• Gestern kam ich gerade mit meinem Zug aus der Schweiz "rüber" und musste da wieder am denkmalgeschützten Wassertum vom ehemaligen Bw Haltingen vorbei. Dank zahlreicher abgerissenen Bauten steht ehr nun mitten in der neuen Bahnhofseinfahrt. Derzeit baut man noch die Anbindung der Neubaustrecke über die "Katz" auf dem Planum der alten Einfahrt der Rheintalstrecke. Nach Fertigstellung wird der Turm dann ganz hinter Schallschutzwänden beidseitig verschwunden sein.

    EDIT Fehlerkorrektur

    Grüße aus dem Bremer Exil

    Jan

    Einmal editiert, zuletzt von bremerbahn (16. November 2024 um 19:59)

  • Hallo,

    der Tippfehler hat sich eingeschlichen - kenne ich übrigens auch. Es sollet wohl Haltingen anstatt Hattingen heißen.

    PS.: Ich weiß: "Wer eine Fehler findet, darf ihn behalten." hat früher unser Amtslehrer immer gesagt. ;)

    viele Grüße Jochen

    Es lebe das vierte Element und alle seine Aggregatzustände!

  • Ach ja, hier könnten wir ja auch mal weitermachen.

    In den Weiten meiner Fotosammlungen haben sich doch noch ein paar ausländische Wassertürme gefunden.


    Vor allem, wenn ich denke, da habe ich einen besonders origenellen Wasserturm in der Sammlung, ganz in rot und aus Holz gebaut, den kennt bestimmt keiner... prompt taucht er im letztem Beitrag auf. Da als letztes Bild beim Gerd...

    Dort, in Emådalen an der schwedischen Inlandsbanan gelegen, bin ich nämlich auch schon mal vorbeigekommen. im März 1990 war es, lange ist's her. Da ich damals gerade nur Beifahrer war, ergab sich leider keine Gelegenheit zur näheren Betrachtung, die Bilder enstanden so aus dem fahrenden Auto, was dem Bildausschnitt und der Schärfe leider nicht zugute kam.


    Auch Frankreich war ja schon vertreten und auch da gibt es Bimmel... äh, ich meine, Schmalspurbahnen. Zwar hat man da bis in die 1970er gründlich aufgeräumt und stillgelegt, aber einige hielten sich wacker und blicken heute in eine gesicherte Zukunft. Auch wenn es dort seit den 1950ern keine Dampfloks mehr gibt, alte Sachen wirft man nicht weg und so konnten Wassertürme noch lange Zeit zu sehen sein. Im Zweifel rosten sie von alleine weg.

    Eine dieser schmalspurigen Bahnen in Frankreich ist die auf der Insel Korsika.


    Endpunkt im Norden ist von je her Bastia, wo die Bahn vom Bahnhof nahe der Altstadt erst durch einen Bergsporn tunneln muss. Oberhalb des Portals stehen (wohl noch immer) diese zwei Betonkübel, die die Wasserversorgung sicherstellten.

    (Aufnahme im September 1987, den Personenzug nach Calvi bildete damals ein X2000-Triebwagen mit einem Beiwagen, der selber mal ein Triebwagen des französischen Herstellers Billard aus den 1930ern war. In den 1960ern sind die in größerer Zahl gebraucht erworden und entsprechend umgebaut worden).


    Im Jahr 2001 ist es immer noch einer der X2000-Typen, der jetzt zusammen mit einem Bruder und noch immer einem der alten gedrungenen Billard-Wagen den Verkehr auf der Calvi-Linie sicherstellt. Hier im Bahnhof von Regino. Nur die Farbe war damals neu (heute findet man schon lange keines dieser Fahrzeuge mehr auf der Insel im Einsatz).

    Der Bahnhof Ponte Leccio, wo sich die beiden Zweige der Inselbahn trennen, hatte 2001 auch noch seinen Wasserturm, aber durch die Wände des Stahlbehälters kann man schon so manchen Stern betrachten.

    Anders in Corte, da scheint der Topf hinter dem Bahnhofsgebäude sogar gestrichen worden zu sein.


    Über den Betrieb auf der Insel Ende des letzten und Anfang dieses Jahrhunderts schreibe ich vielleicht noch mal was.


    Ein paar deutsche Wassertürme habe ich auch noch gefunden... demnächst also noch mehr, hier in diesem Theater.

    Schönen Abend...

    Wolfgang der opus

  • Hallo in die Runde,

    beim Stichwort "Ausland" hat es Klick gemacht! Da war doch was, am A* der Welt, genauer mitten in der Pampa:

    Ja, nicht irgendeine, sondern die Pampa, genauer am Bahnhof Gardey steht dieses Exemplar, zusammen mit einer Windkrafturbine und Pumpe:

    Das alles aufgenommen im Dezember 2011. Sieht aber mutmaßlich immer noch genauso aus. Die Strecken damals meist wöchentlich mit einem Güterzug befahren, vielfach nicht viel schneller als auf sächsischen Bimmelbahnen, und das bei fast dreimal so großer Spurweite... Dampfbetrieb ist schon länger vorbei, aber hier und dort gibt Denkmalloks, wie hier in Tandil:

    Viele Grüße,

    Marian.

  • Wie versprochen, lasst mich noch ein paar Wassertürme aus deutschen Landen nachliefern...


    Teilweise an gerne besuchten Orten, wo es nur um anderes ging, als die ollen Türme, was ihr Schattendasein begründete.

    Wer war nicht alles auf dem Saalfelder 'Affenfelsen', der Straßenbrücke der Fernverkehrsstraße Richtung Gera, von wo man den tollen Blick auf das Bahnbetriebswerk hatte mit seinem lange Jahre anhaltenden regen Dampfbetrieb? Es waren jedenfalls so viele, dass man keine Sorgen haben musste, von der Volks- oder Transportpolizei belästigt zu werden, selbst die Ordnungshüter wussten, dass die Leute da keine Staatsgeheimnisse ablichten wollten.

    Trotzdem, kaum einem fiel vermutlich der monströse Wasserturm auf, der auch auf der alten Aufnahme von 1982 (als der Dampfbetrieb bereits auf Kohle umgestellt war und Loks der Reihe 41 den Betrieb übernommen haben) sich im Dunst zu verstecken scheint. Der Vergleich von 2024 zeigt aber, dass er noch da ist, auch wenn sich die Gleispläne komplett verändert haben und der Fahrdraht über allem hängt.


    So richtig nahe kam ich ihm auch selten, so wie hier 1994 (als noch die hohen Formsignale mit kurzen Flügeln zu finden waren und der Fahrdraht noch nicht wieder gespannt war...)

    Oder wie 2007, als fast alles unter Strom stand:


    Ein anderer hübscher kleiner Wasserturm fand und findet sich noch in Probstzella, einem Ort, wo es in früheren Jahren sicher keine gute Idee gewesen wäre, die Kamera zu zücken...


    Ein paar Türme unterschiedlicher Bauart liefen mir 1994 vor die Linse, während einer Bahnfahrt von Berlin Richtung Stralsund. Ich weiß nicht mehr von allen genau den Ort, da kann mir das erstaunliche Schwarmwissen des Forums sicher weiterhelfen.

    Es zeigt doch zumindest, was es für unterschiedliche Bauweisen gab, auch wenn die Fotostandorte im, zum Glück noch reversibel zu öffenenden Zugfenster, sicher nicht optimal war.

    Bis dann, viel Freude an den Erinnerungen wünscht


    Wolfgang der opus