamter und bin zur Verfassungatreue verpflichtet. Reicht dir das um zu wissen, welches Geistes Kind ich bin?


    Ach ja, du setzt dich zur Wehr indem du erstmal alle Beamten aus Brüssel als Schreibtischtäter beleidigt. Sehr sinnvoll. Was kommt als nächstes? EU ist böse und gehört zerschlagen? Es ist deine Pflicht, erstmal auf die EU abzukotzen und ausführende Mitarbeiter der EU-Verwaltung zu beleidigen? Bitte was?


    Sorry, aber so ein politisches Gelaber gehört einfach nicht in dieses Forum.

  • Moinsen,


    Weiche - ich weiß gehört hier so nicht richtig hin - aber diese Betriebsblindheit stört mich gewaltig und ja auch politische Themen gehören hier her und sollten im zivilen und gleichberechtigkten Umgang auch diskutiert werden. Das finde ich bei DSO so lustig - Eisenbahngewerkschaftsthemen sind unerwünscht - Hallo was ist DSO für ein Forum und worum geht es dort - Eisenbahn?


    Der Oschatzer Saarsachse

    IV K - Fan

  • Hallo,


    es ist eine ganz primitive Nummer, der angeblichen Willkür der EU die Schuld an irgendwas mehr oder weniger elegant zuzuschieben - und es bringt keinen Millimeter weiter!

    Alle EU-Entscheidungen und -regeln entstehen durch Anregung, Einfluß und Mitwirkung der Mitglieder (Parlamentsabgeordnete, Regierungen und einige mehr). Es ist ein Ablenkungsmanöver ganz billiger Art, wenn Politiker oder Bürger der Nationalstaaten die EU-Regeln als "aus dem nichts kommend" kritisieren, die die eigenen nationalstaatlichen Insititutionen mit beschlossen haben.


    Gegen Änderungen in Woltersdorf oder anderswo hätte "man" was tun müssen, als die entsprechenden Vorgaben entwickelt und in Kraft gesetzt wurden. Zu warten, bis die Umsetzung ernst wird, war dann schon ein Fehler. Jetzt zu rufen, wenn die dafür passenden Entscheidungen im Sinne der Zukunftsfähigkeit getroffen werden, ist Kritik von der falschen Seite, wenn "man" nicht die Existenz des Verkehrsmittels in Frage stellen will.

    Gruuß

    217 055

    Einmal editiert, zuletzt von 217 055 ()

  • PS: Ich finde die Reaktion einiger Leute sehr traurig.


    Auf leidenschaftliche Beiträge mit Herz, welche keine konkreten Personen angreifen, folgen leider allzuoft persönliche Beleidigungen.

    Letztere sind sehr verletzend, und zwar direkt für einen einzelnen Menschen!


    Früher haben sich (Modell-)Eisenbahner bezüglich Respekt und Höflichkeit als etwas besseres gefühlt.

    Gehört wohl der Vergangenheit an, hier auch.


    Mir verleidet dies mittlerweile auch die Lust, eigene leichte, freudvolle und selbstironische Beiträge zu erstellen.

    Das fliegt einem dann häufig um die Ohren. Stänkerei und Beleidigungen kommen dann meistens von den Passiven, welche die Aktiven angehen und ansonsten nichts Konstruktives oder Eigenes beitragen.


    G. Holst, über Deinen Beitrag kann man unterschiedlicher Meinung sein.

    Deine Sicht hat eine absolute Berechtigung (touristischen Wert und Anziehungskraft erhalten).

    Die andere Perspektive auch (Modernisierungsbedarf, Zielgruppe überprüfen).


    Aber: Die darauf folgenden persönlichen Beschimpfungen an eine konkrete EINZELNE Person sind sehr traurig

    und führen zu der Gesellschaft, über welche die Mehrheit dann unglücklich ist.

    Beste Schmalspurgrüße

    merane

  • ich frage mich:

    Was gibt es an einer Richtlinie auszusetzen, die gebrechlichen Menschen erleichtert am Nahverkehr teilzunehmen.? So eine Kritik kommt doch oft nur von denen, die den ÖPNV nicht tagtäglich nutzen.

    Wäre es besser die Bahn würde nicht investieren und statt dessen stillgelegt werden? oder sollen etwa an der Stecke jetzt statt dessen überall Hochbahnsteige gebaut werden? aber das würde doch genauso kritisiert werden.

  • Hallo,

    ich kann beide Seiten etwas verstehen. Die pauschale Kritik und Herabwürdigung von "Schreibtischtätern" ist bedauerlich. Woher weiß man denn, welche Überlegungen zu der Entscheidung geführt haben, vier Neubaufahrzeuge auszuschreiben? Natürlich mag ich die Gothawagen lieber, aber ich bin auch nicht Rollifahrer. Das Argument mit der gegenseitigen Hilfe findet spätestens beim Elektrorolli ein Ende: So ein Trumm kriegt man nicht mal eben in den Wagen gehoben. Und ja, heutzutage hat auch der einzelne Rollifahrer einen Anspruch auf Barrierefreiheit. Mit welchem Recht will ich mir anmaßen, ihn wegen meiner Vorliebe für schöne alte Fahrzeuge von der Nutzung auszuschließen? Betrachten wir die Alternativen: Wäre uns ein Umbau der Gothawagen lieber? Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich davon aus, daß das, wenn überhaupt machbar, ziemlich stark in die Substanz eingreifen würde und auch zulassungstechnisch ein erheblicher Kraftakt wäre. Stationäre Lifte sind auch keine Lösung, denn wer soll die bedienen, warten und wie viele braucht man? Wenn man mehr als einen reinen Museumsbetrieb erhalten will, dann kommt man um Neufahrzeuge wohl nicht mehr herum. Das heißt doch aber nicht, daß die Gothas aus Woltersdorf verschwinden werden; man wird sie nur nicht mehr ständig antreffen, was letztlich ja auch der Schonung des Materials dient. Insofern sehe ich keinen Grund für Alarmismus und werte die Beschaffung eher als Garantie dafür, daß die Bahn -mit den Altbauwagen- eine gesicherte Zukunft hat. Wobei die Ausschreibung ja auch nicht bedeutet, daß wirklich beschafft wird. Möglicherweise dient sie auch der Abwägung auf Grundlage der eingehenden Angebote, ob sich das überhaupt lohnt.

    Grüße,

    Rolf

  • Witzig das man Meinungsfreiheit mit Widerspruchsfreiheit gleichsetzt. Und auf eine persönliche Ebene haben es genau die gehoben, die eben das Gegenteil davon behaupten.


    Und Ausnahmen von Regelungen haben wir schon mehr als ausreichend. Es wird eben alles bis ins kleinste Detail geregelt, weil das die Bevölkerung so will. Gibt es da Unklarheiten, wird sonst oft geklagt. Also stellt der Entscheidungsträger Regeln auf und handelt danach. Das sprichwörtliche Augenmaß bleibt da eben auf der Strecke.


    Weil man in den letzten 30 Jahren kaum in die Verbesserung (nicht gleichzusetzen mit Modernisierung) investiert hat, ist die Situation so vertrackt. Ewig weiterbetreiben kann man Fahrzeuge im täglichen Einsatz nicht. Das zeigen die "Bimmelbahnen" auch, wo man um Rahmen und andere Fragmente schon oft genug komplette Fahrzeuge praktisch neugebaut hat. Mit einem Museumsanspruch mag das irgendwie gehen, der Bevölkerung kann man aber sowas aus Mitteln für den ÖPNV nicht verkaufen. Das würde man zurecht Steuergeldverschwendung nennen.