• (...) Bild 16: mein letztes Sonnenfoto bei Sulmingen. (...)

    Hallo Ronny,

    ein großes Dankeschön für Deine Bilder von diesem -trotz zeitweiligem Regenwetter- tollen Tag. Du hast offenbar das richtige Auge bei der Motivauswahl und dem richtigen Moment beim Auslösen... (z.Bsp. beim Bild mit dem 99 633 - Zug in der ER-Kurve - der letzte Wagen ist zwar noch im Baumschatten, später wäre das Triebwerk aber nicht mehr "frei" zu sehen gewesen. Und schließlich ist die Lok bei diesem Motiv der Bildmittelpunkt).

    Ein kleiner Hinweis sei erlaubt: Bild 16 ist die Ausfahrt aus dem Maselheimer Wald, kurz nach Maselheim in Richtung Sulmingen.

    Herzliche Grüße

    Uwe

  • Den Beitrag von Ronny möchte ich zum Anlaß nehmen, ein paar Bilder aus der Sicht der Fahrgäste beizusteuern.

    Unsere Fahrkarten.


    Hier fährt das Objekt der Begierde leise an den Bahnsteig heran. Obwohl ich das Öchsle seit vielen Jahren kenne, war es für mich die erste Chance, die 99 633 unter Dampf zu erleben. Die Wetterprognose war durchwachsen, daher war der erste Zug am Morgen nicht überfüllt, das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt.


    Der komplette württembergische Zug. Wenn man bedenkt, aus welchen Wracks diese Wagen wieder auferstanden und mustergültig restauriert worden sind, verdient das größten Respekt.


    Das kleine Stationssgebäude, das heute an der Stelle des ehemaligen Güterschuppens steht, passt wunderbar. Gegenüber früher ist der Schmalspurteil des Bahnhofs Ochsenhausen wieder sehr schön hergerichtet, selbst die Gleisanlage kommt wieder recht nahe an die ursprüngliche Situation heran.

    Blick aus dem Zug auf die beiden parallel angeordneten Rollbockgruben.

    Ankunft in Ochsenhausen.


    Während die 99 abgekuppelt und vor den Lokschuppen gefahren wird, setzt sich die V 22 ans andere Zugende. Zehn Minuten später verläßt der Zug den Bahnhof Richtung Maselheim, wo die Kreuzung mit dem nächsten Dampfzug stattfinden wird.

    Im Schuppen ein weiteres Relikt, das die schwierigen Jahre kurz vor der Stilllegung der Bahn wohlbehalten überstanden hat.

    Im Lokschuppen eine Modulanlage der Eisenbahnfreunde Markdorf

    Nicht minder interessant - der zwischenzeitlich restaurierte Lokschuppen.

    Der nächste Dampfzug mit 99 788 erreicht Ochsenhausen, die elf Wagen sind vollbesetzt.

    Nach kurzem Aufenthalt geht es wieder zurück nach Ochsenhausen.

    Angesichts der immer wieder auftretenden Regenschauer war die Cafeteria im Güterschuppen ein guter Aufenthaltsort. In einer Vitrine ein Schaustück der niveaugleichen Kreuzung der Schmalspurbahn mit den Gleisen der Südbahn. Mit Aufgabe des Personenverkehrs 1964 wurde der Streckenabschnitt Warthausen - Biberach stillgelegt und abgebaut, damit verschwand auch diese Kreuzung.

    Die 99 633 ist nun bereit, den in kürze eintreffenden Zug aus Maselheim zu übernehmen und nach Warthausen zurückzubringen.

    Das Leben in vollen Zügen genießen - die Plattform des ersten Wagens bietet einen guten Ausblick ins Führerhaus.

    Ankunft in Ochsenhausen und Kreuzung mit der 99 788. Vor der Abfahrt stehen noch einige Rangiermanöver an. Unsere Württemberger Garnitur wird an die Zugspitze rangiert, so daß sie den gesamten Personenwagenbestand in einem Zug nach Ochsenhausen bringen wird. Wohl dem, der das akustische Spektakel an der Wennendacher Steige erleben darf.


    99 633 am Ende eines langen Tages.


    Fortsetzung im 2. Teil

    5 Mal editiert, zuletzt von Michael O. (17. September 2025 um 16:42)

  • Hier der zweite Teil:


    Der württembergische Zug nach der Ankunft.

    Der frisch restaurierte Schmalspurtransportwagen "Stuttgart 4000". Interessant: der Wagen hat auch kurze Schienen für den Transport von Normalspurfahrzeugen. Mich würde interessieren, ob die nachträglich angebracht worden sind oder standardmäßig vorhanden waren. Im Gegensatz zu Schmalspurfahrzeugen war hier eine Be- und Entladung über die Kopframpe nicht möglich, ob tatsächlich jemals Normalspurfahrzeuge auf diesen Wagen transportiert worden sind, bleibt eine spannende Frage.


    Ein Blick auf das Bahnhofsgelände in Warthausen. Am rechten Bildrand der nunmehr auf 17 Wagen angewachsene Zug nach Ochsenhausen kurz vor der Abfahrt.

    99 633 auf dem Weg zum Lokschuppen

    Die Arbeiten gehen offensichtlich weiter. Es sieht aus, als sei hier ein Kleinlokschuppen geplant, der vielleicht einmal einer der beiden vorhandenen Kö I ein Dach über dem Kopf bieten könnte.

    Neu gefertigte Achslager für die 99 716, die wohl größte Priorität hat, bevor die nächste Dampflok, vermutlich die 99 788 in zwei Jahren Fristablauf hat.

    Ein etwas trauriger Anblick, doch auch hier geht die Sanierung voran, selbst wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht.

    Bleibt zu hoffen, daß sie irgendwann mal wieder so aussieht, wie im Sommer 1981


    Zum Schluß noch etwas "Beifang" auf der Hauptbahn. Oberleitung und Elektrotriebwagen auf der Südbahn sind zumindest für mich eine neue Erfahrung.

    Hier sehen wir 215 085-2 mit einer reinrassigen Umbauwagengarnitur im April 1980 bei der Einfahrt in den Bahnhof Warthausen.

    Noch ein Nachtrag:

    Versehentlich hätte ich sie fast vergessen: 99 651 ist endlich wieder "zu Hause". Vor Jahren hatte ich mal die Gelegenheit, sie an ihrem Aufstellungsort in Steinheim an der Murr zu besuchen. Es war ein trauriger Anblick. Die Lok, die eigentlich immer beim Öchsle zu Hause war, hatte es kurz vor ihrer Ausmusterung zur Bottwartalbahn verschlagen. Dort hat sie die Stilllegung und den Streckenabbau miterlebt und wurde schließlich als Denkmal aufgestellt. Der Anblick dort war sehr bedrückend, mit etwas Farbe konnte der kontinuierliche Verfall nicht aufgehalten werden. Dem Vernehmen nach hat sich der Verein lange und intensiv darum bemüht, die Lok in seine Obhut zu übernehmen. Ob sie jemals wieder aus eigener Kraft fahren kann, erscheint angesichts der Zustandes und der vielen Fehlteile ungewiss. Aber angesichts dessen, was beim Öchsle in der Vergangenheit schon geleistet worden ist, sollte man es vielleicht auch niemals ausschließen. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

    3 Mal editiert, zuletzt von Michael O. (17. September 2025 um 17:19)

  • Hallo,

    kurze Frage zur 99 788, warum hat sie vier Luftschläuche vorne und Hinten und die 633 nicht ? Behälterleitungen braucht man ja eigentlich nicht bei der Schmalspur...

    Anmerkung an einige Bildeinsteller: Wenn möglich bitte die Bilder in Originalgröße hochladen und nicht nur als Vorschaubild, denn dann muss man jedes einzeln anklicken um es vernünftig sehen zu können. Danke.

    Mfg TRO.

  • Anmerkung an einige Bildeinsteller: Wenn möglich bitte die Bilder in Originalgröße hochladen und nicht nur als Vorschaubild, denn dann muss man jedes einzeln anklicken um es vernünftig sehen zu können. Danke.

    Mfg TRO.

    Danke für den Hinweis. Es ist mir gelungen, es nach anfänglichen Schwierigkeiten zu ändern.

    Einmal editiert, zuletzt von Michael O. (17. September 2025 um 17:15)

  • (...) kurze Frage zur 99 788, warum hat sie vier Luftschläuche vorne und Hinten und die 633 nicht ? Behälterleitungen braucht man ja eigentlich nicht bei der Schmalspur... (...)

    Hallo TRO,

    seit 1996 hat die Öchsle Museums-Schmalspurbahn auch schwere, vierachsige Schotterwagen mit absenkbarem Schotterverteil-Kasten zwischen den Drehgestellen. Dieser wird pneumatisch bedient, daher die Ausrüstung der 788 auch mit HBL.

    Und warum die Mallet nicht? Die rüstige "alte Dame" hat es doch sicherlich verdient, vom schweren Az-Dienst verschont zu werden... Oder? ;)

    Meint, herzlich grüßend,

    Uwe

  • Hallo,

    Interessant: der Wagen hat auch kurze Schienen für den Transport von Normalspurfahrzeugen. Mich würde interessieren, ob die nachträglich angebracht worden sind oder standardmäßig vorhanden waren. Im Gegensatz zu Schmalspurfahrzeugen war hier eine Be- und Entladung über die Kopframpe nicht möglich, ob tatsächlich jemals Normalspurfahrzeuge auf diesen Wagen transportiert worden sind, bleibt eine spannende Frage.

    die Wagen wurden mit zurückgehen des Fahrzeugeinsatzes auf den Schmalspurstrecken teilweise von der DB mit diesen Schienen nachgerüstet um auch als Transportwagen für Kleinlokomotiven in die Ausbesserungswerke dienen zu können. Verladung dann mit Kran oder Hebeböcken.

    Quelle: Carstens, Bahndienst- und Dienstgüterwagen Band 1

    Gruß Michael

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