...soll als Modell gebaut werden.
Aber Hallo erstmal,
ein Bekannter von mir betreibt seit ein paar Jahren eine Gartenbahn mit Rollmaterial und Umfeld weitestgehend nach Vorbild der sächsischen Schmalspurbahnen. Ich baue da gelegentlich auch mit. In Abstimmung mit Ihm will ich hier von den aktuellen Entwicklungen berichten.
Im Herbst 2021 wurde zusätzlich zur seit einigen Jahren vorhandenen Ringstrecke eine Stichbahn zu einem höher gelegenem Endbahnhof angelegt. Und da ist nun unterwegs Platz und Höhe für eine repräsentative Brücke vorhanden.
Unsere Überlegungen führten uns zu den beiden großen Brücken der Schwarzbachbahn. Ich habe beide Brücken im Maßstab 1:20 aufgezeichnet. Die Datenlage (für mich...) ist allerdings sehr dünn. Ich kenne nur einige einfache Skizzen in Büchern. Die Bögen, die „Augen“ sowie die Trennkanten zwischen glatten und rauhen Beton sind eine bestmögliche Annäherung an Hand von Fotos und ein paar am Original abgenommenen Maßen. Ich denke aber, das der Gesamteindruck stimmig ist.
Die Brücke bei Hohnstein als Zeichnung, an den vorgesehenen Einbauort gehalten:

Die Brücke bei Kohlmühle:

Wir haben uns für letztere entschieden. Die etwas längere Brücke mit dem gestreckten Bogen ist unserer Meinung nach eleganter.
Zur Planung des Baues:
Die Brücke soll wie das Original aus Beton, allerdings nicht gestampft sondern gegossen werden. Was käme der originalen Ansicht sonst näher? Allerdings nicht vor Ort aus einem Stück. Der Bogen des Grundkörpers hat am Scheitelpunkt einen Querschnitt von 100x40mm, das kann nicht bruchfrei transportiert werden zumal nach theoretischer Berechnung die Brücke ohne Fundament über 80 kg wiegen wird. Es werden zwei gleiche Hälften gegossen die auf ein solides durchgehendes Fundament gesetzt werden. Um den Aufwand in Grenzen zu halten werden beide Hälften aus einer Form gegossen. Daraus ergibt sich, das die Brücke in der Waage liegen muß. Die originalen Brücken liegen ja beide in einer Steigung.
Auf den Grundkörper der Brücke soll die dachförmig angeschrägte Oberseite der Brücke als separates Teil befestigt werden. Dieses wird in einer Form gegossen, die der örtliche Dachdeckermeister aus Blech gebogen hat. Ein erster Gießversuch mit Beton zeigt, das der dünne Querschnitt machbar aber sehr empfindlich ist. Deshalb wurde die Gesamtlänge in drei Teile geteilt. Da das auf den Grundkörper geklebt wird ist das aber kein Problem.
Auf dieses „Dach“ wiederum werden die einzeln hergestellten Auflager (48 Stück) für die Längsschwellen geklebt. Fließenkleber macht sich da gut.
Darauf dann die Längsschwellen (Befestigung wahrscheinlich mit Schrauben von unten), darauf die Querschwellen, Gleis und seitlich Steg und Geländer.
Hier mal eine Skizze des Aufbaus mit einer wilden Mischung aus Vorbild- und Modellmaßen.

Die Form für den Grundkörper der Brücke gibt’s schon, hier noch ohne das Blech für die Rundungen:

Hergestellt aus Plastikplatten aus dem Baumarkt. Die Wände und Stützen sind mit M6x30 Schrauben verschraubt. Ich denke, wenn man das Drehmoment nicht übertreibt hält das Gewinde in diesem Material problemlos einigen Abgüssen stand.
Für die am Original vorhandenen „Verzierungen“ mit gröberer Oberfläche sind in der Form Teile angebracht, die am Abguß eine Vertiefung ergeben. Diese werden dann mit Beton mit gröberem Kiesanteil ausgegossen. Für den besten Eindruck werden Experimente nötig sein.
Oben wird ein Alu-Rohr eingegossen damit die beiden Brückenhälften mit einer durchgehenden Gewindestange fixiert werden können.
Kommen irgendwo noch paar Löcher rein um den Bewehrungsstahl an seinem Platz zu halten.
Es wäre natürlich toll, wenn Zeichnungen, Skizzen oder womöglich Fotos der noch benutzten Brücke auftauchen würden. Vor allem alles oberhalb des „Daches“, also z.b. die Befestigung von Längs- und Querschwellen wären für den detailgetreuen Nachbau hilfreich.
Das sind die ersten Ideen bzw. Ergebnisse. Wenn gewünscht, werde ich in loser Folge über den Baufortschritt berichten und freue mich über Anregungen.
André















