Betrieb beim Pollo

  • Hallo Philipp

    Es war ein wunderschönes Wochenende bei Euch. Danke, dass ich mich wieder einbringen durfte.

    Da ich körperlich nicht mehr in der Lage bin zu helfen, habe ich mich für die gelungene Veranstaltung bei Euch, mit einer Spende bedankt.

    Im Gedanken war ich bei meinem Regisseur aus Schleswig Holsstein und Westonkel aus 2024. Er kämpft und möchte irgendwann wieder dabei sein.

    Bauer Max oder Uli

    Max G

  • Guten Abend Bimmelbahner,

    heute Abend habe ich nur ein kleines Update zur Aufarbeitung unserer 99 4644 für euch.

    Allen Sommerurlauben und Ferien zum Trotz (oder gerade deswegen?) ging es den letzten Lackresten am Rahmen nun an den Kragen. In meinem letzten Beitrag hatte ich bereits berichtet, dass wir das Gröbste mit dem Nadelentroster beseitigt hatten. Um optimale Bedingungen für einen frischen und vor allem langlebigen Farbaufbau zu haben, haben wir erstmals eine Lackentfernung per Hochleistungslaser durchgeführt. Nachdem der erste Versuch Anfang Juli aufgrund zu hoher Luftfeuchtigkeit abgebrochen werden musste, waren nun die Bedingungen optimal. Die Laserreinigungsmaschine haben wir bei einer Firma ausgeliehen. Alle Bediener erhielten zuvor eine praktische Einweisung. Der Arbeitsbereich war während der Arbeiten weiträumig für Gäste abgesperrt, damit durch Reflexion "umher irrende" Laserstrahlen keinen Schaden anrichten. Denn das Teil ist wirklich fies, wenn man bedenkt, dass die Energie aus einer 32A-Drehstromsteckdose auf einen kleinen Lichtstreifen gebündelt wird.

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    Ein erstes Zwischenergebnis der Reinigung sieht man hier. Durch den Laser werden alte Lackreste verbrannt. Ähnlich wie beim Elektrodenschweißen bleiben kleine Schlacketeilchen zurück, die per Drahtbürste entfernt werden können. Anschließend hat man eine beinahe metallisch blanke Oberfläche.

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    Das Arbeitsgerät ist hier als kleine graue Kiste in den Händen erkennbar. Die eigentliche Laserquelle ist aber ein 200 Kilo schweres "Kästchen". An der rechten Außenseite des Achslagerausschnitts erkennt man den hellen Lichtfleck des Lasers. Auf einer ebenen Fläche ist der Wirkbereich etwa 50 bis 100 mm breit.

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    Direkt im Anschluss wurde der Rahmen mit einer 2K-Grundierung lackiert.

    Wer uns mit einer Spende bei der Aufarbeitung unserer Dampflok unterstützen möchte, findet unter https://www.pollo.de/994644 alle Infos. Vielen Dank an alle fleißigen Spender. Seit März sind rund 25.000 € zusammengekommen.

    Grüße vom POLLO!
    Philipp

  • ......Ein erstes Zwischenergebnis der Reinigung sieht man hier. Durch den Laser werden alte Lackreste verbrannt. Ähnlich wie beim Elektrodenschweißen bleiben kleine Schlacketeilchen zurück, die per Drahtbürste entfernt werden können. Anschließend hat man eine beinahe metallisch blanke Oberfläche.

    Das Arbeitsgerät ist hier als kleine graue Kiste in den Händen erkennbar. Die eigentliche Laserquelle ist aber ein 200 Kilo schweres "Kästchen". An der rechten Außenseite des Achslagerausschnitts erkennt man den hellen Lichtfleck des Lasers. Auf einer ebenen Fläche ist der Wirkbereich etwa 50 bis 100 mm breit.

    Direkt im Anschluss wurde der Rahmen mit einer 2K-Grundierung lackiert..........

    Hallo,

    diese Art der "Säuberung" kannte ich auch noch nicht.....und ich habe schon einiges diesbezüglich gesehen.

    Hast Du vielleicht einen Namen oder Hersteller für mich ?

    Grainger

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    Unterm Strich wird alles besser.....


    JUPP ! Voll Geil hier !

  • Wir haben mal einen Rahmen Hochdruckwasserstrahlen lassen. Der Zauber war in wenigen Tagen vorbei. Keine Gefährdung durch Laserstrahlen, kein Entfernen verbrannter Lackreste.

    Würde ich wieder so machen.

    LG

    Castor

  • Liebe Pollo-Freunde,

    es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Blick in die Prignitz. Derzeit sind die DB-Azubis bei uns im Einsatz. Da bleibt neben der Baustellen-Logistik meist noch Zeit für andere Dinge. Aber knüpfen wir an den letzten Bericht an...

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    In unserer Havelländischen Werkabteilung entstehen in der heimischen Metallwerkstatt eines Mitglieds derzeit diverse Armaturen für unsere Dampflok neu. Hier sehen wir die Ventilspindeln des Hauptdampfverteilers, oben im historischen Originalzustand und darunter zwei Neuteile, denen noch der Vierkant fehlt.

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    Nachdem der Rahmen im August auch seine zweite Schicht Rostschutzgrundierung erhalten hat und auch die Zylinder mit Einbrennlack behandelt wurden, war der Rahmen bereit für sein neues Farbkleid.

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    Die "Farbe der Saison" ist RAL 3002 "Karminrot". Mit Pinseln und kleiner Rolle erstrahlen zunächst die Innenfächer des Rahmens in neuem Glanz.

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    Stück für Stück ging es dann ringsherum und nach drei Tagen gründlicher Arbeit konnte die Farbe nun erstmal gründlich aushärten. Die Farbe ist, wie auch die Grundierung, ein moderner zweikomponentiger Lack aus der Lankwitzer Lackfabrik.

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    In endloser Fleißarbeit wird jedes Einzelteil entrostet, begutachtet und dann aufgearbeitet. Hier sehen wir einen Schieberkastendeckel nach dem Sandstrahlen. Die Schlagziffern verraten den Ursprung.

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    Zuletzt bekam der Rauchkammerträger noch seinen Endanstrich. Damit sind die gröbsten Farbarbeiten am Rahmen erledigt. Die Pufferbohlen bleiben erstmal nur grundiert, da für die Kupplung hier noch Anpassungen zu machen sind.

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    Acht Kilometer entfernt werkeln dieser Tage die Gleisbau-Azubis. Die Prignitz zeigt sich dabei von ihrer schlechten Seite. Aber bekanntlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Dennoch wäre Trockenheit sicherlicht für die Gemüter förderlicher.

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    Nach der Lackierung des Rahmens ist nun die Zeit gekommen, die ersten Teile wieder an ihren Platz zu bringen. Drei neue Luftbehälter finden im Rahmen ihren Platz. Auch sie bekommen neben der werksseitigen Grundierung erst noch einen grauen und dann den karminroten Anstrich. Grüße an Herrn Luftikus! Spaß muss sein.

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    Frisch lackiert kam zunächst der Hilfsluftbehälter an seinen Platz.

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    Nun mussten noch die beiden Hauptluftbehälter unterhalb des späteren Führerhausbodens montiert werden. Natürlich ist der Bodenausschnitt dafür nur bedingt geeignet.

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    Also irgendwie drehen, kippen, wackeln, von unten gegenhalten und mit den Spannbändern befestigen. Hat dann irgendiwe doch geklappt. Und wie man sieht, ist sogar der Bremszylinder schon wieder an seinem Platz.

    Die nächsten Wochen geht es weiter mit der Verrohrung der Bremsanlage. Nach aktueller Planung soll die Lok wieder ein Einfachsteuerventil alter Bauart bekommen. Für unser Projekt suchen wir auch noch ein Führerbremsventil Knorr Nr. 8. Vielleicht hat jemand sowas zufällig im Keller zu liegen? Wir würden uns freuen.

    So viel Neues für den Moment aus der Prignitz. Bis demnächst und natürlich vielen Dank an die fleißigen Spender unter euch!

    PS: Unsere Webseite ist heute Vormittag auf einen neuen Server umgezogen. Solltet ihr in diesem Beitrag noch keine Bilder sehen, müsst ihr euch nur etwas gedulden, bis sich diese Änderung bis zu eurem Internetanbieter "rumgesprochen" hat (DNS-Propagation).

    Grüße vom POLLO!
    Philipp

    2 Mal editiert, zuletzt von Philipp Dreidax (22. September 2025 um 23:38) aus folgendem Grund: RAL 3002 heißt Ka[r]minrot

  • Guten Morgen,

    Danke für den Bildbericht.

    Wie man ja unschwer erkennt, ist die Maschine ja in den 60ern neu gebaut worden (geschweißter Hauptrahmen). Wurden denn noch alte brauchbare Teile, bspw. Zylinder, weiterverwendet, oder wurde alles analog der IVK neu gebaut?

    Ein K8 ist doch gar nicht so selten, sowas gibt es doch bei der DB AG im Ersatzteilkatalog, weil damit ja noch einige Maschinen unterwegs sind.