• Hallo,

    ist es vorgesehen, an den geschweißten Stellen die fehlenden Niete durch Imitationen zu ersetzen?

    Fällt das so sehr auf wenn man den Zug an der Strecke fotografiert :/?

    Entschuldige bitte, aber so blöd wird hoffentlich niemand sein. Mit den modernen Drehgestellen am Speisewagen muss man eben auch leben. Da investiert auch keiner nochmal 50- 100.000 Euro nur um die letzten "Fans" zu befriedigen.

    Mfg TRO.

  • Hallo,

    auf eine normale sachliche Frage eine unsachliche Antwort, toll.
    Um bei Deinem Jargon zu bleiben, ja, es gab schon so Blöde, die das z. B. an den Wasserkästen von Museumsloks gemacht haben.

    Vielen Dank
    Jens

  • Fällt das so sehr auf wenn man den Zug an der Strecke fotografiert :/?

    Entschuldige bitte, aber so blöd wird hoffentlich niemand sein. Mit den modernen Drehgestellen am Speisewagen muss man eben auch leben. Da investiert auch keiner nochmal 50- 100.000 Euro nur um die letzten "Fans" zu befriedigen.

    Mfg TRO.

    Hallo Tom,

    wie immer im Leben... - alles eine Ansichtssache. ;)

    Wenn man wie hier einen längeren Reisezugwagen der genieteten Bauart blechmäßig herrichtet, und dann ist da ein "Flicken" eingeschweißt, weshalb Nietreihen unterbrochen sind - dann fällt das nicht nur bei Neulack gleich auf. Und da ist es nicht ungewöhnlich, wenn sich die Mannen, die sich mit der Instandsetzung viel Mühe und Zeit gegeben haben, dann auch noch auf das Imitieren der fehlenden Niete einen gewissen Wert legen. Zumal das sicherlich keine fünfstelligen Beträge kostet: es gibt für diese Zwecke spezielle Schrauben, deren Köpfe bereits als "halbrund" ohne Schraubendreheraufnahme ausgeführt sind.

    Von der anderen Variante, Nietkopf-Imitationen zum aufkleben rate ich gerade bei Fahrzeugen mit ihren großen Flächen ab, da sie sich am Tag deutlich erwärmen und in der Nacht dann wieder abkühlen. Diese Bewegungsspiele halten die verklebten in der Regel nicht allzu lange aus.

    Soweit mal meine 5 Pfennig zum Thema.

    (..und nicht zu vergessen, mal wieder ein großes Lob an die Kollegen vom Dresdner Tradizug! )

    Herzliche Grüße

    Uwe

    (der nach Möglichkeit auch derartige Ausbesserungen mit Nietkopf-Imitationen versieht und damit gute Erfahrungen gesammelt hat.)

  • Hallo,

    ja, im Gegensatz zu anderen schaffe ich es sogar auf Rückfragen zu antworten ;). Siehe Pfad "Reko -58" zuletzt..

    Unser AB4ü ist nun fertig gespachtelt, geschliffen und grundiert.

    Da hat der Eigentümer bestimmt keine Lust mehr nochmal groß "reinzureißen" könnte ich mir vorstellen... Der Wagen muss auch irgendwann mal fahren um Geld zu verdienen. Oder ?

    die das z. B. an den Wasserkästen von Museumsloks gemacht haben.

    War das die Lok wo dann die angeklebten Schein-Nieten wieder abgefallen sind?

    Zumal das sicherlich keine fünfstelligen Beträge kostet: es gibt für diese Zwecke spezielle Schrauben, deren Köpfe bereits als "halbrund" ohne Schraubendreheraufnahme ausgeführt sind.

    Du hast den Kontext nicht verstanden. Bei der Summe ging es um den theoretischen Drehgestelltausch um den Speisewagen authentischer hinzubekommen.

    Deren "Köpfe halbrund sind"... Das nennt man einfach "Schloßschraube"....

    Mfg TRO.

  • Hallo in die Runde,

    mein Senf hier auch noch: "Schloßschrauben" haben keinen halbrunden Kopf. Eher einen flach gewölbten. Außerdem heißen die fachlich korrekt Flachrundschraube mit Vierkantansatz nach DIN603.

    Einen deutlich besser ausgeformten Kopf - und damit zur Imitation von Niete besser geeignet - haben Halbrundschrauben mit Nase nach DIN607. Und ja, ich habe solche Schrauben schon als Nietimitate an Eisenbahnfahrzeugen verbaut. Da mir die allerdings auch noch nicht Halbrund genug waren sind die alle noch mal auf der Drehbank nachgeformt worden.

    VG Kay

  • Hallo Daniel und in die Runde,

    bei meinen feldbahnmäßigen Aufarbeitungen wird entweder im Warmnietverfahren gearbeitet oder "echte" Niete eingesetzt und rückseitig verschweißt. Letzteres nur bei rein optischen Wiederherstellungen. Soweit ich weiß, wird ersteres auch bei Euch bzw. Euren Partnern angewendet. Niete sind am Markt noch in allen Größen beziehbar. Das Aufkleben von Imitaten machte auch aus meiner Erfahrung nur bedingt Sinn. An den historischen Fahrzeugen der S-Bahn Berlin hatten wir diese seinerzeit z.T. wieder verloren. Das lag aber auch an dem Waschen in der Außenreinigungsanlage. Nun haben sich Klebeverfahren weiterentwickelt und das Kleben ist anderen Verbindungen ebenbürtig. So werden heute Komponenten auch auf die lackierte Außenhaut der Fahrzeuge geklebt. Die Verfahren sind aber schon ein eigenes Fachgebiet und wir haben da auch erst kürzlich einiges dazugelernt. Aber Ihr habt ja einen Fachmann bei uns, der sein Wissen gerne teilt.

    Grüße Jörg

  • Bis 1928 wurden Wagen vernietet, bei der nächsten Bauserie ab 1930 wurde geschweiß (der erste geschweißte Lokrahmen war die E18).

    Bei der Reparatur eines Plattformwagens stellte ich fest, dass sich die genieteten Bleche erbärmlich schlecht schweißen lassen und Niet-Attrappen nur durch Linsenkopfschrauben zu erträglichem Zeitaufwand anzubringen sind.

    Ergebnis:

    Nietenzähler wurden nicht mehr beachtet, denn Fotografen, Besserwisser & Vidioten bringen kein Geld, sorry!

    R.