Aktuelles vom Feldbahnmuseum Herrenleite

  • Hallo Marian,

    schön das es weitergehen soll mit ihr, nachdem am WE Herr Werner leider verstorben ist. Ich kenne mich durch meine Vereinsaktivitäten selbst über solchen zeitintensiven Probleme aus. Ich wünsche euch viel Erfolg bei den Arbeiten.

    Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!

    Viele Grüße

    99 749

  • Hallo in die Runde,

    wir nähern uns Pfingsten, unserem traditionell wichtigsten Veranstaltungstermin. Wir wollen uns in diesem Jahr dem 75. Jubiläum der Auslieferung der ersten LKM-Dieselloks im Jahr 1950 widmen. Nicht alle unsere LKM-Loks werden zu sehen sein, aber doch eine ganze Menge. Darunter auch einige, die seit dem Umzug nicht mehr im Sonnenlicht standen, außerdem einige Gastloks wie die Ns 1 47013 der Feldbahner des Sächsischen Eisenbahnmuseums Chemnitz-Hilbersdorf. Das Programm sieht im Detail wie folgt aus:

    * Fahrzeugausstellung mit zahlreichen Feld- und Grubenbahnloks und Wagen
    * Laufender Fahrbetrieb mit dem Besucherzug durch das Museumsgelände
    * Vorführungen und Zugfahrten mit authentischen Feldbahnzügen
    * Gastloks aus Chemnitz und Königshain
    * Draisinenfahrten auf der ehemaligen Anschlussbahn in Richtung Pirna-Mockethal
    * 11:00 Uhr und 13:30 Uhr Vortrag und Führung
    * 15:00 Uhr Fahrzeugparade
    * 16:00 Uhr Vortrag über die Dresdner Trümmerbahnen
    * Blick in die Schmiede und Schauschmieden
    * Lokmitfahrten mit der Werklok N 4
    * Bastelstand des Ateliers Filigrani, Verarbeitung von Sandstein und Naturmaterialien
    * Imbiss, Getränke und Eis
    * Feldbahnkaffee und Kuchen
    * Literatur und Souvenirangebot
    * Neuerscheinung: Werkbahnreport 26

    Am Sonntag und Montag fährt halbstündlich ein Pendelbus als Zubringer zwischen dem Kauflandparkplatz in Pirna-Copitz und dem Feldbahnmuseum. Also dann, vielleicht sieht man sich ja! Viele Grüße,

    Marian Sommer.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Marian Sommer (6. Juni 2025 um 08:43)

  • Hallo in die Runde,

    zusätzlich zum Veranstaltungshinweis auf Pfingsten: Der neue Werkbahnreport ist (ab morgen früh) da:

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    Einige Besucher komme ja extra deshalb zu Pfingsten, er ist fertig! Falls Ihr Abonnenten seid und direkt abholen möchtet, bitte am Literaturstand bescheid geben, der Versand startet erst nächste Woche. Viele Grüße,

    Marian Sommer.

  • Hallo Falk, hallo an alle anderen Fotografen,

    vielen Dank für die Impressionen (siehe auch Pfingstfahrtage Herrenleite)! Wie so oft habe ich es nicht geschafft, auch nur ein Bild zu machen, Vorbereitung, Kuchenbacken, alles zum Laufen bringen, "Fahrdienstleiter", Aufräumen. Umso schöner, dass andere ihre Aufnahmen präsentieren. Wir sind mit dem Wochenende sehr zufrieden, alles hat geklappt, alle Wünsche wurden erfüllt und es kamen viele Besucher, die noch dazu überwiegend lange Zeit blieben, um auch alle Angebote auszukosten. Auf unserer Homepage gibt es eine "Aktuelles"-Meldung, die ich hier kurz zitieren möchte:

    Vor 75 Jahren wurden die ersten Dieselloks beim VEB Lokomotivbau “Karl Marx” Babelsberg hergestellt. Grund genug, die LKM-Loks in den Mittelpunkt der diesjährigen Feldbahnschau zu Pfingsten zu stellen. So konnten unsere Besucherinnen und Besucher zwei Dutzend Lokomotiven aus Babelsberg erleben, davon über die Hälfte betriebsfähig im Einsatz. Zahlreiche weitere Programmpunkte rundeten das lange Wochenende ab, insgesamt fanden über 1500 Gäste den Weg in die Herrenleite.

    Während unser Besucherzug mit der Coswiger Ns 2 h unermüdlich seine Runden drehte, erfreuten sich die Besucherinnen und Besucher auch an den Gastfahrzeugen der KBBK aus Königshain, hier mit einer Ns 1. Foto: S. Klotzsch, 2025

    Aus dem SEM Chemnitz war ebenfalls ein Gastfahrzeug vertreten. Diese Ns 1 zählt zu den ältesten erhaltenen Ns 1 überhaupt und stammt ursprünglich aus der Ziegelei Herzberg. Direkt dahinter folgt unsere Ns 1 a aus der Ziegelei Jessen. Foto: S. Klotzsch, 2025

    6 Zylinder haben Durst – Vorbereitung der V 10 C für die Fahrzeugparade. Foto: M. Mai, 2025

    So viele Ns 2 bzw. Ns 2 f gab es zu den bisherigen Fahrzeugparaden nur selten zu sehen. Umso spannender für die Technikbegeisterten, die Unterschiede der Lokomotiven im Detail zu erkunden. Foto: M. Mai, 2025

    Nach der Parade sammelten sich die LKM-Loks im Steinbruch – und zwar schön sortiert nach Leistungsklasse, hier von groß nach klein. Foto: P. Heinrich, 2025

    Im Tal der Herrenleite kamen die “Postkasterl” zum Einsatz. Bis auf eine kleinere technische Störung am Sonntagnachmittag funktionierte der Betrieb reibungslos. Foto: M. Mai, 2025

    In der Schmiede ging es heiß her: Zum Schauschmieden kam der wieder aufgearbeitete Lufthammer zum Einsatz. Foto: S. Klotzsch, 2025

    Auch der Bastelstand fand Anklang bei Jung und Alt. Aus Sandstein und Naturmaterialien konnten kleine Kunstwerke geschaffen werden. Foto: M. Weber, 2025

    Dankeschön und viele Grüße,

    Marian Sommer.

  • Liebe Feldbahnfreunde,


    in der DDR gab es zwei wesentliche Hersteller von elektrischen Feldbahnlokomotiven. Während BBA als Betrieb der Wismut vorrangig den Uranbergbau versorgte, belieferte der VEB Lokomotivbau – Elektrotechnische Werke “Hans Beimler“ (LEW) die gesamte Industrie. Im Typenprogramm von LEW vertrat die Bauart EL 5 mit 70 bis 81 kW die zweitstärkste Leistungsklasse unter den Schmalspurlokomotiven für den heimischen Markt.


    EL 5/01 (17159 / 1980) auf dem Hof des Bergwerks Nováky unmittelbar vor der Verladung Richtung Sachsen, 19.06.2025.


    EL 5/08 (19527 / 1985) schwebt in Nováky in einen der beiden eingesetzten Lkw, 19.06.2025.


    In einem langen Produktionszeitraum von 1951 bis 1990 wurden insgesamt ca. 1.900 Exemplare der EL 5 gebaut – um den Umfang zu verdeutlichen, das sind deutlich mehr Exemplare als alle Ns 2a…h zusammengenommen. Dabei faßte LEW teilweise recht unterschiedliche Konstruktionsarten zum Typ EL 5 zusammen, wobei die technischen Hauptkomponenten wie Fahrmotoren und Fahrschalter immer vergleichbar waren. Insgesamt kamen ca. einhundert EL 5 in der DDR zum Einsatz, vor allem im Mansfelder Kupferschieferbergbau und im Kalibergbau. Die übrigen und damit der Großteil wurden exportiert.


    12 Tonnen am Haken: Das Abladen in der Herrenleite wurde in bewährter Weise durch den Kran von Bernd Reichelt unterstützt - an dieser Stelle herzlichen Dank! Foto: P. Hoffmann, 20.06.2025.


    Leider sind bisher nur sehr wenige EL 5 museal erhalten, in Deutschland lediglich eine Lok mit Mittelführerstand beim auch sonst sehenswerten Bergbaumuseum in Wettelrode. Dieser Loktyp ist deshalb selbst in Fachkreisen kaum präsent. Wir haben daher seit mehreren Jahren auf die Rückführung von zwei EL 5 aus der Slowakei hingearbeitet. Als letztes Unternehmen betrieb dort die Hornonitrianske bane Prievidza a. s. (Oberneutraer Bergwerke Prievidza AG, HBP) in den Gruben Cígel, Handlová und Nováky untertägigen Abbau von hochwertiger Braunkohle. Die Förderung wurde Ende 2023 endgültig eingestellt. Nach umfangreichen Bemühungen konnten wir nun eine EL 5 mit Mittelführerstand sowie eine EL 5 mit Endführerstand erwerben und freuen uns sehr, damit je einen Vertreter der beiden wesentlichen Bauartgruppen für die Nachwelt bewahren zu können. Dabei besitzt die Mittelführerstandslok Stangenstromabnehmer mit Schleifschuhen, während die Endführerstandslok mit einem klassischen Schleifleistenstromabnehmer ausgestattet ist. Beide Loks befinden sich im letzten Betriebszustand und sollen auch so erhalten bleiben.


    Nach Ankunft im Feldbahnmuseum Herrenleite sonnen sich die beiden Loks und der Großraumförderwagen im Abendlicht. Während die Mittelführerstandslok eine Leistung von 75 kW hat, bringt es die Endführerstandslok auf 81 kW, 20.06.2025.


    Die seitlichen Stützleisten am Rahmen dienten der besonderen Entladetechnologie bei der HBP. Über dem Entladebunker wurde jeweils der gesamte Zug auf seitlichen Stützrollen geführt, während die Räder der Loks in der Luft hingen, 20.06.2025.


    Zusammen mit den beiden Loks erreichten auch ein Großraumförderwagen der HBP mit 3,15 m³ Ladevolumen, eine Reihe von Ersatzteilen sowie mehrere kleine Standardhunte die Herrenleite, wobei letztere nicht für unsere Sammlung bestimmt sind. Bereits vor einem Jahr haben wir bei einem Arbeitseinsatz vor Ort zahlreiche Fahrleitungsarmaturen wie z.B. Fahrdrahthalter, seitliche Abspannungen, Trenner und Luftweichen geborgen und im Rahmen des jetzigen Transportes ebenfalls in die Herrenleite geholt. Unser Dank gilt Herrn Stute, den Mitarbeitern der HBP, der Spedition Futuretrans und dem Karosseriefachbetrieb Reichelt, welche die Aktion auf unterschiedliche Art unterstützt haben und allen Spendern, die die Beschaffung überhaupt erst möglich gemacht haben.


    Ein mit Ersatzteilen und Fahrleitungskomponenten gut gefüllter Hunt während des vorbereitenden Arbeitseinsatzes im Bergwerk Cígel, 11.09.2024.


    Soweit nicht anders angegeben, alle Fotos: M. Otto.

  • Hallo in die Runde,

    am Wochenende ist es soweit, dann kann die erste EL 5 in Betrieb erlebt werden. Die neuere der beiden Maschinen, die EL 5/08 aus Cígel, hat ihre Durchsicht bestanden und wurde für eine externe Einspeisung aus einem Akku vorbereitet. Dies reicht für eine Vorführung auf unseren Gleisen erst einmal aus, auch wenn natürlich Betrieb unter Fahrleitung weiter auf der langfristigen Agenda steht. Heute war der Mitteldeutsche Rundfunk da und hat für das Sachsenradio einen kurzen Beitrag produziert:

    Und am Wochenende gibt es die Gelegenheit, sich das bei den Sommerfahrtagen aus der Nähe anzuschauen:

    Neben der EL 5 soll auch erstmals der Wurfschaufellader PML 63 in Betrieb vorgeführt werden. Und am Sonntag singt der Männerchor aus Malter ab 14 Uhr im oberen Bruch. Alles weitere findet Ihr auf unserer Homepage unter https://www.feldbahnmuseum-herrenleite.de. Viele Grüße,

    Marian Sommer.

  • Liebe Feldbahnfreunde,

    Die diesjährigen Sommerfahrtage am 16. und 17. August standen wieder unter dem Motto Bergbau. Etwa 400 Besucher konnten ein buntes Programm erleben, darunter zahlreiche betriebsfähige Akkuloks, Vorführung von Bergbautechnik und einen musikalischen Höhepunkt.


    Erstmalig präsentiert wurden die beiden vor kurzem aus dem slowakischen Braunkohlebergbau übernommenen LEW EL 5. Bei der Lok mit Endführerstand erfolgte bereits eine technische Durchsicht, sodass sie mit Hilfe eines großen Akkus, der in einem angekuppelten 1,6-m³-Hunt untergebracht ist, vorgeführt werden konnte. Foto: J. Schröder, 16.8.2025.


    Von der Wismut in Dresden-Gittersee stammt unsere LEW EL 6, quasi die kleine Schwester der EL 5. Foto: M. Otto, 16.8.2025.


    Außerdem betriebsfähig vorgeführt wurde der Wurfschaufellader PML 63. Im Rahmen der Führung bekamen die Besucher gezeigt, wie unter Verwendung von Drucklufttechnik Hunte beladen werden. Foto: S. Klotzsch, 16.8.2025.


    Beim Rangieren bleibt das eine oder andere Malheur nicht aus. Zum Glück ist die Feldbahn- und Bergbautechnik sehr robust, und nach einer kleinen Eingleisübung kann die Vorführung weitergehen. Foto: J. Rolle.


    Akku-Sandwich: Der Besucherzug wurde u.a. von zwei B 660 befördert. Foto: S. Klotzsch, 16.8.2025.


    Sehr idyllisch waren die Fahrten mit unseren regelspurigen „Postkasterl“ durch das Tal der Herrenleite. Foto: S. Klotzsch, 16.8.2025.


    Ein besonderer Höhepunkt war das Konzert des Männerchors aus Malter am Sonntag im oberen Steinbruch. Bei schönstem Sonnenschein lauschten unsere Besucher den Klängen von Heimat- und Volksliedern. Foto: J. Schröder, 17.8.2025.


    Während des Konzertes lief der Fahrbetrieb mit dem Besucherzug weiter. Zusätzlich macht sich hier ein stilreiner Grubenpersonenzug auf den Weg in den oberen Steinbruch... Foto: M. Otto, 17.8.2025.


    ...und brachte als Überraschung mehrere Mitglieder des Freitaler Bergbau- und Hüttenvereins, gekleidet in historischem Paradehabit und traditioneller Arbeitskleidung, zur Bereicherung des Chorauftrittes. Foto: P. Heinrich, 17.8.2025.

  • Liebe Feldbahnfreunde,


    in den letzten Monaten war in der Herrenleite und außerhalb wieder einiges los und nun findet sich etwas Zeit, von den wichtigsten Ereignissen zu berichten.


    Veranstaltungen

    Vom 3. bis 5. Oktober fand unsere große Herbstausstellung statt. Bei teilweise wunderschönem Herbstwetter waren nochmal eine ganze Reihe Fahrzeuge im Einsatz zu erleben bzw. konnten in den verschiedenen Ausstellungsbereichen besichtigt werden. Hervorzuheben waren auch die große Modellbahnanlage auf 45-mm-Spur mit Echtdampfmodellen sowie die Fahrten mit der Regelspurdraisine auf der Strecke nach Mockethal.


    Jung EL 105 aus der Terazzofabrik Kroppen auf Bergfahrt in der milden Herbstsonne. Foto: M. Otto, 3.10.2025.


    Personenzug mit Ns 2 h aus dem Spannbetonwerk Coswig. Foto: M. Otto, 3.10.2025.


    Auf den Regelspurgleisen innerhalb des Museumsgeländes war zeitweise die N 4 zu erleben. Foto: M. Otto, 3.10.2025.


    Leckeren selbstgebackenen Kuchen gab es in der Museumshalle. Foto: M. Otto, 3.10.2025.


    Für interessierte Besucher wurden zweimal am Tag Führungen über das Gelände angeboten. Dabei wurde auch auf die wechselvolle Geschichte des Geländes in der Herrenleite mit den unterschiedlichen Nutzungsepochen eingegangen, bevor 1998 das Feldbahnmuseum einzog. Foto: M. Otto, 3.10.2025.


    Zwei Wochen nach der Herbstausstellung fand eine Sonderveranstaltung speziell für Fotografen und Filmer statt, wo vor allem speziell Vorkriegsmotorloks mit authentischen Feldbahnzügen im Fokus standen. Hier die O&K RL 1 a aus dem Steinbruch Kohren-Sahlis. Foto: M. Otto, 18.10.2025.


    Beim 1. Feldbahn- und Nutzfahrzeugtreffen im Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf waren wir mit unserem historischen Lkw S 4000 und der LKM-Lok vom Typ Ns 1 a zu Gast, welche hier gerade im Schaubereich Kiesgrube rangiert. Foto: G. Rolle, November 2025.


    Exkursion nach Freiberg

    Im Januar besuchte eine Delegation unseres Vereins das Silberbergwerk "Himmelfahrt Fundgrube" in Freiberg. Die Einfahrt erfolgte über die Schachtanlage "Reiche Zeche". Auf den Spuren des erzgebirgischen Altbergbaus konnten wir einiges über die Technologien und Lebensweisen der Bergleute vor über 200 Jahren erfahren. Nach über fünf Stunden untertage durch flache Gänge und enge Schächte waren gerade die langgewachsenen Vereinsmitglieder am Ende des Tages froh, wieder gerade stehen zu können.


    Natürlich musste die untertägige Grubenbahn genauestens inspiziert werden - wie diese LEW EL 9, welche auch fahrbereit vorgeführt wurde. Foto: M. Weber, 17.1.2026.


    Nach dem Ausfahren über die Schachtanlage "Alte Elisabeth" konnten wir dort noch die historische Fördermaschine bestaunen, was einen gelungenen Abschluss dieser Exkursion darstellte. Foto: Sammlung HFD, 17.1.2026.


    Fahrzeugzugänge

    Ein Klassiker im Typenprogramm des Feldbahnherstellers Orenstein & Koppel war der Typ M. Ausgestattet mit einem 7,5 PS starken Benzinmotor fanden diese Loks in den 1920er Jahren bis Anfang der 1930er Jahre einige Verbreitung in Europa und darüber hinaus. Obwohl Maschinen vom Typ M einst auch in Ostdeutschland anzutreffen waren, hatte bisher noch kein Vertreter den Weg in unsere Sammlung gefunden. Umso erfreuter waren wir, als sich nun die Möglichkeit bot, eine weitgehend im Original- und Einsatzzustand erhaltene M erwerben zu können. Die Lok mit der Fabriknummer 2995 aus dem Jahr 1928 stand nach mehreren musealen Stationen zuletzt als Leihgabe des Sammlers Peter Erk im IFA-Museum Nordhausen, von wo wir die Lok übernehmen konnten.


    Abschied der M von ihrem bisherigen Standort in Nordhausen. Foto: R. Schreier, 13.12.2025.


    Nachdem wir bereits im vergangenen Jahr zwei Lokomotiven des Typs EL 5 von LEW und einige Wagen der Hornonitrianske bane Prievidza a. s. (Oberneutraer Bergwerke Prievidza AG, HBP) aus der Slowakei in unser Feldbahnmuseum holen konnten, war unser Wunschzettel noch etwas länger: Als typischer Vertreter von Untertage-Dieselloks waren dort auch BND 30 aus tschechoslowakischer Produktion im Einsatz. Vergleichbare Maschinen wurden auch in die DDR geliefert und kamen sowohl über- als auch untertage zum Einsatz. Gemeinsam mit einer EL 5/01 mit Mittelführerstand, welche wir an Bergbaufreunde in Thüringen vermittelt haben, und weiteren Wagen fand Ende Februar der Transport in die Herrenleite statt.


    Blick über einen Teil der oberirdischen Bergwerksanlagen im slowakischen Nováky – einige Teilbereiche sind bereits abgerissen. Foto: J. Sommer, 26.2.2026.


    Die BND 30 schwebt auf den Lkw. Daneben stehen zwei LEW EL 5/01 sowie diverse Ausrüstungsgegenstände aus dem Bergbau. Foto: M. Otto, 26.2.2026.


    Einen Tag später kann sich die BND 30 schon in der Herrenleite sonnen. Das Fahrzeug ist weitgehend vollständig und war vermutlich bis ca. 2022 im Einsatz. Neben dem eigentlichen Führerstand besitzt die Lok an der Frontseite noch einen Mitfahrerstand. Foto: M. Otto, 27.2.2026.


    Die Mittelführerstands-EL 5 mit der Betriebsnummer 1 aus der Grube Handlová ist in der Herrenleite nur temporär untergebracht, bevor ihre Reise weiter nach Thüringen geht. Gemeinsam mit der Mittelführerstands-EL5 Nr. 9, der Endführerstands-EL5 Nr. 25 und der BND30 Nr. 3 sind derzeit also 4 HBP-Loks gleichzeitig im Feldbahnmuseum zu erleben. Foto: M. Otto, 27.2.2026.


    Weitere Aktivitäten

    Bei der Jung ZL 233 vom Imprägnierwerk Wülknitz gehen die Arbeiten am Motor voran. Sie besitzt noch den Ursprungsmotor vom Herstellerwerk, welcher hier gerade ersten Betriebstests unterzogen wird. Foto: M. Otto, 31.10.2025.


    An der Henschel-Dampflok vom Typ Riesa wurden die Kesselrohre ausgebaut. Foto: M. Otto, 31.10.2025.


    Das Einsetzen der Scheiben an den Stirnseiten des Draisinenbeiwagens erwies sich als recht knifflige Aufgabe. Foto: M. Lenk, 7.3.2026.


    Die Demontage der Mansfelder LKM Ns 2 ist weitgehend abgeschlossen, mittlerweile startete die Aufarbeitung einzelner Komponenten. Foto: A. Rolle, 2026.


    Sieht schon spektakulär aus, so ein Ns-2-Getriebe. Foto: G. Rolle, 2026.


    Im Herbst unterstützten uns die Freunde von der Waldeisenbahn Muskau im Rahmen eines Gast-Arbeitseinsatzes beim Gleisbau auf der Regelspurrampe. Verlegt werden hier originale Feldbahnbetonschwellen, welche vorher auf der WEM-Strecke zur Tongrube Mühlrose verbaut waren. Foto: M. Otto, 8.11.2025.


    Unter anderem zur Erweiterung der Werkstattkapazität wurde ein Gebäude auf dem Gleislagerplatz ertüchtigt. Ausgestattet mit einem Vielschienengleis (500 mm, 600 mm, 750 mm) kann hier u.a. an den Mansfelder Loks gearbeitet werden. Foto: A. Locke, 28.2.2026.


    Die Instandsetzung und Überarbeitung der Elektrik in der Herrenleite ist weiterhin ein großes Thema. Diesmal erfolgte die Erneuerung der Unterverteilung im Aufenthaltsgebäude. Der Schaltkasten ist nun auf dem aktuellen Stand der Technik, während das Äußere der Kiste zum historischen Eindruck passt. Foto: P. Heinrich, 7.3.2026.


    Wir nutzten die Möglichkeit mit der Erneuerung der Unterverteilung gleich, um weitere Stromkreise vorzubereiten, welche unterputz verlegt wurden. Foto: M. Weber, 7.3.2026.


    Im Lohmgrund bei Pirna konnten wir eine historische Steinbruchhütte aus der Zeit des Sandsteinabbaus demontieren und in Einzelteilen in unser Museum überführen. An ihrem bisherigen Standort sollte die Hütte abgerissen werden. Vielen Dank an dieser Stelle an die Vorbesitzer für die Möglichkeit zur Erhaltung des Bauwerks und auch an einen örtlichen Heimat- und Technikgeschichtefreund, der uns tatkräftig unterstützte. Foto: M. Otto, 19.11.2025.


    Vom Dach konnten aufgrund des schlechten Zustands lediglich einige Sparren gerettet werden. Die Seitenwände wurden in großen zusammenhängenden Segmenten transportiert, aber auch bei ihnen sind vor einem Wiederaufbau einige Rekonstruktions- und Erhaltungsmaßnahmen erforderlich. Der Sockelbereich und der Fußboden bestehen aus Sandsteinen, welche einzeln markiert worden damit später alle Steine wieder ihren korrekten Platz finden. Foto: M. Otto, 18.1.2026.


    Stabilität gaben dem Gebäude 6 massive Sandsteinsäulen, welche mit einfachsten Mitteln aus dem Untergrund gehoben und anschließend von Hand verladen wurden. Foto: M. Otto, 14.3.2026.


    Viele Grüße aus der Herrenleite

  • Liebe Feldbahnfreunde,

    der Frühling erhält Einzug im Tal der Herrenleite und somit starten wir auch in die Saison 2026!
    Los geht's mit den Bahnerlebnistagen am 18./19. April.

    Aus dem Programm:

    • Öffnungszeiten 10 bis 18 Uhr
    • Fahrzeugausstellung mit zahlreichen Feld- und Grubenbahnloks und Wagen
    • Laufender Fahrbetrieb mit dem Besucherzug durch das Museumsgelände (die Mitfahrt ist im Eintrittspreis enthalten), dazu Vorführungen und Zugfahrten mit authentischen Feld- und Grubenbahnzügen
    • Draisinenfahrten auf der ehemaligen Anschlussbahn nach Pirna-Mockethal (Fahrpreis 4 €)
    • Basteln mit Sandstein und Naturmaterialien
    • Imbiss, Getränke und Eis
    • Feldbahnkaffee und Kuchen
    • Literatur und Souvenirangebot

    Die Bahnerlebnistage in der Sächsischen Schweiz sind eine Gemeinschaftsaktion der Museumsbahnen und touristischen Anbieter in der Region mit Bahnbezug. Am 18. und 19. April öffnen und fahren die Kirnitzschtalbahn, der Miniaturpark "Kleine Sächsische Schweiz" in Dorf Wehlen, das TILLIG-Museum in Sebnitz, die Schwarzbachbahn auf ihrer Strecke von Lohsdorf in Richtung Unterehrenberg, die Eisenbahnwelten Rathen und das Feldbahnmuseum Herrenleite jeweils von 10 bis 17 Uhr bzw. 18 Uhr. Eine Übersicht über das Gesamtprogramm findet man unter https://www.saechsische-schweiz.de/bahnerlebnis

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    Ab 25. April bis 24. Oktober ist das Feldbahnmuseum dann immer samstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

    Viele Grüße
    Max

    Einmal editiert, zuletzt von wmax (15. April 2026 um 11:27)