Loks mit Flüssigbrennstoff

  • Admin: abgetrennt von Betrieb der Zittauer Schmalspurbahn 2021


    In Knappenrode wurden heute wichtige Beschlüsse gefasst. Die SOEG könnte bei weiteren positiven Verlauf von den Strukturprojekten des Kohleausstiegs profitieren. Gefördert werden soll der Umbau einer Lok für einen CO2-neutralen Flüssigbrennstoff.


    13 weitere Strukturprojekte aus der Oberlausitz bestätigt
     13 weitere Strukturprojekte in der Oberlausitz haben eine erste Hürde genommen. Dazu gehören Vorhaben u.a. aus Cunewalde, Demitz-Thumitz, Rammenau,…
    www.radiolausitz.de

  • Jetzt muss ich mal blöd fragen, sowie die Ölgefeuerten Loks in den 80er und 90er die dann auf Rostfeuerung zurück gebaut wurden?


    Und habe ich es richtig verstanden, es wird quasi eine Lok experimental umgebaut

  • Danke für die Info, Heberlein. Dazu auch von mir eine Frage:


    Was versteht man hier unter co2 neutralem Flüssigbrennstoff? Heizöl (wie es schon mal gegeben hat) oder Alternativtestungen z.b. mit Bio- Sprit?


    Danke!


    Viele Grüße

    Thomas

  • Hallo liebe Bahngemeinde!

    Ich bin der Meinung,das ist eine gute Nachricht für den vorhandenen Lokpark. Könnte mir vorstellen,das es sich hierbei um die abgestellte 99 1787 handeln könnte.

    Viele liebe Grüße

    Maik

  • Hallo Ihr,

    ich frage mich langsam immer mehr, warum Unternehmen Gelder aus dem Strukturprojekten des Kohleausstieges bekommen, die damit nichts zu tun haben?

    Sollte das Geld nicht eigentlich dort ausgegeben werden, wo 2030 oder später die Lichter aus gehen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Weißenborn

  • ....

    ich frage mich langsam immer mehr, warum Unternehmen Gelder aus dem Strukturprojekten des Kohleausstieges bekommen, die damit nichts zu tun haben?

    Sollte das Geld nicht eigentlich dort ausgegeben werden, wo 2030 oder später die Lichter aus gehen?


    Hallo,


    einerseits ja. Andererseits stellt sich die Frage, wieso Dampflokbetreiber nicht vom Kohleausstieg betroffen sind, sofern es sich nicht um die wenigen ölgefeuerten Loks handelt. Wie doch so oft, geht es manchmal nur so halb ums konkrete Wort. Der "deutsche, politische" Kohleausstieg meint inzwischen nur noch Braunkohle, während in den Lokomotiven Steinkohle verfeuert wird. Aber wie auch so oft - manchmal muß man auch froh sein, wenn nicht genau aufs Wort gesehen wird, das kommt ganz auf die Sichtweise und Betroffenheit an.


    Ich bin trotzdem dem Museumsgedanken verhaftet, daß eine Dampflok ein Feuer mittels Kohle als Kraftzentrum zu haben hat und sehe in einer (oder mehreren) Ersatztechnologie(n) keinen rechten Sinn. Außer etwas Totes aufzubewahren - das ist aber nicht so meins.

    Gruuß

    217 055

  • Hallo Ihr,

    ich frage mich langsam immer mehr, warum Unternehmen Gelder aus dem Strukturprojekten des Kohleausstieges bekommen, die damit nichts zu tun haben?

    Sollte das Geld nicht eigentlich dort ausgegeben werden, wo 2030 oder später die Lichter aus gehen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Weißenborn


    Im Prinzip hast Du Recht.

    Aber NICHT in diesem Fall.


    Die Fördertöpfe für den Lausitzer Kohleausstieg wurden unlängst für Projekte in Berlin-Wildau (!) zweckentfremdet.

    Das geht inhaltlich mal gar nicht.


    Für mich, als vor 45 Jahren geborenen Cottbuser, aber ist es absolut in Ordnung, eine Strukturidee im ehemaligen

    kleinen Oberlausitzer "Kohlerevier" zu unterstützen.

    Man erinnere sich: Die Zittauer Schmalspurbahn lag in der Rbd Cottbus (wenn auch nicht in deren Bezirk).

    Und "noch" im August 1989 bin ich begeistert und sentimental auf der Plattform mitgerumpelt, da deren letzte Stunde aufgrund

    des Braunkohletagebaus Olbersdorf geschlagen hatte.


    Für waschechte Niederlausitzer (Brandenburger) ist Solidarität mit der Oberlausitz (Sachsen) absolut in Ordnung.

    Strukturschwäche aufgrund alter, weggebrochener Industrien - ohne adäquate Nachfolge:

    Da ist geographisch wie inhaltlich nun wirklich eine sehr grosse Nähe da.

    Aber bitte nicht den Speckgürtel von Berlin fremdunterstützen!

    Beste Schmalspurgrüße aus dem Spreewald

    Christoph

  • Naja, wenn der Kohleausstieg irgendwann kommt, muß man sich halt Gedanken machen, was man in den Loks verfeuert. Denn nur wegen ein paar Museumsdampfer wird keine Kohlemiene erhalten. Zumal bei einer derartigen geringen Ausbeutung die Kohlepreise in ein paar Jahrzehnten regelrecht explodieren dürften. Dann kann sich schlichtweg keiner mehr Lokomotivkohle für einen täglichen Regelbetrieb leisten!


    Daher empfinde ich den Umbau auf Leichtölfeuerung noch den besten Kompromiss. Denn die Wasserstoff-Dampflok im Harz ist eine völlig unrealistische Schnappsidee! Um von einem Gas mit derart niedriger volumetrischer Energiedichte wie Wasserstoff genügend Vorräte für eine halbwegs brauchbare Reichweite mitzuführen, dafür bräuchte es einen extra 4-achsigen Tenderwagen mit vielen Hochdruckflaschen als Vorrat. Von daher frage ich mich, warum man überhaupt Studien für so einen derart haarsträubend unrealistischen Müll finanziert?


    Die Leichtölfeuerung hat dagegen den Charme, daß sie schon mit fossilem Heizöl/Diesel eine erhebliche Menge CO2 gegenüber Steinkohle einspart. Und man hat eben die Zukunftsoption, daß durch den teilweisen oder vollständigen Ersatz durch synthetisches Heizöl die CO2-Bilanz der Dampflok gegen 0 sinken kann. Und was die typischen Gerüche angeht, dafür kann man synthetischen Heizöl ja durchaus auch gewisse Geruchsstoffe beimischen, damit es eben nicht nach "Pommes-Bude" riecht. Von daher stehe ich dieser Idee sehr offen gegenüber!