DB-Museum beendet Zusammenarbeit mit der Traditionsgemeinschaft BW Halle P

  • Hallo

    Es kann doch nicht sein , daß Entscheidungsträger im Bahnkonzern es immer noch nicht gelernt haben ...

    Ihr könnt noch so sehr aufstampfen und schimpfen; es gilt weiterhin die Devise: "Die Musik bestellt, der sie auch bezahlt!"
    Wenn das Geld dafür knapper wird wird auch die Musik leiser.

    Nur private Initiative kann die vielfältige technische Museumslandschaft retten. Das ist auch in anderen europäischen Ländern mit großer Eisenbahn-Historie nicht anders. Die Staatsbahnen selbst ziehen sich unterm Kostendruck immer weiter aus dem finanziell zwar kleinem aber trotzdem nicht kostenlosen Bereich der Traditionspflege zurück. Man kann darüber traurig sein, darüber ganze Foren mit erzürnten Beiträgen füllen oder versuchen durch eigene Initiative wenigstens den privaten Betreibern solcher Initiativen zu helfen.
    Echte Mitarbeit, jede kleine (und gern auch größere) Spende oder auch eine zahlende Mitgliedschaft in den entsprechenden Vereinen hilft allemal mehr als hier wutentbrannt in die Tasten zu hämmern.

    Gruß von Niels

    +-+-+-+-+-+-+-+- Klasse statt Masse! Wer macht mit? -+-+-+-+-+-+-+-+
    "Der Zweck des Forums liegt im Austausch zu Schmalspurbahnen,
    schmalspurigen Modellbahnen, historischen Eisenbahnen und damit verwandten Themen."

  • Es wird ja immer schnell auf „die da oben“ bzw. das böse DB Museum geschimpft, mitunter sicherlich nicht zu Unrecht. Aber ist es nicht gerade in Halle so, dass es schon seit vielen Jahren vereinsintern immer mehr knirscht und sich mancher Aktive kopfschüttelnd abgewendet hat? Wie oft war es auch andernorts schon so, dass man nur in alten Zeiten schwelgen und ungestört ein bisschen Eisenbahn spielen wollte, sich aber um den heutzutage wichtigen professionellen Hintergrund wie Finanzielles, Vermarktung, Konzeption und Kooperation nicht kümmern wollte oder konnte? In den Worten von Dr. Götze könnte man auch so etwas herauslesen. Ich bin mir sicher, dass die wahren Gründe für die negative Entwicklung in Halle nicht allein in Nürnberg zu suchen sind.

  • Hallo zusammen,

    Niels, hinsichtlich der finanziellen Situation der DB als Betreiber bin ich völlig bei Dir. Zu kritisieren ist aber, dass die DB (wenn ich die öffentliche Reaktion der Stadt Halle richtig deute) bei der Entscheidungsfindung und vor der öffentlichen Kommunikation der Entscheidung noch nicht einmal den Versuch unternommen hat, beispielsweise mit der Stadtverwaltung oder auch mit potentiellen ehrenamtlichen Unterstützern in Kontakt zu treten, um alternative Wege für eine weitere Zugänglichkeit der Sammlung zu prüfen. Das sieht mir schon nach einem Organisationsversagen des DB Museums aus, und auch nach der durchaus typischen Erscheinung, dass DB-Entscheidungsträger leider häufig sehr in ihrer Konzernblase leben und unkonventionelle Lösungsansätze außerhalb des Konzerns schlicht nicht wahrnehmen / in Betracht ziehen. (Und das ist bei mir nicht nur ein Klischee, sondern durchaus ein Erfahrungswert.)

    Nur mal als Beispiel: Auch die Sammlung Kommunalverkehr des Deutschen Technikmuseums in der Monumentenhalle in Berlin, konnte, obgleich ebenfalls nur ein nicht für den Besucherbetrieb hergerichtetes Depot, viele Jahre lang an ausgewählten Tagen mit Unterstützung von Ehrenamtlichen des Fördervereins im Rahmen von Führungen besichtigt werden, wobei dem DTM nur äußerst marginale Kosten (etwas Strom für Beleuchtung) entstanden sein dürften.
    Warum sollte so eine kleine Lösung nicht auch in Halle funktionieren, ggf. mit Unterstützung der Stadt, die ausweislich ihrer öffentlichen Äußerung dazu bereit ist?

    Viele Grüße
    Stefan

    Früher war alles damals ... ;)

  • Moinsen,

    Niels - Juinge, Junge.... Auch die DBAG hat eine historische Verantwortung und da gibt es immer nur die Deutsche Bundesbahn. Innerhalb der DBAG wird soviel Geld verschwendet das es für 2 Standorte ( gleichberechtigt nebeneinander ) reichen würde. Da ich aktiv im DB Museum mitwirke kann ich ein Lied davon singen. Wenn nicht mal Geld für Flyer vorhanden ist, läßt das tief Blicken!

    Alles nur in die Verantwortung von Privaten zu schieben ist der falsche Weg!!!

    Der Saarsachse

  • Moinsen,

    Mitteilung der Traditionsgemeinschaft Bw Halle P eV: " Mit Bedauern haben wir die Meldung der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH erhalten, den Standort Halle des DB Museums zum Jahresende zu schließen. Der Schuppen soll zwar als Depot erhalten und die Lokomotiven so am Standort Halle verbleiben - aber nicht mehr öffentlich zugänglich.

    Bis zum vollständigen Übergang in einen durch das DB Museum geführten Museumsbetrieb haben wir als Traditionsgemeinschaft über Jahr(zehnt)e den Lokschuppen in Halle regelmäßig geöffnet, die Fahrzeuge präsentiert und jährlich bewegende Eisenbahnfeste veranstaltet. Aktuell bemühen wir uns, mit der Stadt Halle und dem DB Museum ins Gespräch zu kommen, um ggf. ab 2026 das Depot in eigener Regie und Verantwortung (außerhalb der DB-Konzernstruktur) interessierten Besuchern zu öffnen und die Infrastruktur zu betreiben. Wir sind überzeugt, dass nur so gewährleistet ist, dass das Gelände nicht verkommt, die Lokomotiven langfristig in Halle verbleiben und die aktuell Ehrenamtlichen des DB Museums Halle auch in Zukunft ihrer Tätigkeit nachgehen können."

    Dem ist nichts hinzuzufügen und ich bin dabei...

    Der Saarsachse

  • Sorry,

    wenn ich mal ganz deutliche Töne finde.Noch letztes Jahr gab es seitens der DB dort die spleenige Idee eines Eventparks mit Bahnbezug in Halle hinzusetzen ,was natürlich totaler Nonsens ist.Parkeisenbahn Leipzig, dgl.Peissnitz und das unter Besucherschwund leidende frisch verkaufte Belantis sowie kleinere Eventstätten decken das ab.Die Leute wollen auch statt kaltem Eisen rollende Tradition sehen und kamen aus Kanada,England und Australien für die 03 1010 und Plandampf etc Und nur DAS gehört zu einem Museumsstandort der 260 000 ex DDR Reichsbahner und eine berühmte Versuchsstelle als Erinnerung verbindet.Eine Bahn,die in diesem Land genausoviel per Schiene transportierte ,wie die ungleich 3x so große alte Bundesrepublik.Und eine Versuchstelle,die testete,(wie früher im Westen auch),die keine Fahrzeuge von der Stange kaufte und dann mit Kinderkrankheiten ewig zu kämpfen hatte.von Neigetechnik bis Diesel ICE.usw. eine Bahn die 8000km .Alkalischäden an Schwellen hatte und 20Jahre tauschte während die DB den gleichen Fehler 30Jahre später sinnreicherweise wiederholt

    Tja,nicht aufgepasst,von der DR lernen heisst siegen lernen-jawoll ihr Experten.

    Neben dem Museumsschuppen wurde ein weiterer Lokschuppen im Zuge des Ausbaus vom Rangierbahnhof abgerissen trotz Denkmalschutz.Nur das hier dann gar keine Schiene zu liegen kam oder kommt.,also eine Fehlplanung wie sie im Buch steht...im Strafgesetzbuch und im Schwarzbuch der Steuerzahler

    Die 03 1010 Traditionsgemeinschaft verschwand ja auch,herausgeekelt dort und mit ihr einige Exponate

    Verlogener und heuchlerischer als Obermuseumsschef Herr Dr Götze es bedauert,geht es eh nicht mehr.Einer der zuerst aus seiner Funktion abgelöst gehört und das augenblicklich!!!!

    Er ist für das museale Potential zuständig, nicht für Kahlschlag.Er hat lösungsorientiert und im Sinne der Menschen zu handeln und nicht nach momentanem Budget.

    Und jetzt,nach 35Jahren ,Einheit" entscheidet dieser ,,Mensch" immer noch in Gutsherren-Wessi Manier über den einzigen Museumsstandort in den ostdeutschen Bundesländern, während gleichzeitig im Standort Museum Koblenz nun eine große neue Halle für die schützenswerten Loks da gebaut wird.Wer hat dem bitte ins Gehirn gesch....? Das ist wie die anderen Pappnasen.Nicht-Bahner entscheiden seit 94 über die Bahn,machen eine Reform nach der anderen,die nur in Fiasko und roten Zahlen endet.Aber setzen mit so etwas noch einen drauf.Verbrennen mit iher Dämlichkeit Milliarden von Steuergeldern,wollen überall mitmischen und Boni für solch Mist abfassen

    Raus mit dem nutzlosen Volk aus dem Konzern

    Bahn in Bahnerhände! Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen aktiven Fans und Bahnern,die Tradition am laufen halten und gegen die Windmühlen der Geldnot,des Vergessrns und der Dummheit ankämpfen..

    Lass die Bahn doch bei Plakatierung und TV Spots das Geld einsparen,ist schon traurig/komisch genug..So jedenfalls hat die Niete in Nadelstreifen der DB einen Bärendienst erwiesen.Statt ihr Image aufzupolieren und mit dem vorhandenen Material so schnell wie möglich Geld zu verdienen,kommt es in die ostdeutsche Mottenkiste und wird verschlossen.Kein Eisenbahnhistoriker, kein zuständiger Museumsleiter würde so etwas woanders zulassen.

    Der lebende Beweis wütet grad in Nürnberg herum

    Einmal editiert, zuletzt von RekoP10 (30. September 2025 um 02:47)

  • Moinsen,

    RekoP10 - Du sprichst mir aus dem Herzen, man tut bei der DBAG gerade so als ob es eine Deutsche Reichsbahn nach 1945 im " Osten " nicht gegeben hätte. Dabei waren die Leistungen der DR genauso ( im Vergleich der Verhältnisse ) wie bei der DB, wenn nicht sogar höher zu bewerten. Alles macht man mit einem Strich zu nichte. Mal so ein Beispiel, gehe ich auf Feste, sehe ich mehr Reichsbahneruniformen als andere Uniformen- warum ist das so?

    Das was mit Halle ( insgesamt ) passiert ist eine riesengroße Sauerei und ich hoffe das die Tradi-Gemeinschaft es schafft den Laden zu übernehmen und erfolgreich zu gestalten.

    Der RS Saarsachse

  • Moin ,moin

    ich hab ja selbst bei der ktiminellen Steuervernichtungs-AG paar Jahre verbracht bis zu diesem Januar.Und dank Freifahrt und Eintritt die Museumsstandorte mal abgegrast.Da fiel mir schon auf, das 243 005 ,die E95 und einige andere in Halle fehlten,denn der 2.Trupp um die 03 1010 war da schon aus dem Haus geflogen, (die beiden Trupps hatten auch noch Zickenkrieg wegen Getriebeschadens an der Rangier V100 ,die defekt im Hof stand) .Loks wie 41 und 03 standen schwach beleuchtet als Statisten da,mit denen Jungväter samt Nachwuchs nix anzufangen wussten.Wenigstens irgendeine in Betrieb befindliche Lok,selbst Diesel gab es nicht!Es ging aber auch jede Hoffnung flöten,daß sie je wieder fahren,ob Dampf oder Diesel.Die Entscheidung des nicht aufarbeitens war schon längst gefallen von oben. Die Kinder waren mit Modellen und anderem Tüdelkram abgelenkt von hopsen schminken über basteln usw. ,wie bei jedem Dorffest der freiwilligen Feuerwehr Kleinkleckersdorf.Keine Lok war auf die Scheibe geholt,nicht eine Gastlok da und alles so beschi ..eiden wie nie zuvor dort bei einem Bahnfest.Paar schwarze Vorhänge und man hätte da schon Beerdigung feiern können,wo sonst wegen Besuchersndrang sogar der Dieselteil über der Brücke im Bw Halle G stattfand.inkl.Pendelfahrten.

    Es ist also schon da mit aller Macht das ganze gegen null gefahren worden und ausgebremst oder in andere Richtung geleitet,weg vom Thema Eisenbahn bei der Bahn.Völlig Gaga und so hatte ich es auch kommentiert bei LokReport.

    Leute,die Gefahr sah ich doch,als auf unserem ebenfalls immer uninteressanter werdenden Bahnaktionstagen in Luth.Wittenberg neben den immer gleichen toten 3 Ausstellungs E-Loks mal die E95 und ne Rübeland 251auftauchte bzw im Schuppen blieb.

    DB holt,verteilt und spielt mit dem Museumsbestand sinnfrei herum und jeder Traditionsverein ist in der Gefahr,wegen diesem unnützen Dr.Götze und seiner Gangstercrew nach Gutdünken mal Gebäude oder mal DB Museumsmaschinen zu verlieren,die demnächst vielleicht auch in In-und Ausland verkauft werden.Einige haben sogar im Denkmalstatus übrigens Ortsbindung .Ich nehme an deshalb muss Halle als totes Depot noch herhalten.Wobei bemerkt werden muss,das viele der DB Maschinen Ost über den DDR Bestand des Verkehrsmuseums Dresden in den Besitz von DB Museum kam.Die wurden nicht gekauft und dann unterhalten.Alles nur von Freiwilligen und denen wird dann wie Kindern ihr Spielzeug zugeteilt oder weggenommen vom großen Zampano.Und wenn es DB Museum gefällt,haben die Schweriner morgen keine 03 0090 und übermorgen keinen Schuppen mehr oder Hilbersdorf muss ganz dringend sinnfrei abgerissen werden,Stassfurt dem Erdboden gleich weil Investoren 8000qm für eine Solaranlage gekauft haben.(a la Güsten oder der Trümmerberge des ja illegal abgerissenen Bw Jüterbog) Ist dann alles leer ,bleibt es so wie in BTF,Dessau,Rosslau,Torgau,Eilenburg,Köthen oder Leipzig Wahren als Filetstück der Unverkäuflichkeit,weil dann doch nicht gebaut wurde...

    Da gehört in Nürnberg ein anderer mit Qualität und Wissen hin.Mit Budget und Kenntnis.Dann kann sich DB die Werbekosten für Fantasiezugfahrten im TV oder auf Großleinwand sparen.

    Funktionierende Alt-neben neuer Technik.Plandampftage usw möbeln das Image unbestritten 5x mehr auf als der ganze andere Quatsch..

  • Moinsen,

    RekoP10 - das heißt nur kurz und zackig " Moin " ansonsten bist Du gesprächig...

    Ich gebe Dir recht, es muß ein gleichberechtigtes Nebeneinander vom Bundesbahnstandort Koblenz mit dem Reichsbahnstandort Halle geben. Aber das ist nicht erwünscht, da ich aktiv in Koblenz bin kenne ich das. Ich wusste schon viel länger was mit Halle passiert und wurde ausgelacht. Jetzt ist es passiert.

    Ob ich noch länger in Koblenz aktiv bin, weiß ich nicht ( täte mir um meine ehemaligen Kollegen leid aus meiner Saarbrücker Zeit ), da ich vom Herzen her stolzer Reichsbahner bin. Aber wir lassen uns unsere Geschichte nicht verbieten.

    Der Saarsachse

  • DB - Unternehmen Zukunft

    Zukunft kommt von Herkunft. Nur bei all den Verspätungen auf allen Ebenen, mal zusammengerechnet, ist die Herkunft so weit entfernt, wie für uns die Zeit der Dinosaurier. Aber an die erinnert man sich noch.

    Aber ich gebe Reko P10 recht.

    Der Osten und seine Eisenbahnhistorie findet keinen Platz in der "DB AG", Genauso wenig man Aktien an der Börse findet, um als "AG" firmieren zu dürfen...

    In dem Sinne - VG