Ausbildung zum Lokführer

  • Hallo 99 1584-4 ,


    Bei der PRESS zumindest kann man soweit ich weiß auch ohne die Ausbildung zum Industriemechaniker Lokführer werden. Mit Option zur Weiterbildung in den Dampflokbereich. Je nachdem wie man sich anstrengt, geht das ziemlich schnell und nach der Hälfte der 3 Jahre ist man vielleicht schon als Heizer auf der Lok.


    MfG, Philipp

    Hallo Philipp, Hallo Cevin,


    das ist völlig richtig. Die PRESS bildet Lokführer auch auf einem anderen Weg aus, nämlich auf dem heute häufigsten. Sie erlernen den Beruf des "Eisenbahner im Betriebsdienst" und spezialisieren sich dabei als Lokführer. Dabei geht es aber in der Hauptsache um die Gewinnung von Nachwuchs für die Verkehre der PRESS auf dem Regelspursektor, vor allem zunächst auf V 60 und V 100, aber auch darüber hinaus auf anderen Diesel- und Elloks. Es ist aber auch richtig, dass ein Teil dieser Auszubildenden eine Ausbildung zum Heizer und manche auch zum Dampflokführer bei der Rügenschen BäderBahn durchlaufen und dann zeitweise und jeweils meist nur kurz auf Rügen aushelfen. Aber der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit erstreckt sich weiterhin auf die oben genannten Bereiche im Kerngeschäft der PRESS.


    Die PRESS und RüBB bieten in geringerem Umfang auch Ausbildungsplätze zum Industriemechaniker.


    Cevin, Du solltest Dir einfach auf der PRESS-Homepage einmal das auf der Startseite verlinkte Video zur Ausbildung ansehen und unter "Jobs" suchen, ob Dich etwas anspricht.


    Herzlich Willkommen - Pressnitztalbahn GmbH.com


    Ich kann Dir auch nichts anderes raten, als dass Du Dich entsprechend bei verschiedenen Bahnen bewirbst und immer darum kämpfen musst, Deine Leistungen zu verbessern. Versäumst Du diese Bewerbung, vergibst Du vielleicht die Chance Deines Lebens, in Deinem Traumberuf zu arbeiten.


    Eine Heizerausbildung ersetzt keinen Berufsabschluss. Auf jeden Fall solltest Du zunächst eine Berufsausbildung erfolgreich abschließen. Ob Du Dich dann mit einem Abschluss in der Tasche noch irgendwo zur Heizerausbildung bewirbst, muss sich dann finden.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Vielen Dank!!

    Die Press bildet sicher in Espenhain aus und die SDG ja in Othal.

    In Othal hätte ich eine Lehrlingswohnung...

    Bevor ich diesen Schritt gehe werde ich auf jedenfall meinen Autoführerschein machen.

    MfG

  • Hi Cevin,


    wenn du ein Praktikum bei den Firmen machst und du dich nicht blöd anstellst, nehmen sie dich vielleicht trotz deiner Noten als Azubi.

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • Hallo zusammen,


    ich habe bei DB Cargo seinerzeit die Lokführerausbildung begonnen, ohne vorher einen technischen Beruf erlernt zu haben. Das war problemlos möglich. In den bisher 21 Jahren gab es aber durchaus immer mal die eine oder andere Situation, wo gewisse technische Grundkenntnisse nicht verkehrt gewesen wären. Es hätte sicher das Verstehen verschiedener Zusammenhänge vereinfacht.


    Wir hatten während der Berufsschulzeit auch einen Azubi der PRESS in der Klasse. Das war damals der Beginn der Zusammenarbeit zwischen der Berufsschule und den verschiedenen Eisenbahnverkehrsunternehmen.


    Gruss Andreas

  • :wink:


    naja, eine 4 in Mathe und Physik kann schon zum Problem werden, die Frage ist nämlich, wie sehr du dich für deine Noten anstrengen musstest :nixw: denn zwischen einer 4 aus reiner Faulheit und einer 4 nach permanenter Büffelei liegen schon Unterschiede - schlussendlich will nämlich auch die Berufsschule bestanden werden :irre: und beim Eisenbahner gibt es einiges zu lernen, nicht nur das dicke Signalbuch :crazy:


    da ich auch ins Recruiting eingebunden bin, kann ich aus Erfahrung sagen, dass bis zu 50% der Bewerber zum "Eisenbahner im Betriebsdienst" an der medizinisch-psychologischen Eignung scheitern, eher selten an den Zeugnisnoten :kaffee:

    mit besten Grüßen


    Metis

  • Auch wenn Cevin und nicht ich das Thema angesprochen hat, möchte ich mich gerne mal bei allen bedanken, die dazu etwas beigetragen haben. Denn schließlich wird mich das Thema auch in 1-2 Jahren betreffen, die Zeit vergeht schneller als gedacht. Mein Traumberuf ist der Dampflokführer und deshalb freue ich mich über die hier geäußerten Tipps und auch Erfahrungen zu diesem Thema. Danke.👍👍👍


    MfG, Philipp

    MfG, Philipp

  • Ich kann ja aus dem Nähkästchen plaudern und euch verraten das ich tatsächlich im 1 Halbjahr meiner 10 Klasse eine 5 in Mathe zu stehen hatte...
    Ich habe diese Zensur dann mit sehr viel Mühe zu einer 3 in der Prüfung verbessern können. Es lag halt an der Faulheit. Interessanter Weiße hatte ich aber in Physik stehts eine 2 und mit diesen Zensuren habe ich tatsächlich mit dem Elektroniker für Geräte und Systeme einen technischen Beruf erlangt. Es geht also, wenn man sich dahinterklemmt.


    Für den Eisenbahner ist aber manchmal viel wichtiger Zusammenhänge zu verstehen, Probleme zu erkennen und auf viele unterschiedliche Situationen sicher reagieren zu können. Man muss immer in der Lage sein. die Situation richtig einschätzen zu können. Als Lokführer im Fahrdienst genauso, wie als Lokschlosser bei der Fehlersuche. Und so ist das auch bei uns Fahrdienstleiter. Man kann das durchaus lernen, ich habe es ja auch. Aber es ist von Vorteil wenn man natürlich schon einen gewissen Blick dafür hat, und auch noch etwas über den Tellerrand sehen kann. Mir hat es z.b bei der Ausbildung zum Fdl sehr geholfen das ich die Fahrzeugtechnische und Lokführerseite kannte und dann gewisse Zusammenhänge mir eben bekannt waren.

    Kleiner Funfact..
    Meine Klassenlehrerin Frau März wusste aber schon 1988 das ich mal Eisenbahner werde...

    Hat auch nicht jeder im Schulzeugnis der 2 Klasse stehen oder?

    Gruß André

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  • Hallo,


    mal was von früher, auch wenn das die Jugend oft nicht hören mag... ;)


    Ich habe mich schon 1988 und 1989 bei den Werbeveranstaltungen des Bw Dresden für den Beruf des Triebfahrzeugführers beworben. Es hieß, ein Jahr Schienentriebfahrzeug- Schlosser machen, danach im 2. Lehrjahr Lokfahrschule für BR 106.

    Oder Berufsausbildung mit Abitur, dann wäre nach 3 Jahren die BR 132 das Ziel gewesen.

    Weiterhin wurde versprochen, dass man nach 3 Monaten Grundwehrdienst, hätte den Rest des Wehrdienstes (gesamt 1.5 Jahre) dann als Lokführer in der Dienststelle gedient.

    Beste bis gute Noten wollten sie haben und "gesellschaftliche Betätigung"...hieß also FDJ und möglichst DSF- Mitgliedschaft.


    Nun, mindestens auch die Führungen durch das Bw DD- Friedrichstadt waren schon eine Klasse für sich, sonst kam man ja dort nicht hinein.


    Als Nachwende- Schulabgänger, 1991, wurde mir dann gesagt, dass man nun erstmal den Industriemechaniker/ Betriebstechnik absolvieren muss. Und ja, dort wurde echt ausgesiebt, ringsherum schlossen die Betriebe, viele suchten einen Ausbildungsplatz!


    Was ich erst 25 Jahre später beim Klassentreffen erfuhr, erstaunte mich. Da erzählten Klassenkammeraden von den Anwerbeversuchen von Armee, Polizei und der Volksbildung. Anscheinend mussten pro Klasse "Quoten" erfüllt werden. Meine Klassenlehrerin wusste, was ich unbedingt werden wollte und hat mich wahrscheinlich vor all diesen Gesprächen beschützt.


    Also, es war nie einfach, nur anders.


    Gruß Micha

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