Neuerscheinung im Transpress-Verlag: Eisenbahnen im Harz

  • Moin Thorsten!

    Kann ich gerne machen, sobald ich reingeschaut habe. Aktuell liegt es hier noch eingeschweißt.

    Über Dirk Endisch als Autor hatte ich mich auch gewundert, hoffe daher, dass es qualitativ deshalb auch etwas besser ist, als andere Transpressprodukte. Denn da teile ich sonst deine Meinung.

    Gruß Sven

  • Guten Morgen

    Mein Eindruck vom Buch ist eigentlich doch recht positive ausgefallen. Dirk Endisch steht für Qualität.

    Im Kapitel 1 wird die Geschichte des Harzes mit Bildern gezeigt die mir bekannt vorkamen ., sowohl auch der Text,beides hab ich auch im Buch von der

    GHE zur HSB auch schon gelesen .

    Welches Dirk Endisch auch geschrieben hat , ab Kapitel 1.2 geht es richtig los nein richtig interessant gut los , die Bilder sind für den Motorbuch Verlag in einer guten Qualität gedruckt. Viele Fotos sind von Dirk Endisch oder seiner Sammlung.

    Manche sind schon veröffentlicht worden.

    Viel Geschichte im Text, interessant ,wie das alles so war ,fast alle Bahnen mit historischen oder wenn möglich auch mal aktuellen Fotos.

    Mein persönliches Highlight ist auf Seite 183 das Luftbild vom Bahnhof Wernigerode.

    Schade das die DB da so viele Gleise zurückgebaut hat .

    Also ich mag das Buch , DANKE Dirk Endisch , für deine geleistete Arbeit.

    Ich kann es jedem empfehlen zu kaufen.

    Gruß Carsten D

  • Hallo zusammen,

    ich würde mich sehr freuen, wenn ihr in ein paar Tagen hier an dieser Stelle etwas über eure Eindrücke zum Buch berichten würdet, zum Inhalt, zur Bildauswahl und -qualität.

    Ist es ein Buch für Harztouristen oder ein Sachbuch für den an Eisenbahn interessierten?

    Guten Abend, ich habe heute nach Dienstende mal verspätungsbegründet in der sehr empfehlenswerten Bahnhofsbuchhandlung zu Leipzig (neben der derzeit laufenden Modellbahnausstelllung) durch das Buch geblättert.

    Ich würde sagen es versucht einen Gesamtüberblick über ALLE Strecken im Harz zu schaffen. Dabei sind die HSB und ihre Vorgänger nur der kleinste Teil. Es werden auch die Privat- und Staatsbahnstrecken in Regelspur abgehandelt

    Dem "Freak" werden die meist doppelseitigen Streckenbeschreibungen vermutlich zu kurz sein. Dem "Normalo" dürften sie völlig ausreichen. Riesige Fahrzeugstatistiken brauchen nicht erwartet werden, wenngleich es Bestandslisten der vielen einstigen Privatbahnen ins Buch geschafft haben. Einzig von der HSB gibt es auch aktuelle Listen. Die Bahnbetriebs- und Ausbesserungswerke und solche "Exoten" wie das FEW Blankenburg werden ebenfalls beschrieben.

    Ich denke mal bei dem Preis von 29,90 kann man nicht allzu viel falsch machen. Ich habe das Buch trotzdem liegen gelassen, ein anderes großformatiges Werk mit ganz anderem Blickwinkel wanderte dafür in meinen Bestand. Für preisermäßigte 19,90 ein echtes Schnäppchen. Wenn auch kaum "bimmelbahnig"....

    Weihnachten ist gesichert! :)

  • Moin zusammen!

    Nun habe ich das Buch zum Großteil durchgelesen und leider dämpfen einige unnötige Fehler doch sehr den Lesespaß. Die Strecke Quedlinburg - Frose wird öfters und wiederholt als "Balken" bezeichnet, auf einmal heißt es wieder richtig "Balkan".

    Das Bw Halberstadt wurde am 7. April 1947 Opfer eines Luftangriffs während des zweiten Weltkrieges. Dabei dachte ich immer, der ging nur bis 1945. (Seite 167).

    Auf Seite 195 wird ein Bild einer Mallet mit Triebwagen T1 betitelt.

    Das sollen nur mal beispielhaft 3 Punkte sein, die mir aufgefallen sind. Es waren noch einige mehr.

    Natürlich ist niemand fehlerfrei und Fehler passieren. Aber so bewusst ist mir das bisher in einem solchen Umfang noch nicht aufgefallen. Und es sticht halt sofort in das Auge. Und hat zumindest bei mir den Lesespaß etwas getrübt.

    Ansonsten ein umfangreicher Überblick über das Eisenbahngeschehen im Harz mit einigen netten Bildern. Aber so ganz abgeholt hat mich das Buch irgendwie nicht muss ich sagen.

    Gruß Sven

  • Ich habe mir das Buch ebenfalls gekauft, jetzt liegt es als Klolektüre neben dem Lokus.

    Die Kritik des voranstehenden Beitrages kann ich mich nur anschließen, der „Balken“ hat mich auch sehr gestört. Um solche Fehler zu vermeiden braucht es nicht mal groß ein Lektorat, das sieht man auch als Autor, wenn man seinen Text vor Abgabe einfach noch mal durchsieht.

    Mir hat die Grundidee, alle Strecken des Harzes in einem Buch gesammelt zu beschreiben, sehr gut gefallen, nach dem Lesen bin ich etwas enttäuscht. In dem Texten geht es sehr viel darum, welches Fürstentum beim Bau welcher Strecke, welche Sonderwünsche hatte und an welchem Datum die Baugenehmigung erteilt und die Strecke eröffnet wurde. Was zwischen Eröffnung und heute sonst noch passiert sein könnte, kommt etwas zu kurz. Das wird, finde ich, recht schnell langweilig. Mag sein, dass nicht auf jeder Strecke immer so viel interessante Zeitgeschichte stattgefunden hat, aber ein paar mehr lesenswerte Informationen und Anekdoten, hätte es sicherlich überall gegeben. Da hätte es sich sicher gelohnt, noch ein Jahr länger dran zu arbeiten.

    Immerhin wird man von langen Auflistungen, welche Fahrzeuge und Baureihen wo gefahren sind, verschont und es geht wirklich um die Strecken.

  • Also, wie zu erwarten, ein verzichtbares Werk?

    Diese Frage kannst Du Dir selbst auch nur selbst beantworten. Denn die Intentionen zum Erwerb eines solchen Buchs sind so vielfältig wie die Wissens- und Interessenstände der potentiellen Käufer.

    "Verzichten" kann man auf jegliche Form solcher Lektüre. Denn man kann ohne sie leben.

    Falkomator: Hast Du schon einmal solch eine umfangreiche Publikation erstellt und dann auch selbst Korrektur gelesen? Ich erwische mich bei so einem Unterfangen immer wieder über eigene Fehler hinweg zu lesen. Und wenn dann womöglich noch eine Auto-Korrektur ins Spiel kommt geht es ganz schnell mit dem Balken vor Augen auf den Balkan... =O

  • Schlaue Sprüche.

    Wieviel von den Schlauen hier hat denn schon einmal einen längern Text verfaßt und veröffentlicht? Uns ist ist es letztens passiert, dass gegengelesen wurde und trotzdem hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen.

    Abgesehen davon. Sind hier Leser dieser Publikation darunter, die jetzt der Meinung sind der 2. Weltkrieg war erst 47 zu Ende, weil es dort so geschrieben steht? Oder weiß man eigentlich sofort. "O.K. Fehler, Mist, kann mal passieren"?

    Übrigens ob Balken oder richtigerweise Balkan nutzt manchem jüngerem Leser auch nichts, weil er mit der Streckenbezeichnung einfach nichts anfangen kann.

    In der Lokeinsatzstelle meinte der Einsatzleiter vor sehr vielen Jahren zu mir ich solle einfach auf der Balkenroute mit der Dampflok 50 3684 mitfahren. Ich habe vielleicht blöd geschaut. Obwohl ich schon über 10 Jahre hier im Vorharz wohnte kannte ich diese interne Bezeichnung nicht.

    Trotzdem wünsche ich uns Allen jedenfalls für 2024 mehr von den total fehlerfreien Menschenkindern unter uns, geben scheint es davon ja wohl genug.

    Kleine Ergänzung:

    Fehler benennen ist schon in Ordnung. Schlaue Sprüche und Ratschläge zur Fehlervermeidung sollte man unterlassen, wenn man selbst noch nicht solch Werk verfaßt hat

    Mehrmals editiert wegen einer Ergänzung und später noch gefundenen Fehlern. Leider gehöre ich nicht zu den Menschenkindern, die keine Fehler machen, bzw. alle Fehler sofort sehen.

    4 Mal editiert, zuletzt von gleitbahn (2. Januar 2024 um 10:50)

  • Also, wie zu erwarten, ein verzichtbares Werk?

    Das kommt auf den Blickwinkel an. Ich habe es gekauft und gelesen. Das Buch bietet meiner Meinung nach einen in Summe umfassenden, wenn auch teilweise groben Bericht über die Entstehung der Bahnen im Harz. Mag sein, dass es nun kaum noch Informationen zu einzelnen Bahnen gibt usw.. Enthalten sind durchaus interessante Gegebenheiten und Bilder, wer allerdings zu konkreten Themen zu ausschließlich einzelnen Bahnen (z.B. Meterspur, Gleispläne...) umfangreiche Nachforschungen anstellen möchte, ist meiner Ansicht nach im falschen Buch gelandet, siehe Buchtitel...