Versagt die Tourismusbranche im Weißeritztal ?

  • Wie nannte man das in der DDR? Volkswirtschaftlich orientierte Bildung. Lehrstellen u. Studienplätze nach vorausschauender Planung. Beliebte Studienplätze mit zuviel Bewerbern bekam man nach 3 Jahren NVA gleich. Wer nicht 3 Jahre zur NVA wollte, musste auch mal ein paar Jahre warten. Ich "dürfte" (1969) nicht zur NVA weil mein Studium (Kraftwerkstechnik, Energieumwandlung) Umwelt- u. Wirtschafts-relevant war (Man muss auch mal Glück haben). Und wenn die Wende nicht gekommen wäre? Ob wir dann noch die vielen Kneipen hätten, Bier 0,51 Ostmark u. die Bochwurst mit Brötchen 0,95 M, usw. Jedenfalls war alles berechenbarer, gemütlicher u. sicherer, in einer Gesellschaft im sozialen Gleichgewicht mit Arbeit für alle, mit einem Pflichttarifsystem. Aber die Summe aller Schweinereien ist immer gleich, nur jetzt ist sie für einige gleicher. :/

    Warum jetzt immer mehr nicht mehr wirklich arbeiten wollen, u. wo die ganzen Leute hin sind, wäre die Frage. Auch warum die gut bezahlten Arbeitsplätze hauptsächlich im Westen sind. :?: ;)

    Hat wahrscheinlich Umweltgründe, damit viele alte u. sparsame Diesel-PKW kreuz u. quer durch Deutschland pendeln :?:

    Rolf-Uwe

  • Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass all jene, die eine ausländerfeindliche Politik betreiben für die Deindustialisierung und dem wirtschaftlichen Abschwung Deutschlands verantwortlich sind.

    Und ich dachte schon das läge an den zu hohen Steuern oder etwa der Überbürokratisierung in Deutschland, oder gar am Bürgergeld, aber nee, die Rechten sind schuld. Deswegen wollen wahrscheinlich auch die ganzen geflüchteten in Deutschland nicht arbeiten.

  • Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass all jene, die eine ausländerfeindliche Politik betreiben für die Deindustialisierung und dem wirtschaftlichen Abschwung Deutschlands verantwortlich sind.

    Erstaunt, bisher macht niemand so eine Politik...

    Sondern ein Kinderbuchautor und viele ungelernte ;)

    Derzeit die Politik ist eher für Nichtarbeitende und darum ist dies nur der Anfang!

    😁Hauptsache reichlich Bürgergeld.... damit sich arbeiten auch nicht mehr lohnt...

    Neben vielen die verdient in den Ruhestand entlassen werden, hagelt es auch reichlich Kündigungen auf eigene Wunsch...

    Solange die Löhne des Mittelstandes sprich des Steuerzahlers nicht mindestens genauso in der Höhe angepasst werden wie das Bürgergeld steigt, solange wird es nicht besser!

    Die Quittung gibt's in manchen Gegenden früher, woanders später...

    Das Gastro-Geschäft wird auf jedenfall am schlimmsten betroffen sein, sämtliche höhere Kosten sind da umzusetzen und ab 2024 steigt die MwSt wieder auf den Regelsatz...

    Es wird noch spannend...


    Gruß

  • Fachkräftemangel bedeutet vor allem, dass die Leute zu den angebotenen Bedingungen nicht arbeiten müssen, sondern andere Möglichkeiten haben. Wenn wir wollen, dass da Leute arbeiten, müssen wir sie besser bezahlen und ggf. in Restaurants und bei anderen Dienstleitungen mehr bezahlen. Das ist die Segnung des Marktes sein, die die FDP immer betont. Der regelt das gerade, sichtbar für alle. Nur Ausländer und Studenten sind offensichtlich noch bereit, das zu übernehmen.

    Viele Grüße
    Eckhard

  • Was wird passieren, wenn die Löhne steigen? Die Arbeit wird dahin verlagert, wo es billiger ist...

    Und dann brauchen wir auch keine Wirtschaften im Weißeritz- Tal mehr. Die kann sich nämlich keiner der Arbeitslosen leisten.

    Hat nicht gerade erst eine Möbel- Firma im Weißeritztal wegen zu hoher Lohnkosten zugemacht...

  • 6,2 % Arbeitslose in Sachsen im September 2023 ist quasi Vollbeschäftigung. Wer mies bezahlt wird, muss das nicht tun, gleich gar nicht am Wochenende oder abends. Das Heer der Rentner wird bald Probleme haben, versorgt zu werden.

    Viele Grüße
    Eckhard

  • Davon abgesehen, dass es nicht wirklich verlockend ist, sich sprichwörtlich den Allerwertesten aufzureißen, damit am Ende von 1 Euro Bruttolohn im Durchschnitt 40 Cent übrig bleiben (so jedenfalls mein letzter Kenntnisstand), gibt es bestimmt auch einen gewissen Überschuss an Stellen in Bereichen, die kein Mensch braucht. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, aber wir haben in der jüngeren Generation (zu der ich mich auch zähle) eine Schwemme an BWL-Studenten, die dann irgendwann in einer Marketing-Agentur als Senior Bullshit Consultant (entschuldigt den Sarkasmus) sitzen, während direkt vor der Tür des Büros eine Baustelle seit Wochen nicht vorankommt, weil diese Arbeiten niemand erledigen will.

    Bei mir in der Heimat hat man zuletzt mehrere Monate gebraucht, um einen Kreisverkehr zu bauen. Und dabei handelt es sich weiß Gott nicht um ein wer weiß wie komplexes Bauwerk, zumindest soweit ich das beurteilen kann.

    Immerhin ist es davon abgesehen doch erfreulich, dass sich nach wie vor junge Menschen für die Eisenbahn interessieren, wie man beispielsweise auf Rügen bei den Lokpersonalen immer wieder feststellen kann. Es gibt doch nichts Schöneres, als wenn jemand seinen Beruf mit Leidenschaft ausübt.

  • Das Gastro-Geschäft wird auf jedenfall am schlimmsten betroffen sein, sämtliche höhere Kosten sind da umzusetzen und ab 2024 steigt die MwSt wieder auf den Regelsatz...

    Hey,

    Aber sind wir doch mal ehrlich, wie oft geht man essen, damit das zur Buche schlägt. Ich gehe mit Freunden einmal im Monat Schnitzel essen, ob das Schnitzel und eine Cola nun 18€ oder 19,80€ kostet ist mir relativ egal*, von dem Differenzbetrag kann ich mir maximal ein Eis kaufen, oder drei Stationen mit dem Bus fahren (RFV Kurzstreckenticket). Wenn ich nun natürlich mehrmals im Monat oder sogar die Woche essen gehe und in irgendwelchen höherpreisigen Bereichen mich bewege, schlägt das natürlich deutlicher zu Buche, aber wenn man das Geld hat, mehrmals die Woche essen zu gehen, werden einen die Prozente wahrscheinlich eher weniger interessieren. Für Kantinen gilt meines Wissens nach sowieso der normale Satz.

    Zum eigentlich indirekten Thema:

    DB Regio hat massiven Personalmangel in der Werkstatt in Freiburg (Laut EK 09 10 unbesetzte Stellen)

    Die VAG, welche eigentlich genau das gleiche nur nicht auf 1435mm sondern auf 1000mm macht, unglaublicherweise in Ihrer Werkstatt und Instandhaltung nicht, kein Wunder, man bildet seit Jahren über Bedarf aus und konnte mal wieder alle Ihrer Ausbildungsstellen im handwerklichen Bereich besetzten und sogar noch auswählen. Neben mir hätte auch ein weiterer VAG Azubi erwogen zur Bahn zu gehen, allerdings bestätigten sich meine mehrmaligen (Schülerpraktikum und später Ausbildungsplatzsuche) schlechten Erfahrungen mit der Personalverwaltung bei DB Regio in Freiburg.

    Die Mitschüler in der Berufsschule berichten übrigens ähnliches, in den wenigsten Betrieben sind Ausbildungsplätze frei geblieben, es ist mir ein Rätsel, wie die HSB in Ihrer Werkstatt Personalmangel haben kann, wenn man so viele Industriemechaniker ausbildet.

    So viel von mir, ich bin eh schon spät dran

    Lukas


    *Theoretisch müsste ich 12% obendrauf schlagen, aber das nun auszurechnen, keine Lust um die Uhrzeit

  • Und ich dachte schon das läge an den zu hohen Steuern oder etwa der Überbürokratisierung in Deutschland, oder gar am Bürgergeld, aber nee, die Rechten sind schuld. Deswegen wollen wahrscheinlich auch die ganzen geflüchteten in Deutschland nicht arbeiten.

    Von welchen "zu hohen Steuern" reden Sie? Die Steuerquote in Deutschland liegt bei circa 38%. Länder mit höherer Steuerquote (Die Steuerquote bezeichnet die Höhe der gezahlten Steuern als Prozentsatz des Bruttoinlandsprodukts bzw. in diesem Fall des Bruttonationaleinkommens):

    120px-Flag_of_France_%281794%E2%80%931815%2C_1830%E2%80%931974%29.svg.png Frankreich46,5 %
    220px-Flag_of_Denmark.svg.png Dänemark46,0 %
    320px-Flag_of_Belgium_%28civil%29.svg.png Belgien44,6 %
    420px-Flag_of_Sweden.svg.png Schweden44,0 %
    520px-Flag_of_Finland_icon.svg.png Finnland43,3 %
    620px-Flag_of_Italy.svg.png Italien42,4 %
    720px-Flag_of_Austria.svg.png Österreich41,8 %
    820px-Flag_of_Cuba.svg.png Kuba40,6 %
    920px-Flag_of_Greece.svg.png Griechenland39,4 %
    1020px-Flag_of_the_Netherlands.svg.png Niederlande38,8 %
    1120px-Flag_of_Luxembourg.svg.png Luxemburg38,7 %
    1220px-Flag_of_Croatia.svg.png Kroatien38,6 %
    1318px-Flag_of_Norway.svg.png Norwegen38,2 %
    1420px-Flag_of_Bosnia_and_Herzegovina.svg.png Bosnien und Herzegowina37,9 %
    1520px-Flag_of_Hungary.svg.png Ungarn37,7 %
    1520px-Flag_of_Iceland.svg.png Island37,7 %
    1720px-Flag_of_Germany.svg.png Deutschland37,5 %

    Quelle: Liste der Länder nach Steuerquote – Wikipedia

    Selbst in Kuba macht das Steueraufkommen mehr am Bruttonationaleinkommen aus, als in Deutschland. Was für ein Quatsch behaupten Sie also? Hier können Sie gerne mal nachlesen, in welchem Reichtum Bürgergeld-Empfänger leben: Faktencheck zum Bürgergeld: Familien mit oder ohne Arbeit: Wer bekommt mehr Geld? - n-tv.de

    Davon abgesehen, dass es nicht wirklich verlockend ist, sich sprichwörtlich den Allerwertesten aufzureißen, damit am Ende von 1 Euro Bruttolohn im Durchschnitt 40 Cent übrig bleiben (so jedenfalls mein letzter Kenntnisstand), gibt es bestimmt auch einen gewissen Überschuss an Stellen in Bereichen, die kein Mensch braucht.

    Der maximale Spitzensteuersatz liegt bei 45%. Wo haben Sie denn diese Zahlen her?