Kunststoff-Schwellen für die Fichtelbergbahn

  • Hallo Freunde der Bimmelbahn,


    zum Thema Plasteschwellen gab es im Frühjahr auch bei DSO einen Faden. Hier der Link Plasteschwellen. Im Ausgangsbeitrag findet sich ein Video zum Thema.


    MfG

    Helmut

  • Nuke : Rafael du schriebst vom Gewicht sind die Plasteschwellen schwerer. Weißt du den ungefähren unterschied?


    Interessierte Grüße


    Hallo Robby,


    sorry hab vergessen dir zu antworten. Das Gewicht der Kunststoffschwelle ca. 25 kg über dem einer vergleichbaren Eichenschwelle.

    Die SDG wollte es dann auch wissen und hat außerdem auch Tests mit glühender Schlacke auf dem Kunststoff gemacht. Nennenswerte Beschädigungen scheint es dabei nicht gegeben zu haben. Das Zeug ist schon ganz schön massiv und leicht entflammbar war es wohl auch nicht..


    Grüße,
    Rafael

  • Das ist doch nicht weiter wild. Es gibt schlimmeres.


    Danke für die Nachricht und Erklärung. Auf der einen Seite sehe ich das sparen von Ressourcen, wenn keine Holzschwellen mehr verwendet werden. Auf der anderen Seite, irgendwann sind die Plasteschwellen am Ende. Wohin damit wenn sie entsorgt werden?


    Jedenfalls, für mich, ein spannendes Thema

  • Robby


    soweit ich das verstanden habe, können die wieder recycelt werden. und ich denke in der Nutzungszeit ist sicher auch die Technik und das Wissen weiter, was damit gemacht werden kann, wenn sie wirklich nicht mehr verwendbar sind.

  • Die Entsorgung ist bei Holzschwellen wegen der giftigen Konservierungsmittel auch nicht einfacher, hier bleibt wohl auch nur Verbrennen durch Spezialfirmen. Der Weiterverkauf oder die Verwendung in Gärten ist inzwischen verboten (Bsp: https://www.stalu-mv.de/ms/The…ebrauchten-Bahnschwellen/ )


    Kunststoff dürfte nur an der Oberfläche altern (wegen UV-Licht) und kann theoretisch erneut eingeschmolzen und wiederverwendet werden. Final muss es wohl auch verbrannt werden.

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • soweit ich das verstanden habe, können die wieder recycelt werden. und ich denke in der Nutzungszeit ist sicher auch die Technik und das Wissen weiter, was damit gemacht werden kann, wenn sie wirklich nicht mehr verwendbar sind.

    Und das ist das schöne an der Zukunft, es entwickelt sich was und wir dürfen dabei sein

    Die Entsorgung ist bei Holzschwellen wegen der giftigen Konservierungsmittel auch nicht einfacher, hier bleibt wohl auch nur Verbrennen durch Spezialfirmen. Der Weiterverkauf oder die Verwendung in Gärten ist inzwischen verboten (Bsp: https://www.stalu-mv.de/ms/The…ebrauchten-Bahnschwellen/ )


    Kunststoff dürfte nur an der Oberfläche altern (wegen UV-Licht) und kann theoretisch erneut eingeschmolzen und wiederverwendet werden. Final muss es wohl auch verbrannt werden.

    Genau das hatte ich auch im Hinterkopf, warten wir ab was in 20 oder 30 Jahren ist

  • Die Schwellen können wieder recycelt werden. Die SDG hatte mal Restposten aufgekauft und die mussten noch auf länge geschnitten werden. Die Reste wurden der Firma zurück gegeben. Sie würden sie wieder verwenden.

  • Hallo Zusammen,


    nachhaltiger ist das mit den Kunststoffschwellen allemal. Zwar kann nicht aus einer Schwelle wieder 1 zu 1 eine neue gegossen werden, aber das Altmaterial kann auf jeden Fall wieder zugemengt werden. Und theoretisch kann man das Material so für viele Jahrzehnte immer wieder verwenden. Im Gegensatz zu den Holzschwellen, die nach einmaliger Verwendung Sondermüll sind, betrachte ich das als eine deutliche Verbesserung.
    Die Info, dass das Material nur an der Oberfläche altert, habe ich auch. In dem Herstellungsverfahren werden auch die Weichmacher aus dem Plastik entfernt, weswegen dem Material dann ziemlich wenig passiert. Mir liegt auch ein Schnittbild durch so eine Schwelle vor, aber das kann ich aus urheberrechtlichen Gründen hier leider nicht zeigen.


    Die ersten 20 Jahre Einsatzzeit sind mittlerweile auch fast rum, ohne, dass die Schwellen nennenswerte Alterungserscheinungen zeigen. Das stimmt zumindest hinsichtlich einer langen Liegezeit doch recht zuversichtlich. Sollte sich das bewahrheiten wird das auch die Schmalspurbahnen finanziell entlasten, denn 'moderne' Holzschwellen halten je nach Einbauort teils nur noch 15 Jahre. Mit Teeröl dürfen die nicht mehr imprägniert werden. Leider war dieses 'Giftzeug' halt auch ziemlich effektiv und es gibt nichts, was das wirklich adäquat ersetzt.


    Die Lösung für alle Sorgen sind die Plasteschwellen wahrscheinlich nicht, aber das trifft ja auch für die anderen etablierte Bauform und Material zu. Als Ersatz für die Holzschwellen scheinen sie aber zu taugen.


    Die Nachfolgefirma auf dem Gelände der ehemaligen Reluma in Großrückerswalde ist übrigens die SORTcyle GmbH. Das Gelände liegt direkt an der Trasse der Pressnitztalbahn.



    Grüße,
    Rafael

  • Die Idee ist ja nicht neu. Das Material in anderer Form gibt es ja schon sehr lange. Z.B. Uferbefestigung oder als Schwelle schon lange bei Straßenbahnen.