Betrieb der Brohltalbahn 2024

  • Hallo Peter,

    die grün-weiße Lackierung in den Hausfarben der BEG mag in diesem Fall gewöhnungsbedürftig sein (bei der 218 ist sie m. E. stimmiger gelungen), aber was zählt ist:

    das gute, alte "Dreibein" hat anno 2024 im stolzen Alter von 61(!) Jahren eine gesicherte Zukunft! Das freut mich.8)


    Beste Grüße aus dem Bergischen Land

    Thomas

  • Hallo Michael,

    hier ein paar Informationen zum Wagen 32 der IBS.

    Der Wagenkasten wurde koplett überartbeitet und lakiert, anschließend zusätzlich foliert.

    Die Drehgestelle und die Bremsanlage ist ebenfalls teilweise wieder eingebaut.

    Die alten Übersetzfenster konnten wir leider nicht zerstörungsfrei demontieren und werden daher durch Neubaufenster ersetzt.

    Diese Fenster sind nur provisorisch eingepasst und werden noch endgültig eingedichtet montiert.

    Die Monage eines neuen Fußbodens ist ebenfalls schon abgeschlossen.

    Fotos folgen

    LG Thomas B.

  • Hallo Eisenbahnfreunde,

    am 14.04.2024 lohnte sich die Tour in die Nähe von Koblenz - neben den AKE-Rundfahrten mit E03 001 (DB Museum) und der VEB-VT 98-Einheit (habe ich aber weggelassen), war auch bei der Brohltalbahn ein Fahrtag angesagt. Grund genug den Weg vom Rhein bei Speyer an den Rhein bei Andernach bzw. Neuwied zu nehmen.


    Los ging es im Rheintal mit der E03. Mangels Ortskenntnis fuhr ich dann - vermeintlich in aller Ruhe - hinauf ins Brohltal. Die Straßen waren zwar an sich frei, nur hatte ich die Rechnung ohne die Enge der Straßen und mein mich gefühlt über Feldwege leiten wollendes Navi gemacht. Die Ruhe war also passé, als ich mein Auto in Brenk abstellte, ausstieg und bereits die D5 der Brohltalbahn auf ihrer Steilstreckenfahrt hörte. Arme und Beine bildeten eine rotierende Scheibe, das Bild hat dennoch geklappt:

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    D5 am 14.04.2024 in Brenk (Rheinland-Pfalz) by Hendrik Flath, auf Flickr

    Steilstrecke? Ja - die Brohltalbahn besitzt nicht nur als einzige Schmalspurbahn Deutschlands regelmäßigen Güterverkehr (Phonolitverkehre ab / an Brenk), sondern auch als einzige Schmalspurbahn Deutschlands eine Steilstrecke im Adhäsionsbetrieb. Nahe Oberzissen stand ich auf einem kleinen Felsvorsprung, der sich im Wald versteckt und den Blick auf die Bahn und die Burg Olbrück vergibt. Der Zug befindet sich auf Talfahrt im Steilstreckenabschnitt. Eine Neigung von 1:20 wird auf dem etwa 6km langen Steilstreckenabschnitt erreicht um von 230m in Oberzissen auf über 460m am Streckenendpunkt Engeln zu klettern bzw. wie hier in der Gegenrichtung zu fallen:

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    D5 am 14.04.2024 nahe Oberzissen (Rheinland-Pfalz) by Hendrik Flath, auf Flickr

    Da mein Weg eh wieder hinunter ins Rheintal führte, habe ich den Zug im Bahnhof Burgbrohl nochmals aufgenommen:

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    D5 am 14.04.2024 in Burgbrohl (Rheinland-Pfalz) by Hendrik Flath, auf Flickr


    Nachdem ich die E03 abermals im Rheintal besucht hatte, wechselte ich wieder zurück ins Brohltal: Der untere Streckenabschnitt von Brohl bis Oberzissen führt durch das relativ enge Tal, was Motive rarer macht als im oberen Streckenabschnitt. Pflichtmotiv ist aber natürlich das Tönniessteiner Viadukt, welches die D5 hier überquert und wenige Momente später in einem Tunnel verschwinden wird:

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    D5 am 14.04.2024 in Tönniesstein (Rheinland-Pfalz) by Hendrik Flath, auf Flickr

    Sicher wäre es möglich gewesen den Zug nochmal aufzunehmen, nur sagte mir kein Motiv zu 100% zu. Bereits am Morgen waren mir nahe Engeln ein paar blühende Bäume aufgefallen...die, ja die müssen sein.

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    D5 am 14.04.2024 nahe Engeln (Rheinland-Pfalz) by Hendrik Flath, auf Flickr

    Fazit: Wenn die 11 Sm wieder durch das Brohltal dampft, ist eine Mitfahrt absolute Pflicht. Die engen Radien und die beachtlichen Neigungsverhältnisse werden der Mallet unter Garantie interessante Klänge entlocken. Ich werde wiederkommen!

    Gruß
    Hendrik

  • Hallo Hendrik,

    vielen Dank für die herrlichen Fotos. Der Burgblick ist einfach grandios!!!

    Viele Grüße
    Toralf

    ... der durchaus gerne einen "Nachschlag" hätte.

  • Oh oh, da hab ich ja ganz schöne Diskussionen über die Farbgebung losgetreten... :/

    das Farbschema an sich ist nicht das Problem, beim Molli und im Harz stört sich auch niemand daran, im Gegenteil, es wird dort vielfach als "schön" und "typisch" empfunden (was es ja tatsächlich ist).

    Ja, zu Harz, Molli etc. passt diese (D)DR-Lackierung ja auch und ist typisch - aber die Brohltalbahn verbinde ich (und viele andere) mit der typischen grün-beigen Lackierung der Loks, des Triebwagens und des Aussichtswagens. ;)Da wären zu den Farben der Loks passend lackierte Wagen einfach stimmiger, zumal die Schweizer ja eh umlackiert wurden. ?(

    Dass die Wagen dort nicht ursprünglich liefen, stört mich dagegen gar nicht. Bei Schmalspurbahnen war schon immer ein reger Gebrauchtfahrzeugehandel, viele Schmalspurfahrzeuge liefen auf den unterschiedlichsten Bahnen im In- & Ausland.

    Also freuen wir uns einfach dran, wie die Dinge sind und mit dem Rollmaterial was da ist. Dass die Bahn in ihrer ganzen Art und mit den Betriebsanlagen heute noch so im Westen Deutschlands existiert, ist angesichts dem großflächigen verschwinden schmalspuriger Nebenbahnen schon ein kleines Wunder für sich. Veränderungen am Fuhrpark kommen zwangsläufig immer mal über die Zeit. Nichts ist beständiger als der Wandel.

    Dem ist nichts dazuzufügen! :thumbup:Außer Danke für eurer Engagement! :trophy:

    Gruß Matthias