Mein Bimmelbahnsommer 2021

  • Hallo,

    ich möchte euch ein bisschen teilhaben lassen an meinem Bimmelbahnsommer. Dieses Jahr konnte ich erfreulicherweise einige Bahnen besuchen - sie sind nicht alle schmalspurig, aber Nebenbahnen sind es allesamt. Es sind alles Mitfahrerbilder - vielleicht machen sie Lust, es uns nachzutun :)

    Los ging es am 6. Juni auf der Lokalbahn Amstetten- Gerstetten - als erste Museumsbahn in Baden-Württemberg nahm sie wieder den Betrieb auf.


    Hier in Gerstetten, V.a. der Kuzr Packwagen hat es mir angetan.


    Zurück über die Albhochfläche - des Wetter tat ein übriges, der Zug war kaum besucht.


    Schöne Statiönle gibt es unterwegs...


    Eine Woche später gings dann auch bei uns los - ich bin der DBK und der Schwäbischen Waldbahn aktiv. Saisonstart war mit 23 058, die ordentlich Fotografen zog (siehe rechts). Hier am 13.6.21 auf dem Strümpfelbachviadukt beim Weiler Steinbach.


    Weitere zwei Wochen später stand der Schlemmer-Express an, eine Abendfahrt mit Menü und Theater im Zug.

    Der Halt zum 2. Gang auf dem Strümpfelbachvisadukt gibt auch den Zugbegleitern die Chance auf ein Bild :) (23.06.2021)


    Jetzt kommt ein kleines Abstecher ins Ausland, dafür wird es schmalspurig: Ein Frankreichurlaub bot die Chance, die Museumsbahn an der Baie de Somme zu besuchen. Die Museumsbahn dort führt im Sommer einen täglichen Betrieb auf den verbliebenen 2 Strecken von ehemals 5 Bahnen, die von Noyelles sur Mer ausgingen. Dabei pendeln die Züge von Le Crotoy nach St Valery sur Mer, wobei sie in Noyelles Kopf machen. Bei Zweizugbetrieb werden auch die Loks getauscht. Besonders ist, dass der Ast nach St. Valery als Vierschienengleis ausgebaut ist.


    Wie starten in St. Valery, übrigens ein wunscherschöner Ort.



    Der Zug hat Noyelles errreicht, der Gegenzug mit den ex-BOB-Wagen aus der Schweiz ist schon da.


    Und hier ist der Endpunkt Le Coroy erreicht.


    Am 15.08. wars dann wieder normalspurig, das Kuckucksbähnel wurder erkundet.

    Fotohalt auf halber Strecke, leider von de Schattenseite...


    Die Köf am Zugende schob nach, hier in Elmstein - ein bisschen Bundesbahn pur.


    Den Zug württembergischen und badischen Wagen möchte ich nicht vorenthalten.


    Richtig bimmelbahnig wurde es dann Anfang September: vier Tage Sachsen standen auf dem Programm. Nach einem Stopp auf der Hinfahrt in Neuenmarkt-Wirsberg gings zur Fichtelbergbahn.

    Die Mitfahrt im offenen Wagen war Pflicht, hier sind wir schon in Niederschlag bei der Kreuzung.


    Ausfahrt Niederschlag auf der Rückfahrt.

    Zwischen Neudorf und Unterneudorf.


    Übernachtet haben wir dann in Radebeul. Was am nächsten Morgen auf dem Programm stand, ist wohl nicht schwer zu erraten.

    Da erst der Zug um 10 Uhr die ganze Strecke befährt, ahben wir den morgendlichen Pendel nach Moritzburg mit dem Auto begleitet. Hier die Ausfahrt Lößnitzgrund.


    Angekommen in Moritzburg, das Umsetzen haben wir nicht abgewartet, sondern sind zurück nach Radebeul zur Mitfahrt.


    Der Zug war wegen Gruppenanmeldungen auf 10 Wagen verstärkt, bei der Abfahrt am HP Friedwald wollte es das Lokpersonal wissen. Die Auspuffschläge haben einem die Schnürsenkel geöffnet...


    Zurück in Radebeul setzten wir uns wieder ins Auto, ab nach Zittau.

    Wir fuhren hoch nach Oybin, zurück bis BErtsdorf und pendelten nach Jonsdorf. Stellvertretend ein Bild aus Bertsdorf- die Atmosphäre des Bahnhofs (eigentlich der ganzen Bahn) hat es mir schon sehr angetan.


    Während der Zug in Oybin regelrecht gestürmt wurde, was der letzte Zug des Tages von Jonsdorf bis Zittau dann nur im Aussichtswagen besetzt, der Rest des Zuges war leer. Bemerkenswert fand ich auch das ausgesprochen nette Zugpersonal - einen Dampflokführer, der absteigt, um Wandertipps zu geben, findet man auch nicht überall.

    Zurück in Zittau, die Lok setzt um, um den Zug ins Betreibsgelände zurückzudrücken.


    Nach einer Nacht in Zittau ging es über Tschechien nach Bad Schandau.

    Wir haben den Zug um 10 Uhr erwischt - der war relativ leer. Der Kurs um halb elf war knallvoll... Kreuzung am Betriebshof. Bis auf die Sitze haben die Wagen den alten Charme erhalten; vor allem das laute Brummen der Türen beim Öffnen und Schließen - das hatte ich noch von Gera aus den 1980er Jahren in Erinnerung - war ein Erlebnis.

  • Weiter gehts.


    Umsetzen in Lichtenhain.


    Danach ging es dann nach Dippolsdiswalde.

    Das kommt der Zug - wir befuhren die Strecke aus der Mitte heraus.


    Ich dachte die ersten Tage nach der Fahrt, dass im oberen Teil eher Neubaustreckencharme vorherrscht, auch die Landschaft rechts und links der Gleise ist stellenweise ja recht "neu". Allerdings tut das der Bahn unrecht - schon allein der Viadukt entschädigt, und die Stationsanlagen sind einfach herrlich!


    Spätestens dann im unteren Teil war es auch um mich geschehen - einfach herrlich!

    Auf der Rückfahrt von Hainsberg nach Dipps wars dann ziemlich schattig, sodass ich euch die Bilder erspare.


    im Anschluss ging es durch einen herrlichen Spätsommerabend quer durchs Erzgebirge nach Bärenstein, wo die letzte Nacht vorgesehen war. Am nächsten Morgen ging es hoch nach Niederschlag, um den ersten Zug des Tages zu erleben. Vögelzwischtern, mählich zwischen den Bäumen durchbrechende Sonne, herrlich. Dann hörte man von Ferne den ersten Lokpfiff, und schließlich näherten sich von weitem die Auspuffschläge die Gegensteigung hoch bis zum Bahnhof. Die Kamera war an, ich wollte vor allem eine Tonaufnahme haben - die morgendliche Ruhe mitten im Wald war pefekt dafür. Der Zug kam näher, ein Hund fing im Tal an zu bellen und übertönte fast die Lok, was mich schon ein bisschen ärgerte. War aber egal, denn im nächsten Moment kamen 10 Mountainbiker angeradelt, die am Bahnübergang beschlossen, auch auf den Zug zu warten. Das wars mit der Tonaufnahme...

    Dann sollte es nach Jöhstadt, inzwischen war es Samstag, der 4.9.. Dummerweise führte eine kurze Unaufmerksamkeit zu einer zweistündigen Warterei auf den Abscheppdienst und einem Aufenthalt bei ATU Annaberg... so stiegen wir also erst um 13.25 Uhr in Schmalzgrube in den Zug hinter den IV k.

    99 1568 hatte Dienst. Auch hier. Das Ambiente ist einfach herrlich!


    Als wir uns der Trapeztafel in Jöhstadt näherten, wurde der Zug langsamer, von der Lok kam ein langer Pfiff. Vom Bahnhof her kam das bekannt lang-kurz-lang - ein zweiter Zug???

    Tatsächlich - auch 99 1594 war unter Dampf. Wie sich heraustelte, war ein Fotozug unterwegs. Was für eine Überraschung!


    Wir fuhren hinunter nach Steinbach, das obligatorische Bild am Wasserhaus lasse ich heute mal aus. Auf der Bergfahrt stoppte der Zug an der Trapeztafel vor Schmalzgrube, das Pfeifkonzert begann. Beim Aussteigen bot sich uns dann dieses Bild:

    Und plötzlich war die Reifenpanne vom Vormittag vergessen - ohne den Zwischenfall hätten wir dieses BIld nicht erleben dürfen.



    Dann gings nach Hause. Was für eine Tour!


    Am 2./3. 10 war dann SchmalspurExpo im Amstetten, natürlich nutzen wir das auch für eine Fahrt mit dem Albbähnle und der frisch hauptuntersuchten 99 7203.

    Am Endpunkt Oppingen wird vom alten Anhänger aus bekohlt - hach ja... :)


    Die Maschine beim Umsetzen. Der Bahnhof ist übrigens hervorragend restauriert mit kleiner Wirtschaft und Museum.


    Die Fahrt führt zwischen Feldern auf der Albhochfläche hindurch, bevor es dann durch den Wald wieder hinunter nach Amstetten geht.


    Und als bisherigeer Abschluss gabs dann letzten Sonntag noch eine Runde mit der Straßenbahn durch Stuttgart - hat auch gebimmelt!

    Wendeschleife an der Haltestelle Ruhbank, unterhalb des Fernsehturms.


    Das wars bis jetzt. Es war schön!

    Grüße,

    Andreas